Aktion: Kaufen Sie 1 OYO II oder TouchMe eReader und das von Ihnen gekaufte, günstigste eBook erhalten Sie kostenlos! Max. eBook Wert: 35.-

Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Mensch ohne Hund,  Band 1
  • 'Trailerstartbild'

Trailer

Get the Flash Player to see this player.

Artikeldetails zu Mensch ohne Hund, Band 1

AutorHakan Nesser

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-442-75148-9
  • ISBN-139783442751488
  • Verlag btb
  • ÜbersetzerChristel Hildebrandt
  • Einbandartgebunden
  • Seiten541
  • Auflage2. Auflage
  • Veröffentlicht20.08.2007
  • GenreRoman
  • Gewicht730g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelMänniska utan hund

Mehr Artikel von

Verwandte Kategorien

Leseprobe aus Mensch ohne Hund, Band 1

Als Rosemarie Wunderlich Hermansson am Sonntag, dem 18. Dezember erwachte, war es kurz nach sechs, und sie hatte noch ein ganz klares Bild vor Augen.
Sie stand in einer Türöffnung und schaute auf einen fremden Garten hinaus. Es war Sommer oder früher Herbst. In erster Linie betrachtete sie zwei kleine, dicke, gelbgrüne Vögel, welche auf einer Telefonleitung zehn, fünfzehn Meter von ihr entfernt saßen, und jeder hatte eine Sprechblase im Schnabel.
Du musst dich umbringen, stand in der einen.
Du musst Karl-Erik umbringen, stand in der anderen.
Die Botschaft war an sie gerichtet. Es war sie, Rosemarie Wunderlich Hermansson, die sich umbringen sollte. Oder Karl-Erik töten. In diesem Punkt herrschte nicht der geringste Zweifel.
Letzterer war ihr Mann, und erst nach einigen Sekunden sah sie ein, dass diese beiden verrückten Aufforderungen natürlich aus etwas resultierten, das sie geträumt hatte – aber es war ein Traum gewesen, der sich schnell davongeschlichen und nur diese beiden bizarren Vögel auf der Leitung zurückgelassen hatte. Merkwürdig.
Für einen Moment blieb sie ganz ruhig auf der rechten Seite liegen und starrte in die Dunkelheit um sich herum, wartete auf eine fiktive Morgendämmerung, die sich wahrscheinlich im Augenblick noch im Bereich des Ural befand und sah ein, dass es sich genau so verhielt. Die Vögel breiteten ihre abgerundeten Schwingen aus und flogen davon, während ihre Behauptung zurückblieb und nicht falsch verstanden werden konnte.
Sie oder Karl-Erik. So war das also. Es hatte ein oder zwischen den Sprechblasen gegeben, kein und. Das eine schloss das andere aus, und es erschien auch wie ... wie eine zwingende Notwendigkeit, dass sie sich für eine der beiden Alternativen entschied. Jesus Christus, dachte sie, schwang die Beine über die Bettkante und setzte sich auf. Wie hatte es nur dazu kommen können? Als ob diese Familie nicht schon genug Probleme hätte.
