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So unselig schön
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So unselig schön

Kriminalroman.Originalausgabe

buch
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Artikeldetails zu So unselig schön

AutorInge Löhnig

Untertitel Kriminalroman.Originalausgabe

  • ISBN-103-548-28208-3
  • ISBN-139783548282084
  • Verlag Ullstein Taschenbuchverlag
  • ReiheUllstein-Bücher,...
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten431
  • Veröffentlicht01.02.2011
  • GenreKrimi
  • Gewicht354g
  • SpracheDeutsch

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Rezensionen der Redaktion zu So unselig schön

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 21.02.11
Nach Der Sünde Sold und In weisser Stile ist So selig schön der dritte Fall für den Münchener Kommissar Dühnfort. Eine Krimi-Reihe wie aus dem Bilderbuch der Krimikunst! So selig schön überzeugt durch seine glaubwürdigen und sympathischen Ermittlerfiguren und durch die klug aufgebaute Spannung. Die Täterprofile reichen an die angloamerikanischen Vorbilder heran. Inge Löhnigs Krimis haben internationales Format. So selig schön ist der bisher beste Roman der Reihe. Kommissar Dühnfort hat noch viele Ermittlerjahre vor sich, jeder Krimifan freut sich schon jetzt darauf. Inge Löhnig beweist, dass sie in Deutschland zu den besten Adressen des erlesenen Kriminalromans zählt.

Kurzbeschreibung zu So unselig schön

In einer leerstehenden Brauerei im Süden Münchens wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden. Kommissar Dühnfort wird bald klar, dass er einen Serientäter jagt, der von Bildern besessen sein muss. Die junge Fotografin Vicki hingegen, die die Leiche gefunden hat, ermittelt auf eigene Faust. Sie kommt dem Mörder schließlich gefährlich nahe...

Beschreibung der Redaktion zu So unselig schön

In einer verfallenen Brauerei im Süden Münchens findet die junge Fotografin Vicki die enthauptete Leiche einer Frau. Kommissar Dühnfort wird schnell klar, dass dies nicht der erste Mord eines Täter ist, der von Bildern besessen sein muss. Vicki, die auf eigene Faust ermittelt, kommt dem Mörder schließlich nahe – zu nahe.

Portrait

Inge Löhnig:
Inge Löhnig hat Grafik-Design studiert. Nach einer Karriere als Art- Directorin in verschiedenen Werbeagen-turen hat sie sich mit einem Designstudio selbstständig gemacht. Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

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12

50

06.03.2012

„Kommissar Dühnforts dritter Fall”

von Sabine Stauffer
Inge Löhning ist die Vorsetzung der Krimiserie in München um Kommissar Dühnfort gut gelungen. Doch auch Ersteinsteigern wird ein Quereinstieg nicht schwer fallen und bald findet man sich mühelos im privaten und beruflichen Umfeld Dühnforts zurecht. Eine weitere grosse Rolle spielt in diesem Fall eine junge Frau, Vicki. Nach einer schwierigen Kindheit ist sie gerade dabei ihr Leben unter Kontrolle zu bringen, als sie bei einem Streifzug in einem alten verlassenen Gebäude ausser einem gelungenen Fotomotiv auch eine geköpfte Leiche mit wallendem dunklen Haar und rosa Strumpfband findet. Die polizeilichen Ermittlungen ergeben schnell das Profil eines Serientäters und bald schon werden dem Leser mehrere mögliche Täter präsentiert, DOCH wer ist es am Ende tatsächlich gewesen? Vicki kommt durch ihre Neugierde und Aufgewecktheit schon bald in gefährliche Nähe zum wahnsinnigen und kunstliebenden Mörder. Menschliche Schwächen und private Probleme mit einem gehörigen Hauch Liebe machen den Krimi persönlich und ab der Mitte des Buches musste ich einfach nur noch lesen und lesen und war schlichtweg gefesselt von diesem Buch.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

11.01.2012

„Dunkler Haare Massen”

von Bücherzeit
Viele haben die Möglichkeit, viele die notwendigen Mittel, viele ein mögliches Motiv - doch wer ist der Täter?

Inge Löhnig lässt in ihrem Kriminalroman "So unselig schön" das Team um Kommissar Dühnfort in einem schockierenden Fall ermitteln: In einer stillgelegten Brauerei im Münchner Süden findet die Urban Explorerin Vicki Senger den Körper einer enthaupteten, nur mit einem rosafarbenen Strumpf bekleideten Frau. Schnell wird deutlich, dass dieser Mord die Tat eines Serienkillers war, der jederzeit wieder zuschlagen könnte ... . Die Spuren führen in die Münchner Kunstszene und in die Welt der Reichen und Intellektuellen. Vicki beginnt selbst zu recherchieren und begibt sich auf unsicheren Boden.

Inge Löhnigs Stil ist spannend, flüssig-leicht und anspruchsvoll zugleich. Durch die wechselnde Perspektive des allwissenden Erzählers erhält der Leser Einblick in Lebens-, Denk- und Gefühlswelt der einzelnen Charaktere, sodass die Hauptfiguren sehr menschlich dargestellt werden. Die Einbindung von literarischen und kunsthistorischen Bezügen finde ich exzellent, wie auch die Ausarbeitung der psychologischen Profile. Die Beschreibung der Münchner Orte ist ausgesprochen authentisch. Die Titelbildgestaltung finde ich leider nicht wirklich ansprechend. Auch wenn die Symbolik des toten Vogels im Verlauf der Handlung deutlich wird, so hätte es sicherlich bessere und trefferende Motive (z.B. einen Schmetterling, eine Vase mit welkenden Blumen, etc.) gegeben.

