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Liebe

Liebe

Eine Diebesgeschichte

buch
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Artikeldetails zu Liebe

AutorPeter Carey

Untertitel Eine Diebesgeschichte

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-10-010228-2
  • ISBN-139783100102287
  • Verlag S. Fischer Verlag
  • ÜbersetzerBernhard Robben
  • Einbandartgebunden
  • Seiten335
  • Veröffentlicht04.08.2008
  • Gewicht462g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelTheft

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Rezensionen der Redaktion zu Liebe

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Voll schwarzem Humor, rührenden Momenten und kauzigen Figuren.

Kurzbeschreibung zu Liebe

Michael "Butcher" Boone, einst erfolgreicher Avantgarde-Künstler, bleibt nach einer scheußlichen Scheidung nichts mehr. Zusammen mit seinem behinderten 220 Pfund schweren Bruder Hugh sitzt er in der australischen Provinz. Der Alkohol wird mehr und die Perspektive weniger. Als plötzlich in einer Gewitternacht die schöne Kunstexpertin Marlene in Manolo Blahniks durch den Matsch gestöckelt kommt und den Brüdern den Kopf verdreht, bringt sie eine Lawine von Ereignissen ins Rollen, die sie alle für immer retten oder ruinieren wird. Ein wilder Ritt durch die internationale Kunstszene beginnt, von Manhattan nach Tokyo, voll von wahnsinnigen Sammlern und stilechten Betrügern, brilliant durchdacht und unglaublich komisch. Und gleichzeitig eine verrückte und romantische Liebesgeschichte mit überraschener Pointe, die dem Leser den Kopf verdreht und ihn atemlos zurücklässt.

Beschreibung der Redaktion zu Liebe

»Ich weiß nicht, ob meine Geschichte grandios genug ist, um als Tragödie herhalten zu können, obwohl jede Menge Mist darin vorkommt. «

Michael ›Butcher‹ Boone war früher ein erfolgreicher Avantgarde-Maler, aber nach einer scheußlichen Scheidung ist er finanziell ruiniert. Jetzt sitzt er in der australischen Provinz, muss sich um seinen behinderten Bruder Hugh kümmern und außerdem versuchen, zu alter künstlerischer Größe zurückzufinden. Als dann plötzlich in einer Gewitternacht die schöne Kunstexpertin Marlene in Manolo Blahniks durch den Matsch gestöckelt kommt, bringt sie eine Lawine von Ereignissen ins Rollen. Nicht nur dass sie beiden Brüdern den Kopf verdreht, sie verwickelt sie auch in eine irrsinnige Kunstfälschungsaktion, die die beiden von Sydney über Tokio nach Manhattan führt. Peter Carey liefert einen faszinierenden Einblick in die Welt der modernen Kunst – und eine extrem komische Satire über den Kunstbetrieb.

Portrait

Peter Carey:
Peter Carey, 1943 in Australien geboren, lebt in New York. Den renommierten Booker-Prize bekam er zweimal verliehen.
Bernhard Robben:
Bernhard Robben, Jahrgang 1955, war nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie als Deutschlehrer in Nordirland tätig. Seit 1986 arbeitet der Spezialist für irische und angelsächsische Literatur als freier Übersetzer und Journalist. Nebenbei ist er ehrenamtlicher Bürgermeister von Brunne, wo er seit 1992 mit seiner Familie lebt.

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40

30.04.2012

„Liebe Diebe”

von einer Kundin oder einem Kunden
Michael „Butcher“ Boon ist zutiefst egozentrisch veranlagt, badet mit Vorliebe in Selbstmitleid und kultiviert mit Leidenschaft seine sarkastische Weltsicht – kurz: ein durch und durch unsympathisch Erzähler. Butcher war in seiner australischen Heimat einst ein gefeierter junger Künstler, der jedoch nach einer nachhaltig missglückten Ehe und dem missglückten Versuch, sein wichtigstes Gemälde von seiner Ex-Frau zurückzustehlen ins Gefängnis musste und somit auch dem Kurzzeitgedächtnis der Kunstwelt entfiel. Nun ist er gezwungen, sich sein Täglich-Brot als Hausmeister bei einem ehemaligen Mäzen zusammen mit seinem geistig beeinträchtigten Bruder zu verdienen.
Booker Prize-Gewinner Peter Carey konstruiert mit Michael Boon einen Ich-Erzähler, der die LeserInnen nicht nur irritiert, sondern aktive Ablehnung gegen denjenigen hervorruft, der einem da seine Geschichte entgegenjammert, -schimpft und -jubelt. Um dieses Übermaß an Selbstbezogenheit auszugleichen, stellt der Autor Butcher mit seinem Bruder einen zweiten Ich-Erzähler an die Seite. Kapitelweise erfährt man das Geschehen rund um Butchers Versuche, wieder Fuß in der Kunstwelt zu fassen und die aufkeimende, zweischneidige Liebesgeschichte zwischen ihm und der Schwiegertochter eines berühmten Malerfürsten aus seiner Sicht und nachfolgend aus der seines Bruders – der zusätzlich zu allen aufkeimenden Verstrickungen innerhalb der Geschichte auch noch in eben jene Frau verliebt ist.
„Liebe“ ist ein bisweilen beißend sarkastischer, aber immer kurzweiliger und wendungsreicher Roman der zugleich Liebes-, Diebesgeschichte und lustvolle Karikierung des Kunstbetriebs ist. Wer offen ist für einen Protagonisten, der sich fast schon willentlich widersetzt, dass man sich mit ihm als Lesender identifiziert und das hohe Erzähltempo von Peter Carey mitzugehen gewillt ist, dem sei dieser furioser Roman nachhaltig empfohlen.

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