Doch als sie ihren Rücken streckte und die vertrauten Morgenschmerzen zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel spürte, kamen auch die Alltagsgedanken angeschlichen. Ein sicherer, wenn auch ziemlich langweiliger Balsam für die Seele. Sie empfing sie mit einer Art träger Dankbarkeit, schob die Hände in die Achseln und schlurfte ins Badezimmer. Man ist so schutzlos morgens, dachte sie. So nackt und bloß. Eine dreiundsechzigjährige Handarbeitslehrerin ermordet nicht ihren Mann, das ist vollkommen ausgeschlossen.
Sie war zwar außerdem auch noch Deutschlehrerin, aber das änderte die Tatsachen nicht nennenswert. Machte es in keiner Weise akzeptabler. Was um alles in der Welt sollte es in dieser Frage für einen Unterschied machen, wenn sie Handarbeiten und Deutsch unterrichtete?
Das hieß dann wohl, der eigenen Wanderung im Jammertal ein Ende zu setzen, dachte Rosemarie Wunderlich Hermansson. Machte Licht, betrachtete ihr breites, glattes Gesicht im Spiegel und stellte fest, dass jemand ein Lächeln daraufgeklebt hatte.
Warum lächle ich?, fragte sie sich. Es gibt doch weiß Gott keinen Grund zum Lächeln. Mir ist es noch nie schlechter in meinem ganzen Leben gegangen, und in einer halben Stunde wacht Karl-Erik auf. Was hatte der Schulleiter gesagt? Der tief klingende Erz, der ... der was? ... der dem heranwachsenden Geschlecht den moralischen und wissenschaftlichen Resonanzboden verleiht? Wo zum Teufel hatte er das her? Dieses Gefasel. Jahrgang für Jahrgang, Generation für Generation, vierzig Jahre lang. Eine pädagogische Fichte.
Ja, Fläskbergson hatte Karl-Erik tatsächlich als pädagogische Fichte bezeichnet. Konnte darin ein Funken Ironie verborgen sein?
Vermutlich nicht, dachte Rosemarie Wunderlich Hermansson und pflügte mit ihrer elektrischen Zahnbürste tief in die rechte Wange hinein. Vera Ragnebjörk, ihre einzige Kollegin in Sachen Deutsch, das in der Kymlinge-Schule am Aussterben war, pflegte zu behaupten, dass Fläskbergson die ironische Dimension ganz und gar fehle. Weshalb man mit ihm nicht wie mit einem normalen Menschen sprechen konnte, und vermutlich war es diesem einzigartigen Mangel zu verdanken, dass er auch nach mehr als dreißig Jahren immer noch auf seinem Posten als Schulleiter saß.
Fläskbergson war nur ein Jahr jünger als Karl-Erik, aber gut und gern vierzig Kilo schwerer, und bis zu dem traurigen Tag vor fast acht Jahren, als seine Ehefrau Berit umgekommen war, nachdem sie in Kitzbühl aus einem Skilift gefallen und sich das Genick gebrochen hatte, hatten sie miteinander verkehrt. Zu viert. Zu Bridgeabenden oder so. Eine Theaterreise nach Stockholm. Eine Katastrophenwoche auf Kreta. Rosemarie überlegte, dass sie Berit ein wenig vermisste, nicht jedoch Fläskbergson. Den Umgang mit ihm sozusagen.
Warum stehe ich eigentlich hier und verschwende meine kostbaren Morgenminuten damit, an diese eindimensionale Null zu denken?, fragte sie sich schließlich. Warum sehe ich nicht lieber zu, in aller Ruhe meine Morgenzeitung zu lesen? Offenbar bin ich dabei, die Kontrolle zu verlieren.


