Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 09.08.10
Paul Auster gehört zu den grössten amerikanischen literarischen Schriftstellern unserer Zeit! Er hat schon solch begnadete Bestseller wie Die Brooklyn-Revue und Mann im Dunkel verfasst. Nun ist ihm ein Glanzstück gelungen, das viele seiner bisherigen Werke in den Schatten stellt. Bei Unsichtbar darf man sich nie sicher sein was passiert, Paul Auster spielt mit dem Leser. Er erzählt die Geschichte weit ab von bekannten Wegen und überrascht den Leser immer wieder. Er schildert die damalige Zeit, Ende der 1960er, mit Spotlights, ist dabei nie aufdringlich, vermittelt dem Leser genau die richtige Dosis Wissen, entfernt sich dabei nie von der eigentlichen Geschichte. Viele Literaten schweifen hier ellenlang ab, Auster tut es nicht. Wenn Alfred Hitchcock heute noch leben würde, würde er diesen Roman verfilmen wollen. Er erinnert an die starken Charakterstücke, wie Rebecca und Verdacht, aus dem zweiten Drittel der Schaffenszeit des Ausnahmeregisseurs.