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Warum Frauen zu viel grübeln, zu viel essen und zu viel trinken

Wege aus der Frustfalle

buch
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Artikeldetails zu Warum Frauen zu viel grübeln, zu viel...

AutorSusan Nolen-Hoeksema

Untertitel Wege aus der Frustfalle

Abbildungsvermerk 2010. 19 cm

  • ISBN-103-453-67021-3
  • ISBN-139783453670211
  • Verlag Heyne Taschenbuch
  • ReiheHeyne-Bücher...
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten193
  • Auflage2. Auflage
  • Veröffentlicht04.01.2010
  • Gewicht172g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelEating, Drinking, Overthinking. The Toxic Triangle of Food, Alcohol and Depression - and How Women Can Break Free

Leseprobe aus Warum Frauen zu viel grübeln, zu viel...

Seit mehr als zwanzig Jahren verfasse ich Aufsätze über die weibliche Psyche. Im Jahr 2004 erschien Warum Frauen zu viel denken. Wege aus der Grübelfalle, mein erstes Werk für ein breiteres Publikum. In dem Buch beschreibe ich das Phänomen der Grübelfalle, in der Frauen so viel über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachdenken, dass sie am Ende handlungsunfähig werden und in Depressionen verfallen.
Seit der Veröffentlichung von Warum Frauen zu viel denken beschäftige ich mich mit psychischen Störungen, die mit der Grübelfalle zusammenhängen. Depressionen beispielsweise entstehen nur selten aus dem Nichts.
Schwermut, ungesunde Essgewohnheiten und Alkoholmissbrauch können in eine gefährliche Zwickmühle führen, die ich als "toxisches Dreieck" bezeichne. In dieses Dreieck geraten Frauen auf unterschiedlichen Wegen: Sie hegen schlechte Gedanken und versuchen, mit Essen oder Alkohol dagegen anzugehen. Sie leiden unter Diätwahn oder Essattacken, die ihre Selbstachtung mindern und sie mutlos oder alkoholsüchtig machen. Sie trinken Alkohol, um einem Mann zu gefallen oder Stress abzubauen - obwohl Alkoholkonsum eher zu Niedergeschlagenheit oder ungesunden Essgewohnheiten führt.
Das vorliegende Buch soll Ihnen helfen, Ihre eigene Haltung gegenüber dem toxischen Dreieck besser zu verstehen. Es richtet sich nicht nur an Frauen, die bereits unter Depressionen, Essstörungen oder Alkoholismus leiden, sondern auch an solche, die sich an der Grenze dazu bewegen. Meine Forschungen haben ergeben, dass Millionen von Frauen im Lauf ihres Lebens irgendwann an diese Grenze gelangen. Und leider schaden selbst leichte psychische Ver-
Stimmungen, Essstörungen oder Alkoholmissbrauch beziehungsweise das Zusammenwirken von allen dreien der Gesundheit, der Partnerschaft und der Karriere. Unter dem Einfluss der drei Elemente des toxischen Dreiecks verfallen Frauen oft in so tiefes Elend, dass sie sich nur schwer daraus befreien können.
Dennoch ist die Situation nicht aussichtslos. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie daraus entkommen: Verwandeln Sie die Eigenschaften, die Frauen für das toxische Dreieck anfällig machen, in Stärken. Auslöser der Probleme ist meist eine übersteigerte Sensibilität in Bezug auf eigene und fremde Emotionen, hinzu kommt oft eine tiefe Sorge um die Partnerschaft. Statt in Stresssituationen ihre ganze Energie nach innen zu richten, sollten Betroffene sich nach außen orientieren und aktiv werden. Versuchen Sie, weniger zu grübeln und stattdessen etwas an der Lage zu ändern.
Falls Sie mit einer Frau befreundet sind oder zusammenleben, die im toxischen Dreieck gefangen ist, wird dieses Buch Ihnen helfen, sie besser zu verstehen und ihr bei der Befreiung daraus beizustehen. Im Schlusskapitel beschäftige ich mich damit, wie wir bereits Mädchen und junge Frauen vor dem toxischen Dreieck schützen können.
Dieses Buch offenbart das weitverbreitete Zusammenwirken von Schwermut, Essstörungen und Alkoholkonsum - ein Sachverhalt, der bisher sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit vernachlässigt wird. Mein Ziel ist, den im Dreieck gefangenen Frauen sowie ihren Angehörigen und Freunden Hoffnung zu geben: Sie können sich daraus befreien!


