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Die verlorene Ehre der Katharina Blum
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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Deutschland

dvd
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Artikeldetails zu Die verlorene Ehre der Katharina Blum

UntertitelDeutschland

SchauspielerAngela Winkler, Mario Adorf, Dieter Laser, Heinz Bennent

Regie Margarethe TrottaVolker SchlöndorffVolker SchlondorffEberhard JunkersdorfWilli Benninger

GenreDrama

SpracheDeutsch (Untertitel: Deutsch)

TonformatDeutsch: Dolby Digital Mono

  • FSK16
  • EAN4006680044392
  • StudioArthaus
  • Veröffentlicht02.05.2008
  • Medium DVD
  • Bildformat16:9 anamorph
  • OriginaltitelDie verlorene Ehre der Katharina Blum
  • KopierschutzJa
  • Spieldauer106 Minuten

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Kurzbeschreibung zu Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Köln, Februar 1975. Auf der Karnevalsparty ihrer Patentante lernt die junge Katharina Blum den attraktiven Ludwig Götten kennen und verliebt sich. Sie ahnt nicht, dass Ludwig als Deserteur und Anarchist gesucht wird. Die Nacht, die sie mit ihm verbringt, verändert ihr Leben für immer: Ihre Wohnung wird durchsucht, sie wird verhaftet, verhört und erniedrigt. Die Boulevardpresse, allen voran der Sensationsjournalist Tötges, startet eine gnadenlose Hetzkampagne gegen die einfache Frau, veröffentlicht Details aus ihrem Privatleben und stilisiert sie zur Verbrecherin. Gedemütigt und ihrer Ehre beraubt, wird Katharina zur Mörderin.

Beschreibung der Redaktion zu Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Deutschland 1975, 106 min., FSK 16):
Am Mittwoch, den 20.02.1975, am Vorabend von Weiberfastnacht, verlässt eine junge Frau von 27 Jahren gegen 18.45 Uhr ihre Wohnung, um an einem privaten Tanzvergnügen teilzunehmen. Vier Tage später, nach einer dramatischen Entwicklung am Sonntagabend um fast die gleiche Zeit - genauer gesagt gegen 19.04 Uhr - klingelt sie an der Wohnungstür des Kriminaloberkommissars Walter Moeding und gibt zu Protokoll, sie habe mittags gegen 12.15 Uhr in ihrer Wohnung den Journalisten Werner Tötges erschossen ...

System-Anforderungen von Die verlorene Ehre der Katharina Blum

TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch,DD 1.0 Mono

Feature zu Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Kinotrailer
Biographien Crew
Kapitel- / Szenenanwahl
Animiertes DVD-Menü
DVD-Menü mit Soundeffekten
Interviews
Werkfotos
Dokumente zum Film als PDF

Portrait

Angela Winkler:
Angela Winkler erhielt 1975 für ihre Hauptrolle in Schlöndorffs Die verlorene Ehre der Katharina Blum den Bundesfilmpreis, und auch Die Blechtrommel brachte ihr großes internationales Ansehen. Zuletzt widmete sie sich verstärkt dem Theater, u.a. als Mitglied des Berliner Ensembles.
Mario Adorf:
Der Schauspieler und Schriftsteller Mario Adorf wurde 1930 in Zürich geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mayen bei Koblenz und studierte später Philologie und Theaterwissenschaften. Von 1953 bis 1955 besuchte er die Otto-Falckenberg-Schule in München und war bis 1962 an den Münchener Kammerspielen beschäftigt. Inzwischen hat Mario Adorf über 100 Filme im In- und Ausland gedreht und Engagements an ungezählten Theaterbühnen gehabt. Zu seinen wichtigsten Filmen gehören "Nachts, wenn der Teufel kam", "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Volker Schlöndorff und "Lola" von Rainer Werner Fassbinder. Für herausragende Verdienste um den deutschen Film wurde Mario Adorf mit dem Deutschen Filmpreis 2004 ausgezeichnet.

