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Jáchymov

Jáchymov

Roman. Ausgezeichnet mit dem Rheingau Literaturpreis 2011

buch
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Artikeldetails zu Jáchymov

AutorJosef Haslinger

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Rheingau Literaturpreis 2011

  • ISBN-103-10-030061-0
  • ISBN-139783100300614
  • Verlag S. Fischer Verlag
  • Einbandartgebunden
  • Seiten270
  • Veröffentlicht05.08.2011
  • GenreRoman
  • Gewicht409g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Jáchymov



Sie begegnen sich zufällig: der Verleger und die Tänzerin. Er sucht Heilung im alten Kurhotel von Jáchymov und stößt dabei auf das Grauen dieses Ortes. Die Tänzerin beginnt ihm eine Geschichte zu erzählen, die sie ihr Leben lang begleitet hat. Es ist die Tragödie ihres Vaters. Als Torwart der tschechoslowakischen Eishockey-Nationalmannschaft seit den 1930er Jahren ein Star, konnten ihn seine Erfolge nicht vor der Willkürherrschaft des kommunistischen Regimes schützen. Dann wurde er verhaftet. Man deportierte ihn in die Arbeitslager von Jáchymov, einem Uranbergwerk in einem Tal des Erzgebirges. Nach fünf Jahren wird er amnestiert und als Todkranker entlassen. Seiner Familie bleibt nichts, als ihm beim langsamen Sterben zuzusehen. Die Tochter wird zur Chronistin einer ungewissen Erinnerung, der sie nicht mehr entkommen kann.



Josef Haslinger erzählt in seinem neuen Roman eine Familiengeschichte, verstrickt in die Tragödien des 20. Jahrhunderts.


Autorenportrait zu Jáchymov

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ?Opernball?, 2000 ?Das Vaterspiel?, 2006 ?Zugvögel?. Sein letztes Buch, ?Phi Phi Island?, erschien im Frühjahr 2007. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien und den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

Portrait

Josef Haslinger:
Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wein und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien und den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels. 2010 wird Josef Haslinger der Mainzer Stadtschreiber.

Autorenportrait

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ?Opernball?, 2000 ?Das Vaterspiel?, 2006 ?Zugvögel?. Sein letztes Buch, ?Phi Phi Island?, erschien im Frühjahr 2007. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien und den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

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50

15.05.2012

„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der aus dem österreichischem Waldviertel stammende Josef Haslinger sagte in einem Interview: 'Es hat uns schlichtweg nicht interessiert, was drüben passiert.
Der Eiserne Vorhang hat eine Tabuzone markiert'.Sein Roman zeichnet das zu kurze Leben von Bohumil Modry nach, gefeierte tschechische Eishockey-Torwartlegende, zweimaliger Weltmeister, Vize-Olympasieger und mehrfacher Landesmeister.Eigentlich ein völlig unpolitischer Mensch, wird an ihm ein Exempel statuiert, Modry wird vorgeworfen, mit der gesamten tschechischen Nationalmannschaft Republikflucht geplant zu haben.Die Strafe entspricht einem Todesurteil, Zwangsarbeit im Uranbergbau von Jachymov, heute ein Radiumsol-Heilbad auf der Böhmischen Seite des Erzgebirgskamms.Mit bloßen Händen mußte der Uran abgebaut werden.Zwar kommt er nach 5 Jahren frei, doch er ist längst schwerst erkrankt.
Auch seine ganze Familie und Freunde bekommen ständig die perfiden Denunziationsmechanismen und staatliche Willkür zu spüren.
Ein wichtiges Buch zu einem sehr komplexen politischen Thema

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50

12.11.2011

„Spannend und traurig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Josef Haslinger zeigt in diesem Buch wieder einmal seine Vorliebe für Begebenheiten aus der jüngeren Vergangenheit und ebenso sein Talent, diese in fesselnde Romane zu verpacken. Ein düsteres Thema ist es auch diesmal wieder, nämlich der Willkür der Justiz und der Umgang mit angeblichen Verrätern in den Ländern des Eisernen Vorhangs.

Als Beispiel für ein solches Schicksal dient der einst gefeierte tschechische Eishockeyspieler Bohumil Modry, der nach seiner Gefängnishaft und Zwangsarbeit in den radioaktiven Minen schließlich an der Strahlenkrankheit stirbt.
Seine Zeit in den Bergwerken von Jachymov und sein Sterben sind nicht sehr detailliert beschrieben; das wäre wohl allzu traurig. Dafür schreibt der Autor viel zu den Umständen, die seiner Verhaftung vorausgehen, über die staatlichen Zwänge, die einen Menschen zum Denunzianten machen, und vor allem über die Auswirkungen, die der Prozess und das Urteil auf Modrys Familie haben. An der Ich-Erzählerin, Modrys jüngster Tochter, sieht man, ebenso wie nach dem Zweiten Weltkrieg, wie erlittene Traumata auch die nachfolgenden Generation beeinflussen.

