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Pablo Picasso

Die Lebensgeschichte (optimiert für Tablet-Computer)

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Artikeldetails zu Pablo Picasso

Untertitel Die Lebensgeschichte (optimiert für Tablet-Computer)

  • ISBN-103-641-06267-5
  • EAN9783641062675
  • Veröffentlicht23.05.2011
  • Prestel Verlag
  • EinbandartEPUB

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Leseprobe aus Pablo Picasso

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten (S. 46-47)

Dümmer hätte es wohl kaum laufen können!
Picassos Feldzug besteht zunächst darin, die spanische Republik durch Unterschriftenaktionen und Geld zu unterstützen. Dafür ernennt man ihn zum Ehrendirektor des Prado – einem leeren Museum. Wegen der Bomben auf Madrid hat man die Bilder nach Valencia gebracht. Düstere Aussichten! Pablo aber geht's ganz gut – er hat Kraft getankt im Süden mit Dora und ohne Marie-Thérèse. So nimmt er im Herbst 1936 die gerichtlich verfügte Besitzaufteilung recht gefasst auf.
Dabei hätte es kaum dümmer laufen können! Was soll Olga mit Schloss Boisgeloup, dem abgelegenen Kasten, wo sie nie war und jetzt Marie-Thérèse wohnt? Und was hat er von der Ehewohnung, wo in jeder Ecke das Gespenst Olga spukt? Aber Hauptsache, die Trennung ist offiziell. Mehr ist nicht drin. Die Scheidung kann er vergessen. Doch wozu hat man Freunde? Da ist der gute alte Vollard, der ihm ein Haus bei Versailles anbietet, nah, doch nicht zu nah an Paris – genau richtig für Marie-Thérèse! Die zugehörige Scheune wird zum Atelier gemacht und schon sind Mama, Papa, Kind beisammen.
Gut, nicht ständig. Ein-, zweimal die Woche, bestimmt aber am Wochenende! Schon wegen Maya. So heißt die Süße jetzt. Da »Conchita« für ihre kleinen Freunde nach »con«, »Dummkopf«, klingt, ruft man sie bald »María«, was sie wie »Maya« ausspricht. »Perfekt!«, findet Pablo die Selbsttaufe, »Es bedeutet die größte Illusion auf Erden«! Woher kennt er den »Schleier der Maya«, der für alle Täuschungen im Leben steht? Von der Lektüre des in seiner Jugend populären Philosophen Friedrich Nietzsche? Oder hat eine gewisse Dora ihn drauf gebracht? Wie auch immer, der Name ist schön. Auch die Mutter des antiken Gottes Hermes heißt so. Und eine römische Göttin, von deren Fest im Frühling der Mai seinen Namen hat. Maya Picasso.
Nein, Maya Walter. Denn offiziell gilt Pablo als ihr Taufpate, nicht als ihr Vater. Das tut der Liebe keinen Abbruch. Wenn er da ist, ist er wirklich für sie da. Mit dem plötzlichen Ausruf »Beweg dich nicht!« hält er Maya in allen möglichen Situationen im Zeichenheft fest. Besonders als Dreijährige ist sie Pablos liebstes Modell. Am Beginn dieser Reihe steht ein Bild von ihr mit Mama. Ein Winterbild in Gletscherfarben und doch voll Wärme, gemalt im Januar 1938.
Wieder dient ein Sessel als Schauplatz. Hier ist es ein schwarzer Kasten – das einzig Eckige im Bild. Da sitzt Marie-Thérèse, sechs Jahre nach dem »Traum« und schöner denn je. Nun ist sie wach. Aber sieht sie nicht trotzdem aus, als träumte sie? Diese bläulichen Schatten im blassen Gesicht! Sie hat nur Augen für Maya. Selbst ihre Nase ist verschoben, wie um das geliebte Kind besser riechen zu können. Die Lippen finden sich in einem Hauch von Kuss."

Kurzbeschreibung zu Pablo Picasso

Ein Leben der Leidenschaft
Pablo Picasso begann mit sieben Jahren Kunstunterricht bei seinem Vater zu nehmen und hörte bis zu seinem Tod mit 91 Jahren nie mehr auf zu malen und zu gestalten. Wie kaum ein anderer hat er die Kunst des 20. Jahrhunderts geprägt. Zeit seines Lebens hat er sich bemüht, den künstlerischen Blick eines Kindes zu bewahren. Als Mensch war Pablo Picasso impulsiv, egozentrisch und kompromisslos, als Künstler von unerschöpflicher Schaffenskraft.

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