Insgesamt ist Inge Löhnig ein überaus spannender, bis ins letzte Detail durchdachter, menschlicher Krimi gelungen, der absolut empfehlenswert ist und den Leser in seinen Bann zieht.

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40

08.01.2012

„So unselig schön”

von linus63
Die junge Vicky findet beim Fotografieren in einer alten, leerstehenden Brauerei eine Leiche. Kriminalhauptkommissar Dühnfort und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Vicky, die durch eine kleinkriminelle Vorgeschichte ein gespaltenes Verhältnis zur Polizei hat, gibt ihr jedoch nicht alle ihre Informationen und ermittelt selbst weiter. Schnell merkt sie, dass sie in Gefahr gerät ....

Ab der ersten Seite zieht mich dieser Krimi in seinen Bann. Inge Löhnig schreibt flüssig und klar und beschreibt die Umstände und Umgebung stilvoll und sehr detailliert ohne auszuschweifen, was durchgehend eine eindrucksvolle Atmosphäre schafft und mich völlig in die Handlung abtauchen lässt. Die Geschichte ist fesselnd, in sich schlüssig und führt diesmal ins Kunstmilieu, wo neben außergewöhnlichen Hobbies wie das Fotografieren eines Urban Explorers die Vanitas Malerei eine Rolle spielt. Durch sie erschließen sich mir auch die Bedeutung des Covers und des Titels. Geschickt verknüpft Inge Löhnig die Handlung mit dem Thema "Traumata in der Kindheit", das sowohl an Vicky, als auch an anderen Personen in unterschiedlichen Formen dargestellt wird und die in der Folge verschiedene Wege gefunden haben, damit umzugehen. Dies regt mich als Leser zum Nachdenken an und wertet den Krimi nochmals auf.

Inge Löhnig schafft mit ihren Protagonisten ansprechende und authentische Charaktere. Alle werden sehr komplex, d.h. einschließlich ihrer Gefühle und Empfindungen dargestellt, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das Ermittlerteam leistet viel, jedoch nicht Übermenschliches und hat wie jedermann im Privatleben so seine Probleme, die hier ebenfalls kurz gestreift werden. Das macht sie sympathisch und bringt sie mir nahe.

Obwohl ich die Vorgängerbände um Kriminalhauptkommissar Dühnfort nicht kenne, habe ich keine Schwierigkeiten, in die Handlung einzusteigen. Die notwendigen Informationen werden in kurzen Bezügen zu den vergangenen Ereignissen hergestellt und sind ausreichend, um allen Aspekten folgen zu können.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich diesen soliden, fesselnden und durchgehend spannenden Krimi mit einer nicht alltäglichen Handlung sehr lesenswert finde und sehr empfehlen kann.

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50

16.09.2011

„Erwartungen wurden nicht enttäuscht”

von Verena R. aus Vöcklabruck
Vicki Senger findet in einem verlassenen, abrissbereiten Gebäude eine geköpfte Leiche einer jungen, schönen Frau. Ermittelnder Beamte ist Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort mit seinem Team. Im Laufe der Nachforschungen geraten mehrere Männer ins Visier der Kripo: der geisteskranke Maler Bruno „Carne“ Lichtenberg, der Galerist Serge Buthler, der Frauenliebende Schönheitschirurg René Fuhrmann, sowie dessen Freund, der Kunstliebhaber Jobst Wernegg, der sich für wohltätige Zwecke engagiert. Außerdem verschwindet während den Ermittlungen noch eine weitere junge Frau…

Zu Beginn der Geschichte, und auch zwischendurch, wird kurz aus der Sicht des Täters erzählt, wodurch man einen sehr gute Sicht auf die kranken Gedanken des Täters erhält.
Was mir, wie bei allen Kriminalromanen, sehr gut gefallen hat, ist, dass aus den verschiedensten Sichtweisen erzählt wird und man so einen Blick in die Gedanken- und Gefühlswelt der verschiedensten Personen werfen kann: des Kommissars, Vicki, des Täters usw.
Weiters positiv aufgefallen ist mir, dass zu Beginn jedes Kapitels (ein Kapitel entspricht einem Tag) das Datum steht, was einem hilft, die Handlung zeitlich einzugrenzen. Man weiß als Leser zwar meistens, welche Jahreszeit ist, manchmal auch welcher Monat, weil es einmal kurz erwähnt wird, aber durch eine genaue Angabe weiß man auch, über welchen Zeitraum die Handlung sich erstreckt.

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30

09.09.2011

„Malerei, Fotografie, Gedichte und Mord”

von coffee2go
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Die Leiche einer jungen Frau wird in einer verlassenen Brauerei in München entdeckt. Vicki, die dort zufällig eine Fotoserie gemacht hat, entdeckt die Leiche zufällig, recherchiert auf eigener Faust und gerät selbst auch ins Visier des Täters. Kommissar Dühnfort und sein Team arbeiten quasi rund um die Uhr, nachdem sie vermuten, dass sie nach einem Serientäter suchen müssen, der junge Frauen aus künstlerischem Interesse tötet.

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch schließt direkt an den Vorgänger-Krimi mit Kommissar Dühnfort als Ermittler an. Interessant ist, dass man Stück für Stück weitere Details aus dem Privatleben von Kommissar Dühnfort erfährt, dies macht den Kommissar von Buch zu Buch sympathischer. In diesem Buch hätte der Kommissar allerdings etwas mehr von sich preisgeben können. Als Hauptthema hat die Autorin in diesem Buch die Malerei und die Fotografie ausgewählt, vor allem das Fotografieren von außergewöhnlichen oder verlassenen Orten. Die Kombination aus alter Kunst und moderner Fotografie, kombiniert mit der Vorliebe des Kommissars für Gedichte hat mir sehr gut gefallen. Nicht so gut gefallen hat mir der Schluss des Buches, da sich einerseits die Ereignisse überschlagen, sodass es schon sehr unrealistisch wirkt. Ebenfalls wird die Situation des Täters so dargestellt, dass er quasi auch Opfer ist und für seine Schuld nicht belangt werden kann.