Aber auch bei Kaffee und Zeitung fanden sich keine besseren Gedanken ein. Es gab keine Lichtblicke. Als sie den Blick hob und auf die Küchenuhr schaute – ein Impulskauf bei IKEA für 49,50, vor langer Zeit, im Herbst 1979 und vermutlich unverwüstlich – zeigte diese zwanzig Minuten nach sechs, es würde noch mindestens siebzehn Stunden dauern, bis ihr die Gnade zuteil werden würde, wieder in ihr Bett kriechen zu dürfen und einen weiteren düsteren Tag mit seinen Ereignissen hinter sich zu legen. Und zu schlafen, nur zu schlafen.
Heute war Sonntag. Es war ihr zweiter Tag als glückliche Pensionärin, die letzte bedeutungsvolle Veränderung im Leben, bevor der Tod eintrat, wie eine freundliche Seele bemerkt hatte, und sie sagte sich, dass sie, hätte sie nur einen Zugang zu einer Waffe gehabt, bereits beim Aufwachen, als sie daran erstmals gedacht hatte, von ihr Gebrauch gemacht hätte. Sich eine Kugel in den Kopf geschossen, bevor Karl-Erik in seinem gestreiften Pyjama in die Küche gekommen wäre, bevor er sich gestreckt und erklärt hätte, er habe geschlafen wie ein Kind. Wenn diese Fast-tot-Schilderungen stimmten, die sie gelesen hatte, hätte es anschließend interessant sein können, unter der Decke zu schweben und sein Mienenspiel zu betrachten, wenn er sie fände, über dem Tisch zusammengebrochen, den Kopf in einer großen, warmen Blutlache liegend.
Aber so etwas tut man nicht. Schon gar nicht, wenn man keine gute Waffe hat und auch ein wenig an die Kinder denken muss. Sie trank einen Schluck Kaffee, verbrannte sich dabei die Zungenspitze und schaltete wieder ihr Alltagsgehirn ein. Was stand an diesem zweiten Tag nach einem ganzen Arbeitsleben auf dem Programm?
Das ganze Haus putzen. So einfach war das. Die Kinder und die Enkelkinder sollten am nächsten Tag hereintrudeln, und am Dienstag war der große Tag.
Der Tag, der eigentlich in die Annalen der Familie hätte eingehen sollen, der aber in sonderbarer Art und Weise wegen Walter zu einer Art pompösem Anti- Ereignis zusammengeschrumpft war. Genau das. Den ganzen Herbst über war die Rede von einhundert bis einhundertzwanzig Personen gewesen; einzig das Fassungsvermögen der Svea-Speisesäle hatte die Sache beschränkt, und Karl-Erik hatte die Sache immer und immer wieder mit dem Kellermeister Brundin diskutiert, und gut hundert Leute sollten kein Problem darstellen.
Die dann aber nicht eingeladen werden sollten. Walters Skandal ereignete sich am 12. November, die Lokalitäten waren schon lange reserviert worden, aber es war noch nicht zu spät gewesen, um abzusagen. So um die siebzig Einladungskarten waren schon abgeschickt worden, um die zwanzig Zusagen waren bereits eingegangen, aber die Leute waren äußerst verständnisvoll, als man ihnen erklärte, dass man sich aufgrund der Umstände dazu entschlossen hatte, eine kleinere Familienfeier zu arrangieren.
Durchgängig äußerst verständnisvoll waren sie gewesen. Die Sendung hatte eine Zuschauerzahl von fast zwei Millionen gehabt, und die, die sie nicht gesehen hatten, wurden am folgenden Tag über die Abendpresse informiert.
WICHS-WALTER. Das Wort in den Schlagzeilen hatte sich in Rosemaries Mutterherz eingebrannt wie ein Brandzeichen auf einer borstigen Sau, und sie wusste, dass sie Walter für den Rest ihres Lebens nie wieder einen Gedanken widmen konnte, ohne diesen schrecklichen Zusatz hinzuzufügen. Sie hatte beschlossen, nie, nie wieder das Aftonbladet oder den Expressen zu lesen, ein Versprechen, das sie bisher noch nicht gebrochen hatte, ja, nicht einmal im Ansatz daran gedacht hatte, es zu brechen.


