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Herbstvergessene. dtv-Taschenbücher,  Band 24788

Herbstvergessene. dtv-Taschenbücher, Band 24788

Roman

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Artikeldetails zu Herbstvergessene. dtv-Taschenbücher,...

AutorAnja Jonuleit

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 2010. 210 mm

  • ISBN-103-423-24788-6
  • ISBN-139783423247887
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten384
  • Veröffentlicht01.09.2010
  • GenreRoman
  • Gewicht518g
  • SpracheDeutsch

Rezensionen der Redaktion zu Herbstvergessene. dtv-Taschenbücher,...

"[ ] eine kraftvolle, spannende Geschichte für intensive Lesestunden." (Ludwigsburger Wochenblatt)

Kurzbeschreibung zu Herbstvergessene. dtv-Taschenbücher,...

Drei Frauen, drei Leben Für eine Versöhnung ist es zu spät: Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt - jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord. Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli. Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht ...

Beschreibung der Redaktion zu Herbstvergessene. dtv-Taschenbücher,...

Für eine Versöhnung ist es zu spät: Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt und nun das; jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord. Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli. Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht ...

Portrait

Anja Jonuleit:
Anja Jonuleit, 1965 in Bonn geboren, ist Übersetzerin und Dolmetscherin. Sie lebte und arbeitete in New York, Bonn, Rom, Damaskus und München. 1994 kehrte sie mit ihrer Familie an den Bodensee zurück. Sie ist Mutter von vier Kindern.

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40

25.01.2012

„Herbstvergessene”

von einer Kundin oder einem Kunden
Jahrelang hat Maja Sternberg zu ihrer Mutter kaum Kontakt. Als sie die Mutter auf deren Drängen hin in Wien besuchen will, muß Maja feststellen, dass Lilli Sternberg kurz zuvor verstarb. An den im Totenschein vermerkten Selbstmord mag Maja nicht glauben. So begibt sie sich auf eine Spurensuche, die bald auch ihr eigenes Leben in den Grundfesten erschüttern wird.Spannend geschrieben mit historischen Hintergrund und krimineller Tendenz...

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50

29.12.2011

„Reise in die Vergangenheit”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Wingst
Mir hat das Buch an sich gut gefallen. Am Anfang fand ich persönlich die Geschichte nicht so interessant, dies hat sich zum Ende hin verbessert. Da es in zwei verschieden Zeiten geschrieben ist, einmal in der Gegenwart in der Maja lebt und auf der Suche nach der Vergangenheit ihrer Großmutter ist und dann die Geschichte der Großmutter selbst, fiel es mir schwer das Buch beiseite zu lesen, weil man wissen möchte wie es ausgeht. Die beiden Geschichten sind in verschiedenen Schriften gemacht worden, wodurch man sie gut von einander trennen kann.

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40

24.07.2011

„Familiengeheimnis”

von einer Kundin oder einem Kunden
Nach dem Tod ihrer Mutter stößt Maja auf ein Geheimnis, dass das Leben ihrer Großmutter betrifft. Auf der Suche nach der Wahrheit gerät auch Maja in Gefahr. Der Roman spielt gleichzeitig in Vergangenheit und Gegenwart. Das Leben und die Umstände auf dem Gut Hohehorst bei Bremen während des Krieges wird eindringlich geschildert. Ein spannender Roman, der dazu anregt sich mit dem Verein Lebensborn während des Krieges auseinanderzusetzen.

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30

11.05.2011

„Zwischen Gegenwart und Vergangenheit”

