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Lasst eure Kinder in Ruhe!

Gegen den Förderwahn in der Erziehung

buch
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Artikeldetails zu Lasst eure Kinder in Ruhe!

AutorWolfgang Bergmann

Untertitel Gegen den Förderwahn in der Erziehung

  • ISBN-103-466-30908-5
  • ISBN-139783466309085
  • Verlag Kösel-Verlag
  • Einbandartgebunden
  • Seiten144
  • Veröffentlicht25.04.2011
  • Gewicht295g
  • SpracheDeutsch

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Kurzbeschreibung zu Lasst eure Kinder in Ruhe!

Immer früher werden Kinder heute gefördert: zweisprachige Kindergärten, Intelligenztrainings, Musikstunden, Babyschwimmen: alles aus dem Wunsch heraus, dem Kind eine gute Ausgangsposition zu verschaffen - und zwar von Anfang an. Engagierte Eltern wollen nichts versäumen. Doch ist es wirklich richtig, die Kleinen schon so früh mit einem vollen Stundenplan zu konfrontieren? Der Grat zwischen Förderung und Überforderung ist schmal, die Verunsicherung groß.


Der Erziehungsexperte Wolfgang Bergmann zeigt, warum Frühförderung die kindliche Intelligenz sogar eher behindern kann, und was Kinder wirklich brauchen. Eine Ermutigung für alle, die sich gegen den allgegenwärtigen Förderwahn in der Erziehung zur Wehr setzen wollen. Damit wir Kindern nicht die Kindheit stehlen.


Wolfgang Bergmann belegt in der Cicero-Intellektuellenliste zu Deutschlands wichtigsten Vordenkern Platz 20 im Bereich der Gesellschaftswissenschaftler.




Wolfgang Bergmann über die Gefahren des Förderwahns
Über die schwierige Balance zwischen sinnvoller Frühförderung und frühem Karrierestress
Angriffslustig und hochaktuell - ein Debattenbuch, auf das viele warten
Ein etwas anderer Erziehungsratgeber


Beschreibung der Redaktion zu Lasst eure Kinder in Ruhe!

Immer früher werden Kinder heute gefördert: zweisprachige Kindergärten, Intelligenztrainings, Musikstunden, Babyschwimmen: alles aus dem Wunsch heraus, dem Kind eine gute Ausgangsposition zu verschaffen und zwar von Anfang an. Engagierte Eltern wollen nichts versäumen. Doch ist es wirklich richtig, die Kleinen schon so früh mit einem vollen Stundenplan zu konfrontieren? Der Grat zwischen Förderung und Überforderung ist schmal, die Verunsicherung groß.
Der Erziehungsexperte Wolfgang Bergmann zeigt, warum Frühförderung die kindliche Intelligenz sogar eher behindern kann, und was Kinder wirklich brauchen. Eine Ermutigung für alle, die sich gegen den allgegenwärtigen Förderwahn in der Erziehung zur Wehr setzen wollen. Damit wir Kindern nicht die Kindheit stehlen.
Wolfgang Bergmann belegt in der Cicero-Intellektuellenliste zu Deutschlands wichtigsten Vordenkern Platz 20 im Bereich der Gesellschaftswissenschaftler.
"Eine Kapazität auf dem Gebiet der Erziehung." Schweizer Zeitung
Wolfgang Bergmann über die Gefahren des Förderwahns
Über die schwierige Balance zwischen sinnvoller Frühförderung und frühem Karrierestress
Angriffslustig und hochaktuell ein Debattenbuch, auf das viele warten
Ein etwas anderer Erziehungsratgeber

Autorenportrait zu Lasst eure Kinder in Ruhe!

Wolfgang Bergmann, 1944 - 2011, war diplomierter Erziehungswissenschaftler, Kinder- und Familienpsychologe. Der Vater dreier Kinder leitete das Institut für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover und schrieb erfolgreiche Sachbücher.

Autorenportrait

Wolfgang Bergmann, 1944 - 2011, war diplomierter Erziehungswissenschaftler, Kinder- und Familienpsychologe. Der Vater dreier Kinder leitete das Institut für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover und schrieb erfolgreiche Sachbücher.