(…)


„Aber Sie haben dann also die Wohnung Ihrer Schwester geputzt, und dabei haben Sie ...?“
Linda Eriksson schloss für einen Moment die Augen. Sie holte tief Luft, um sich zu wappnen. Die schmalen Schultern in dem grünen Baumwollkleid hoben und senkten sich. Gunnar Barbarotti dachte erneut, dass sei eine Frau, die zu bewundern war. Ihr Leben hatte von Beginn an die schlechtesten Ausgangsmöglichkeiten geboten, aber sie hatte es geschafft. Er schaute kurz zu Eva Backman hinüber, die seinen Blick erwiderte, und meinte in ihrem lesen zu können, dass sie genauso empfand.
„Ja. Ich habe zuerst die Zimmer gemacht, mit der Küche bis zuletzt gewartet. Das war heute Morgen, und da ... ja, als ich anfing, den Gefrierschrank zu leeren, da habe ich diese ... diese Finger entdeckt. Entschuldigen Sie ...“
Ihr dünner Körper schüttelte sich, und für eine Sekunde glaubte Barbarotti, sie könnte sich über dem Tisch erbrechen. Aber sie fasste sich. Schüttelte den Kopf und trank ein wenig Wasser. Eva Backman legte ihr eine Hand auf den Arm.
„Danke. Entschuldigen Sie, aber ich bin noch immer etwas schockiert. Es war so schrecklich, als mir bewusst wurde, was da in den Plastiktüten lag ...“
Gunnar Barbarotti wartete und gab seiner Kollegin ein Zeichen, ebenfalls zu schweigen.
„Das war ein Arm. Am Ellenbogen abgeschnitten. Die Tüte war von ICA, so eine rotweiße, ich glaube, ich habe sie zehn Minuten lang angestarrt, bevor ich etwas tun konnte. Ich hatte ja alles aus dem Gefrierschrank in einen Plastiksack geworfen, um es in den Müll zu tun, und wenn nicht diese Finger rausgeguckt hätten, dann hätte ich vielleicht gar nichts gemerkt ... aber dann habe ich noch eine Tüte geöffnet. Zuerst wusste ich nicht, was es war, aber dann erkannte ich, dass es ein Stück des Beckens war.“
Sie verstummte. Es vergingen einige Sekunden.
„Ein Mann?“, fragte Eva Backman.
„Ja, ein Mann.“
Eine Bewegung draußen vor dem Fenster erregte kurz Gunnar Barbarottis Aufmerksamkeit. Er drehte den Kopf und sah eine Elster, die angeflogen kam und sich auf dem Fensterblech niederließ. Warum landest du da?, dachte er verblüfft. Bist du ein Bote des Teufels oder was?
Einen Zweifel daran, dass der Teufel existierte, hatte Gunnar Barbarotti nie gehegt. Es war Gottes mögliche Existenz, die für ihn das Problem darstellte.
„Hm, ja“, räusperte sich Eva Backman. „Und was haben Sie dann gemacht? Ich kann mir vorstellen, dass Sie unter Schock gestanden haben müssen.“
„Ich war wirklich vollkommen geschockt“, gab Linda Eriksson zu. „Zuerst bin ich zur Toilette gelaufen und habe mich übergeben, dann habe ich mich aufgerafft und die Polizei angerufen. Ja, und dann, während ich auf sie gewartet habe, habe ich noch eine Tüte geöffnet ... ich weiß nicht, warum ich das getan habe, vielleicht weil ich schon den Verdacht hatte, was es sein könnte, und ihn bestätigt haben wollte ... auf jeden Fall war das ein Kopf. Ich bin auf die Toilette gelaufen und habe mich noch einmal übergeben, und dort bin ich geblieben, bis die Polizei kam.“




Håkan Nesser, Mensch ohne Hund
© btb Verlag, München 2007

Kurzbeschreibung zu Mensch ohne Hund, Band 1

Der erste Fall für Inspektor Gunnar Barbarotti!


Familie Hermansson hat sich versammelt, um zwei Geburtstage zu feiern: den 65. des gerade pensionierten Vaters Karl-Erik und den 40. der ältesten Tochter Ebba. Doch plötzlich verschwinden zwei Familienmitglieder spurlos, Sohn Walter und Enkel Henrik. Wurden Sie Opfer eines Verbrechens? Die scheinbar heile Familienwelt beginnt zu bröckeln - und Kommissar Barbarotti ermittelt ...


Barbarottis Rätsel: "Wir haben zwei Personen, einen Onkel und einen Neffen. Gemeinsam mit einigen weiteren Verwandten kommen diese ein paar Tage vor Weihnachten zusammen, um ein Familienfest zu feiern. In der ersten Nacht löst sich der Onkel in Luft auf. In der nächsten Nacht löst sich der Neffe in Luft auf. Warum?"


