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Der Reichskunstwart

Der Reichskunstwart

Kulturpolitik und Staatsinszenierung in der Weimarer Republik von 1918-1933

buch
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Artikeldetails zu Der Reichskunstwart

AutorOlaf Peters, Kristina Kratz-Kessemeier, Roland Jaeger, Harold Hammer-Schenk, Christian Fuhrmeister, Mathilde Arnoux

Untertitel Kulturpolitik und Staatsinszenierung in der Weimarer Republik von 1918-1933

Abbildungsvermerk 2010. zahlreiche Fotos. 22,5 cm

  • ISBN-103-941830-04-X
  • ISBN-139783941830042
  • Verlag Weimarer Taschenbuch...
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten360
  • VeröffentlichtMärz 2010
  • Gewicht745g
  • SpracheDeutsch

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Kurzbeschreibung zu Der Reichskunstwart

Der „Reichskunstwart“ – 1919 von der Weimarer Nationalversammlung als zentrales kulturpolitisches Amt für die Republik beschlossen. Von 1920 bis zur Auflösung 1933 waren die Behörde und ihr Leiter Edwin Redslob (1884-1973) für die Staatssymbolik des Deutschen Reiches verantwortlich. Gemeinsam mit den Künstlern der Moderne choreografierte der „Reichskunstwart“ das Erscheinungsbild und die Selbstdarstellung der Nation. Er veranstaltete Wettbewerbe für die Gestaltung von Reichsadlern, Flaggen, Siegeln, Banknoten und Briefmarken. Er betreute das „Reichsehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges“ und die Staatsarchitektur. Er organisierte Verfassungs- und Staatsfeste, darunter die Begräbnisfeiern für Friedrich Ebert, Walther Rathenau, Gustav Stresemann oder das Goethe-Jahr 1932.

Die Institutionsgeschichte des „Reichskunstwarts“ lebt vom dramatischen Gefälle zwischen ästhetischem Ideal und der gesellschaftlichen Wirklichkeit seiner Zeit. Sie lebt vom inneren Widerspruch zwischen „Kulturnation“ und föderalistischer „Kulturhoheit der Länder“, vom Kampf zwischen Moderne und Tradition, vom Verlust verbindlicher Codes und Zeichen, aber auch von der Persönlichkeit des Amtsinhabers Edwin Redslob.

Der vorliegende Band dient als fundierte Einführung in die deutsche Kulturpolitik der Moderne. Die dreizehn Aufsätze werden durch ausgewählte Quellentexte ergänzt, darunter Beiträge von Walter Gropius, Kurt Tucholsky und Heinrich Mann.

Portrait

Olaf Peters:
Olaf Peters, Studium der Kunstgeschichte, Neueren Geschichte und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum; 1996 Promotion; 2004 Habilitation und seitdem Oberassistent am Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Christian Welzbacher:
Christian Welzbacher, geboren 1970 in Offenbach am Main, ist Kunsthistoriker und freier Journalist. Er schrieb u.a. für »Die Zeit« und das Feuilleton der »FAZ«. Heute arbeitet er u.a. für die »Süddeutsche Zeitung«. Sein Buch »Die Staatsarchitektur der Weimarer Republik« (2006) wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Kristina Kratz-Kessemeier:
Kristina Kratz-Kessemeier; Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Publizistik in Münster, Berlin; Promotion 2005; Mitarbeit an verschiedenen kulturhistorischen Buch- und Tagungsprojekten.
Christian Fuhrmeister:
Christian Fuhrmeister ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München.

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