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Tauben fliegen auf
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Tauben fliegen auf

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2010 und Schweizer Buchpreis 2010

buch
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Artikeldetails zu Tauben fliegen auf

AutorMelinda Nadj Abonji

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2010 und Schweizer Buchpreis 2010

  • bol.ch-Verkaufsrang6.637
  • ISBN-103-902497-78-5
  • ISBN-139783902497789
  • Verlag Jung und Jung
  • Einbandartgebunden
  • Seiten314
  • Auflage2. Auflage
  • Veröffentlicht28.07.2010
  • GenreRoman
  • Gewicht388g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Tauben fliegen auf

Es ist ein schokoladenbrauner Chevrolet mit Schweizer Kennzeichen, mit dem sie zur allgemeinen Überraschung ins Dorf einfahren, und die Dorfstraße ist wirklich nicht gemacht für einen solchen Wagen. Sie, das ist die Familie Kocsis, und das Dorf liegt in der Vojvodina im Norden Serbiens, dort, wo die ungarische Minderheit lebt, zu der auch diese Familie gehört. Oder, richtiger, gehörte. Denn sie sind vor etlichen Jahren schon ausgewandert in die Schweiz, erst der Vater und dann, sobald es erlaubt war, auch die Mutter mit den beiden Töchtern, Nomi und Ildeko, und Ildeko ist es, die das hier alles erzählt. So auch den Besuch im Dorf, der dann nicht der einzige bleibt, Hochzeiten und Tod rufen sie jedesmal wieder zurück ins Dorf, wo Mamika und all die anderen Verwandten leben, solange sie leben. Zuhause ist die Familie Kocsis also in der Schweiz, aber es ist ein schwieriges Zuhause, von Heimat gar nicht zu reden, obwohl sie doch die Cafeteria betreiben und obwohl die Kinder dort aufgewachsen sind. Die Eltern haben es immerhin geschafft, aber die Schweiz schafft manchmal die Töchter, Ildiko vor allem, sie sind zwar dort angekommen, aber nicht immer angenommen. Es genügt schon, den Streitigkeiten ihrer Angestellten aus den verschiedenen ehemals jugoslawischen Republiken zuzuhören, um sich nicht mehr zu wundern über ein seltsames Europa, das einander nicht wahrnehmen will. Bleiben da wirklich nur die Liebe und der Rückzug ins angeblich private Leben?

Autorenportrait zu Tauben fliegen auf

Melinda, Nadj Abonji, geboren 1968 in Becsej, Serbien, lebt als Schriftstellerin und Musikerin in der Schweiz.

Portrait

Melinda Nadj Abonji:
Melinda Nadj Abonji, geb. 1968 in Becsej, Vojvodina ist Autorin und Musikerin. Zunächst studierte sie Germanistik und Geschichte. Seit 2006 leitet sie eine freie Schreibwerkstatt in Zürich. Für "Tauben fliegen auf" erhielt sie den Deutschen Buchpreis 2010 sowie den Schweizer Buchpreis 2010.

Autorenportrait

Melinda, Nadj Abonji, geboren 1968 in Becsej, Serbien, lebt als Schriftstellerin und Musikerin in der Schweiz.

Bewertung unserer Kunden zu Tauben fliegen auf

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50

03.02.2012

„Einfühlsam und vielschichtig”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Ratingen
Ein sehr schön beobachtetes und geschriebenes Buch über Einwanderer, die nie wirklich ankommen. Unterschiedliche Perspektiven - die der Eltern, der Kinder, der Zurückgebliebenen - werden dem Leser überzeugend nahegebracht.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

