Eine kleine Bildergeschichte nach einem Gedicht von Ernst Jandl, die Kindern die Angst vor Arzt und Wartezimmer nehmen kann. Kinder lieben die Gedichte von Ernst Jandl. Zum einen wegen ihrer absurden Komik, zum anderen wegen ihrer Lautmalerei. Jandls konkrete Dichtung trifft die kindliche Lust an Sprachspielen sehr genau. Mit einfachsten sprachlichen Mitteln und nach dem Schema eines Abzählreims erzeugt Jandls Gedicht »fünfter sein« Spannung, die Norman Junge mit seinen Bildern kongenial interpretiert hat: Fünf seltsame Gestalten sitzen auf Stühlen in einem dunklen Raum vor verschlossener Tür. Durch den Türspalt dringt nur ein klein wenig Licht in das Zimmer. Eine geheimnisvolle Szenerie, die Neugier weckt und Kinder zu vielen Fragen provoziert. Dass es sich, bei näherem Hinsehen, um fünf Spielfiguren handelt, gibt nur noch mehr Rätsel auf. Und schon wird man in einen vergnüglichen Sog hineingezogen, denn - »tür auf / einer raus / einer rein« - einer nach dem anderen verschwindet hinter der ominösen Tür, um anschliessend vollständig und repariert wieder herauszukommen. Ein seltsames Treiben, Seite für Seite. Bis schliesslich der Pinocchio mit der abgebrochenen Nasenspitze alleine dasitzt: »selber rein« heisst es nun. Die Tür geht auf und endlich wird das Geheimnis gelüftet, was sich hinter der Tür verbirgt: »tagherrdoktor«. Junge deutet Jandls Text auf seine Weise. Er inszeniert das rhythmische Ein und Aus mit ausgeprägtem Sinn für Dramaturgie. Mit viel Witz hat er Vers für Vers in Bilder umgesetzt. Nicht nur Kinder werden ihre helle Freude an dem geheimnisvollen Kommen und Gehen der lustigen Figuren haben, bei dem sogar das Zählen geübt werden kann. "Wie gesagt: ein Lieblingsbilderbuch" Hilde Elisabeth Menzel, Süddeutsche Zeitung "Es gibt Bilderbücher, die braucht man nur einmal durchzublättern, und schon will man sie besitzen, räumt ihnen in Gedanken einen Ehrenplatz auf dem Regal der Lieblingsbücher ein. Mit einem solchen Bilderbuch haben wir es hier zu tun." Süddeutsche Zeitung "Das ganze Buch ist eine Pracht, höchste Empfehlungsstufe. Der Text ist beste Minimaldichtung. Die Bilder ein rechter Herzensbrecher.« " Iris Radisch, DIE ZEIT "Eine literarische und bildnerische Kostbarkeit." Wilhelm Sinkovicz, Spectrum "Ein rührend schönes Bilderbuch über die Bewältigung von Ängsten." Silke Rabus, Buchkultur "Danke für fünfter sein. Es ist so schön!" Elke Heidenreich "Feinfühlig und wohlüberlegt erklärt diese engagierte Bildergeschichte kleinen Kindern, warum sie keine Angst vor Arzt und Wartezimmer haben müssen. Der frische, raffinierte Text unterstreicht im Zusammenspiel mit den eleganten und zurückhaltenden Illustrationen die Klarheit und Wirksamkeit dieses bezaubernden Buches." Aus der Jury-Begründung für den Ehrenpreis BolognaRagazzi