Die Spitze des Schwertes war genau auf mein Herz gerichtet und die Augen meines Mörders waren wie schwarze Löcher, die alles zu verschlingen drohten, das ihnen zu nahe kam. Ich wusste, dass ich nicht entkommen konnte. Schwerfällig stolperte ich ein paar Schritte rückwärts.
Der Mann folgte mir. "Ich werde vom Antlitz der Erde tilgen, was nicht von Gott gewollt ist! Dein Blut wird die Erde tränken!" Mir lagen mindestens zwei schlagfertige Erwiderungen auf diese pathetisch geröchelten Worte auf der Zunge (Erde tränken - HALLO? Der Boden hier war gefliest!), aber vor lauter Panik brachte ich nichts davon über die Lippen. Der Mann sah sowieso nicht so aus, als würde er meinen Humor in dieser Situation zu schätzen wissen. Oder als wüsste er Humor überhaupt zu schätzen.
Ich taumelte noch einen Schritt zurück und stieß mit dem Rücken gegen eine Wand. Mein Gegner lachte laut auf. Na gut, vielleicht hatte er doch Humor, nur einen etwas anderen als ich.
"Jetzt stirbst du, Dämon!", rief er und versenkte das Schwert ohne weitere Umschweife in meiner Brust.
Mit einem Schrei fuhr ich hoch. Ich war nass geschwitzt und mein Herz schmerzte, als wäre es tatsächlich von einer Klinge durchbohrt worden.