Titel und Cover:
Der Titel für dieses Buch wurde sehr gut ausgewählt, da das Grundthema „Fotografie“ darstellt. Mir hat das Cover mit den Kontrastfarben weißer Hintergrund und knallgrüner toten Vogel zwar optisch gut gefallen, allerdings konnte ich keinen Zusammenhang zum Inhalt des Buches entdecken. Vielleicht hätte ein Schmetterling, der auch in der Handlung vorkommt oder der mehrfach erwähnte welke Strauß Blumen auch gut gepasst?

Mein Fazit:
Der dritte Krimi aus der Reihe mit Kommissar Dühnfort knüpft inhaltlich direkt an das Vorgängerbuch an; er eignet sich aber auch gut als Einstieg in die Dühnfort-Krimi-Reihe. Ich freue mich schon auf den vierten Teil!

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30

07.09.2011

„So unselig schön”

von anyways aus Greifswald, Hansestadt
Die junge Hobbyfotografin Vicki hat trotz ihrer Jugend schon ein bewegtes und traumatisches Leben hinter sich. Die Mutter starb als sie 6 Jahre alt war, großgezogen wurde sie von ihrer Großmutter, die ihr mehr als einmal versicherte das ihr eigene Mutter Vicki im Stich gelassen hat. Nach dem Kinderheim kam die Strasse, dort lernt sie Adrian kennen und lieben. Mit ihm kommt sie wieder in ein normales Leben zurück, doch der Moment des Glücks hält nur so lange bis Adrian in der Pariser Metro von einem Zug überrollt wird. Nun bleibt ihr nur noch seine Schildkröte und wieder die Strasse. Dann lernt sie Clara kennen und diese nimmt sie unter ihre Fittiche, gibt ihr einen Job im Reisecenter und unterstützt sie bei der Ausbildung. Als nächsten Schritt in ein „spießiges“ Leben wählt Vicki das fotografieren verlassener Gebäude oder sogar Ruinen als Hobby. Auf einem ihrer Streifzüge entdeckt sie die grausam verstümmelte Leiche einer Frau. Kommissar Dünfort , der die Ermittlungen mit übernimmt gibt sie aber nur die neue Speicherkarte, die volle behält sie und wenig später entdeckt sie auf den Bildern ein Detail, das sie fast zwingt Ermittlungen auf eigene Faust durchzuführen.

Damit kommt sie dem Täter aber gefährlich nah.





Alles in allem ein recht spannender Krimi, mit gut durchdachten Spannungsbögen und Nervenkitzel, wenn die Autorin sich nur nicht immer in der Wahl ihrer rhetorischen Stilmittel so hoffnungslos vergriffen hätte. Ich bemerke beim Lesen das ein oder andere Mal schon solche Fehlgriffe bei diversen Autoren (was aber oft auch an der falsch interpretierten Übersetzung liegt) aber nie so, das ich wirklich zu Zettel und Stift greifen musste um diese extra zu notieren. Hier nenne ich stellvertretend zwei Beispiele meiner Fundstücke: „Er hatte das Lächeln eines Satyrs“ (Keine Frage so ein Faun ist schon recht dämonisch anzuschauen aber ein Lächeln oder Gegenteiliges im Gesicht zu entdecken schon etwas schwierig.) und ganz fies finde ich diesen Vergleich: „obszön, üppige Pfingstrosen“. Was für eine Beschreibung einer solch schönen, duftenden Blume!

Als weiteren Makel möchte ich noch kurz die Figur des Kommissars Dünfort erwähnen. Ich finde er ist etwas zu unglaubwürdig dargestellt, hoch begabt, kultiviert mit Hang zu einem für seine Berufsgruppe doch recht verschwenderischen Lebensstil. Hiermit meine ich nicht unbedingt die Ausstattung mit materiellen Dingen sondern die mehrmals täglich besuchten Restaurants, Bars und Kaffeehäuser. Das passt nicht wirklich in die Welt eines Kriminalbeamten. Deshalb vergebe ich hier nur 3 Sterne.

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40

05.08.2011

„Dritter Fall von Dühnfort”

von bookorpc aus Kumhausen
In „So unselig schön“ lässt die Autorin Inge Löhnig Kommissar Dühnfort und seinem Team einen dritten Fall in München bearbeiten. Der Titel wie auch das Covermotiv erklärt sich, wie auch in den vorherigen Büchern, während des Lesens.

Inhalt: Vicki möchte nach einigen Schicksalsschlägen ihr Leben in geordnete Bannen lenken. Deshalb ist sie sehr froh um ihren Ausbildungsplatz in einem Reisebüro mit einer sehr toleranten Chefin. Nebenbei hat sie durch ihre große Liebe das Photographieren für sich entdeckt. Dieses Hobby ist der Grund für einen Leichenfund und dank ihre Neugierde, ermittelt sie bald auf eigene Faust.
Kommissar Dühnfort und sein Team haben es mit einer "Kopflosen Braut" zu tun, aber auch Dühnfort selbst kommt in Versuchung seinen Kopf zu verlieren mit seinem komplizierten Liebesleben.