Zitat

DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM (BRD, 1975) basiert auf dem gleichnamigen Buch von Heinrich Böll und zeigt eine Bestandsaufnahme Deutschlands in den 70ern, in der die Terror-Hysterie in den Köpfen vieler herumspukte und die Demokratie in ihren Grundrechten erschüttert wurden. Das Regieduo Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta erzählt die Geschichte einer unpolitischen Frau, die in die Fänge der Justiz und der Springerpresse gerät. Sie wird in die Enge getrieben und agiert hilflos mit einem Akt der Gewalt. Sie hat nichts mehr zu verlieren, da ihre Reputation zerstört worden ist. Im Gegensatz zu Bölls Roman, der die Handlung verschachtelt erzählt, ist der Film eine weitgehend chronologische Erzählung. Der Film ist auch weniger politisch als das Buch und konzentriert sich auf das Private. Handlung und Charaktere sind teilweise überspitzt gezeichnet, fast schon schwarzweiß. Gut und Böse, nichts dazwischen. Damit verwendet der Film, wie schon das Buch, die gleichen Schemata wie die kritisierten Elemente des Polizeiapparates und die Springer-Presse. Böll schuf seinerzeit das Buch aus einer Wut und Empörung heraus, war er doch selbst Ziel von Hetze der Boulevardpresse. Das Werk wirkt so wie ein Pamphlet, da die Sympathie eindeutig bei der Figur Katharina Blum liegt. Bei der hier dargestellten und als ?Zeitung? bezeichneten Publikation, dürfte jedem klar sein, dass es sich dabei um die ?Bild? handelt, aber sie steht letztendlich genauso gut für jede andere pseudo-journalistische Gazette. Das Wort Pressefreiheit wird durch solche Machwerke ad absurdum geführt, denn zwar berufen sich die Hetzorgane genau auf diese, aber sie arbeiten vorwiegend mit Lügen und Ausschmückung und benutzen ihre publikumswirksame Macht dazu, Existenzen zu zerstören, die ihr ideologisch unlieb sind – und alles für die Auflagenvergrößerung. Polizei, Staatsanwaltschaft, Presse und die Öffentlichkeit, in aller Regel der konservative Pöbel (in Form des dummen und leicht beeinflussbaren Lesers, der schon mal in Form von Drohbriefen und -anrufen aktiv mitmacht), gehen dabei Hand in Hand eine unheilvolle Allianz ein. Buch und Film haben deshalb bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Und so sind beide in ihrer Art und Weise eine einzige Anklage und Mahnung. Ein Stück deutscher (Film-)Geschichte.

RezensionBonus

Die Extras bestehen aus ?Erinnerungen? (ca. 52 min), einer Art Making-of-Rückblick, in dem Beteiligte über die Entstehung und ihre Erfahrungen berichten, Werkfotos (als selbstlaufende Bildergalerie), zwei Biographien von den Regisseuren Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta sowie einem alten Presseheft und einem Flyer zum Film als PDF-Datei für den Computer.

RezensionBild

Das Bild liegt anamorph im Format 1,78:1 vor. Leider ist dies nicht das Originalbildformat, welches 1,66:1 ist. Da in das Bild hineingezoomt wurde, fehlen auf einem 16:9 Fernseher oben und unten einige Bildinformationen (gut am Vorspann und den abgeschnittenen Namen zu sehen). Die Bildqualität selbst ist nicht besonders hoch. Die Schärfe hat deutliche Schwächen, was sicher auch auf das teils starke Bildrauschen (massive stehende Rauschmuster!) zurückzuführen ist. Der Kontrast ist ebenfalls nicht perfekt, da Details in dunklen Stellen schon mal verschluckt werden. Die Farben wirken durchgehend etwas zu blass sowie kraftlos und es zeigen sich wiederholt kleinere Defekte und Verunreinigungen. Die Kompression könnte besser sein, bleibt aber weitgehend unauffällig.

RezensionTon

Der Ton liegt in DD 2.0 vor. Die Tonspur lässt ein deutliches Rauschen vernehmen. Dazu kommen kleinere Unsauberkeiten in den Dialogen wie Zischen. Große Abstriche bei der Verständlichkeit muss man trotzdem nicht machen, da alles im Bereich des Akzeptablen liegt. Es gibt keine Untertitel.

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50

02.08.2010

„Klassiker”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Berlin
Ein kritischer und anregender Film, den ich bereits Mitter der 70ziger im Kino zu schätzen gelernt habe. Bemerkenswert ist, dass er auch noch heute in das Zeitgeschehen hinein passt.

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