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Wir müssen über Kevin reden

Wir müssen über Kevin reden

Roman

buch
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Artikeldetails zu Wir müssen über Kevin reden

AutorLionel Shriver

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-471-78679-1
  • ISBN-139783471786796
  • Verlag List
  • ÜbersetzerGesine Strempel, Christine Frick-Gerke
  • Einbandartgebunden
  • Seiten560
  • Veröffentlicht2006
  • Gewicht750g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelWe Need to Talk About Kevin

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Rezensionen der Redaktion zu Wir müssen über Kevin reden

»Ihre Geschichte wirkt so authentisch, dass der Romancharakter völlig in den Hintergrund tritt. In den USA sorgte ihr Bestseller wochenlang für Debatten um falsche Kinderliebe, elterliche Verantwortung und die Untiefen der modernen Gesellschaft. In einem waren sich alle einig: Wir müssen über dieses Buch reden ...«
BUNTE

»Dieses Buch ist eine Antibabypille.«
FACTS

»Das Buch thematisiert, was viele Frauen nicht auszusprechen wagen: die Furcht vor dem Mutterwerden und den Terror, den Kinder in die Welt bringen können.«
Jenni Murray, Juryvorsitzende bei der Vergabe des Orange-Preises für den besten Roman einer englischsprachigen Autorin 2005

»... sucht die Mutter eines Amokläufers nach Antworten. Entstanden ist eine erschütternde, scharfsinnige Auseinandersetzung mit dem Thema.«
FREUNDIN

»Eva stellt sich viele Fragen, in Briefen, in denen sie Rechenschaft ablegt bis zum zweiten Jahrestag der Morde, an dem sie Kevin in der Haftanstalt besucht. Doch sie schreibt die Briefe auch, um ihren Mann anzuklagen - ein unbeirrbarer Optimist, blind für die Grausamkeit seines Sohns.
Lionel Shriver, die für ihren Roman den Orange-Preis bekam, verknüpft diese Fragen mit der Auseinandersetzung über gesellschaftliche Erwartungen an Eltern - und vorallem Mutterschaft, die Rolle der Medien und die Aufgabe von Familie.«
DER TAGESSPIEGEL

»Lionel Shrivers Briefroman lebt glücklicherweise nicht von der Sensation, sondern davon, was diese hochbegabte Autorin über das Normale schreibt ... Sehr eindringlicher, sehr wichtiger Roman - mit einem Ende, das taumeln lässt.«
STERN

»Shrivers Porträt einer kinderfixierten Familie (The Guardian) ist Fiktion, auch wenn man dies beim Lesen beklemmender Parallelen zur Realität gelegentlich vergisst. Ein Kind braucht deine Liebe, wenn es sie am wenigsten verdient, ist dem Buch als Motto vorangestellt. Evas Fragen an sich selbst, sind Fragen an alle.«
Thüringer Allgemeine

Kurzbeschreibung zu Wir müssen über Kevin reden

Wir müssen über Kevin reden wurde durch Mundpropaganda ein Erfolg in Amerika und England, sorgte allseits für Aufsehen und bot Stoff für zahlreiche kontroverse Debatten. Die Autorin wurde für das große Wagnis, das sie mit diesem Roman eingegangen ist, mit dem Orange Prize ausgezeichnet, einem der wichtigsten internationalen Literaturpreise.

Beschreibung der Redaktion zu Wir müssen über Kevin reden

Evas Sohn Kevin hat eine furchtbare Gewalttat begangen: in der Schule hat er mehrere Menschen getötet. Von allen verurteilt und von jetzt an sich gestellt findet Eva den Mut, sich in aller Offenheit quälenden Fragen auszusetzen: Hääte sie ihre Ehe retten können? Hätte sie ihr Kind mehr lieben sollen? Hätte sie das Unglück verhindern können? 'Wir müssen über Kevin reden' ist ein außerordentlich mutiges Buch, das in Amerika und England zunächst durch Mundpropaganda ein Erfolg wurde. Lionel Shriver bekam für diesen Roman den Orange Prize, einen der wichtigsten internationalen Literaturpreise.

Portrait

Lionel Shriver:
Lionel Shriver, 1957 in North Carolina als Margaret Ann Shriver geboren, schrieb mit ihrem in 25 Sprachen übersetzten Roman »Wir müssen über Kevin reden«, für den sie mit dem Orange Prize ausgezeichnet wurde, einen großen internationalen Bestseller. Auch ihr neuer Roman »Liebespaarungen« erhielt weltweit begeisterte Reaktionen von Presse und Lesern. Lionel Shriver lebt zusammen mit ihrem Mann, dem Jazzmusiker Jeff Williams, in London.

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40

30.10.2007

„wirklich lesenswert”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Ulm
Ein sehr emotionales Buch, das Einblicke in eine Familie gewährt, die man sonst nicht bekommt. Evas Briefe sind ehrlich, berührend, aber auch erschreckend zu lesen.
Nicht unbedingt als Urlaubslektüre zu empfehlen, ansonsten aber ein wirklich außergewöhnliches Buch.

