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Dinge, die wir heute sagten. dtv-Taschenbücher,  Band 24794
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Dinge, die wir heute sagten. dtv-Taschenbücher, Band 24794

Roman. Ausgezeichnet mit dem 3sat-Preis der Tage der deutschsprachigen Literatur 2010. Originalausgabe

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Artikeldetails zu Dinge, die wir heute sagten. dtv-Taschenbücher,...

AutorJudith Zander

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem 3sat-Preis der Tage der deutschsprachigen Literatur 2010. Originalausgabe

Abbildungsvermerk 2010. 210 mm

  • ISBN-103-423-24794-0
  • ISBN-139783423247948
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten479
  • Veröffentlicht01.09.2010
  • GenreRoman
  • Gewicht565g
  • SpracheDeutsch

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Rezensionen der Redaktion zu Dinge, die wir heute sagten. dtv-Taschenbücher,...

"Berührend, wie Judith Zander für dieses 'karge Endlein der Welt', diese Chronik der Ereignislosigkeit, Sympathie und eine Melodie findet." (Cornelia Zetzsche, Bayern 2 / radioTexte - das offene Buch)

Kurzbeschreibung zu Dinge, die wir heute sagten. dtv-Taschenbücher,...

Bresekow, ein Dorf in Vorpommern. Als die alte Frau Hanske stirbt, kommt ihre Tochter Ingrid mit ihrer Familie aus Irland zur Beerdigung. Ingrid hatte Bresekow vor vielen Jahren fluchtartig verlassen. Der Besuch verändert vieles im Dorf, wirft gerade für die Familien Ploetz und Wachlowski alte und neue Fragen auf. Die Dorfbewohner beginnen zu sprechen, über ihr derzeitiges Leben und ihre Verstrickungen von damals. Bresekow war immer eine kleine Welt, eng, abgelegen und heute zudem vom Verfall bedroht.
Judith Zander lässt drei Generationen zu Wort kommen. Sie erzählt mit ungeheurer Sprachkraft von einem verschwiegenen Ort im Nordosten Deutschlands, von Provinz und Alltag, von Freundschaft und Verrat, vom Leben selbst.

Beschreibung der Redaktion zu Dinge, die wir heute sagten. dtv-Taschenbücher,...

Bresekow, ein Dorf in Vorpommern. Als die alte Frau Hanske stirbt, kommt ihre Tochter Ingrid mit ihrer Familie aus Irland zur Beerdigung. Ingrid hatte Bresekow vor vielen Jahren fluchtartig verlassen. Der Besuch verändert vieles im Dorf, wirft gerade für die Familien Ploetz und Wachlowski alte und neue Fragen auf. Die Dorfbewohner beginnen zu sprechen, über ihr derzeitiges Leben und ihre Verstrickungen von damals. Bresekow war immer eine kleine Welt, eng, abgelegen und heute zudem vom Verfall bedroht.
Judith Zander lässt drei Generationen zu Wort kommen. Sie erzählt mit ungeheurer Sprachkraft von einem verschwiegenen Ort im Nordosten Deutschlands, von Provinz und Alltag, von Freundschaft und Verrat, vom Leben selbst.
Die Autorin wurde bei den 34. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt für ihren Auszug aus 'Dinge, die wir heute sagten' mit dem 3sat-Preis 2010 geehrt. Sie erhielt für diesen Roman den Preis der Sinecure Landsdorf 2010 und war nominiert für den Klaus-Michael Kühne-Preis 2010. Zudem wurde der Roman auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2010 aufgenommen.

Portrait

Judith Zander:
Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Anglistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte in Greifswald, anschließend am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Neben dem Schreiben von Lyrik und Prosa übersetzt sie aus dem Englischen. Für ihre Arbeit erhielt Judith Zander mehrere Auszeichnungen, u.a. den Lyrikpreis beim open mike 2007 und den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2009.

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17.07.2011

„Viele Stimmen”

von stiftwerk aus Dar Es Salaam, Tanzania
Geschichten schreiben, sich einfach welche ausdenken und runterschreiben, dass können viele. Sich aber zeitgleich mehrerer Stimmen bedienen, uns mit verschiedenen Identitäten konfrontieren, ja teilweise einfach vorzusetzten ist provokant und irgendwie auch neu. Diese Autorin vereint die Nacktheit Jelineks (Die Ausgesperrten) mit der Nüchternheit Martin Wallsers (Ehen in Phillipsburg). Ich habe bisher kaum etwas besseres gelesen!

