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Helmut Schmidt

Helmut Schmidt

Ein deutscher Politiker. Feature mit Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Hildegard Hamm-Brücher, Hans-Jochen Vogel, Hans-Dietrich Genscher, Klaus Bölling, Christian Modersohn u. a.

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11. Der Wahlkämpfer 03:41
12. Der Deutsche Herbst 06:48
13. Vom Kanzler Zum Publizisten 06:20
14. Besuch In Leipzig 02:37

Artikeldetails zu Helmut Schmidt

Autor Detlef Michelers

SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Helmut Schmidt

Zweimal geweint habe er im ganzen Leben, bekennt Helmut Schmidt. Das eine Mal müssen es Freudentränen gewesen sein, da er im Frühjahr 1945 an der Ostfront seine Loki wiedertraf. Stark war Schmidt in der Politik: als Mitglied des Deutschen Bundestages, Senator in Hamburg, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, Bundesminister und natürlich als Bundeskanzler.
Zum 90. Geburtstag am 23.12.2008 gratuliert das Feature von NDR Info mit O-Tönen von Hans Jochen Vogel, Dieter Lattmann (MdB a.d.), Peter Walter (ehem. persönlicher Referent von Helmut Schmidt), Hans Apel (SPD).

Beschreibung der Redaktion zu Helmut Schmidt

Helmut Schmidt – ein Ausnahmepolitiker. Seine
Amtszeit von 1974 bis 1982 war geprägt von Konflikten: Weltweite
Wirtschaftsrezession infolge der ersten Ölkrise; Terror der RAF („Deutscher
Herbst“); Ringen um den NATO-Doppelbeschluß. Detlef Michelers sprach mit dem politischen
Urgestein über seine Liebe zu Bach, Politik und Hanseatentum. Er führte mit prominenten
Zeitgenossen wie Hans-Dietrich
Genscher und Richard von Weizsäcker Gespräche über den Grandseigneur der deutschen Politik und gratuliert
ihm so zu seinem 90. Geburtstag.