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50

13.03.2007

„Keine simplen Antworten”

von Mandurah aus Wunstorf
Kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag läuft Kevin Khatchadourian in seiner Schule im amerikanischen Gladstone Amok und tötet dabei mit einer Armbrust sieben Mitschüler, eine Lehrerin und einen Mitarbeiter der Schulcafeteria.

In dieser fiktiven Geschichte lässt die Autorin Lionel Shriver seine Mutter Eva in 28 Briefen an ihren Mann Franklin ihr Leben und das der Familie Revue passieren und sinniert in schonungsloser Offenheit über die Frage, wie es zu dieser Tat kommen konnte.

Warum waren sowohl sie als auch ihr Mann im gesellschaftlichen Leben so erfolgreich, sie als Inhaberin eines marktführenden Reisebuchverlages, er als gefragter Location-Scout und Fotograf, haben aber gegenüber ihrem Sohn so kläglich versagt? Warum setzt man ein Kind nicht aus Liebe in die Welt, sondern weil es gerade „in“ ist?

Kevin scheint bereits bei der Geburt zu spüren, dass er zumindest von der Mutter nicht gewünscht ist, er verschmäht die Brust, ist ein Schreikind, trägt mit sechs Jahren noch Windeln, interessiert sich in keiner Weise für seine Umwelt, weder für Spielzeug, Fernsehen, noch für andere Menschen und entwickelt sich zu einem Tyrannen. Er zerstört nicht nur sein Eigentum sondern auch das anderer, quält andere Kinder und bezichtigt eine eigentlich beliebte Lehrerin der sexuellen Belästigung, was sie ihren Job kostet.

Einzig sein Vater will dies alles nicht wahrhaben, was dazu führt, dass Evas Sorgen von ihm abgetan werden, die beiden entfremden sich immer mehr. Statt professionelle Hilfe für Kevin einzuholen legt Franklin seiner Frau sogar nahe, sie selbst solle zum Psychiater gehen, da nicht „Kev“ das Problem sei, sondern einzig ihre Kälte ihrem Sohn gegenüber.

Quasi als Trotzreaktion und um zu beweisen, dass sie Kevin nur deswegen nicht lieben kann, weil er eben nicht liebenswert ist, wird Eva erneut schwanger. Ihre Tochter Celia wird ihr gehüteter Augapfel, sehr zum Verdruss ihres Mannes, der nicht erkennt, dass er Kevin und dessen „Macken“ genauso behandelt wie Eva die ihrer Tochter.

Von außen kann Eva keine Hilfe erwarten – weil Kevin sehr intelligent ist, weiß er nicht nur seine Eltern gegeneinander auszuspielen sondern benimmt sich außerhalb der Familie auffällig unauffällig.

Auf Evas Suche nach Antworten auf die Frage warum das Unglück entstanden ist und ob (und wenn ja wie) es hätte verhindert werden können, wer die Schuld und die Verantwortung trägt, durchlebt der Leser eine fatale Mischung aus Mitleid, Abscheu und Faszination, er erkennt, dass es Fragen gibt, auf die es einfach keine simplen Antworten gibt.

Nicht die blutige Tat sondern vielmehr der Seelenstrip im eindringlichen Schreibstil geht dabei so unter die Haut, dass es kein Wunder ist, dass 30 Verlage zunächst das Manuskript abgelehnt haben, bevor die 560 Seiten kontroverse Geschichte schließlich via Mundpropaganda publik wurde und der Autorin sogar den britischen "Orange Prize" einbrachte, einen der wichtigsten internationalen Buchpreise überhaupt. Vermutlich war auch den Verlagen nicht ganz geheuer bei der Erkenntnis, dass sich solche Gewalttaten eben nicht auf eine Ursache herunterbrechen lassen. Es sind nicht DIE Videospiele, DIE falschen Freunde, DIE unfähigen Eltern oder DIE unfähigen Eltern, die einen Menschen zum Amokläufer machen…

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40

25.12.2006

„Sollte Pflichtlektüre werden”

von Bernhard Watermann aus Singen (Hohentwiel)
Wirklich ein wunderbar geschriebenes Buch. Es sollte in der Tat Pflichtlektüre werden - denn es beschreibt die Kindererziehung frei von Glorifizierungen, den Kampf der Mutter angesichts der Gewissheit, dass sie ihren Sohn nicht "erreicht", Ihre eigene Beschreibung über die Motive des Sohnes zu der schrecklichen Tat gehen einem tief ans Herz, weil sie so weit entfernt sind von den Klischees "Liebeskummer, vernachlässigtes Kind..."- Kevins eigene Deutung ist noch beeindruckender. Unbedingt lesen ! Die Bewertung "5 Sterne" habe ich nur deshalb nicht vergeben, weil mir dieses ansonsten ausserordentlich gelungene Werk an manchen Stellen ein wenig zu langatmig war.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

25.05.2006

„unbedingt lesen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dies Buch ist das beste, was ich seit langem gelesen habe. die Geschichte dieser Familie, von der Mutter in Briefen erzählt, läßt einen nicht los, ja, man könnte sie auch als verstörend bezeichnen.
Trotzdem lesenswert, auch wenn es manchmal richtig gruselig und nihilistisch wird.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

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