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40

16.07.2011

„Wie eine eigene Welt”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Der Roman spielt in Bresekow, einem Dorf in Vorpommern, und seine Protagonisten sind nicht nur deswegen besonders, weil sie so vielzählig sind, sondern vor allem, weil sie es sind, die das Geschehen im Wechsel erzählen. Aus dem, was die Bewohner des Dorfes in inneren Monologen abwechselnd vortragen, setzt sich die Handlung zusammen. Anders als ein beobachtender Erzähler etwa, der nicht nur in der Lage wäre, den Lauf der Dinge zu beschreiben, sondern auch über die Grenzen des Dorfes hinauszublicken, lässt dieses personale Erzählverfahren die Bresekower Gemeinschaft als ein geschlossenes System erscheinen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den plattdeutschen Dialekt, den manche Dorfbewohner sprechen. Vor allem aber durch die wiederkehrenden kurzen Passagen, in denen „die Gemeinde“ als Kollektiv auftritt und gleich einem antiken Chor in Strophenform das Gerede der Leute zum Besten gibt.
Es ist ein Roman über ein Dorf, dessen Melodie das Raunen ist und dessen Hauptmotive sich in Langeweile und Einsamkeit erschöpfen. Er erzählt von einem Teil Deutschlands, den nicht einmal seine Bewohner mögen, und von Menschen, die fühlen, dass Veränderungen gut wären, die aber aus Gewohnheit oder aus Angst vor der Rechtfertigung, die sie dem Chor, also ihrer Gemeinde, schuldig wären, lieber dort bleiben, wo sie sind. Denn rechtfertigen muss man sich in Bresekow für alles „oder wegziehen“. So sehr man am Ende bedauern mag, dass für Ostdeutschland wieder nur diese trüben, lebensfeindlichen Aussichten geblieben sind, so sehr muss man doch anerkennen, dass Judith Zander mit ihrem Porträt Bresekows ein mutiges und sehr vielversprechendes Debüt gelungen ist.

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40

24.01.2011

„Dorfgeschichten einmal anders”

von einer Kundin oder einem Kunden
Gesprochen wird nicht viel in Bresekow, dem kleinen Dorf ohne Gastwirt in Vorpommern. Zumindest nicht direkt und vor allem nicht direkt zu den Menschen über die es was zu sagen gibt. Als Anna Hanske stirbt kommt ihre Tochter Ingrid, die einst aus der DDR getürmt ist, mit Mann und Sohn und gibt jede Menge Erzählstoff, der von verschiedenen Personen dargeboten wird.
Da ist Maria, die so etwas wie die „Beste Freundin“ Annas war, ihre Enkelin Romy, die eigentlich sehr einsam ist im Dorf, durch Paul, den Sohn Ingrids aber auf Ella stößt, der es auch genauso ergeht, und Ecki, der Anführer der jungen wilden, Henry, der Dorfdepp mit schlimmer Vergangenheit. Sie alle erzählen auf ihre Art aus ihrem Leben und geben so Puzzleteile die sich zu einem Ganzen fügen. Zwischen Plattdeutsch und DDR-Geschichten finden sich Dorfschicksale die es überall gibt.
Der Personenwechsel und die breiten Erzählungen fordern allerdings viel Aufmerksamkeit mit der man sich in diesem Buch versinken lassen soll.

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50

06.10.2010

„Ein tolles Debut”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der Debutroman von Judith Zander - und gleich auf der Auswahlliste zum Deutschen Buchpreis. Zu Recht!
Ein kleines Dorf in der mecklenburgischen Provinz.
Man kennt sich, weiß viel übereinander.
Nach dem Tod von Anna Hanske kommt ihre Tochter Ingrid nach 20 Jahren wieder ins Dorf zur Beerdigung. Mit ihr kommt viel Verdrängtes wieder zu Tage. Aus den verschiedenen Perspektiven der Bewohner wird 50 Jahre Geschichte zusammengepuzzelt.
Lässt man sich auf die unterschiedlichen Sprachstile ein, wird man mit einer packenden Geschichte belohnt.

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50

28.09.2010

„Dinge, die wir heute sagten”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Anna Hanske ist gestorben. Seit vielen Jahren lebte sie in Vorpommern im kleinen Dorf Bresekow. Zur Beerdigung kehrt Annas Tochter Ingrid nach Hause zurück. Vor mehr als 20 Jahren hatte sie das Dorf verlassen. Sie bringt ihren fast erwachsenen Sohn Paul mit um ihm die Heimat seiner Mutter zu zeigen. Ein vielschichtiger Roman, mit vielen interessanten Personenbeschreibungen.

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50

18.08.2010

„Geschichten aus der ostdeutschen Provinz”

von Dr. Christian Rößner aus Göttingen Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Als der Tod Ihrer Mutter Ingrid und ihre Familie aus Irland zurück in das mecklenburgische Bresekow nahe Anklam bringt, kommen alte Geschichten und Geschichtchen wieder zum Vorschein, wird längst Vergessenes wieder präsent und alte Rechnungen werden beglichen. Spannend und sprachlich authentisch erzählt Judith Zanders in ihrem Debütroman von Unschuld und Schuld. Kunstvoll ist vor allem die Konstruktion des Romans. Aus der Perspektive der einzelnen Figuren, die in der Ich-Form in wörtlicher Rede (bis auf Ingrid) berichten, ist die jeweilige Sicht der Dinge stets subjektiv gefärbt und muss nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen. Erschreckende Banalitäten, erdrückender Provinzialismus und menschliche Engstirnigkeit, die die Lebenswirklichkeit der Figuren präsentieren, zeigen ein undurchschaubares Geflecht von tragischen Schicksalen und gescheiterten Existenzen. Lassen Sie sich auf die Entflechtung der Geschichten einfach ein, dann steht einem wirklich außerordentlich fesselnden Lese-Erlebnis nichts mehr im Wege! Für mich das literarische Debüt des Jahres 2010!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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