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Der Mann schläft
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Der Mann schläft

Roman

buch
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Artikeldetails zu Der Mann schläft

AutorSibylle Berg

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-446-23388-1
  • ISBN-139783446233881
  • Verlag Hanser
  • Einbandartgebunden
  • Seiten308
  • Veröffentlicht17.08.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht460g
  • SpracheDeutsch

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Kurzbeschreibung zu Der Mann schläft

Eine Frau liebt einen Mann, weil der die Frau liebt. Was kann man sich Besseres wünschen in einer Welt, in der die Liebe nur noch ein Marketinginstrument ist? Ebendiese Welt kennt kein Pardon: Auf einer Reise nach China kommt der Mann gleich wieder abhanden, und man fragt sich, ob das mit rechten Dingen zugeht. Warum sucht man nach Veränderung, wenn man das Glück gefunden hat? Warum bleibt man nicht dort, wo man glücklich ist? Sibylle Berg erzählt eine moderne Liebesgeschichte und zeigt mit so melancholischen wie bösartigen Bildern eine Welt, in der man höchstens zu zweit überleben kann.

Portrait

Sibylle Berg:
Sibylle Berg, geboren vor nicht allzu langer Zeit in Weimar, gilt seit ihrem Debüt-Roman "Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot" als Übermutter der jungen deutschen Literatur. Darauf könnte sie verzichten. Neben Büchern schrieb die überzeugte Kettenraucherin Theaterstücke und Texte für verschiedene Magazine in Deutschland und der Schweiz, darunter "Das Magazin" (Zürich), "Allegra" (Hamburg) und das "Zeit-Magazin". 2008 erhält sie den Wolfgang-Koeppen-Preis.Sibylle Berg lebt in Zürich.

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40

05.12.2011

„konzentration”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Sibylle Berg hat einen sehr erstaunlichen, elegisch-schwungvollen Roman geschrieben. Lebensklug und resigniert, liebevoll und böse zugleich, durchzogen mit einem feinen Humor changieren gleich mehrere Stimmungen im Buch. Manchmal meint man nahezu in einer Lücke zwischen zwei Gedanken hängenzubleiben. Nicht detailliert und wortreich, sondern still und entrückt, aber trotzdem mit unglaublichem Tiefgang sinniert die Autorin über das Leben in all seinen Vielfältigkeit. Dabei wechselt sie zwischen den Zeitebenen, berichtet in kurzen Sequenzen vom Alltag der Frau, unterbrochen durch Erinnerungen an das Leben davor. Sie lässt in ihrem raffiniert komponierten Roman zwei Zeitebenen aufeinander zulaufen, bis die erinnerte Vergangenheit mit dem letzten Kapitel die erzählerische Gegenwart erreicht.

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50

28.06.2010

„Reflexion und Resignation”

von Katja Burke aus Lingen (Lookentor-Passage
Welchen Sinn hat das Leben noch für eine alternde Frau, die alles durchschaut zu haben meint, die im Bett am allermeisten findet, sich vor ihr und der Welt am besten verflüchtigt fühlt? Kein Mann kann ihr mehr geben, was sie sucht, weil sie nicht mehr sucht. Sie weiß schon, dass es nichts zu finden gibt. Sie stagniert, absolut. Sie reduziert ihr Leben auf das Mindeste - vor dem Auftauchen des Mannes, währenddessen zu Teilen, aber insbesondere nach dem Verschwinden des Mannes, der von der Protagonistin selbst nur "der Mann" genannt wird. Dieser "der Mann" ist eigentlich nichts besonderes, aber die beiden sind auf einer Ebene, nichts stört den einen am anderen, sie fühlen sich wohl in der Trägheit des anderen. Man könnte es Harmonie nennen. Doch bei einer Reise verschwindet der Mann und sie bleibt allein zurück. Der letzte Grund, auch nur aufs Minimalste existent zu bleiben, ist verschwunden. Und da ist da dieses altkluge Chinesenmädchen auf der Insel, von der der Mann verschwand. Welche Rolle spielt sie?
Sibylle Berg schreibt sehr zynisch und deprimierend in diesem Roman. Nur wer mit Zynismus umgehen kann, sollte dieses Buch lesen. Der kann vielleicht etwas finden, was ihn sich selbst wiederfinden und entdecken lässt.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

19.01.2010

„Es gibt keinen Ausweg, keine Lösung, keinen Sinn.”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine kleine chinesische Insel. Eine Frau sinniert retrospektiv über ihre jugendlichen Liebhaber, diese devote, masochistische Quälerei, dann der Mann, einhundertzehn Kilo Mann, vollkommenes Aufgehobensein, plötzlich sang- und klanglos verschwunden...

