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Wie ich mich einmal in alles verliebte

Wie ich mich einmal in alles verliebte

Roman

buch
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Artikeldetails zu Wie ich mich einmal in alles verliebte

AutorStefan Merrill Block

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 21,5 cm

  • ISBN-103-8321-8039-7
  • ISBN-139783832180393
  • Verlag DuMont Buchverlag
  • ÜbersetzerMarcus Ingendaay
  • Einbandartgebunden
  • Seiten347
  • Veröffentlicht19.01.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht522g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelThe Story of Forgetting

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Leseprobe aus Wie ich mich einmal in alles verliebte

Rezensionen der Redaktion zu Wie ich mich einmal in alles verliebte

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Ein so liebenswertes Buch, es sprüht vor Glück und Traurigkeit, ist voller kleiner schöner Momente und großen tragischen Augenblicken. Es handelt auch von einer Krankheit, die alles Erlebte, alles was und wen man kennt, vergessen lässt - Alzheimer. Der junge Autor Stefan Merrill Block hat einen wundervollen und heilsamen Roman geschrieben, der dem Leben höchste Priorität einräumt. Ein Buch wie ein Heftpflaster - es heilt, lässt aber eine kleine Narbe zurück.

Kurzbeschreibung zu Wie ich mich einmal in alles verliebte

"Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems." Abel hat gleich zwei Probleme - er hat einen Buckel, und die Frau, die er liebt, ist mit seinem Bruder verheiratet. Als Mae eines Tages spurlos verschwindet, zerbricht Abels Welt. Die Jahre vergehen. Sein Bruder stirbt. Die Farm verfällt. Aber Abel gibt nicht auf. Er wird warten, bis Mae zurückkommt. Doch als es eines Tages endlich an seiner Tür klopft, steht dort nicht Mae, sondern ein Fremder...
Stefan Merrill Blocks Debüt ist faszinierend vielschichtig. Es ist die Geschichte einer ganz großen Liebe und ein grandioser Familienroman. Stefan Merrill Block ist nichts weniger als ein tragikomisches Meisterwerk geglückt. Von der amerikanischen Kritik wird er neben Benjamin Kunkel und Jonathan Safran Foer auch mit Jeffrey Eugenides und Jonathan Franzen verglichen.

Beschreibung der Redaktion zu Wie ich mich einmal in alles verliebte

»Ein hinreißender Roman – voller Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Liebe und Lebensfreude.« The New York Times

»Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems.« Abel hat gleich zwei Probleme – er hat einen Buckel, und die Frau, die er liebt, ist mit seinem Bruder verheiratet. Als Mae eines Tages spurlos verschwindet, zerbricht Abels Welt. Die Jahre vergehen. Sein Bruder stirbt. Die Farm verfällt. Aber Abel gibt nicht auf. Er wird warten, bis Mae zurückkommt. Doch als es eines Tages endlich an seiner Tür klopft, steht dort nicht Mae, sondern ein Fremder ... Stefan Merrill Blocks Debüt ist faszi­nierend vielschichtig. Es ist die Geschichte einer ganz großen Liebe und ein grandioser Familienroman. Stefan Merrill Block ist nichts weniger als ein tragikomisches Meisterwerk geglückt. Von der amerika­nischen Kritik wird er neben Benjamin Kunkel und Jonathan Safran Foer auch mit Jeffrey Eugenides und Jonathan Franzen verglichen.

Portrait

Marcus Ingendaay:
Marcus Ingendaay, Jahrgang 1958, war Reporter und Werbetexter und arbeitet seit zehn Jahren hauptberuflich als Übersetzer, unter anderem von William Gaddis. Er wurde mit dem Ledig-Rowohlt- und dem Helmut-M.-Braem-Preis ausgezeichnet. Seine Übertragung von David Foster Wallaces Kleines Mädchen mit komischen Haaren wurde als «beste Transformation eines amerikanischen Textes ins Deutsche» (Die Welt) gefeiert.
Stefan Merrill Block:
Stefan Merrill Block wurde 1982 geboren und wuchs in Texas auf. Er studierte an der Washington University in Saint Louis/Missouri und lebt heute in Brooklyn. ›Wie ich mich einmal in alles verliebte‹ ist sein erster Roman.

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50

23.04.2010

„Wie ich mich einmal in alles verliebte”

von einer Kundin oder einem Kunden
Traurig und tröstlich zugleich ist dieses Buch über eine Familie die seit Generationen mit einer tragischen Erbkrankheit leben muss. Ein großartiger Debütroman über Liebe und Verlust, Erinnern und Vergessen und die Suche nach Vergangenheit und Zukunft. Sehr poetisch und teilweise rührend komisch.