Meine Meinung:
Am Anfang dacht ich noch, man sollte bei Serien, der Reihe nach lesen und kein Band auslassen. Aber im Laufe des Buches sind dann doch meine Fragen, die ich im Hinterkopf aus Band eins hatte beantwortet worden. Die Nebengeschichten um sein Liebesleben fand ich interessant, aber im ersten Fall war es fesselnder. Das Buch an sich, mit Vicki, die auf eigener Faust auf Informationssuche ging, war interessant zu lesen, obwohl mir der Täter zu schnell bekannt war. Der Wechsel zwischen Ermittler, Vicki und dem Täter lockerten die einzelnen Kapitel auf, die mit Datum und Tag versehen waren. Vicki ist eine sehr lebhafte Figur, die einem sympathisch ist und auch gut ausgearbeitet wurde - Unpünktlichkeit, ihr eigener Stil, leider fand ich, dass dies bei Alois und Gina bzw. die Ermittlungen des Teams etwas kurz kamen. Schade finde ich es auch, wie sich der Teamgeist in Dühnforts Einheit entwickelt. Trotzdem bin ich auf einen weiteren Fall und Informationen über das Privatleben der Ermittler gespannt.

Fazit: Wer Interresse an Dühnforts Privatleben hat, sollte dieses Buch lesen, aber sich darauf einstellen, dass noch viel offen für weitere Fälle bleibt. Da das Ermittlerteam nicht zu stark im Vordergrund steht, kann man es aber auch gut einzeln lesen, sollte sich dann aber nicht zu sehr von Anmerkungen zu Vergangenheit irritieren lassen.

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50

25.07.2011

„mehr davon”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Walzbachtal
Das Buch hat ein helles, freundlich wirkendes Cover. Nicht so ein dunkles Cover mit brutal rotem Aufdruck, was heute im Krimibereich überaus modern ist und bei denen das Blut schon beim bloßen Anblick aus den Seiten trieft. Also traut sich der Leser dezenter Kriminalromane an diesen Krimi heran und sein Mut wird belohnt. Getreu dem Motto in diesem Buch: Tue, was Du tust, läßt man sich mit all seinen Sinnen auf diesen wirklich gelungenen dritten Krimi von Inge Löhning ein.
Die Protagonistin Vicki wächst einem ans Herz. Mit ihrer Unangepasstheit, die einen an die eigene Rebellion erinnert, mit ihrem durch Fotografie geschulten, wachen klaren Blick auf die Umwelt, mit ihrem verzweifelten Versuch, im Leben Fuß zu fassen und ihre traurigen Erinnerungen zu verarbeiten wirkt sie auf den Leser sehr symphatisch. Auch die anderen Figuren sind klar skizziert, allerdings ist sich der Leser bewusst, dass nicht jeder sein kann, was er vorzugeben scheint. Weder der spendable Menschenfreud Jobst, noch der zwielichtige Serge noch das Weichei Rene sind, was sie zu sein scheinen. Und Lichtenberg ist so klar als Antifigur beschrieben, der einem eine Gänsehaut bereitet, dass nicht zu zweifeln ist, dass er mit Sicherheit nicht der Täter sein kann.
Obwohl KHK Dühnfort seine Probleme hat, ist er bei weitem nicht so negativ skizziert, wie seine nordischen Kollegen und bei aller Melancholie gibt es doch immer einen Schuss Optimismus in seinem Charakter.
Obwohl es sich um einen Krimi handelt und die Verbrechen an den Frauen äußerst brutal sind, schockiert einen das Buch nicht , sondern es wirkt leicht auf den Leser, wie ein Sommer in München, der Stadt, in der dieser Krimi spielt.
Und mir gefällt der Ausflug in die Kunst und Kultur, das ist eine der Eigenarten, die ich an den frühen alten englischen Krimis schon immer mochte. Nur während diese mittlerweile leicht verstaubt wirken, kommt der Krimi von Frau Löhning aktuell, spannend und modern daher und fesselt ab der ersten Seite

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50

10.07.2011

„Inge Löhnig - So unselig schön”

von Kerstin Stutzke aus Berlin Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Vicki ist ein Urban Explorer. Sie fotografiert alte, verfallene Gebäude und stellt diese Bilder in ein Forum für Gleichgesinnte. Auf einer ihrer Touren findet sich in einer verfallenen Brauerei die Leiche einer jungen Frau. Daraufhin informiert sie die Polizei. Konstantin Dühnfort übernimmt diesen Fall und stellt fest, dass der Täter nicht zum ersten Mal gemordet haben kann, denn er hinterlies kaum Spuren. Die junge Frau wurde erwürgt, der Täter lies sie ausbluten und enthauptete sie, doch warum?

Vicki indes wird aufgefordert, ihre Kamera mit den Bildern der Polizei auszuhändigen. Mit Dühnfort wird sie sich einig, dass sie die Kamera behalten darf, jedoch die Speicherkarte von der Polizei in Gewahrsam genommen wird - es könnten sich ja Spuren auf den Bildern befinden. Auf Grund dessen, dass sie sich von einem Polizisten "dumm angemacht" fühlt, händigt sie tatsächlich die Speicherkarte aus, behält aber diejenige, auf welcher weitere Bilder, auch von früheren Besuchen der Brauerei, drauf sind.

Auf ihrem Rechner zu Hause findet sie tatsächlich heraus, dass Veränderungen in der Brauerei stattgefunden haben. Bei ihrem ersten Besuch war eine Visitenkarte auf einem Foto abgebildet, welche am Tag des Leichenfundes aber nicht mehr vor Ort war. Vicki beginnt zu recherchieren und stößt auf die Spur eines Auktionshauses in Hamburg. Ist sie womöglich einem Mörder auf der Spur?

