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Fegefeuer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates 2010 und dem Prix Femina in der Kategorie Ausländische Literatur 2010

buch
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Artikeldetails zu Fegefeuer

AutorSofi Oksanen

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates 2010 und dem Prix Femina in der Kategorie Ausländische Literatur 2010

  • ISBN-103-462-04234-3
  • ISBN-139783462042344
  • Verlag Kiepenheuer & Witsch...
  • ÜbersetzerAngela Plöger
  • Einbandartgebunden
  • Seiten395
  • Auflage1. Auflage
  • Veröffentlicht19.08.2010
  • Gewicht490g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelPuhdistus

Kurzbeschreibung zu Fegefeuer

Das international gefeierte Meisterwerk über Liebe, Verrat und Angst - vor allem vor der Gewalt der Männer.
Wer Äußerstes erlebt hat, ist auch Äußerstes zu tun im Stande - das zeigt dieser vielfach ausgezeichnete und hoch spannende Roman über zwei Frauen, die sich wie zufällig begegnen und die doch eine gemeinsame Geschichte verbindet.
Als Aliide Tru, eine alte Frau, die allein in einem Bauernhaus auf dem estnischen Land lebt, ein Bündel in ihrem Garten findet, das sich als junge Frau entpuppt, schluckt sie ihre Skepsis und Menschenverachtung herunter und nimmt Zara in ihr Haus auf. Zara ist auf der Flucht vor ihren Zuhältern, die sie mit brutalster Gewalt zu Willfährigkeit gezwungen haben und ihr schon dicht auf den Fersen sind. Doch Zara sucht keineswegs so zufällig Unterschlupf bei Aliide, wie diese glaubt: Aliide könnte die Schwester ihrer Großmutter sein.
Während Zara noch Beweise für die Verwandtschaft sucht und nach einer Möglichkeit, Estland zu verlassen, fühlt sich Aliide von der jungen Frau bedroht: Zu oft musste sie Leib und Seele, Hab und Gut vor Eindringlingen schützen. In Rückblenden entsteht das immer schärfer werdende Bild einer Familientragödie, die fast fünfzig Jahre zuvor, als Estland von den Russen besetzt wurde, ihren Höhepunkt fand. Rivalität und Eifersucht, Scham, Schutzbedürftigkeit und vor allem Angst vor der Brutalität der Männer gegenüber den Frauen - das sind die Motive, die Aliide zu unvorstellbaren Entscheidungen zwangen.
Sofi Oksanen gelang mit diesem Roman, der in mehr als 25 Ländern erscheint und gerade in den USA gefeiert wird, der große Wurf. Atemlos vor Spannung liest man über das Schicksal zweier Frauen, die ganz unterschiedliche und im Kern doch vergleichbare Erfahrungen machen: Egal welches politische System auch herrscht, Opfer sind immer die Frauen.

Autorenportrait zu Fegefeuer

Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, studierte Dramaturgie an der Theaterakademie von Helsinki. Ihr dritter Roman, "Fegefeuer", war monatelang Nummer eins der finnischen Bestsellerliste, verkaufte sich in Finnland so gut wie "Harry Potter" und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Finlandia-Preis sowie dem Literaturpreis des Nordischen Rates. Sofi Oksanen lebt in Helsinki.

Portrait

Angela Plöger:
Angela Plöger hat in Berlin, Budapest, Helsinki und Hamburg Finno-Ugristik und Slawistik studiert. Sie lebt als freiberufliche Übersetzerin vor allem finnischer Literatur und Dramatik in Hamburg.
Sofi Oksanen:
Sofi Oksanen est née en Finlande en 1977, d'une mère estonienne et d'un père finlandais. Elle est devenue en trois romans et quelques pièces de théâtre un personnage incontournable de la scène littéraire finlandaise.

Autorenportrait

Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, studierte Dramaturgie an der Theaterakademie von Helsinki. Ihr dritter Roman, "Fegefeuer", war monatelang Nummer eins der finnischen Bestsellerliste, verkaufte sich in Finnland so gut wie "Harry Potter" und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Finlandia-Preis sowie dem Literaturpreis des Nordischen Rates. Sofi Oksanen lebt in Helsinki.

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40

07.10.2011

„Frauenschicksal in Estland”

von einer Kundin oder einem Kunden
Zwei Frauen, die eine jung, die andere alt, haben beide Extremes erlebt und begegnen sich scheinbar zufällig. In Rückblenden nähern sich die beiden Lebenswege aneinander an, so dass man nach und nach begreift, was die beiden Frauen verbindet.

