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Ölwechsel!. dtv-Taschenbücher,  Band 34389

Ölwechsel!. dtv-Taschenbücher, Band 34389

Das Ende des Erdölzeitalters und die Weichenstellung für die Zukunft. Hrsg. v. Global Challenges Network

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AutorWerner Zittel, Jörg Schindler, Frauke Liesenborghs, Colin J. Campbell

Untertitel Das Ende des Erdölzeitalters und die Weichenstellung für die Zukunft. Hrsg. v. Global Challenges Network

Abbildungsvermerk Aktualis. Neuausg. graph. Darst. und Übers.-Kte. 21 cm

  • ISBN-103-423-34389-3
  • ISBN-139783423343893
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • ÜbersetzerHelga Roth
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten272
  • Veröffentlicht01.01.2007
  • Gewicht321g
  • SpracheDeutsch

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Kurzbeschreibung zu Ölwechsel!. dtv-Taschenbücher, Band...

Wenn die Benzinpreise steigen, schäumt kurzfristig Empörung auf. Der Zorn gilt dann dem Staat und den Ölproduzenten. Aber hinter aktuellen Macht- und Wirtschaftsinteressen zeichnet sich am Horizont ein ganz anderes Problem ab: Wir stehen kurz vor dem Höhepunkt des Erdölzeitalters, und die nächste Generation wird womöglich das Ende erleben.
Der international renommierte Ölexperte Colin J. Campbell und Global Challenges Network, eine Nichtstaatliche Internationale Organisation mit Sitz in München, zeigen in diesem Buch die grundlegenden Zusammenhänge und Fakten auf. Die Indizien sind eindeutig und widerlegen die Langzeit-Prognosen der Ölkonzerne. Es gibt zwar keinen Grund zur Panik, aber es ist höchste Zeit für eine sachliche und konstruktive Auseinandersetzung mit den Fragen der nachhaltigen Einstellung auf die in Zukunft zu erwartenden Umbrüche. Dieses Buch behandelt die Geschichte der Erdölproduktion und unsere Abhängigkeit von dieser Ressource, die künftige Verfügbarkeit von Erdöl sowohl geologisch wie auch politisch-ökonomisch sowie die Zukunft einer vorwiegend auf erneuerbare Energien bauenden Energieversorgung mit Szenarien und Alternativen.

Portrait

Werner Zittel:
Dr. Werner Zittel ist seit 1989 bei der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH in Ottobrunn beschäftigt. Er ist Gründungsmitglied und im Vorstand von ASPO Deutschland (Association of the Study of Peak Oil and Gas)
Jörg Schindler:
Jörg Schindler war bis zu seiner Pensionierung 2008 Geschäftsführer der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH. Schindler ist im Vorstand von ASPO Deutschland und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht.

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01.11.2008

„Es fragt sich nicht, ob, sondern nur WANN Öl zur Neige geht.”

von tancarino aus Düsseldorf (esbarato@web.de)
„Ölwechsel“ beschreibt die unabwendbare Notwendigkeit, jetzt mit der Reduzierung unseres Energieverbrauchs zu beginnen. Bereits vor über dreißig Jahren warnte der Club Of Rome in den „Grenzen des Wachstums“ vor dem Glauben an ein immerwährendes exponentielles Wachstum. Leider verhallte der Ruf weitgehend ungehört. Auf eine kleine politisch motivierte Energiekrise, die keinesfalls auf physischer Ölknappheit beruhte, folgte ein weiterer Anstieg des Verbrauchs, als ob es kein Morgen gäbe.

Jene, die sich als Kritiker des nahenden Ölfördermaximums verstehen und den Peak Oil eher als Theorie abtun, setzen vermehrt auf den mangelnden Einfallsreichtum von Politikern und Konsumenten und auf unser aller beschränktes Vorstellungsvermögen. Tatsächlich sind Öl und seine zahllosen abgewandelten Treibstoffe und Produkte kaum aus unserem Alltag wegzudenken. Es steckt in jedem Gegenstand, den wir in unserem Haushalt finden. Jedes Kunststoffteil wurde aus Erdöl gefertigt, und selbst wenn wir Gegenstände aus Holz oder Metall betrachten, so gab es Produktions- und Gewinnungsverfahren, die nur mit Öl als Energielieferant möglich waren. Letzendlich wurde alles, was jemals transportiert wurde, unter Einsatz ölbasierter Treibstoffe bewegt.

Mitreden kann nur, wer die Einzigartigkeit dieser Substanz versteht, und daher ist dieses Buch ein probates Mittel, sich von verbreiteter Gleichgültigkeit gegenüber Energiefragen zu befreien. Kennen wir nicht schon all jene halbherzigen Beschwichtigungsfloskeln in- und auswendig?

„Es werden immer sparsamere Motoren und Geräte entwickelt.“ Das ist richtig. Die Zahl der Kraftfahrzeuge, das durchschnittliche Fahrzeuggewicht und der Gerätepark in unseren Haushalten steigen jedoch so unablässig, dass diese die Effizienzgewinne kompensieren und übersteigen.

„Der technische Fortschritt wird künftig Ölvorräte erschließbar machen, die jetzt noch als unerreichbar gelten.“ Leider falsch. Die Explorationstechnologien sind so ausgereift, dass fast jedes noch so winzige Ölfeld erreichbar ist. Dummerweise wäre die Ausbeutung so teuer, dass sich der Aufwand nicht rechnet oder anders gefragt: würden Sie gern 7,00 EUR für einen Liter Benzin bezahlen? Spätestens dann, wenn man mehr Energie in die Förderung hineinstecken muß, als man gewinnt, kommt diese zum erliegen, denn dann wäre es nur noch eine Energievernichtung.

„Die Menschen haben immer Lösungen gefunden. Sie werden andere Energiequellen erschließen.“ Aha, und mit was, bitteschön, wollen Sie künftig Ihr Auto betreiben? Wasser- und Windkraft? Atomenergie? Flugzeuge mit Brennstoffzellen? Es gibt keinen anderen Energieträger auf der Welt, der so hohe Energiedichte besitzt, so leicht zu langern und zu transportieren ist wie Öl und seine Derivate. Die gesamte Anbaufläche der Welt reichte nicht aus, um so viele Energiepflanzen heranzuziehen, um Erdöl durch Biosprit zu ersetzen, legt man den heutigen Verbrauch zugrunde. Und: was wollten Sie dann essen?

Es wird keinen anderen Weg geben als unsere aktuelle Energieverschwendung radikal zu reduzieren. Mit Energiesparlampen und idealem Reifendruck ist es nicht getan, es wird um Grundlegendes gehen: Christmas Shopping in New York, der schnelle Trip mit dem Auto nach Holland wegen des billigen Kaffees , ... all das und noch viel mehr wird bald der Vergangenheit angehören. Die Produktion wird sich wieder regionalisieren, in große Teilen wird der globalisierte Warenverkehr zum Stillstand kommen. Lebensmittel „aus der Region“ werden dann unseren Speiseplan bestimmen. Sie glauben all dies nicht? Dann lesen Sie dieses Buch!

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