Der Mensch ist schlecht, ja, die Welt ist schlecht.
"Gibt es einen größeren Witz als den Menschen? Emotionale Krüppel in abstoßenden Hüllen... torkeln wir durch ein Dasein, das an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist."
Es gibt keinen Ausweg, keine Lösung, keinen Sinn. Die überwältigende Sinnlosigkeit des Seins.
"Ja, du hast recht... ich will keinen sehen... auf meinem Bett sitzen und darauf warten, dass... ein Meteorit einschlägt und mich tötet... manchmal sterben die Leute während des Wartens. Vielleicht sollte ich vorher etwas essen?"
Einsamkeit.
"...man weicht mir aus, und das ist das Höchstmaß an Kontakt, das ich mir vorstellen kann."
Man zerre das Wort Resignation auf dreihundertundacht Seiten und nehme kalte Sentimentalität, erfrischenden Eigensinn, leise Traurigkeit: Voilà! Die neue Berg. Ein literarisches Amalgam aus verwitterten Grautönen und schwarz.

Warnung: Sollten sie zu Verstimmungen neigen, lesen Sie dieses Buch nicht!

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40

14.12.2009

„Der Mann schläft”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine Frau und ein Mann finden zueinander, ohne große Worte und ohne überfrachtete Erwartungen. Ganz eindeutig ist es eine große und wahre Liebe von zwei Menschen, die sich außerhalb der üblichen Normen bewegen. Auf einer Reise kommt der Mann plötzlich abhanden, die Frau ist verzweifelt, versteht nicht was passiert ist. Wir lesen von dem großen Kummer der Frau und lange Zeit ist nicht klar, ob die Geschichte gut ausgeht oder nicht.
Sibylle Berg hat einen großartigen Roman über die Liebe und das plötzliche abhandenkommen dieser geschrieben.
Ihre Beschreibung unseres kleinen Alltags ist wunderbar zynisch und wohltuend klar. Der böse Blick auf das kleinbürgerliche Leben hat mich amüsiert.
Dieses Buch ist ganz sicher eines der besten in dieser Saison.

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40

26.11.2009

„Fachfrau fürs Zynische”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der „Fachfrau fürs Zynische“ ist ein beeindruckender moderner Roman über Liebe, Individualität und das einfache Glück gelungen.
Ein melancholisches und zuweilen auch bösartiges Weltbild der Protagonistin vermeidet in diesem Liebesroman jeden Anflug von Kitsch oder Rührseligkeit.
Die Ich-Erzählerin, Mitte vierzig, trifft nach zahlreichen gescheiterten Beziehungen endlich auf die Liebe ihres Lebens, doch auf einer gemeinsamen Urlaubsreise verschwindet der Mann.
Sibylle Berg beherrscht einerseits die Kunst über die Dummheit der Welt oder gesellschaftlicher Zustände zu spotten, andererseits überrascht sie aber mit leisen, zärtlichen Tönen und schafft eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art, die auch Männern gefallen wird.

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40

23.11.2009

„Der Mann schläft”

von einer Kundin oder einem Kunden
Sibylle Bergs „Der Mann schläft“ ist ein wunderschönes Buch über Verlustangst, Hass auf die Menschheit und die Suche nach der großen Liebe. Für die Heldin des Buches bedeutet Liebe weder Seelenverwandtschaft noch ist ihr in einer Beziehung der Austausch vieler Worte wichtig. Es geht darum, sich in der Gegenwart des anderen wohl zu fühlen, ohne sich verstellen zu müssen. Die Frau hat das Glück, diesen einen Menschen gefunden zu haben – bis er ihr im Urlaub verloren geht. Sibylle Berg hat mich vor allem durch ihre bildhafte Sprache und die fantasievollen Wortkombinationen beeindruckt und mich mit ihrer melancholischen Art zum Nachdenken gebracht.