Sehr spannend und beklemmend zu lesen fand ich auch die vielen kleinen Beispiele, wie die Restriktionen des Staates das Privatleben und die Kommunikation der Menschen, selbst unter Freunden und Geliebten beeinflusst hat, so etwa die Zeichensprache, die Nachbarn entwickelt haben, um sich von Fenster zu Fenster verständigen zu können. Wer die Bücher von Orlando Figes über das Leben in der Stalin-Ära gelesen hat, wird hier einiges aus der Geschichte wiedererkennen.

Ein spannender Roman und gleichzeitig eine Dokumentation von Ereignissen aus der Geschichte, die nicht vergessen werden sollten.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

06.11.2011

„Spannend und schockierend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Tschechoslowakei 1950 - Die Spieler der erfolgreichen Eishockey-Nationalmannschaft sind bei den Kommunisten in Ungnade gefallen und werden in einem Schauprozess zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Einen Teil dieser Zeit müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen im Uran-Bergbau in Jáchymov, dem ehemaligen Joachimsthal im Erzgebirge, arbeiten. Die Gefangenen erkranken an den Folgen der Verstrahlung, viele überleben nicht.
Haslinger erzählt spannend und fesselnd diese erschütternde und zugleich wahre Geschichte. Mit großem Interesse habe ich dieses packende Buch gelesen und kann es allen sehr empfehlen, die sich für dieses traurige Kapitel der jüngeren Geschichte interessieren.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

24.10.2011

„Jachymov”

von einer Kundin oder einem Kunden
In seinem Roman „Jachymov“ lässt Josef Haslinger die Tochter des legendären Torwartes der tschechischen Eishockeynationalmannschaft die tragische Lebensgeschichte ihres Vaters erzählen .Sie begegnet in Jachymov, einer tschechischen Kleinstadt, dem Verleger Anselm Findeis. Dieser soll sich im Heilbad einer mehrwöchigen Kur unterziehen und lernt dort eine Tänzerin kennen, die die Uranminen besuchen will. In berührenden Worten schildert sie dem Verleger das grausame Schicksal des liebevollen Familienvaters und großartigen Sportlers Bohymil Modry, der die letzten Jahre seiner Gefangenschaft in den Uranminen von Jachymov Zwangsarbeit verrichten musste. Dieser großartige Roman hat mich zu tiefst beeindruckt!

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50

22.10.2011

„Ein unbekanntes Kapitel europäischer Geschichte”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein deutscher Verleger lernt während einer Kur im heutigen Tschechien eine Frau kennen. Sie ist die Tochter des Kapitäns der tschechischen Eishockeynationalmannschaft.
Nach und nach berichtet sie vom Schicksal der Männer welche in den 1950er Jahren zur Zwangsarbeit in den Uranminen in Jachymov verurteilt wurden. Josef Haslinger schreibt diese wahre Geschichte über die Grauen des Kommunismus bewegend. Gerade der ruhige Ton lässt die Schrecken deutlich werden.

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50

15.09.2011

„Jàchymov”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der Verleger Anselm Findeis begibt sich auf Kur. Dort, in Jàchymov erfährt er durch die Begegnung mit einer Tänzerin vom schicksalhaften Leben ihres Vaters. Bohumil Modrý, einst weltweit gefeierter Eishockey-Torwart, wird vom Kommunistischen Regime ins Uran-Arbeitslager Jàchymov deportiert. Für mich, nicht nur als Prag-Liebhaberin, ein überraschendes, bedeutendes Buch.

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50

07.09.2011

„Das Drama eines Lebens”

von einer Kundin oder einem Kunden
Berührend erzählt Josef Haslinger in seinem neuen Roman "Jachymov" aus der Sicht der Tochter, deren Leben geprägt ist durch den Verlust des geliebten Vaters, die Geschichte des tschechischen Eishockeytorwarts Bohumil Modry`. Dieser wird in den späten 40er Jahren zusammen mit fast dem gesamten Eishockeyteam verhaftet und aus politischer Willkür zur Zwangsarbeit in einer Uranmine verurteilt an dessen Spätfolgen er schlussendlich nach seiner Amnestierung stirbt.
Josef Haslinger hat wieder einen aufwühlenden, tief ergreifenden Roman geschrieben, der den Leser von der ersten Sekunde an fesselt und in seinen Bann zieht.