von einer Kundin oder einem Kunden
Das Buch "Herbstvergessene" von Anja Jonuleit ist eine Mischung aus Frauenroman, Krimi und Familiengeschichte, verbunden mit tatsächlichen, geschichtlichen Begebenheiten.
Maja, die jahrelang keinen Kontakt zu ihrer Mutter Lilli hatte, erhält eines Tages einen Anruf von Lilli. Sie möchte ihrer Tochter etwas Wichtiges mitteilen und bittet sie, zu ihr nach Wien zu kommen. Als Maja in Wien eintrifft, ist Lilli tot. Sie habe Selbstmord begangen, so heißt es, aber Maja zweifelt daran und begibt sich auf Spurensuche, die sie bis zum Leben ihrer Großmutter Charlotte in die Zeit des 2.Weltkrieges zurückführt. Dort scheint der Grund für ein lang gehütetes Familiengeheimnis zu liegen.
Die Handlung spielt in der Ich-Form sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, Die beiden Stränge werden durch verschiedene Schriftformen deutlich voneinander abgegrenzt und im Verlauf zusammengeführt. In der Gegenwart unternimmt Maja Nachforschungen nach den möglichen Ursachen von Lilli's Tod, in der Vergangenheit berichtet Maja's Großmutter von ihren Erlebnissen in einem Lebensborn-Heim der Nationalsozialisten. Durch diese Erzählform kommt Abwechslung in das Geschehen und nach und nach baut sich eine gewisse Spannung auf, bis es am Ende für fast alle Rätsel eine plausible Erklärung gibt.
Die Erzählung lässt sich einfach lesen, holpert allerdings an manchen Stellen erheblich. Der Leser ist Maja in ihren Gedanken und ihrem Tun immer ein Stück weit voraus und möchte ihr beinahe auf die Sprünge helfen, verhält sie sich doch teilweise recht ungeschickt und naiv. Dahingegen sind die Abschnitte, die sich mit Charlotte und der Vergangenheit beschäftigen, einem schrecklichen Kapitel deutscher Geschichte, sehr interessant und informativ. Leider verliert sich Anja Jonuleit hier und da in zu detaillierte und schlichtweg überflüssige Beschreibungen, so dass es in der Handlung besonders in der Gegenwart nur schwerfällig vorangeht. Mit dem Schluss des Romans hat sich die Autorin meiner Meinung nach wenig Mühe gegeben, er wirkt zusammengeschustert und grenzt an Trivialliteratur.
Bei "Herbstvergessene" handelt es sich um die Geschichte dreier Frauen, die zwar stark sind, aber noch stärker sein könnten. Da Vergangenheitsbewältigung fast jeden betreffen kann und historische Ereignisse nicht vergessen werden sollten, ist die Thematik zeitnah und greifbar. Daher ist das Buch trotz einiger Schwächen und Ungereimtheiten durchaus lesenswert und unterhaltsam.

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30

28.04.2011

„Lektüre ohne Folgen”

von Bücherfan
Das Buch ist weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Die Handlung ordnet sich komplett der Krimi-Komponente unter, so dass der Anspruch auf der Strecke bleibt und die Figuren oft unlogisch handeln, nur um bestimmte Verbrechen oder Verbrecher nicht schon vorzeitig zu enttarnen. Ein Beispiel: Als ich zum gefühlten tausendsten Mal die Worte "ach, lassen wir das jetzt" las, hätte ich mir am liebsten die Haare gerauft. Die jeweiligen Stellen verlangen geradezu danach, ausdiskutiert zu werden, was jeder normale Mensch im wirklichen Leben wohl auch tun würde. Anja Jonuleits Protagonisten dagegen lenken sich einfach mit etwas anderem ab und verlieren das Wesentliche und Offensichtliche ständig aus den Augen. Wie schon ein anderer Rezensent geschrieben hat, greift die Autorin zu offensichtlich in das Geschehen ein und der Roman wirkt dadurch überkonstruiert.

Ich hatte mir zwar schon gedacht, dass sich in der Vergangenheit von Oma Charlotte ein paar ganz schwarze Löcher auftun würden, deren Folgen bis in die heutige Zeit reichen, aber diese geballte Ladung an krimineller Energie war mir dann doch etwas zu viel und an den Haaren herbeigezogen. Wenn man schon unbedingt einen Krimi schreiben will, dann sollte man sich als Aufhänger dafür vielleicht nicht unbedingt das Dritte Reich aussuchen. Dieses Thema ist viel zu ernst, um mal so ganz nebenbei verwurstet zu werden. Natürlich ist es schon allein vom Umfang her unmöglich, alle Aspekte zu zeigen, aber auch teilweise Darstellungen dieser Zeit kann man tiefgründiger und detaillierter schildern als hier geschehen. Wer dazu keine Lust hat, sollte vielleicht die Finger davon lassen. Ich fand die Krimi-Handlung rund um Lilli und Maja einfach unglaubwürdig und vorhersehbar, mit einer sehr wirren Auflösung, die viele Lücken aufwies.