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50

22.08.2011

„Was Kinder brauchen...”

von einer Kundin oder einem Kunden
Bergmann beschreibt einfühlsam und intelligent, dass kleine Kinder keine Englischstunden, keine Musikerziehung oder ähnliches brauchen, sondern Liebe und die Möglichkeit die Welt zu "begreifen". Streift ein 4jähriges Kind durch eine Blumenwiese, kann es die Blumen riechen, die Blüten angreifen und lernt unglaublich viel..sehr viel mehr als wenn es englische Wörter(wenn auch in spielerischer Art und Weise)vorgetragen bekommt. Dieses Buch nimmt den Eltern den Druck, ihren Kindern ständig mehr Förderung angedeihen zu lassen, um sie nicht einem Wettbewerbsnachteil auszusetzen. Erfrischend!!

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50

21.05.2011

„Eltern, lasst euch nicht verrückt machen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wolfgang Bergmann zählt zu den bekanntesten Pädagogen des deutschprachigen Raumes.
Er sieht sich selbst als einen, der gegen den Strom schwimmt, als Anti-Mainstreamer, der die derzeitige populäre Meinung, Kinder seien Tyrannen und bräuchten vor allem Disziplin und Autorität, entschieden ablehnt.
Kinder brauchen Liebe, Liebe, Liebe, genauso wie Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen, so Bergmann.

Unsere heutige Leistungsgesellschaft fordert von uns allen: möglichst viel messbare Leistung in möglichst kurzer Zeit, schnellste Anpassung an immer neue Situationen, wir werden zu Rivalität in allen Bereichen ermuntert. Versagensängste sind da vorprogrammiert, Eltern fühlen sich ihrer Aufgabe, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, nicht gewachsen.

Wenn man der einhelligen Meinungen der Medien glauben mag, ist die moderne Kindheit in den allermeisten Fällen schlichtweg ein Desaster:
bei geringsten Erziehungsfehlern mutieren die Kinder zu Schlägern und Tyrannen, entwickeln Störungen wie ADHS oder Lese- und Rechenschwäche.

Aus lauter Angst der Eltern, etwas falsch zu machen, werden die meisten Kinder zwar zum Glück nicht vernachlässigt, dafür aber in Überfürsorglichkeit gleichsam erstickt und von früh bis spät von wohlmeinenden Erwachsenen kontrolliert
(interessanterweise zeigen die „überbeschützten“ Kinder die gleichen Verhaltensauffälligkeiten wie vernachlässigte Kinder).

Der Kindheit von heute fehlen die Geheimnisse – jede Minute ist mit „sinnvollen“ Tätigkeiten durchgeplant, die Eltern wissen stets über alles Bescheid, zweckfreies Spielen, das nicht ganz offensichtlich in irgendeiner Form die Fähigkeiten des Kindes fördert, ist suspekt geworden. So kommt es dazu, dass Zweijährige im Französisch- oder Chinesischunterricht sitzen.

Dieses typische Lernen in Fördereinrichtungen nützt den meisten Kindern allerdings nichts, einigen schadet es sogar. Wolfgang Bergmann spricht ganz klar aus: „Wir haben die falschen Erziehungskonzepte!“

Er beruft sich auf die Gehirnforschung und die Entwicklungspsychologie, auf die Verhaltens- und Bindungsforschung und auf die großen Philosophen.
Laut Bergmann ist das Wissen, wie Kinder lernen und wie wir sie dabei unterstützen können, im Prinzip vorhanden – nur wird dieses Wissen in der Frühförderung ignoriert.

Ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, geizt Bergmann nicht mit pointierter Kritik an anderen Pädagogen, seien es Wissenschaftler, Kindergärtner oder Lehrer.

Bergmann formuliert in einem heiteren und philosophisch-poetischen Stil, der sich angenehm von der Sprache herkömmlicher Ratgeber abhebt, er zitiert Rilke und arbeitet die Bedeutung von Kant für unsere heutige Pädagogik heraus.

Ein kluges Buch für mutige Eltern und alle anderen, die mit Kindern zu tun haben.

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