Dühnfort hingegen steht fast ohne eine Spur da. Vorerst ist die Identität des Opfer unklar. Erst nach einem Presseaufruf finden sie heraus, um wen es sich handelt. Doch wer hatte einen Grund die junge Frau umzubringen, oder war sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Nur sehr mühsam gelingt es Dühnfort, nach und nach etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Doch dann verschwindet eine weitere junge Frau, die perfekt in das Opferprofil zu passen scheint ...

Vicki hingegen wird ohne großes Zutun immer tiefer in diesen Fall hineingezogen und kommt dem Täter gefährlich nahe ...


Auch diesen 3. Band um Kriminalhauptkommissar (KHK) Konstantin Dühnfort konnte ich nicht wirklich aus der Hand legen. Der Mann ist mir einfach ans Herz gewachen, denn noch immer hat er mit seinen 41 Jahren Hoffnungen und Träume vom Leben, weiß aber das Leben auch durchaus mit gutem Essen und gutem Wein zu genießen. Leider muss ich auf den nächsten Teil "Schuld währt ewig" noch bis zum 10.11.2011 warten - wie soll denn das gehen?

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40

01.07.2011

„So unselig schön”

von Nefret
n einem leerstehenden Fabrikgebäude findet die junge Hobbyfotografin Vicki eine enthauptete Frauenleiche. Kommissar Dühnfort ist davon überzeugt, dass es sich bei dem Täter um einen Serienmörder handelt. Vicki betreibt eigene Nachforschungen und begibt sich dabei in Gefahr.

"So unselig schön" wird vom Verlag als Kriminalroman angepriesen, für mich aber handelt es sich eher um einen spannenden Thriller. Ein psychopathischer Serienmörder, blutige Tatorte und eine Hauptfigur, die gefährlich lebt. Perfekte Unterhaltung.

Allerdings habe ich mich ein wenig über den Klappentext geärgert. Dank der Inhaltsangabe konnte ich den Täter relativ schnell identifizieren. Zusätzlich gab es im Roman natürlich auch einige Hinweise. Einer war so offensichtlich, dass ich mich fragte, ob die Autorin diesen bewußt so eindeutig gegeben hatte oder glaubte, dass dieser leicht überlesen werden würde.

Tino Dühnforts Privatleben entwickelt sich weiter und in eine Richtung, die mir gefällt. Ich warte gespannt darauf, wann der nächste Krimi/Thriller dieser Reihe erscheinen wird.

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50

01.07.2011

„Unheilvolles Gedicht”

von Nijura aus Oberfranken
Die junge Vicky hat ein extravagantes Hobby. Sie fotografiert leerstehende Fabriken und andere Gebäude. Als sie in eine alte Brauerei einsteigt um ihren Hobby zu frönen, entdeckt sie eine enthauptete Frau. Auf einem Foto entdeckt sie einem Hinweis, dem sie folgt und dem Täter dabei gefährlich nahe kommt. Ein Gedicht von Baudelaire geht Kommissar Tino Dühnfort nicht mehr aus dem Kopf, könnte es etwas mit dem Opfer zu tun haben?

Auch der dritte Krimi von Inge Löhnig hat wieder eine solide und spannende Handlung.
Sehr gut finde ich, dass nicht nur Kommissar Dühnfort die Hauptrolle spielt, sondern auch hier wieder eine zweite Person. Man hat Angst um die junge flippige Vicky, da sie sich recht unbesonnen in Lebensgefahr begibt.
Die Polizei hat bald schon eine heiße Spur und eine Menge Indizien, doch Dühnfort zweifelt und zieht sich so den Unmut seiner Kollegin Gina zu.
Privat fühlt sich Tino zwischen Agnes und Gina hin- und hergerissen. Ob er zu einer Entscheidung gelangt, werden wir hoffentlich in "Schuld währt ewig" erfahren.

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40

01.07.2011

„Unseelig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine geköpfte Frauenleiche in einer verlassenen, stillgelegte Brauerei. Die 20jährige Vicki findet sie, während sie fotografiert. Vicki ist eine junge Frau, die versucht, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, nachdem sie in ihrem Leben nicht wirklich Schönes erlebt hat. Sie versucht auf eigene Faust im Fall mitzumischen und kommt damit dem Mörder gefährlich nahe. - Ein spannender, gut aufgebauter Krimi, sehr sympathische Hauptpersonen und ein Kommissar, der ein Feinschmecker ist. Aber Probleme mit Beziehungen hat. All dies rankt sich um den Frauenmörder und ergibt zusammen eine fesselnde Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Sehr zu empfehlen.

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50

18.06.2011

„Über verdrängte Gefühle und Metamorphosen”

von sabatayn76
Inhalt:
Beim Fotografieren in einer alten Brauerei findet Vicki die Leiche einer Frau. Die Tote wurde enthauptet und ist nur mit einem rosa Strumpf und einem Strumpfhalter bekleidet. Aufgrund der Perfektion, mit der der Täter vorgegangen zu sein scheint, glaubt Kommissar Dühnfort, dass es sich nicht um den ersten Mord der Täters handelt. Bald stößt die Polizei auf einen bislang unaufgeklärten Mord, der sich vor 6 Jahren in Düsseldorf zugetragen hat und bei dem scheinbar der selbe Täter am Werk war. Während die Münchener Kripo alle Hände voll zu tun hat, um die Identität der Frauenleiche festzustellen und den Mörder zu fassen, ermittelt auch Vicki auf eigene Faust und begibt sich dadurch in große Gefahr.

