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Schuld

Schuld

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2011 für die Besten Interpreten. Ungekürzte Lesung

Hörbuch
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Artikeldetails zu Schuld

Autor Ferdinand von Schirach

SpracheDeutsch

  • ISBN-103-86952-046-9
  • EAN9783869520469
  • SprecherBurghart Klaussner

  • Veröffentlicht08.2010
  • Medium CD

Rezensionen der Redaktion zu Schuld

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 27.12.10
Kurz, kühl, punktgenau erzählt Ferdinand von Schirauch wieder juristische Fälle aus unserem Land. Seine literarischen Qualitäten kommen dabei nicht zu kurz. Er versteht es Spannung veredelt zu erzählen. Der Leser erfährt höchst interessante Fälle, die einen oft mit einem Kopfschütteln zurücklassen, und manchmal sind sie auch sehr skurril. Nach seinem Megabestseller Verbrechen lässt er mit Schuld nun ein Buch von gleicher Qualität folgen. Burghart Klaußner liest gekonnt und geschickt. Er gibt jeder Geschichte den entscheidenden Kick.

Kurzbeschreibung zu Schuld

Ein Mann bekommt zu Weihnachten statt Gefängnis neue Zähne. Ein Junge wird im Namen der Illuminaten fast zu Tode gefoltert. Die neun Biedermänner einer Blaskapelle zerstören das Leben eines Mädchens und keiner von ihnen muss dafür büßen... Neue Fälle aus der Praxis des Strafverteidigers von Schirach - die der Autor von Schirach wie mit dem Zauberstab in große Literatur verwandelt hat. Mit bohrender Intensität und in seiner unvergleichlich lyrisch-knappen Sprache stellt er leise, aber bestimmt die Frage nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld und nach der moralischen Verantwortung eines jeden Einzelnen von uns.

Portrait

Burghart Klaussner:
Burghart Klaußner, geboren 1949 in Berlin, absolvierte seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt- Seminar in Berlin. Es folgten Engagements an verschiedenen Bühnen. Er war in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen zu sehen, so u. a. Good Bye, Lenin!, Die fetten Jahre sind vorbei und Requiem. 2005 wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. 2006 erhielt er den Goldenen Leoparden in Locarno als bester männlicher Darsteller in Der Mann von der Botschaft.
Ferdinand von Schirach:
Als Glück empfindet Ferdinand von Schirach, wenn in der Nacht, wenn es still ist, niemand anruft oder stört und er mit einem guten Kaffee in der Hand seine Geschichten schreiben kann. Viel Schlaf braucht der Autor und Strafverteidiger nach eigener Aussage nicht. 1964 in München geboren, wuchs Ferdinand von Schirach dort und in der Nähe von Stuttgart auf. Er besuchte das Jesuiten-Kolleg St. Blasien, über das er später im Spiegel anlässlich der Mißbrauchsfälle schrieb. Sein Studium absolvierte er in Bonn, machte in Köln sein Referendariat und ließ sich 1994 in Berlin als Rechtsanwalt nieder. Viele seiner Fälle machten Ferdinand von Schirach bekannt und gaben ihm den guten Ruf, den er heute deutschlandweit besitzt. Auch als Schriftsteller konnte er überzeugen, so schrieb Ferdinand von Schirach schon für die Süddeutsche Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und seit Juni 2010 verfasst er auch eine Kolumne unter dem Titel "Einspruch" für den Spiegel. Sein Debütroman "Verbrechen" blieb über 45 Wochen auf der Bestsellerliste des Spiegels. Die Rechte an dem Buch wurden in 25 Länder verkauft und auch die Filmrechte hat Ferdinand von Schirach schon abgetreten. Nicht nur, dass es eines der am häufigsten verkauften Debüts ins Ausland ist, Ferdinand von Schirach hat damit auch den Kleist-Preis 2010 erhalten.

Meinung der Redaktion
Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler?Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenswert.

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50

13.09.2010

„Böse Realität- spannend wie ein Krimi”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Bei Ferdinand von Schirachs "Schuld" handelt es sich um eine Reihe gänsehautbereitender realer Fälle aus der Welt der Verbrechen, großartig vertont von Burghart Klaußner. Die Frage nach dem oder den Schuldigen ist aus moralischer Sicht nicht immer eindeutig. Dieses Hörbuch hat durchaus den Unterhaltungswert eines guten Krimis, nicht nur für Sachbuch- Fans! So spannend, brutal, atemberaubend und gleichzeitig erschreckend realistisch schreibt das Leben.

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50

08.08.2010

„Fesselnd und abstoßend zugleich”

von einer Kundin oder einem Kunden
Im Vergleich zum ersten Roman "Verbrechen" sind die meisten der hier geschilderten Milieustudien kürzer gehalten. Trotzdem gelingt es dem Autor sehr schnell Atmosphäre zu schaffen. Nur wenige Sätze reichen dazu aus und man hat vor seinem geistigen Auge die Bilder von Bierzelten, miefigen Etagenwohnungen, spießigen Schlafzimmern oder muffigen Kellern vor Augen. Vieles ist abstoßend und ekelhaft, manches fesselnd; eine Erzählung fast humorvoll im Stil von "Pulp fiction"; nichts ist langweilig. Burkhard Klaußner setzt keinen falschen Ton. Man wird geradezu süchtig nach dieser Stimme. Alles stimmt, und trotzdem bleibt man ratlos zurück, denn hier gibt es kein happy end - wie im täglichen Leben. Man darf gespannt sein, wie der erste - und vielleicht ja auch irgendwann der zweite Roman - verfilmt wird. Die Meßlatte liegt jedenfalls sehr hoch.

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