Ich habe einen Monat gebraucht um dieses Buch zu beenden und das bedeutet nicht, dass ich keine Zeit hatte. Im Gegenteil: diesen Monat habe ich 8 andere Bücher gelesen, die mich mitgerissen und gefesselt haben, während dieses hier eher einen Zwang darstellte. Diese Tatsache alleine dürfte genügen um meine Meinung zu diesem siebenten Teil der HoN Serie zu zeigen.
Die Geschichte beginnt genau dort, wo der letzte Teil geendet hat und erzählt wie Zoeys Seele zersplittert nachdem sie mit ansehen muss, wie Kalona Heath ermordet und sie ihre gesamte geistige Kraft auf ihn schleudert. Was hier vielleicht interessant klingen mag, ist leider im Buch nicht besonders mitreißend geschrieben und gerade am Anfang plätschert die Handlung einfach so dahin. Zoey findet sich in der Anderswelt wieder und schlägt dort ihre Zeit mit Heath tot, der vor hat in dieser Zwischenwelt von Leben und Tod, mit Zoey zu bleiben, während Zoey immer mehr verblasst und ihr Gedächtnis, aufgrund ihrer zersplitterten Seele, verliert, die ebenfalls in dieser Anderswelt herum schwirren, diese aber nicht wieder in sich vereinen kann. Für wem das jetzt zu kompliziert klingt oder zu übernatürlich vorkommt, dem muss ich sagen, dass es im Buch nicht wirklich besser wird. Es spielt sich ein sehr großer Teil in dieser Anderswelt ab, in der alle physikalischen Regeln außer acht genommen wurden und hinzu kommt noch, dass hier Zoey noch mehr nervt als schon in der realen Welt. Weiters war diese ganze Sache mit Zoey und ihrem nahe kommenden Tod zu sehr aufgebauscht und zu hoffnungslos, dass ich dann am Ende direkt lachen musste, wie die Autoren ihre Lösung dazu präsentierten. Es war viel zu einfach gestrickt und im Grunde hätte man den ganzen mittleren Teil weg lassen können, wenn sich Zoey nur früher wieder zusammen gerissen hätte. Aber ich war noch nie ein Fan von Zoey und auch dieses Buch konnte mich nicht von ihr überzeugen. Und langsam frage ich mich wirklich, wie man so seinen Hauptcharakter präsentieren kann? Den für mich hat sie nichts besonders und spezielles, liebenswertes oder eine Einstellung und Verhalten, welche sie für mich sympathisch macht. Daher ist es sehr nervig, dass ihr alle Charaktere im Buch verfallen sind und sie huldigen wie eine junge Königin.
Positive Seiten wären: die beginnende Liebesgeschichte von Stevie Rae und Rephaim, wie unglaublich sie auch klingen mag, da er eigentlich Kalonas Sohn und somit ein Rabenspötter ist. Aber während der gesamten Handlung hindurch lernte man ihn und seine Gedanken kennen und er hat sich mit seiner ablehnenden ich will doch gar nicht gut sein- Einstellung, die er aber nicht leben konnte, weil er dafür zu sehr an Stevie Rae gebunden war, doch in unser Herz stehlen können.
Weiter Pluspunkte:Stark, obwohl auch er durch seine Zoey-Vergötterung etwas an meiner Toleranzgrenze kratzte, und Aphrodite und Darius. Sie bringt einen frischen Wind in die gesamte Handlung und sie gefällt mir mit ihrer harten Schale und mit ihrer Diva- Nummer, die sie abzieht um sich selbst zu schützen, hundertmal besser als Zoey es bisher je geschafft hat.
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