Mein Eindruck:
Wie die beiden ersten Dühnfort-Krimis liest sich auch 'So unselig schön' flüssig und begeistert durch authentische und lebensnahe Protagonisten. Löhnig legt sehr viele Fährten und baut große Spannung auf, auch wenn die Auflösung des Falles für mich nicht wirklich eine Überraschung war. Gefallen haben mir im dritten Band vor allem die Figur der Vicki, die vielschichtig und glaubwürdig charakterisiert wurde, das Künstlermilieu, in dem der Krimi spielt und das sehr lebendig geschildert wurde, sowie die Verweise auf Charles Baudelaire, den ich als Schriftsteller sehr schätze.

Mein Resümee:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, bei dem man sogar noch etwas lernen kann.

Ich bin sehr gespannt auf Löhnigs viertes Buch.

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50

18.06.2011

„Über verdrängte Gefühle und Metamorphosen”

von sabatayn76 aus Deutschland
Inhalt:
Beim Fotografieren in einer alten Brauerei findet Vicki die Leiche einer Frau. Die Tote wurde enthauptet und ist nur mit einem rosa Strumpf und einem Strumpfhalter bekleidet. Aufgrund der Perfektion, mit der der Täter vorgegangen zu sein scheint, glaubt Kommissar Dühnfort, dass es sich nicht um den ersten Mord der Täters handelt. Bald stößt die Polizei auf einen bislang unaufgeklärten Mord, der sich vor 6 Jahren in Düsseldorf zugetragen hat und bei dem scheinbar der selbe Täter am Werk war. Während die Münchener Kripo alle Hände voll zu tun hat, um die Identität der Frauenleiche festzustellen und den Mörder zu fassen, ermittelt auch Vicki auf eigene Faust und begibt sich dadurch in große Gefahr.

Mein Eindruck:
Wie die beiden ersten Dühnfort-Krimis liest sich auch 'So unselig schön' flüssig und begeistert durch authentische und lebensnahe Protagonisten. Löhnig legt sehr viele Fährten und baut große Spannung auf, auch wenn die Auflösung des Falles für mich nicht wirklich eine Überraschung war. Gefallen haben mir im dritten Band vor allem die Figur der Vicki, die vielschichtig und glaubwürdig charakterisiert wurde, das Künstlermilieu, in dem der Krimi spielt und das sehr lebendig geschildert wurde, sowie die Verweise auf Charles Baudelaire, den ich als Schriftsteller sehr schätze.

Mein Resümee:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, bei dem man sogar noch etwas lernen kann.

Ich bin sehr gespannt auf Löhnigs viertes Buch.

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40

02.05.2011

„Dühnfort ermittelt wieder”

von einer Kundin oder einem Kunden
In Inge Löhnigs 3. Fall hat es Kommissar Dühnfort mit einem Serienmörder zu tun, der sich als Opfer Frauen mit braunen, langen Haaren aussucht. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Mörder um einen Künstler handeln muss, der versucht seine Opfer nach einem Gedicht in Szene zu setzen und zu malen.

Mehrere Personen sind verdächtig, aber alle haben ein Alibi. Immer wieder kommt dem Leser ein Verdacht, doch sicher ist man sich bis zu den letzten Seiten nicht. Inge Löhnig versteht es, die Spannung aufrecht zu erhalten und die Gedanken des Lesers immer wieder in eine andere Richtung zu lenken.

Neben der Münchner Polizei, allen voran Kommissar Dühnfort und seine Kollegen Gina und Alois, gibt es aber auch noch Vicki Sänger. Ein 17 jähriges Mädchen, dass nach einer sehr bewegenden Kindheit und Jugend nun eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau macht. Während sie ihrem Hobby, der Fotografie, nachgeht, findet sie eine der Frauenleichen und fängt selbst an Nachforschungen zu betreiben und kommt dem Mörder immer näher...

Für mich war es das erste Buch von Inge Löhnig und es hat mir vorallem gefallen, da ich selbst in München wohne und viele Lokalitäten aus der Geschichte kenne. Außerdem fand ich die Thematik der Geschichte sehr interessant. Es geht um Kunst, vorallem das Stilleben, um Fotografie, Liebe und Freundschaft. Denn neben den Ermittlungen hat Dühnfort auch genug mit seinem Privatleben zu tun. Die Trennung von seiner Freundin Agnes, ein schwerer Bootsunfall und die Zuneigung zu seiner Kollegin Gina.

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40

26.03.2011

„So unselig schön”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Leverkusen
Vicki ist eine Urban Explorerin, d.h. sie fotografiert in alten, verfallenen Gebäuden. Bei einer ihrer Expeditionen entdeckt sie eine Leiche. Kommissar Dühnfort und seine Kollegen vermuten recht schnell, dass es sich um einen Serientäter handeln könnte. Diese Befürchtung bewahrheitet sich nur allzu schnell. Derweil entdeckt Vicki beim Durchsehen ihrer letzten Fotos ein Detail, das auf den Täter hinweisen könnte und beginnt selbst zu recherchieren.

Mit diesem dritten Band setzt Inge Löhing die Dühnfort-Serie angemessen fort.

Tino Dühnfort selbst kämpft mit seinen Gefühlen für nunmehr zwei Frauen, Agnes, seiner Ex, und Gina, seiner Kollegin. Welches den Part der Geschichte ausmacht, der die Übergeordnete Handlung darstellt, die die verschiedenen Bände der Serie verknüpft. Dieser Teil ist jedoch nicht so weit dominierend und von einer überschaubaren Menge Personen, dass auch Serienneulinge eine Chance haben, in das Buch herein zu finden, ohne sich überfahren zu fühlen.