Trautes Heim, Glück allein? Es ist Dezember in Kymlinge, einem kleinen verschneiten Dorf in Schweden. Familie Hermansson ist zusammengekommen, um zwei Geburtstage zu feiern: den fünfundsechzigsten von Vater Karl-Erik - Lehrer von Beruf, Bildungsbürger par excellence und gerade erst pensioniert - sowie den vierzigsten der ältesten Tochter Ebba, erfolgreiche Ärztin, Mutter zweier halbwüchsiger Söhne und ihrer Ansicht nach weit unter Stand mit einem Supermarktleiter verheiratet. Zu den Feierlichkeiten erwartet werden zudem die jüngste Tochter Kristina, die beim Fernsehen arbeitet, und ihr Ehemann, ein karrierebewusster TV-Produzent, mit dem sie einen kleinen, leicht autistischen Sohn von zwei Jahren hat. Und schließlich gibt es da noch das schwarze Schaf der Familie, Sohn Walter, der den Jubilaren schon im vorhinein einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, indem er das geplante rauschende Fest mit zahlreichen Gästen in eine traute Feier im kleinen Rahmen verwandelt hat - zu peinlich erschien Familienoberhaupt Karl-Erik Sohn Walters unrühmliches Verhalten im schwedischen Fernsehen, wo er bei einer Art Dschungelcamp in Übersee mitgemacht hat: Dummerweise wurde er publikumswirksam beim Onanieren erwischt und geistert nun als »Wichs-Walter« durch alle Gazetten ...


Beschreibung der Redaktion zu Mensch ohne Hund, Band 1

Der erste Fall fr Inspektor Gunnar Barbarotti! Familie Hermansson hat sich versammelt, um zwei Geburtstage zu feiern: den 65. des gerade pensionierten Vaters Karl-Erik und den 40. der ltesten Tochter Ebba. Doch pltzlich verschwinden zwei Familienmitglieder spurlos, Sohn Walter und Enkel Henrik. Wurden Sie Opfer eines Verbrechens? Die scheinbar heile Familienwelt beginnt zu brckeln - und Kommissar Barbarotti ermittelt ... Barbarottis Rtsel: Wir haben zwei Personen, einen Onkel und einen Neffen. Gemeinsam mit einigen weiteren Verwandten kommen diese ein paar Tage vor Weihnachten zusammen, um ein Familienfest zu feiern. In der ersten Nacht lst sich der Onkel in Luft auf. In der nchsten Nacht lst sich der Neffe in Luft auf. Warum? Trautes Heim, Glck allein? Es ist Dezember in Kymlinge, einem kleinen verschneiten Dorf in Schweden. Familie Hermansson ist zusammengekommen, um zwei Geburtstage zu feiern: den fnfundsechzigsten von Vater Karl-Erik Lehrer von Beruf, Bildungsbrger par excellence und gerade erst pensioniert sowie den vierzigsten der ltesten Tochter Ebba, erfolgreiche rztin, Mutter zweier halbwchsiger Shne und ihrer Ansicht nach weit unter Stand mit einem Supermarktleiter verheiratet. Zu den Feierlichkeiten erwartet werden zudem die jngste Tochter Kristina, die beim Fernsehen arbeitet, und ihr Ehemann, ein karrierebewusster TV-Produzent, mit dem sie einen kleinen, leicht autistischen Sohn von zwei Jahren hat. Und schlielich gibt es da noch das schwarze Schaf der Familie, Sohn Walter, der den Jubilaren schon im vorhinein einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, indem er das geplante rauschende Fest mit zahlreichen Gsten in eine traute Feier im kleinen Rahmen verwandelt hat zu peinlich erschien Familienoberhaupt Karl-Erik Sohn Walters unrhmliches Verhalten im schwedischen Fernsehen, wo er bei einer Art Dschungelcamp in bersee mitgemacht hat: Dummerweise wurde er publikumswirksam beim Onanieren erwischt und geistert nun als Wichs-Walter durch alle Gazetten "Ein grandioser Roman." Caf "Wenn Nesser das Niveau hlt, wird Barbarotti einen greren Eindruck hinterlassen als Van Veeteren." stersunds-Posten "Nach zehn Jahren hat Hkan Nesser Kommissar Van Veeteren aufgegeben. Auf die Bhne tritt Inspektor Gunnar Barbarotti. Und damit wird Nesser sowohl ernster als auch verspielter als je zuvor." Dagens Nyheter