Sehr spannend; in einer teilweise kunstvollen Sprache, intelligent, grausam, dramatisch, liebevoll.

Gewalt wird an- aber nicht ausgesprochen. Jeder muss sich nur soviel vorstellen, wie er zulassen möchte. Ein Stück mir nicht so geläufiger Geschichte – Estland/Finnland/Russland während des zweiten Weltkrieges und in den 90iger Jahren wird hier sehr gut erzählt.

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50

14.08.2011

„Von Gewalterfahrungen in Gegenwart und Vergangenheit”

von einer Kundin oder einem Kunden
Aliide und Zara, eine sehr alte und eine noch sehr junge Frau, sind die zentralen Figuren in diesem Roman, der uns, vom Jahr 1992 ausgehend, mehr als fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückblicken lässt. Beide Frauen haben Grauenvolles erlebt. Krieg, Besatzung, Folter und Vergewaltigung die Ältere, Zwangsprostitution die Jüngere. Beide sind sich noch nie zuvor begegnet, obwohl sie durch eine gemeinsame tragische Familiengeschichte miteinander verbunden sind. Zara ist die Enkelin von Aliides Schwester Ingel, die nach der Eingliederung Estlands in das System der Sowjetrepubliken am Ende des Zweiten Weltkriegs, wie tausende andere Esten, mit ihrer Tochter nach Sibirien deportiert wurde. Mit dem Auftauchen Zaras kommen für Aliide die Erinnerungen an diese schrecklichen Zeiten zurück, in denen sie selbst Opfer war, aber auch zur Täterin wurde. Eindringlich schildert S. Oksanens Roman die Auswirkungen der Sowjetdiktatur auf die dörflich-bäuerliche Gesellschaft, in der Aliide und Ingel aufgewachsen sind und verknüpft dies mit der ganz persönlichen Geschichte der beiden Schwestern, die denselben Mann lieben.

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40

06.08.2011

„Starke Geschichte !!!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Gechichte spielt vorwiegend in Estland und handelt von der jungen Russin Zara, die nach falchen Versprechungen in Deutschland als Prostituierte landet. Sie flieht vor ihren Zuhältern nach Estland zu ihrer Großtante Aliide Truu die allerdings nicht weiß wer Zara wirklich ist. Es treffen zwei Schicksale aufeinander die kaum bewegender und heftiger sein könnten !! Sehr lesenswert tolle Sprache bewegende Geschichte !!

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40

03.08.2011

„Heftig, verstörend und brutal”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Zara, eine junge Russin flieht vor ihrem Zuhälter nach Estland, weil dort noch die Schwester ihrer Großmutter in einem kleinen Dorf lebt. Zuerst gibt sie sich nicht zu erkennen, doch dann muss sie der Frau, Aliide sagen wer sie ist und warum sie gerade bei ihr Unterschlupf sucht. In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte der beiden Frauen erzählt, und das ist sehr heftig und brutal. Ich wusste nichts über Estland während des zweiten Weltkrieges, so gibt das Buch auch diesbezüglich einen Einblick.
Unbedingt lesen, das ist eine starke Geschichte und zeigt uns wieder einmal starke Frauen in einer Zeit des Umbruchs.

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50

19.05.2011

„brutal, verstörend und trotzdem schön”

von einer Kundin oder einem Kunden
Sofi Oksanen besticht in diesem Roman nicht nur durch ein gelungenes, detailliertes Psychogramm der beiden Hauptcharaktere, oder durch die geschickte Zusammensetzung der Handlungsstränge, die sich durch die Gliederung in verschiedene Zeitabschnitte wie ein Puzzle erschließen und erst nach und nach sich zu einem Ganzen zusammenfügen.

Nein, dass was mich am meisten an diesem Buch fasziniert hat war die Sprache.
Lapidar, in knappen Sätzen, wird die Brutalität der jeweiligen Geschehnisse und das Erleiden durch die Frauen geschildert. Und gerade durch den Verzicht auf ausufernde gefühlshaschende Beschreibungen wird eine Direktheit und Realitätsnähe erreicht, die echte Betroffenheit erzeugen.
In den Betrachtungen und Gedanken der Personen, und ihrer Handlungen, mit denen sie Versuchen mit dem jeweils Erlittenen fertigzuwerden, offenbart sich jedoch eine ganz andere Qualität. Gekonnt vermittelt Oksanen allein durch Sprache, wie den exzessiven Fokus auf Details und langen, atemlosen Gedankenfetzen, wie verstört und gezeichnet die Betroffenen bleiben.
Aber dann ist da auch noch das kämpferische Element und die Verträumtheit, die sich in beiden Personen nicht völlig verloren hat, und verhindert, das sie verzweifeln. Dann finden sich plötzlich auch wunderschön poetische Sätze und Metaphern, die, wenn auch etwas düster, die Atmosphäre wieder ein bisschen auflockern.