Ganz gut gefallen hat mir eigentlich, dass die Erinnerungen von Charlotte und die Erlebnisse von Maja parallel geschildert werden, indem sich beide Handlungsstränge abwechseln. Durch die unterschiedliche Schrift und den Inhalt ist natürlich klar, um wen es sich gerade handelt, doch erscheint mir die Wahl der Ich-Form für beide Stränge etwas ungeschickt. Und dann das chaotische Liebesleben von Maja. In dieser Hinsicht ist der in Teilen offene Schluss besonders unbefriedigend und in Bezug auf eine bestimmte Entwicklung fehlen ein paar elementare Erklärungen. Auch die Beziehungen von Charlotte, Lilli und Maja untereinander werden oberflächlich und eindimensional geschildert und vermögen so kein Mitgefühl zu erzeugen.

Fazit:

Leider haben mich weder die Handlung noch die Figuren überzeugt. Ich konnte mich in nichts und niemanden hineinversetzen und war froh, als ich das Buch beendet hatte. Der misslungene Spagat zwischen Krimi und Familienroman hat dem Buch meiner Meinung nach geschadet und ich hoffe, dass sich Anja Jonuleit bei ihrem nächsten Roman nur auf ein Genre konzentriert. Einzig die Tatsache, dass die Autorin auf eine sehr flüssige Art schreibt und einen schönen Stil hat, hält mich von einer Zwei-Sterne-Wertung ab.

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30

15.01.2011

„3 Frauen, 3 Schicksale”

von melange aus Bonn
Zum Inhalt: Maja wird nach Jahren der Funkstille von ihrer Mutter Lilli angerufen, welche dringend um einen Besuch ihrer Tochter in Wien bittet. Obwohl mit dem gleichen Sturkopf gesegnet, folgt Maja dieser Bitte, um dann vom Tod ihrer Mutter - einem vermeintlichen Selbstmord - zu erfahren. Sie beginnt in der Vergangenheit von Mutter und Großmutter zu forschen und lernt völlig neue Facetten ihrer Familiengeschichte inklusive neuer Verwandte kennen.

Zur Aufmachung: Eine Frau strahlt mit ihrem Kind in die Kamera, gekleidet in der Mode der Hitlerzeit. Während der Lektüre von "Herbstvergessene" wird klar, wie gut dieses Cover zum Buch passt.

Meine Meinung: Der Kunstgriff, die zweite Ebene der Geschichte - das Leben von Majas Großmutter - als Manuskript derselben zu gestalten, sorgt dafür, dass sich dieser Erzählstrang als wahrer Pageturner entpuppt: Der Leser erfährt abwechselnd ein Stück aus dem Leben von Charlotte, welche unverheiratet schwanger ihre Familie verließ, um ihr Kind in einer Einrichtung des Lebensborns zur Welt zu bringen. Danach taucht er wieder in das Hier und Jetzt ein und begleitet Maja auf ihrem Weg zur Wahrheit.

Obwohl ich den Roman sprachlich nicht immer überzeugend fand, fesselte die Geschichte vor allem durch die packende Schilderung der Erlebnisse von Charlotte. Jedoch verfiel Frau Jonuleit für den Abschluss dieses Teilstrangs auf einen für mich eher unglaubwürdigen Twist. Das Dilemma Charlottes hätte durchaus auf weniger spektakuläre Weise gelöst werden können - Kriegsverbrecher hatten schließlich keinen leichten Stand - auch wenn dann der Titel nicht mehr ganz gepasst hätte. Zudem übertrieb es Frau Jonuleit mit den Irrungen und Wirrungen in Majas Liebesleben, die leider ebenfalls zu einem über das Buchende hinausreichenden Konflikt führen.