Der andere Teil, der Fall selbst, enthält, wie auch schon in den anderen Bänden der Serie, zwar keine Überraschungen und unvermutete Wendungen für den Leser, ist aber dennoch spannend erzählt. Durch die recht schnelle Konzentration auf eine kleine Anzahl Verdächtiger neben der Hobbyermittlerin Vicki kann Inge Löhnig diese beteiligten Personen umso detailierter beschreiben, was sie auch tut. Gerade Vicki, die eigentliche Hauptperson in dieser Geschichte, ist mir so regelrecht ans Herz gewachsen. Inge Löhnig schafft es wunderbar, genau die Detailtreue in ihren Ausführungen zu treffen, die so ausführlich ist, dass man die beschriebenen Bilder und Szenen gut vor Augen hat, aber niemals so ausufert, dass es langweilig wird. Außerdem hat mir der Wechsel zwischen der Sicht des Täters und der "Jäger" gut gefallen, der gut hilft, den Spannungsbogen aufrecht zu halten.

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50

21.03.2011

„Spannend und tragisch”

von einer Kundin oder einem Kunden
"So unselig schön" ist bisher das beste Buch in Inge Löhnings Reihe um Tino Dühnfort - obwohl oder gerade weil hier nicht nur der Kommissar im Mittelpunkt steht, sondern auch eine vom Leben nicht gerade verwöhnte junge Frau, die es allmählich schafft, ihren eigenen Weg zu gehen. Man wünscht Vicky von Herzen, dass es ihr gelingen mag und ahnt doch ab einem Punkt das tragische Ausmaß ihrer Geschichte.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

21.03.2011

„Kunst und Mord”

von Michael Lehmann-Pape Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent


Kommissar Konstantin „Tino“ Dühnfort hat schon einiges in seiner polizeilichen Arbeit gesehen, aber diese kopflose und blutentleerte Leichte in diesem leerstehenden Industriebau in München gibt ihm einiges an Rätsel auf und ist in keiner Weise mit seiner bisherigen Arbeit vergleichbar.

Zudem kommt der Mord fast zur Unzeit für ihn, muss er doch eigentliche alle innere Konzentration aufwenden, zu der er fähig ist, für sein Privatleben aufwenden. Frisch von seiner durchaus großen Liebe Agnes getrennt, mit er trotz aller Gefühle keine Basis für ein gemeinsames Leben sieht, ist bereits eine neue Frau ins ein Leben getreten, doch ganz von Agnes lösen kann er sich nicht. Hier stehen Entscheidungen an, die eigentlich seine ganze Kraft bräuchten.

Diese private Ebene des Kommissars bildet einen durchgängiger Strang der Geschichte, vermittels dessen Inge Löhnning in geschickter Weise ihre Hauptfigur mit Leben füllt und diese dem Leser so nahekommen lässt. Ein Blick auf die menschliche Seite der handelnden Personen, den Inge Löhning auch bei vielen der anderen Figuren anwendet und so, neben dem eigentlichem Kriminalfall ein Kaleidoskop fassbarer Menschen in den Mittelpunkt ihrer Geschichte stellt, die die Seiten des Buches nachhaltig mit Leben füllen.

Dühnfort ist natürlich professionell genug, seine privaten Unklarheiten nicht zu einer Belastung für die Ermittlungen werden zu lassen. Bald schon stellen sich Ähnlichkeiten zu einem Jahre zurückliegenden Mord ein, ein Spuren von Ölfarbe am Tatort führen in die Künstlerszene, der Maler Carne („Fleisch“) war bereits beim damaligen Mord im Dunstkreis der Verbrechens einer der Verdächtigen, doch beileibe ist er nicht der einzige Künstler, der nach und nach in den Blickpunkt der Ermittlungen rückt. Doch keiner der Verdächtigen kann wirklich auf Anhieb überführt werden, alle Alibis sind vermeintlich wasserdicht.

Ermittlungen, die im Verlauf des Buches auch Vicky Senger betreffen. Sie fotografiert aus Leidenschaft und sie war es, die die Leiche bei einer ihrer Foto-Touren entdeckte. Mehr noch, in ihrer fotografischen Sammlung aus dem Industriegebäude entdeckt sie noch einen anderen Hinweis, dem sie nun auf eigene Faust hinter her geht. Und die sich damit durchaus in Gefahr bringen wird. Auch diese Figur ist sorgsam und mit Liebe durch die Autorin gestaltet. Vicky Senger ist keine alltägliche Erscheinung, weder mit ihrem Kleidungsstil noch in ihrer rauen Art noch in der dahinter liegenden Lebensgeschichte. Auch hier erweckt die Autorin mit ihrer differenzierten Darstellungsweise die Figur zum Leben.

Ein wenig im Dunklen bleiben die wirklichen Motive für die nun einsetzende eigene Ermittlung der Hobby-Fotografin, dem Buch aber verleiht dieser weitere Handlungsstrang eine deutliche Dichte, denn der Leser erhält so Einblick in die möglichen Hintergründe des Mordes aus verschiedenen Perspektiven heraus und ist so immer ein wenig im Vorteil, das gesamte Bild betrachten zu können. Ein Vorteil, der dennoch lange nicht dazu führt, dass wirklich klar ist, wird er Mörder und was die genauen Hintergründe der Tat sind. Diese Auflösung wird erst im Finale des Buches mit einigen Überraschungen aufwarten.

Ein kluger Kriminalfall, gepaart mit fassbaren und sorgfältig gestalteten Figuren zieht den Leser durchaus in den Bann der Welt der Protagonisten und macht Freude auf eine baldige Fortsetzung.