1. Das toxische Dreieck


Für Jill, 30 Jahre alt und Firmenkundenbetreuerin bei einer Großbank, hatte die Woche zwei strikt voneinander getrennte Teile. Von Montagmorgen bis Donnerstagabend kontrollierte sie akribisch, was sie zu sich nahm. Zum Frühstück gönnte sie sich nur eine Scheibe Marmeladentoast ohne Butter und jede Menge schwarzen Kaffee. Mittags beschränkte sie sich auf einen kleinen Salat mit kalorienreduziertem Dressing. Und abends kochte sie so fettarm wie möglich. An diesen Tagen trank sie keinen Tropfen Alkohol, egal wie große Lust sie darauf hatte. Selbst bei Geschäftsessen bestellte sie nur Mineralwasser und trug ihren Stolz, auf Wein zu verzichten, ganz offen zur Schau.
Donnerstagabends war ihr Verlangen nach Essen und Alkohol dann kaum noch zu bändigen. Das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, machte Frustration Platz. Sie begann zu grübeln. Warum war sie in ihrem Job nicht zufriedener? Ließ sich der Stress noch bewältigen? Würde sie je einen Mann finden, in den sie sich verlieben könnte? Warum versagte sie sich alle Essensfreuden, um schlank zu bleiben? Und wieso arbeitete sie jeden Tag so lange?
So begann die zweite Phase von Jills Woche für gewöhnlich am Donnerstagabend. Dann kam sie nach Hause, müde, aber auch aufgekratzt und mit großer Lust auf einen Drink. "Nur ein Gläschen", dachte sie in solchen Situationen. "Nach der Woche habe ich mir das verdient." Sie schenkte sich einen Weißwein ein, den sie voller Genuss trank, während sie die Post durchging und ihre Mahlzeit in die Mikrowelle stellte. "Mist", sagte sie, wenn das Glas leer war, "das Essen ist noch nicht mal fertig." Und füllte ein weiteres Glas, mit dem Vorsatz, dass es das letzte sein würde. Wenn das Essen dann bereit und das zweite Glas ebenfalls leer war, hatte sie einen Riesenhunger. Die kalorienreduzierte Tiefkühlkost, die in der Mikrowelle auf sie wartete, wirkte alles andere als verführerisch. Also holte sie die Chipstüte aus dem Schrank. "Damit der Alkohol nicht so durchschlägt", redete sie sich ein und setzte sich mit den Chips sowie einem weiteren Glas Wein aufs Sofa vor den Fernseher. Was für ein Genuss, sich gehen zu lassen und das zu tun, wonach Körper und Seele sich zu sehnen schienen! Den restlichen Abend verbrachte Jill meist damit, Snacks zu futtern und Wein zu trinken, bis sie gegen Mitternacht ins Bett fiel.
Natürlich fühlte sie sich am nächsten Morgen schrecklich, aber freitags fanden normalerweise keine Besprechungen statt. Nachdem sie eine Kopfwehtablette geschluckt hatte, verkroch sie sich in ihrem Büro und machte sich Vorwürfe wegen ihres maßlosen Verhaltens vom Vorabend.
Am Freitagabend war sie dann wieder so weit hergestellt, dass sie Lust hatte auszugehen. Beim geselligen Zusammensein mit Kollegen, bei einer Party am Samstagabend oder beim sonntäglichen Treffen mit Freunden aß und trank Jill alles, was sie sich während der Woche versagte: Hamburger und Pommes, Pasta, Schnaps, Bier, Wein.
Montagmorgens bei der Arbeit schämte sie sich für das Wochenende. Warum tat sie ihrem Körper das an? Sie musste endlich ihre Ess- und Trinkgewohnheiten in den Griff bekommen! Jill fühlte sich schmutzig und krank, wie eine Versagerin.
Jill ist nicht krank, befindet sich aber in einer Gefahrenzone - wie Millionen von Frauen.

Rezensionen der Redaktion zu Warum Frauen zu viel grübeln, zu viel...

"Wenn aus lauter Frust wegen Stress im Büro oder in der Beziehung das Essen und Trinken masslos wird, fast ein Teufelskreis, sollte etwas dagegen unternommen werden. Hilfe bietet: Wege aus der Frustfalle". Sonntag Express

Kurzbeschreibung zu Warum Frauen zu viel grübeln, zu viel...

Hilfe gegen Frust und Selbstzweifel


Viele Frauen kompensieren ihren Frust durch zu viel Essen und Trinken und sind wiederum gefrustet, weil sie zu viel essen und trinken - ein Teufelskreis. Die Psychologin Susan Nolen-Hoeksema zeigt, wie es gelingt, aus der Frustfalle herauszukommen und falsche Denk-, Ess- und Trinkgewohnheiten zu verändern.


Handfeste Hilfe für ein typisches Frauenproblem.


Portrait

Susan Nolen-Hoeksema:
Susan Nolen-Hoeksema, Professorin an der Staatsuniversität von Michigan mit dem Spezialgebiet klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie.

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40

21.07.2010

„Überraschend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eigentlich hab ich das Buch gelesen um einer Freundin besser helfen zu können, mit erstaunen stellte ich jedoch fest das es sich hierbei nicht nur um Frauenprobleme handelt. Dieser Ratgeber ist für alle sensiblen Menschen die "zu viel Denken" geeignet, auch wenn die angeführten Beispiele und Statistiken auf Frauen abgestimmt sind. Neben Tipps für Betroffene bietet dieses Buch auch "Angehörigen" die Möglichkeit das Verhalten betroffener Personen besser zu verstehen und damit umzugehen. Klarer Buchtipp für ein Problem das in unserer Gesellschaft bisher nicht als solches wahrgenommen wird.

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