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50

01.09.2011

„Jachymov”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich habe schon lange kein so GROSSARTIGES Buch, eines Österreichischen Autors mehr gelesen. Haslinger hat alle meine Erwartungen übertroffen. Ein sehr bewegendes und zu gleich berührendes Buch, das einen nicht mehr los lässt, bis zum Schluss, dieses Buch muss gelesen werden.

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40

20.08.2011

„Schrecken des Kommunismus”

von einer Kundin oder einem Kunden
Haslingers neuer Roman "Jáchymov" überzeugt durch eine tolle Sprache und einen sehr gut recherchierten Hintergrund.
Vielen ist die tragische Geschichte der tschechoslowakischen Arbeitslager unter dem tyrannischen Regime wahrscheinlich unbekannt. Der Autor verpackt das Grauen und die Angst dieser Zeit im Sport: genauestens werden die einzelnen Spiele der tschechoslowakischen Eishockey-Nationalmannschaft dokumentiert - eingerahmt vom kommunistischen Wahnsinn der damaligen Zeit. Dies ist für mich leider auch der einzige Wehrmutstropfen des Romans: ich hätte mir etwas mehr Information zu den Arbeitslagern und den politischen Wirrungen gewünscht...gelangweilt habe ich mich trotzdem nicht, also:
Empfehlenswert!

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50

11.08.2011

„Jachymov. ”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Zufällig begegnen sich zwei Menschen, in einem alten Kurhotel von Jachymov. Er Anselm Findeisen und eine junge Tänzerin Blanka. Findeisen sucht Linderung oder aber auch Heilung von seinem schmerzhaften Rückenleiden. Die Tänzerin beginnt ihm die Geschichte ihres Vaters zu erzählen.
Es ist ein tschechische Tragödie. So wie sie wohl nicht selten geschehen ist aber auch heute noch geschieht in Ländern, wo die Menschenrechte mit Füssen getreten werden.
Als Torwart der tschechoslowakischen Eishockey-Nationalmannschaft ist er, Bohumil Modry seit 1930 ein Star. Jedoch das schützt ihn nicht vor der Willkür der kommunistischen Herrschaft. Nach unbewiesenen Anschuldigungen wird er verhaftet und man deportiert in ein Straflager ins Erzgebirge. Lange fünf Jahre arbeitet er dort in einem Uranbergwerk. Er wird amnestiert und als gebrochener, todkranker Mann kehrt er zu seiner Familie zum Sterben zurück. Lange sieben Jahre dauert der Leidensweg von ihm und seiner geliebten Familie, danach stirbt er an den Folgen der Verstrahlung Seine Tochter wird zur Chronistin und erzählt mit beklemmender Wucht, aber auch großer Sachlichkeit die Geschichte von Hoffnung, Angst, Wut und der Macht der Erinnerungen. Es ist erschreckend und aufwühlend wie der Autor Josef Haslinger das langsame Sterben des Bohumil Modry beschreibt. Mir kamen manchmal die Tränen.
Haslinger ist in Zwett-Österreich geboren, er lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt er als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Preise.
Auch wenn der Roman eine Fiktion ist, so ist die Grundlage dazu aus den Erzählungen der Tochter von Bohumil Modry, Blanka Modra möglich geworden. Sie hat dem Autor erlaubt, aus Briefen zu zitieren und ihm die Prozessakten zugänglich gemacht.
„Das Erinnern gehört zu uns
lebenden Menschen.
Das, was wir mit Erinnerung
meinen, gibt es nur hier
auf dieser Welt“.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

07.08.2011

„großartig und tief bewegend - unbedingt lesen”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Josef Haslinger erzählt in diesem Buch die Tragödie des besten Eishockeyspielers seiner Zeit - Bohumil Modrý.
.... Anselm Findeis ist Verleger. Er leidet an einer unheilbaren Krankheit seines Bewegungsapparates. Sein Arzt und Freund schickt ihn zur Kur nach Jáchymov, ein für seine Radonquellen bekanntes, etwas heruntergekommenes Heilbad. Dort lernt er eine Tänzerin kennen, die aus einem ganz anderen Grund nach Jáchymov gekommen ist. Für Findeis soll der Aufenthalt Linderung seiner Schmerzen bringen, bei der Tänzein bewirkt er das Gegenteil. In Jáchymov befanden sich früher auch Arbeitslager im Uranbergwerk. Dorthin hat man ihren Vater - Ingenieur Bohumil Modrý, Eishockeytorwart der tschechoslowakischen Nationalmannschaft, deportiert.

Ein großartiges Buch, ein wichtiges Buch.
Ich wünsche dieser Geschichte soviel mediale Aufmerksamkeit wie möglich (das Buch selbst braucht sie nicht - es ist großartig).

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