Fazit: Etwas zu viel der Tragik und der dramatischen Todes- und Lebensfälle im Bereich von drei Frauengenerationen. Für den Lesespaß dazwischen verleihe ich aber gerne drei Sterne.

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50

27.12.2010

„Dunkle Vergangenheit”

von einer Kundin oder einem Kunden
Maja Sternberg wundert sich! Jahrelang kein Kontakt zur Mutter und nun will diese unbedingt mit ihr sprechen! Zum Treffen kommt es aber nicht, denn die Mutter ist plötzlich tot. Selbstmord sagt die Polizei, aber Maja glaubt nicht daran. Sie beginnt, den Nachlaß zu sichten und Personen aus dem Umfeld der Mutter zu treffen. Nach und nach gerät sie immer tiefer in den Strudel der Vergangenheit. Ein toller Roman! Es hat sich richtig gut und sehr spannend gelesen! Die Autorin hat das Geschehen geschickt in zwei Ebenen gepackt, sodaß der Leser immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit pendelt. Zum Schluß klärt sich auch auf, warum die Autorin gerade diesen Titel gewählt hat.

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40

19.10.2010

„Ein Foto. Drei Frauen. Drei Leben”

von einer Kundin oder einem Kunden
Maja findet im Nachlaß ihrer Mutter ein Foto.
Darauf zu sehen ist ihre Großmutter mit einem Baby auf dem Arm. Doch das Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit Lilli Sternberg, Maja's Mutter.
Maja beginnt in der Vergangenheit der Familie zu forschen und stößt letztendlich auf ein mysteriöses Manuskript ihrer Großmutter.
Was hat Dr. Heinrich Sartorius mit alldem zu tun? Er war Oberarzt von Hohehorst, dem Geburtsort von Maja, und ist später spurlos verschwunden. Somit hat Maja allen Grund, Roman Satorius, dessen Sohn, zu misstrauen...

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50

24.09.2010

„Familiengeheimnisse”

von Michael Lehmann-Pape Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent

Für jeden Menschen kommt der Moment des Abschieds von den Altvordereren. Bei Maja Sternberg, der Protagonisten des zweiten Romans von Anja Jonuleit, ist dieser Abschied von vielerlei Seiten her besonders belastet, als Ihre Mutter tot aufgefunden wird.

Ein Jahrzehnt ohne Kontakt durch ein Zerwürfnis, vor allem aber durch die verletzende, lebenslang distanzierte Haltung der Mutter Maja gegenüber, steht im Raum. Und gerade nun, als Maja auf dringende Bitte ihrer Mutter zu einem Besuch nach Wien reist, ohne zu wissen, was denn Dringendes wirklich zu besprechen wäre, ist die Mutter tot. Offiziell wird der Sterbefall als Selbstmord behandelt.

Erschüttert und ungläubig beginnt Maja, den Nachlass der Mutter zu ordnen und stößt auf einige massive Ungereimtheiten auch im Blick auf ihre eigene Biographie. In ihrer Geburtsurkunde ist kein Vater eingetragen, dabei ging sie doch bisher fest davon aus, dass ihr Vater im Krieg gefallen war. Ein Bild ihrer Großmutter setzt ein weiteres Puzzlestück in das verflochtene Familiengeheimnis, es zeigt ihre Großmutter mit einem Kleinkind, welches aber der verstorbenen Lilli in keiner Form ähnelt. Ratlos steht Maja vor den merkwürdigen, nur ein kleiner Faden liegt vor Ihren Augen, anhand dessen sie versuchen kann, ihre Familiengeschichte nach zu vollziehen. Auf der Rückseite des Fotos hat Ihre Großmutter handschriftlich den Ort Hohehorst vermerkt. Maja beginnt, nach Spuren ihrer Vergangenheit und der ihrer Familie zu suchen.