Insgesamt, trotz der verstörenden Atmosphäre und der grauenvollen, tragischen Ereignisse : ein sehr, sehr schönes Buch.

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50

22.03.2011

„Diese Lebensgeschichte wird Sie nicht mehr loslassen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die junge finnische Autorin Sofi Oksanen schildert in ihrer knappen, ergreifenden Erzählweise das Schicksal zweier Frauen in Estland: zum einen das der Aliide Truu zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und kurz danach, als Estland von den Russen besetzt war und zum anderen das von Zara Pekk, einer jungen Russin, die in den 90er Jahren unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dort zur Prostitution gezwungen wird. Zwei scheinbar völlig verschiedene Leben in verschiedenen Zeiten und doch sind sie miteinander verknüpft, denn Aliide ist die Großtante von Zara. Das verstörendste und aufwühlendste Buch, das ich seit langem gelesen haben. Unbedingt lesen!

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50

23.01.2011

„Sehr gut und glaubwürdig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein wunderbar schön und gut geschriebenes Buch. Die Handlung berührt Themen wie Schuld, Unterdrückung, Erniedrigung aber auch Versöhnung und unbeantwortete Liebe.
Oksanen schreibt über Frauen, die während Kriege und Diktatur, egal wo sie stattfinden, immer gleich reagieren oder behandelt werden. In diesem Fall in Estland, während des letzten Jahrhunderts. Oksanens Schilderung ist sehr glaubwürdig.

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40

25.11.2010

„Bewegend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die junge Russin Zara flieht vor ihren Zuhältern nach Estland. Entkräftet landet sie so 1992 auf dem Hof von Allide, der Schwester ihrer Großmutter Ingel.
Während Zara noch nach Beweisen für die Verwandtschaft sucht, entsteht in Rückblenden das immer schärfer werdende Bild einer Familientragödie:
Allgegenwärtig zeigt sich bereits damals in den 30iger Jahren die Gewalt und Folter, die Allide während der Besatzung erfahren hat. Rivalität und Eifersucht um die Liebe und das Erbe zeichnen zudem das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern Allide und Ingel aus.
Ingel und ihr Kind werden deportiert und auch wenn sie den Gulag überleben, entkommen sie ihrem Schicksal nicht. Ingels Enkelin Zara gerät Jahre später in Russland in die Hände von Menschenhändlern und so schließt sich der Kreis.

Dieses Buch ist klug konstruiert und setzt sich wie ein Puzzle zusammen. Die komplexe Geschichtsschreibung- voller Grauen und Verrat- wird aus der Perspektive der Erleidenden wiedergegeben. Damit vermittelt es dem Leser unaufdringlich die geschichtlichen Hintergründe Estlands. Die poetische Sprache steht im Kontrast zu dem unaussprechlichen Grauen und entwickelt eine ungeheure Dynamik, der man sich beim Lesen nicht entziehen kann. Dies macht die Besonderheit des Buches aus.

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50

31.10.2010

„Ein sensationeller Wurf!!!!!!!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Man kann gar nicht genügend Adjektive der Superlative finden um das Debut der gerade 33 Jahre alten Sofi Oksanen entsprechend zu würdigen! Mit ihrem Roman "Fegefeuer" liefert sie ein derart perfektes und dichtes Meisterwerk ab, daß man sich fragt was die Autorin als nächstes aus dem Hut zaubern wird:-))).
Erzählt wird das Schicksal zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein koennen und im Kern trotzdem vergleichbare Erfahrungen machen muessen...
Zwischen 1936-1950 und den 1990er Jahren hin
und her springend berichtet Sofi Oksanen vom Trauma der Vergewaltigung, Verrat, unerfüllter Liebe und von einem in Gefangenschaft geratenes Land.

Auf literarisch höchstem Niveau fesselt dieses Buch von der ersten Seite an und hat mich nicht mehr losgelassen...mein Buches des Jahres 2010...unbedingt lesen!!!!!!!!!!




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40

30.10.2010

„Stark!!!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein starkes Buch über starke Frauen,für starke Frauen.
Beindruckend, schonungslos, berührend, schockierend einfach ein starkes Buch!