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50

09.10.2009

„Der Mann schläft”

von Ruth Jansohn aus Troisdorf
Ich lese sehr viel und sehr schnell, bei diesem Buch habe ich mir laut vorgelesen, weil ich die Bilder, die Frau Berg mit ihrer Sprache aufbeschwört großartig finde. „Regen der entschlossen niedergeht“ „Die Stille in der Wohnung empfängt mich wie ein Schlag in den Bauch“. Die Geschichte von der Frau und dem Mann ist befremdend einfach, der Mann ist erst da und dann weg, aber beste Unterhaltung. Ich freue mich für jeden der den Lesegenuss noch vor sich hat.
5 Sterne

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50

01.10.2009

„Sibylle Berg: Der Mann schläft”

von einer Kundin oder einem Kunden
Auch wenn der bitterböse Zynismus ihrer früheren Werke hier zum großen Teil einem eher melancholischen Unterton weicht, Sibylle Bergs Roman "Der Mann schläft" ist nichts für Leser, die vor Lebensfreude überbordende, Optimismus versprühende, philanthropisch anmutende Lektüre erwarten. Stattdessen wird ohne jeden Euphemismus die Gedankenwelt der – gelinde gesagt – leicht depressiven Ich-Erzählerin vor dem Leser ausgebreitet, die den "Ekel" des Menschseins nur dann erträgt, wenn "der Mann" an ihrer Seite ist, weil er sie sich selbst vergessen lässt. Das, was Liebe in ihren Augen tatsächlich ausmacht, schildert Sibylle Berg absolut kitschfrei und nüchtern, und der Blick auf ihre Mitmenschen ist nach wie vor geprägt von dem ihr eigenen zynischen Galgenhumor, für den ihre Fans sie lieben - wenngleich dieses Mal nicht ganz so bissig. Ein wunderbar unkitschiges Buch voller kleiner Wahrheiten!

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40

18.09.2009

„Liebe wird oft überbewertet”

von einer Kundin oder einem Kunden
Früher glaubte die Frau an das Gute im Menschen und dass man es nur wachrütteln muss.
Heute nicht mehr. Jeder braucht die Nähe eines anderen. Die große Liebe kommt nicht mehr.
Sie mag den Mann sehr und braucht ihn. Nur schläft er eines Tages nicht mehr neben ihr, sondern ist weg. Eine Liebesgeschichte, die nicht von der großen Liebe handelt.
Frau Bergs Bücher machten früher gerne mal depressiv. „Der Mann schläft“ holt einen in die Gegenwart.

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50

04.09.2009

„Ein Lesevergnügen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Sybille Bergs Roman ist ein Glanzstück - inhaltlich ist er sehr interessant, nicht zuletzt, weil die Liebe mal nicht als überragendes, alles andere verblassenndes Pänomen beschrieben wird, sondern als Sehnsucht nach einem ruhigen, liebevollen Miteinander.
Sprachlich finde ich ihn eine Wucht, besonders weil Frau Berg ihre gewohnt bissigen Äußerungen mit leiseren und gefühlvolleren Tönen mischt.
Für mich war dieses Buch ein Lesevergnügen par excellence.

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50

02.09.2009

„Wer Sibylle Berg mag ...”

von einer Kundin oder einem Kunden
... wird dieses Buch lieben. So typisch, so tief und so trashig, dass es am Ende schade ist, dass das Buch nicht ewig weiter geht.

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50

26.07.2009

„Ein schonungsloser Liebesroman”

von Frederik Eikmeier aus Hamburg
Sibylle Bergs neuer Roman erzählt schonungslos von der Liebe und den mitunter grausamen Formen, welche diese annehmen kann.

"Der Mann", im Titel noch harmlos schlafend, ist die meiste Zeit der Erzählung spurlos verschwunden und hinterlässt einen Abgrund, in den die dazugehörige Erzählerin stürzt und aus dem heraus sie uns in zwei abwechselnden Zeitebenen ihre Geschichte erzählt:

Die Zeit mit "dem Mann", der allein ihr das Leben erträglich erscheinen lässt, bis zu seinem rätselhaften Verschwinden auf einer kleinen chinesischen Insel.
Sowie die Zeit ohne ihn, einsam und scheu auf eben jener Insel, umgeben von kuriosen Figuren, die ihre Zweifel am Gesamtkonzept menschlichen Zusammenlebens nur noch größer werden lassen.

Brilliant formulierend verbindet die Autorin diese beiden Erzählzeiten zu einem unbedingt lesenswerten Roman, der, wenngleich von einer konsequenten Misanthropie geprägt, gleichzeitig aber auch den einzigen Hoffnungsschimmer in einem ansonsten nur schwer erträglichen Leben präsentiert: die absolute, rücksichtslose Liebe zu "dem Mann".

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