Mit dem Überraschungserfolg seines "Greg's Tagebuch" hat sich Jeff Kinney schnell zu einem gefragten Mann gemausert. Sehnlichst erwarten junge, wie auch alte, Leser die Fortsetzung seiner witzigen Comicromane, die mit ihrem besonderen Humor und unnachahmlichen Stil zu überzeugen wussten und wissen. Das Problem, das einem solchen Projekt anhaftet ist, dass sich jeder weitere Teil einer Reihe mit dem Erstling muss, und wie schon Teil 2 und 3 schafft es auch "Ich war's nicht!" an das Niveau des Debüts anzuknüpfen. Das soll aber nicht heißen, dass Nummer 4 ein schlechtes Buch sei, denn immer noch darf hämisch geschmunzelt und des öfteren laut aufgelacht werden, eine Steigerung von Band 3 ist auf jeden Fall zu verzeichnen, doch war "Von Idioten umzingelt" so einzigartig in seinem Sein, dass es eigentlich keinem weiteren Band möglich sein wird dieses Level wieder zu erreichen. Diesmal begleitet der Leser den guten Greg durch die Ferien, die verbunden sind mit Freibadbesuchen, Urlaub, Horrofilmen, Videospielen und noch vielen weiteren typischen Jugendbeschäftigungen. Aber dies wäre kaum ein Tagebuch von Greg, wären diese Erlebnisse nicht gewürzt mit einer ordentlichen Prise lakonischen Witzes. Nachwievor macht der trockene, schwarzhumorige Erzählstil den größten Reiz der Reihe aus, der sich, wie ich immer noch meine, vor allem erwachsenen Lesern vollkommen erschließen wird. Natürlich soll dies nicht heißen, dass junge Leser, für die dieses Buch gedacht ist, keinen Spaß an "Ich war's nicht!" haben werden, denn Kinney streut immer wieder Späße ein, die wiederum besonders für Kleinere gedacht sind. "Ich war's nicht!" ist eine konsequente Fortsetzung dessen, was Kinney mit Teil 2 und 3 begonnen hat, auch wenn "Von Idioten umzingelt" abermals nicht erreicht wird, wovon ich aber auch bei weiteren Werken nicht ausgehe.
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