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50

21.10.2010

„Beeindruckend und bewegend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Es gibt nicht viele Bücher, die in einem, nachdem man sie zu Ende gelesen hat, noch lange nachklingen und einen beschäftigen.
Sofi Oksanens "Fegefeuer"gehört auf jeden Fall zu diesen Büchern und verdient viele Leser!
Sofi Oksanen erzählt die Geschichten von Aliide und Zara drastisch und schonungslos und berührt so das Leserherz!

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50

28.09.2010

„Seelen im Fegefeuer”

von Dorothea Schwenzer aus Ulm
Ich bin tief beeindruckt von diesem Roman, kein Wunder dass es dafür den Nordischen Literaturpreis gab und das Buch weltweit übersetzt erscheint.

Präzise und schonungslos schildert Sofi Oksanen politischen Terror und seine Wirkungen. Sie erzählt konsequent aus weiblicher Sicht und die Zerstörung, die Gewalt, Denunziation und vor allem Vergewaltigungen in den Seelen von Frauen anrichten, gleicht in der Tat einem lebenslangen Fegefeuer.
Die Sprache ist faszinierend, die Szenen, die in zwei Zeitebenen erzählt werden, lassen dramaturgisch genau gesetzte Bilder in einer großen Dichte entstehen.

Es braucht Mut, dieses Buch zu lesen - aber es hat eine absolut starke Wirkung und ist für mich literarische Spitzenklasse.

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50

23.09.2010

„Toll!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Diesem Buch wünsche ich mindestens soviele Leser, wie es sie in seinem Heimatland bereits fand.

Es ist ein Buch wie ein Sog! Von der ersten Seite an, war ich von der Geschichte, vielmehr aber noch von der wunderbaren Sprache gefesselt. Die Handlung ist zum Teil im Jetzt aber auch in Rückblenden geschrieben, was mir persönlich sehr gut gefallen hat weil durch den Perspektivenwechsel immer die Spannung erhalten bleibt.

Ein wunderschönes, trauriges Buch, dass ich wirklich nahezu jedem empfehlen würde!

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50

19.09.2010

„Unvergessliche Lektüre”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieser Roman geht unter die Haut.Selten habe ich ein Buch gelesen, das so anrührend, traurig und lebensbejahend zugleich ist. Aliide, die alte Bäuerin, die ihr Leben lang einen Mann liebte, den sie nie bekam, die im Krieg Entsetzliches erlebte und an nichts mehr glaubt,findet auf ihrem Hof ein Mädchen, schwer mißhandelt und voller Angst und empfindet nach und nach wieder Zuneigung und Liebe.
Die Geschichte spielt in Estland, ist aber gültig für jedes Land und jede Nation.
Sofie Oksanen hat ein Buch in einer unglaublich klaren Sprache geschrieben, hart und ehrlich und unbedingt lesenswert.

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50

13.09.2010

„Sofi Oksanen, Fegefeuer”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch spielt im Zeitraum zwischen 1936 und 1992 im ländlichen Estland, das erst unabhängige Demokratie ist, von Russen, Deutschen und wieder von Russen besetzt wird. Immer mit den bekannten Folgen wie Zwangsarbeit, Deportation und letzten Endes auch Zwangskollektivierung um jede Eigenständigkeit der Bevölkerung zu unterdrücken.
Die Protagonisten dieses Romans sind Ingel, die Glücksmarie und Aliide, die Pechmarie.Beide lieben den selben Mann - Hans, nur Ingel bekommt ihn. Nach dem Sieg der Sowjetunion wird Hans,der Deutscher ist, von den Schwestern versteckt - und die Situation für Aliide wird immer unerträglicher, trifft sie doch die ganze Wut der Sieger.
Das erfahren wir am Anfang des Buches, als die alt gewordene Aliide auf ihrem Hof die junge Zara findet. Die ist auf der Flucht vor ihren Zuhältern, die sie zur Prostitution gezwungen haben.Und in dieser Geschichte spiegeln sich Aliides Erlebnisse, die von den russischen Besatzern mehrfach vergewaltigt wurde, weil sie Hans nicht verraten wollte.Was soll sie jetzt mit Zara machen, die den Frieden bedroht, den Aliide glaubt gefunden zu haben?
Ein atemberaubendes Buch, ergreifende Schicksale und viele Wahrheiten, die nicht miteinander korrespondieren aber jede für sich stimmt. Beim Lesen erfaßt uns ein Sog, der uns bis zur letzten Seite nicht losläßt und auch darüber hinaus begleitet.Dieses Thema von Schuld, Schicksal und Sühne wird immer aktuell sein und deshalb wünsche ich diesem Buch auch möglichst viele Leser.

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