Autorenportrait zu Mensch ohne Hund, Band 1

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich ver

Portrait

Hakan Nesser:
Hakan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Kriminalautoren Schwedens. Dem deutschen Publikum ist er vor allem durch seine Reihe um Kommissar Van Veeteren bekannt, die bereits Millionen Fans hat. 'Kim Novak badete nie im See von Genezareth' gilt inzwischen als Klassiker in Schweden, das Buch wird als Schullektüre eingesetzt, und es hat seinen Ruf als 'absoluter Meister des Stils' (Göteborgs Posten) nachhaltig begründet. Für seine Kriminalromane um Inspektor Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Hakan Nesser lebt in New York.
Christel Hildebrandt:
Christel Hildebrandt, geboren 1952 in Lauenburg, studierte Germanistik, Soziologie und Literaturwissenschaft und wandte sich nach der Promotion der skandinavischen Literatur zu. Seit 1988 arbeitet sie als freie literarische Übersetzerin aus den Sprachen Norwegisch, Dänisch und Schwedisch. Sie erhielt den Paul-Celan-Preis nominiert wurde. Daneben reicht die Palette ihrer Übersetzungen von Henrik Ibsen bis zu Håkan Nesser, Jógvan Isaksen und Hanne Marie Svendsen. Mit ihrem Mann, drei Töchtern und einer Katze lebt Christel Hildebrandt in Hamburg.

Autorenportrait

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich ver

Bewertung unserer Kunden zu Mensch ohne Hund, Band 1

Wie ist Ihre Meinung zu „Mensch ohne Hund, Band 1”?

Geben Sie Ihre Bewertung ab. Jetzt rezensieren und 2 CHF kassieren.

40

05.11.2009

„Håkan Nesser - Mensch ohne Hund”

von hasewue
In seinem ersten Fall muss der geschiedene Inspektor Gunnar Barbarotti das mysteriöse Verschwinden von Walter Hermansson und seines Neffen Henrik Grundt in Kymlinge, einem Dorf in Schweden aufklären.
Zunächst erzählt Håkan Nesser in „Mensch ohne Hund“ ungefähr 200 Seiten lang die Vorgeschichte der einzelnen Protagonisten und stellt die verschiedenen Familienmitglieder vor.
Das Familienoberhaupt Karl – Erik Hermansson will zusammen mit seiner Tochter Ebba Hermansson Grundt seinen 65. Geburtstag bzw. ihren 40. Geburtstag feiern, als kurz vor der Familienfeier sein Sohn Walter verschwindet.
Zunächst wird nicht weiter darüber nachgedacht, da Walter das „schwarze Schaf“ der Familie ist und mit dem Gedanken gespielt wird, dass es sich mit irgendwelchen Bekanntschaften die Zeit vertreibt.
Erst als am Tag darauf Ebbas Sohn Henrik verschwindet wird die Polizei eingeschaltet und Inspektor Gunnar Barbarotti tritt mit seiner Kollegin Eva Backmann auf den Plan.
Die Geschichte beginnt zuerst schleppend, gewinnt aber stellenweise an Tempo und Spannung. Insgesamt aber plätschert die Handlung eher vor sich hin, was auch an den zähen Ermittlungen liegt, die sich über ein Jahr hinziehen. Auch steht eher die Familiengeschichte als die Ermittlung im Zentrum der Handlung.
Es passiert auch nichts wirklich prägendes, so dass man die Geschichte nicht wirklich im Gedächtnis behält.
Dennoch kann man das Buch durch Nessers authentischer Sprache gut lesen und die Geschichte ist leicht zugänglich.
Auch die verschiedenen Erzählperspektiven und die Einblicke in Barbarottis Privatleben sind gut und glaubwürdig erzählt.
Dennoch ist Gunnar Barbarotti zunächst eine eher unspektakuläre und farblose Figur, die nicht wirklich greifbar erscheint. Als Leser gewinnt man noch keinen bleibenden Eindruck, was sich aber in den weiteren Fällen ändern kann.
Letztendlich ist Barbarottis erster Fall angenehm zu lesen, mit etwas Spannung durch die Überlegung einer möglichen Verbindung der beiden Vermisstenfälle und den unklaren Zusammenhängen.
Håkan Nesser schafft es mit seinem ungewöhnlichen und beeindruckenden Schreibstil die Geschichte dem Leser schmackhaft zu machen.