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50

20.03.2011

„So unselig schön”

von Stern_Chen aus Berlin
Zum Inhalt.
Die junge Hobbyfotografin Vicki findet bei einer Fotosession in einer alten abbruchreifen Brauerei eine Leiche. Das Team um Kommissar Dühnfort nimmt die Ermittlungen auf. Schnell stellt sich heraus, dass es vor Jahren bereits einen ähnlichen Mord gegeben hat. Wie lange wird es dauern, bis der Täter erneut zuschlägt? Dem Kommissar läuft die Zeit davon und alle Verdächtigen scheinen ein wasserdichtes Alibi zu haben.
Doch auch Vicki bleibt nicht untätig. Sie war nicht zum ersten Mal auf dem Gelände und entdeckt bei einer Fotosichtung einen eventuellen Hinweis auf den Täter, anstatt ihn der Polizei zu übergeben beginnt sie eigenständig Nachforschungen zu betreiben. Wie nah sie dem Täter dabei kommt und in welcher Gefahr sie schwebt ahnt sie nicht.

Zum Aufbau.
Das Buch umfasst 429 Seiten und ist in 13 Kapitel untergliedert, wobei jedes Kapitel einen Tag der Ermittlungen umfasst. Innerhalb der Kapitel wechseln die Erzählperspektiven zwischen den Kommissaren, Vicki und dem Täter. Diesem begegnet der Leser bereits im Prolog und erlebt ihn als einen sehr sinnlichen und poetischen aber auch perfektionistischen Maler.

Meine Meinung.
Dies ist der 3. Teil um Kommissar Dühnfort und die Beamten Gina und Alois. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich die Vorgänger schon mit 5 Sternen bewertet hatte, denn dieser Teil hat mir noch besser gefallen. Das liegt daran, dass in diesem Band nicht nur der Fall im Vordergrund steht sondern auch der Kommissar. Er befindet sich im Zwiespalt, kann sich zwischen 2 Frauen nicht entscheiden. Auch die Pro und Contraüberlegung bringt ihn nicht weiter und so steht er am Ende vor der Frage „Konnte man 2 Frauen lieben, und doch war keine die richtige?“. Ich bin total gespannt, wie es mit Dühnfort weiter geht und ob er es endlich zu seinem – bereits in Teil 2 angekündigten – Segeltrip schafft. Ich mag diesen Dühnfort, er ist mir total sympathisch.

Das Buch liest sich durch den lockeren Schreibstil der Autorin sehr flüssig. Die schnellen Wechsel zwischen den Erzählsträngen erzeugen einen schnellen Spannungsaufbau. Immer wieder treten Spannungsspitzen auf, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Wie schon bei den Vorgängern war der Täter am Ende keine wirkliche Überraschung für mich. Doch das tut dem Buch meiner Meinung nach keinen Abbruch, wenn die Geschichte drumherum gut konstruiert und erzählt ist. Und das ist sie auf jeden Fall.

Fazit.
Ein absolut empfehlenswertes, knackiges Lesevergnügen, auch wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat.

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50

04.03.2011

„Kommissar Dühnfort ermittelt wieder”

von KimVi aus Niedersachsen
Nach "Der Sünde Sold" und "In weißer Stille" ist dieser Roman bereits der dritte Band der Ermittlerserie um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können die Bände jedoch unabhängig voneinander gelesen werden. Wenn nötig, geht die Autorin kurz auf die vorangegangenen Ereignisse ein. Sie verrät dabei jedoch nicht zu viel, sodass man die Bände in beliebiger Reihenfolge lesen kann, ohne sich die Spannung zu verderben. Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Nebenhandlungen rund um das Ermittlerteam empfiehlt sich allerdings die Einhaltung der vorgesehenen Reihenfolge. Doch für die aktuellen Ermittlungen sind diese Vorkenntnisse nicht nötig.

Bereits der Beginn des dritten Bandes überzeugt durch seinen rasanten Start. Kaum angefangen, befindet man sich mitten im Sog der spannenden Ereignisse. Das Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Einen großen Teil der Handlung nehmen natürlich die polizeilichen Ermittlungen ein. Inge Löhnig legt dabei geschickt ihre Fährten aus, doch so einfach lässt sich der Serienkiller nicht enttarnen. Die kurzen Perspektiven, in denen man einen besessenen Maler betrachtet, verstärken das Gefühl, es mit einem wahnsinnigen Killer zu tun zu haben, doch einen Hinweis auf seine Identität sucht man vergeblich. Im Verlauf der Handlung trifft man auf einige Personen, die als Täter in Frage kommen, doch wirklich sicher kann man sich nicht sein.

In einem weiteren Handlungsstrang beobachtet man Vicki Senger. Obwohl die Protagonistin noch nicht sehr alt ist, hat sie schon viel erlebt und es nicht einfach gehabt. Nun versucht sie ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Sie wirkt dabei sehr sympathisch und erfrischend lebendig. Durch ihre eigenen Ermittlungen bringt sie sich selbst in große Gefahr. Auch dieser Handlungsteil wird interessant und spannend geschildert.

Das Privatleben der Ermittler kommt auch in diesem Teil der Dühnfort-Reihe nicht zu kurz. Kollegin Gina gesteht Dühnfort, dass sie ihn liebt. Dieses Geständnis stürzt den Kommissar in ein Gefühlschaos. Die Teamarbeit wird von den privaten Verwicklungen belastet. Die interessanten Nebenhandlungen und die facettenreichen Hauptakteure machen diesen Krimi zu einem wahren Lesegenuss. Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin taucht man in die Handlung ein und kann sich nur schwer vom Gelesenen lösen.

Ich habe bereits die beiden vorangegangenen Fälle mit Begeisterung verfolgt. Doch für mich ist dieser dritte Band das bisherige Highlight dieser Ermittlerserie. Sympathische Charaktere, facettenreiche Nebenhandlungen und ein hochspannender Fall konnten mich vollkommen überzeugen. Ich vergebe begeisterte fünf Bewertungssterne und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der Reihe.

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