Schon bald stellt sich heraus, dass Hohehorst zu Zeiten des dritten reichen eine sogenannte „Lebensborn“ Einrichtung war, ein Heim für die „Aufzucht“ arischer Kinder, zu deren Zeugung sich arische Mütter zur Verfügung stellten. Damals geleitet von Heinrich Sartorius, der eines Tages spurlos verschwand, Dort trifft Maja auf dessen Sohn Roman Sartorius, zu dem sie sich auf merkwürdige Weise hingezogen fühlt. Schritt für Schritt entschlüsselt sie das Drama der Geschichte ihrer Großmutter und ihres leiblichen Großvaters, versteht mehr und mehr die kühle Haltung und Art ihrer Mutter und gerät in Gefahr, je weiter sie bei der Aufarbeitung des Lebensborns Hohehorst und seiner damals und heute verbundenen Personen vordringt.

Stilistisch erzählt Anja Jonuleit ihre Geschichte auf zwei Ebenen, zum einen in direkter und flüssiger Sprache in der Begleitung Majas, zum anderen als Manuskript der Erinnerungen der Großmutter. So gelingt es hier, den Leser einerseits in die Entwicklungen der Gegenwart mit hinein zu ziehen und andererseits Stück für Stück die Hintergründe dieser Entwicklung und der vorliegenden Geheimnisse zu lüften. Innere und äußere Überraschungen und Entwicklungen, vor allem das sich ändernde innere Verhältnis Majas zur Mutter Lilli versteht Anja Jonuleit, miterlebend zu gestalten und vermittels ihres bildreichen und flüssigen Schreibstils den Leser jederzeit mitten im Geschehen zu halten.

Ein Roman zum fast vergessenen und oft nur am Rande erwähnten Thema des „Lebensborns“, voller überraschender Wendungen einer zunächst geheimnisvollen Lebensgeschichte, mit nachvollziehbar und lebensecht gestalteter Figuren und einer feinfühlig beschriebenen inneren Entwicklung derselben.
Leichten Schwächen am Ende (der Kriminalanteil fällt gegenüber der eigentlichen Geschichte inhaltlich ein wenig ab) sind angesichts der überzeugenden Geschichte und des eingängigen Sprachstils durchaus verzeihbar.

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50

07.09.2010

„Herbstvergessene”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Walzbachtal
Die zwei vorgenannten Bewertungen sagen alles aus, mehr ist nicht hinzuzufügen, außer: "Eines der besten Bücher, das ich seit langer Zeit gelesen habe."

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50

01.09.2010

„Enkelin, Mutter, Großmutter – eine Spurensuche”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Anja Jonuleit hat einen unglaublich spannenden Roman über drei starke Frauen aus drei Generationen geschrieben. Erzählt wird die Geschichte von Maja Sternberg, die sich auf den Weg zu ihrer Mutter Lilli nach Wien macht. Eigentlich herrscht seit zehn Jahren Funkstille zwischen diesen beiden Frauen. Außer belanglosen Weihnachts- und Geburtstagskarten besteht kein Kontakt mehr zwischen ihnen, doch plötzlich bittet ihre Mutter um ein Treffen, da sie ihr etwas Wichtiges mitzuteilen hat. In Wien angekommen, erfährt Maja, dass ihre Mutter an gerade diesem Morgen Selbstmord begangen hat. Maja ist erschüttert und kann es einfach nicht glauben. Ihre Mutter war eine so starke und unabhängige Frau, dass ein Selbstmord so gar nicht zu ihr passt. Als sie in der Wohnung ihrer Mutter nach Anhaltspunkten für diesen Selbstmord sucht, fallen ihr Dinge in die Hände, die die ganze Familiengeschichte zu verändern drohen. Sie versucht diese Dinge wie ein Puzzle zu lösen und stößt dabei auf Unglaubliches. Hatte ihre Großmutter Charlotte noch ein weiteres Kind? Warum steht kein Vater in der Geburtsurkunde ihrer Mutter? Wer ist dieser ominöse Dr. Sartorius? Und was ist in Hohehorst vorgefallen? Langsam begreift sie die Geschichte ihrer Großmutter und Mutter und gerät dadurch selbst in Gefahr.