Portrait

Detlef Michelers:
Detlef Michelers, geb. 1942 in Berlin. Lebt als freier Schriftsteller in Bremen und in Berlin. Verfasser von Radio-Features, Erzählungen, dokumentarischer Literatur, Kurzkrimis und Hörspielen.
Hans-Dietrich Genscher:
Hans-Dietrich Genscher, geboren 1927 in Reideburg, studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Halle und Leipzig. 1952 verließ er die DDR und trat in der BRD der FDP bei. 1965 wurde er Mitglied des deutschen Bundestags, 1969 Bundesminister des Inneren. Von 1974 bis 1992 war er Außenminister sowie Vizekanzler Deutschlands, bis er im Mai 1992 auf eigenen Wunsch zurücktrat. Der Ehrenvorsitzende der FDP ist seit 2000 geschäftsführender Gesellschafter der Hans-Dietrich Genscher Consult GmbH. Hans-Dietrich Genscher ist verheiratet und hat ein Kind.
Hans-Jochen Vogel:
Hans-Jochen Vogel, geboren 1926, bekleidete zahlreiche bedeutende politische und öffentliche Ämter, u.a. war er Oberbürgermeister von München, Bundesjustizminister, Regierender Bürgermeister von Berlin, SPD-Chef und Oppositionsführer. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 1994 hat er sich für wichtige gesellschaftspolitische Fragen engagiert, u.a. als Gründungsvorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen für Demokratie". Neben autobiographischen Büchern hat er auch Werke zu historischen und politischen Fragen verfasst.
Hildegard Hamm-Brücher:
Hildegard Hamm-Brücher, geboren 1921 in Berlin, studierte 1940 - 1945 Chemie in München. Nach der Promotion war sie von 1946 - 1949 Redakteurin bei der Münchner "Neuen Zeitung". Seit 1948 in der Politik als Stadträtin, Landtagsabgeordnete, Staatssekretärin und Staatsministerin. 1995 erhielt sie als erste Frau die Ehrenbürgerschaft der Stadt München. Hildegard Hamm-Brücher ist eine der bedeutendsten Frauen der deutschen Politik seit 1945. Die langjährige Abgeordnete, Staatsministerin und Präsidentschaftskandidatin mischte sich auch nach dem Ausscheiden aus ihren Ämtern immer wieder vernehmbar in gesellschaftliche und politische Debatten ein. Für ihr Engagement, vor allem in Demokratie- und Bildungsfragen, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Die in München lebende Politikerin hat zahlreiche Bücher geschrieben und herausgegeben. 2011 ist Hildegard Hamm-Brücher mit dem "Marion Dönhoff Preis" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden.
Helmut Schmidt:
Helmut Heinrich Waldemar Schmidt wurde am 23.Dezember 1918 als Sohn eines Studienrats und Diplomhandelslehrers in Hamburg Barmbek geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1937 leistete er Reichsarbeitsdienst und Wehrdienst ab. Im Zweiten Weltkrieg war Helmut Schmidt als Soldat erst bei der Luftabwehr und später sogar an der Ostfront eingesetzt worden. Nach seiner Rückkehr heiratete er im Sommer 1942 seine ehemalige Klassenkameradin Hannelore Glaser, später nur noch Loki genannt. Mit ihr bekam Helmut Schmidt zwei Kinder, wovon eines jedoch noch vor seinem ersten Geburtstag starb.
1945 geriet Helmut Schmidt für wenige Monate in britische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er Volkswirtschaftslehre und Staatswissenschaft in Hamburg. Dort lehrte ihn der spätere Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller. Seinen Abschluss machte Helmut Schmidt als Diplomwirt. Schon während seines Studiums trat er in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein und arbeitete bis 1953 unter Karl Schiller bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg. Anschließend wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD und ein paar Jahre später 1957 war er schon Bestandteil des Fraktionsvorstandes. In seiner Position übte Helmut Schmidt scharfe Kritik an der Bundesregierung, insbesondere an den damaligen Verkehrsminister Franz Josef Strauß. Nur ein Jahr später wird Schmidt Mitglied im SPD Bundesvorstand und setzt sich massiv gegen atomare Bewaffnung der Bundeswehr ein. Im gleichen Jahr noch wird er zum Hauptmann der Reserve befördert und fast zeitgleich direkt aus dem SPD Fraktionsvorstand abgewählt. 1961 veröffentlicht Helmut Schmidt sein Militär strategisches Buch "Verteidigung oder Vergeltung". Willy Brandt holt ihn 1964 in seine zehnköpfige Regierungsmannschaft für die Bundestagswahlen 1965. Es folgt der Wiedereinstieg als stellvertretender Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion. Bis zum Rücktritt Brandts arbeitet Helmut Schmidt als Bundesverteidigungsminister, Bundesminister für Wirtschaft und Verteidigung und Bundesfinanzminister. Am 16.Mai 1974 wird Helmut Schmidt nach dem Rücktritt Brandts als 5.Bundeskanzler gewählt. Im Schatten der Weltwirtschaftskrise stehen bei ihm vor allem Themen wie Stabilität und Vollbeschäftigung im Focus. 1975 wählt ihn die britische Zeitung "Financial Times" zum Mann des Jahres. Seiner erneuten Wiederwahl in den Jahren 1976 und 1980 folgt der Bruch durch ein konstruktives Misstrauensvotum. 1982 löst ihn Helmut Kohl als Bundeskanzler ab.
Ab 1983 ist Helmut Schmidt Mitherausgeber der Zeitung "Die Zeit". Ernennungen zum Ehrenbürger verschiedener Städte und etliche Auszeichnungen wie dem Theodor Heuss-Preis, Leipziger Mendelssohn-Preis, Henry Kissinger-Preis und viele mehr zeigen sein beliebtes Auftreten wie auch sein Handeln mit realitätsbezogener Politik, moralischem Pflichtbewusstsein und gesellschaftlichem Engagement durch zahlreiche Veröffentlichungen, sowohl in der Zeit als Bundekanzler, wie auch in der Zeit danach. Helmut Schmidt besitzt eine große Leidenschaft für Kunst und klassische Musik. Hauptwohnsitz zusammen mit seiner Frau Loki ist in Hamburg Langenhorn.

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