25.03.2011

„Eine Geschichte, die einhüllt und nachdenklich macht.”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch ist eine sehr subjektive Darstellung aus der Sicht des kleinen Mädchens geschrieben, das in eine "andere Welt" als der bekannten gelangt und außerdem merkt, dass es (und auch Ihre Eltern) anders ist als die Menschen in der neue Heimat. Es ist der innere Konflikt und die Gespaltenheit der Hauptperson (ihre Schwester scheint diese Aufgabe besser zu meistern), die den Leser sehr mitfühlen lässt und durch die man einen Schimmer dessen erhascht, was so viele "Einwanderer" erleben. Denn nichts ist mehr rückgängig zu machen. Ein tolles Buch! Wäre die Erzählweise anders gewählt, z.B. mit mehr Fakten, würde der Zauber verloren gehen. Hier kann fliessend und leicht Verständnis erlangt werden und der Blick für innere Konflikte von Imigranten geöffnet werden! All das liest sich leicht und unaufdringlich, weil es nie ins Negative abgleitet.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

12.03.2011

„miterleben”

von einer Kundin oder einem Kunden aus bern
Im Fluss der Erzählung mit "schwimmen": komm sei mit uns, lass Bilder entstehen, das Hintergründige dich berühren, lächle, weine, du wirst uns lieben

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

08.12.2010

„Tolle Familiengeschichte”

von einer Kundin oder einem Kunden
Das ungarische Ehepaar Koscsis aus dem serbischen Vojvodina bürgert sich anfang der siebziger Jahre in der Schweiz ein. Ihre Töchter Ildiko und Nomi bleiben erstmal noch in Jugoslawien zurück bis die Schweiz ihnen erlaubt auch einzureisen. Ildiko und Nomi bleiben bei ihrer Oma und dem Rest der Familie. Die Eltern in der Schweiz versuchen sich mit viel Kraft und Durchhaltevermögen zu integrieren. Als sie endlich auch ihre Kinder wieder bei sich haben müssen sie zwar noch mehr arbeiten, aber sind glücklich wieder eine Familie zu sein. Die Mädchen vermissen ihre Heimat und die Oma sehr und haben es am Anfang in der Schweiz nicht einfach. Aber nach und nach baut sich die Familie eine Zukunft auf, die Eltern eröffnen ein Cafe wo alle mit anpacken müssen. Immer wieder reisen sie zurück in die Heimat und besuchen die Familie, bis der Krieg auf dem Balkan ausbricht und sie keinen Kontakt mehr aufnehmen können. Ildiko ist nun eine junge Frau und politisch etwas zerrissen was den Krieg in ihrer alten Heimat angeht. Und dann begegnet ihr noch ein netter Serbe.
Liebe, Trauer, Hoffnung und Glaube an eine bessere Welt, all dies steckt in diesem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnetem Roman.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

26.11.2010

„Wanderer zwischen den Welten”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Buch aber es gefällt mir sehr gut. Vielleicht weil ich selber aus der Vojvodina komme und es indirekt auch meine Geschichte sein könnte. Familie Kocsis, die aus einer Kleinstadt in der Nähe von Novi Sad kommt und Anfang der 70er Jahre in die Schweiz auswandert. Eine Familie zwischen den Welten. Wer oder was sind sie? Wo gehören sie eigentlich hin? Nun leben sie in der Schweiz und haben es geschafft. Sie haben ein renomiertes Cafe übernommen und sind Stadtbekannt. Ildiko, die Erzählerin in diesem Buch und ihre Schwester Nomi sind die Hauptprotagonistinen und es macht Spaß zu lesen wie es ist, wenn sie nach Jugoslavien fahren und dort ihre Familie wiedersehen. Was sie dort alles erleben und wenn sie dort alles treffen. Es ist so als ob man es selber erleben würde, zumindest mir geht es so!!
Dieses Buch kann ich jedem weiteremphelen der sich mit Kultur und Intergration beschäftigt. Menschen die zwischen den Welten wandern, die aus Ländern kommen die von Kriegen dominiert werden. Jedem der das Gefühlsleben solcher Menschen etwas näherkommen möchte!!
Zugegeben, die Art und Weise wie das Buch geschrieben ist, ist nicht jedermanns Sache aber nach kurzer Zeit gewöhnt mach sich an die Schreibweise und es wäre wirklich schade diese Buch nicht gelesen zu haben und darüber mal nachgedacht zu haben!!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