Anja Jonuleit hat diesen Roman sehr geschickt aufgebaut. Am Anfang erscheint er einem gar nicht als Krimi. Man denkt, dass die Ich-Erzählerin etwas neurotisch ist und sich einiges einfach nur einbildet, da sie mit ihren eigenen Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Aber nach und nach wird man immer weiter hineingezogen und kommt selber immer mehr ins Grübeln. Wer sind die Guten und wer sind die Schlechten? Wem soll Maja noch vertrauen? Besonders erschütternd sind die Aufzeichnungen von ihrer Großmutter. Diese Aufzeichnungen stellt die Autorin immer wieder an den Anfang eines neuen Kapitels. Damit sind wir zwar immer schon einen Schritt weiter als Maja, aber es hilft uns auch nicht wirklich weiter. Ein ausgesprochen packendes Buch über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Mich hat es extrem berührt. Und wieder einmal mehr bin ich traurig, dass ich mit meiner Großmutter nicht mehr über diese Zeit damals gesprochen habe.

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50

21.08.2010

„3 Frauen- 3 Leben- so unterschiedlicher Art”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein unerwartetener Anruf verändert so plötzlich das komplette Leben der Maja Sternberg.



Nachdem jahrelanges Schweigen zwischen Maja und ihrer Mutter Lili herrscht, bekommt sie eines Tages den Anruf von ihr, mit der Bitte sie in Wien besuchen zu kommen, um etwas sehr wichtiges loszuwerden. Maja zögert zunächst, begiebt sich dann nach einer Woche jedoch auf dem Weg. Aber schon bei ihrer Ankunft in Wien wird sie mit dem ersten schlimmen Schicksal konfrontiert. Von einer Nachbarin, Erna Buchholz, erfährt Maja, dass ihre Mutter den letzten Tag verstorben sei. Ein Selbstmord sei es gewesen. Weiterhin erfährt sie von dieser Nachbarin, dass ihre Mutter auch an Krebs gelitten hat. Mit all diesen schlimmen und traurigen Nachrichten aufeinmal, macht sich Maja auf die Suche nach Antworten. Antworten, auf die Fragen, was ihre Mutter ihr so wichtiges erzählen wollte, was sie nicht am Telefon hätte tun können, warum sie nie von ihrem Krebs gesprochen hat und, ob es Wirklich ein Selbstmord war. Denn ihre Mutter war eine touche, starke Frau, mit einer großen Karriere, bei der niemand sich eine solche Tat vorstellen hätte können.

Auf der Suche nach den Antworten wird Maja mit ihrer eigenen Vergangenheit, der ihrer Mutter und sogar ihrer Großmutter konfrontiert. Sie erfährt Familiengeheimnisse, mit welchen sie niemals gerechnet hat. Geheimnisse, die ihr Leben von einem auf den anderen verändern und mit dessen Wissen, sie in Gefahr gerät.



Das Buch ist eine traurige, lebensnah dargestellte Geschichte, welche so spannend und natürlich geschrieben ist, dass der Leser sofort erfahren möchte, was hintern allen Fragen steckt. Durch zwei Erzählweisen, begiebt sich der Leser zum einen in die tragische Vergangenheit der Familiengeschichte Sternberg, zum anderen befindet er sich in der so plötzlich veränderten Gegenwart des Lebens von Maja Sternberg. Durch diese wechselnden Handlungen wird die große Spannung, welche bis zum Ende des Buches vorhanden ist, aufgebaut. Einige Fragen werden im Laufe es Buches aufgeklärt, andere erst am Ende des Buches mit einer großen, jedoch traurigen und harten Überraschung für alle Beteiligten.Die Charaktere, deren Handlungen und derer Gefühle in dieser Geschichte sind sehr sympatisch, nah und datailliert dargestellt, so dass der Leser sich sofort in diese heneinversetzen kann und mit ihren Ängsten, ihrer Neugierde, aber auch ihren nicht immer einfachen und teilweise skrupellosen Taten mitfühlen kann.



Dieses ist ein sehr gelungenes Buch, welches ich nur weiterempfehlen kann!
Eine Familiengeschichte, die dunkle Geheimnisse aufweist, die wir alle herausfinden möchten.

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