3,5 von 5 Sternen!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

16.04.2008

„Nicht nur ein Krimi!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Kaarst
Nesser ist für mich am besten, wenn er über den Menschen an sich reflektiert,
wie in dem absoluten Hit: Kim Novack badete nie im See von Genezareth".

In " Mensch ohne Hund" verbindet er Krimi mit subtilen Einblicken in die menschliche Natur.
Besser als die Kriminalstory ist die Darstellung der menschlichen Charaktere und Klasse der Blick voller bitterer Ironie auf unsere heutige" überaus niveauvolle Fernsehunterhaltung".
Spannend insgesammt, konnte ich das Buch zwei Tage nicht aus der Hand legen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: Kim Novack badete nie im See von Genezareth,

20

13.11.2007

„Alles auf Anfang”

von Inspektor Schlumpf aus Gaspoltshofen
Die Erwartung die ich in dieses Buch setzte haben sich leider nicht erfüllt. Die Auflösung des Falles ist nicht gerade überraschend, da man von Nesser selbst, als auch von anderen Krimiautoren schon besser verwöhnt wurde. Gunnar Barbarotti ist ein Ermittler der sich noch entwickeln muss, um Van Veeteren ebenbürtig zu sein.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

17.09.2007

„Würdiger Nachfolger für VV!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Als großer Fan der Van Veeteren-Romane (keinesfalls aber der unsäglichen Verfilmungen!), habe ich mich über "Mensch ohne Hund" und den neuen Kommissar gefreut. Zu recht! Nesser ist es gelungen, einen ganz anderen und doch im Kern - der Menschlichkeit - ähnlichen Typen zu entwickeln. Skuril und witzig, zynisch und spannend erzählt er eine Geschichte, die fesselt, die tragisch und komisch ist zugleich.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

29.07.2007

„Erstklassig!!”

von rebe
In "Mensch ohne Hund" stellt Hakan Nesser seinen neuen Kommissar Gunnar Barbarotti vor. Bis er zum ersten Mal auftritt, vergehen einige hundert Seiten. Sie sind perfekt gefüllt mit subtilen Beobachtungen der handelnden Charaktere. Einfühlsam, ruhig, hochspannend. Dann tritt Barbarotti (endlich) auf, ein für Skandinavien-Krimis ungewöhnlich ironischer und humorvoller Mensch. Auf die Lösung des Falles hat er nur bedingt Einfluss, er kann nur versuchen, schlimmeres zu verhindern.

Unglaublich spannend konstruiert, blickt Nesser in die Abgründe menschlicher Seelen. Auf jeden Fall wollen wir mehr Barbarotti!!!!

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: Die Raubmöwen besorgen den Rest (3-312-00369-5)

Zuletzt angesehene Artikel

  1. buch

    Mariana, Band 2769

    Susanna Kearsley

    CHF 17.10
    "Mariana, Band 2769" unbekannt
  2. buch

    Magie der Weihnacht

    Richard P. Evans

    CHF 32.90
    "Magie der Weihnacht" unbekannt
  3. buch

    Liebste Tess ...

    Rosamund Lupton

    CHF 34.90

BonusprogrammHilfe

Miles & More

34 Meilen sammeln

8551 Meilen einlösen

  • .smallImage.title
--> --> -->