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50

22.01.2010

„Wie ich mich einmal in alles verliebte”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der vierzehnjährige Seth ist ein seltsamer Typ. Er selbst bezeichnet sich als „Nichts“, ein schräger Vogel, der so gar nicht in diese lustige Teenager-Welt passt, die ihn umgibt, und sich am liebsten völlig in Luft auflösen würde, um nicht ständig anzuecken. Da erkrankt seine Mutter mit 35 an einer Frühform von Alzheimer. Erst ist sie bloß seltsam und vergesslich. Dann ist plötzlich nichts mehr wie es war. Und Seth beschließt verzweifelt, ein Mittel gegen diese Erbkrankheit zu finden. Dazu müsste er die Familie seiner Mutter kennen. Doch aus deren Vergangenheit ist immer ein großes Geheimnis gemacht worden. Seth macht sich auf die Suche nach den Wurzeln....

Es war Krieg. Und Abels Bruder weit weg. Und alles an Mae war zum Verlieben. Und dann war sie schwanger. Und sein Bruder wieder da...
Abel ist alt, seine Farm ist heruntergekommen, aber er trotzt den Baggern, die eine Neubausiedlung errichten wollen. Er muss hierbleiben. Sonst findet sie ihn nicht. Sie, seine Tochter - die einst fortging mit dem Versprechen wiederzukommen.

Zwei Geschichten, die doch eine sind. Zart wie Spinnweben werden die Worte geknüpft, die die Leben von Seth und Abel verbinden. Ein wunderbar besonderes Buch.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

16.01.2009

„Parallel zu dieser Welt existiert eine zweite”

von Andrea Koßmann aus Marl (kossi@kossis-welt.de) Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Ein sehr vielschichtiges Buch ist dieses Werk mit einem Titel, der mich von Anfang an neugierig gemacht hat. Der Autor erzählt uns in drei verschiedenen Erzählsträngen die Geschichte von Seth Waller und seiner Familie. Jede einzelne Geschichte steht für sich und doch gehören sie alle zusammen.

Seth ist verliebt in die Frau seines Bruders. Und mehr. Denn er ist in alles mögliche verliebt, was mit ihr zu tun hat. Und seien es nur ihre Magengeräusche oder die Art, wie sie Mais isst. Fast jugendlicher Natur ist die Verliebtheit von Seth, die schon sehr bald realistische Formen annimmt. Doch wie weit geht diese Liebe und vor allem: Wie weit lebt er sie aus? Sehr humorvoll wird die Bewunderung Seths für Mae, seine Schwägerin geschildert.

Auf der anderen Seite erzählt uns der Autor die Geschichte von Seths Mutter, die an Alzheimer erkrankt. Zunächst kommt diese Krankheit schleichend, bis sie dann eines Tages vollkommen Besitz von ihr übernimmt. Seth beginnt, sich mit der Geschichte dieser Krankheit auseinander zu setzen und so wird der Leser ganz nebenbei auf die Anfänge von Alzheimer und deren Entdeckung geführt. Bis hin ins England des 18. Jahrhunderts wird der Leser geleitet, um an diesen Anfängen teilzunehmen, indem Block erklärt, dass Alban Mapplethrope IV diese Krankheit bekam und wie er sie letztendlich über die ganze Welt ausbreiten konnte. Seth begibt sich auf die Suche nach einem Allheilmittel für diese Krankheit und der Leser begleitet ihn dabei. Als ein weiteres Familienmitglied an Alzheimer erkrankt, steigt in ihm noch mehr die Angst hoch, auch ihn könne es eines Tages treffen.

Ein weiterer Erzählstrang ist der von „Isidora“, einer Phantasiewelt, in die Seth Mutter ihn bereits in seiner Kindheit geführt hat. Eine Welt, in der es keine Erinnerung gibt und die Menschen genau aus diesem Grund sehr glücklich sind. An fast jedem Kapitel findet der Leser das „Isidora-Märchen“ in Kursivschrift wieder.

Das Buch ist sehr schillernd und verständlich geschrieben. Es bringt zum Schmunzeln, zum Lachen, aber es bringt den Leser auch dazu, sich mit der Krankheit Alzheimer auseinander zu setzen. Gerade diesen Aspekt fand ich persönlich sehr interessant, da ich mit diesen Dingen bisher nie konfrontiert wurde. Sehr detailliert schildert der Autor das Vergessen. Angefangen bei Kleinigkeiten wie Gespräche mit anderen Menschen, über das Vergessen von Körperfunktionen bis hin zum Tod wird der Leser mit der Krankheit vertraut gemacht.

Durch seine verschiedenen Schreibfacetten von lustig über traurig bis hin zu faktisch ist dem Autor ein sehr außergewöhnliches Buch gelungen, welches ich gerne gelesen habe. Ich hoffe sehr auf einen zweiten Roman des Autors.

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