15.11.2010

„Und der Schweizer Buchpreis 2010.....”

von einer Kundin oder einem Kunden
.....geht an Melinda Nadj Abonji!
Mit ihrem autobiografisch geprägten Roman "Tauben fliegen auf" gewinnt die Autorin sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis dieses Jahres.
Na wenn DAS kein Grund ist, dieses fulminante Werk zu lesen!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

01.11.2010

„Tauben fliegen auf”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein schöner und einfühlsamer Roman über Fremd-Sein und Heimat, über Migranten-Dasein in der ersten und zweiten Generation. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2010.

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50

31.10.2010

„Meisterhaftes Bravour-Stück”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Wien
Ich gratuliere der Autorin recht herzlich zum Werk "Tauben fliegen auf". Ich bewundere wie sie die Stimmung der Pannonischen Provinz in Worte fassen kann, wie sie die frisch sprudelnden Gedanken von ihr wiedergegeben werden. Während des Lesens ging meine Seele über Höhen und Tiefen der Berührung.
Trotzdem durchfährt mich ein schuaerlicher Gedanke: Warum wechseln Ungarn so schnell ihre Identität, wie andere ihre Bekleidung?

Ein durchaus lesenswertes Buch,welches abseits von emotionale Höhen und Tiefen mit meisterlichem Sprachausdruck punktet.

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50

28.10.2010

„Ein sprachliches Feuerwerk”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Bern
Wenn man das Buch gelesen hat, weiss man, warum Melinda Nadj Abonji dafür den deutschen Buchpreis erhalten hat. Ein sehr berührendes Buch über Integration und Überanpassung, über eine Kindheit im hier und dort, über eine Familie, die einem ans Herz wächst, erzählt in einer Sprache die ihres gleichen sucht. Ich war und bin begeistert!

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40

14.10.2010

„Ein kluger Roman”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ildiko erzählt uns die Geschichte ihrer Familie.
Ursprünglich in Serbien seßhaft, wandert zunächst der Vater, später folgt die Mutter mit ihren Töchtern, in die Schweiz aus.
In der Schweiz sind sie nie wirklich richtig angekommen bzw. angenommen wurden. Die Familie betreibt ein kleines Cafe und sie haben ihr Auskommen.
Dieser Roman berichtet uns über ein seltsames Europa, ein Europa das einander nicht akzeptieren kann.

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40

08.10.2010

„Ein literarischer Anti-Sarrazin”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die diesjährige deutsche Buchpreisträgerin hat meiner Ansicht nach ein Buch über Integration geschrieben. Die Hauptfigur Ildiko ist von der Suche und Sehnsucht nach "Heimat" getrieben. Im Gegensatz zu ihren Eltern sieht sie die Schweiz nicht als das gelobte Land indem sie die Chance auf ein besseres Leben erhält, sondern als Land indem sie durch ihr Fremdsein zum Gesprächsstoff wird.Sie sehnt sich nach ihrer ungarischen Familie in Serbien, was wiederum ihre Eltern völlig verstört, denn dort herrscht Krieg und sie muss doch dankbar sein, dass sie dem Tod und dem Schrecken dort nicht begegnen muss. Die zentrale Frage bleibt: Wie weit geht Integration ohne die eigene Identität zu verlieren? Ein Dilemma, dass jedem Emigrant gut bekannt ist, manch einen anderen jedoch ratlos hinterlässt. Zu recht wird die Sprache in dem Roman hervorgehoben. Oft verlangen die vielschichtigen Gedankengänge vom Leser Durchhaltevermögen, dass sich durch ein Stück gute Literatur bezahlt macht!

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30

05.10.2010

„Gut, aber nicht besonderes”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Haltern am See
Ok, vielleicht ist es einfach nicht so meine Buchrichtung, aber ich fand es nicht sehr fesselnd, allerdings kann ich mir vorstellen, dass dieser Roman eher was für Frauen ist. (ohne sexistisch sein zu wollen!)

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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