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Die Wohlgesinnten

Die Wohlgesinnten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2008 und dem Bad Sex Award 2009

buch
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Artikeldetails zu Die Wohlgesinnten

AutorJonathan Littell

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2008 und dem Bad Sex Award 2009

Abbildungsvermerk 19 cm

  • bol.ch-Verkaufsrang1.925
  • ISBN-103-8333-0628-9
  • ISBN-139783833306280
  • Verlag Berliner Taschenbuch...
  • ReiheBerliner Taschenbuch
  • ÜbersetzerHainer Kober
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten1383
  • Veröffentlicht26.09.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht765g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelLes Bienveillantes

Rezensionen der Redaktion zu Die Wohlgesinnten

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Littells Epos war in Frankreich ein Megabestseller, gefeiert und verehrt. In "Die Wohlgesinnten" erzählt ein Verbrecher, der sich als ein Zahnrad des Krieges sieht. Wie Littell diesen mächtigen Roman darreicht, ist überragend. Man ist erschüttert und traurig, aber begeistert von der Erzählweise. Der Sensationsroman der Saison!

Beschreibung der Redaktion zu Die Wohlgesinnten

'Die Wohlgesinnten' wurden von der Kritik als ein neues Krieg und Frieden gefeiert: die fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied, in die SS eingetreten, um sich der Strafverfolgung nach Paragraph 175 zu entziehen, aber lebenslang seiner Zwillingsschwester inzestuös verbunden. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von Juni 1941 bis April 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, Auschwitz und Krakau, an Mittelbau Dora, das besetzte Paris oder das kriegszerstörte Berlin. Es sind die beklemmenden Erinnerungen an all die Begegnungen mit den Nazigrößen, an Himmler, in dessen persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Heydrich, Höß oder Speer. Es ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen Verbrechen, konsequent erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in die sichere Existenz eines Fabrikdirektors in Frankreich gerettet hat."Es ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die je über den Nazismus geschrieben wurden."

Autorenportrait zu Die Wohlgesinnten

Jonathan Littell, 1967 in New York geboren, ist in Frankreich aufgewachsen. Für Die Wohlgesinnten erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt. Zum Roman erschien ein Marginalienband mit Beiträgen des Autors und von Jürg Altwegg, Judith N. Klein, Claude Lanzmann, Florence Mercier-Leca und Pierre Nora. Außerdem erschien neu im Berlin Verlag Georgisches Reisetagebuch (2008) sowie Das Trockene und das Feuchte (2009), ein Essay über die Struktur der faschistischen Sprache, den Jonathan Littell während der Vorarbeiten zu Die Wohlgesinnten verfasste.

Portrait

Jonathan Littell:
Jonathan Littell, 1967 in New York geboren in einer jüdischen Familie russischer Herkunft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen hat, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte, studierte in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation „Aktion gegen den Hunger“ (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt.

Autorenportrait

Jonathan Littell, 1967 in New York geboren, ist in Frankreich aufgewachsen. Für Die Wohlgesinnten erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt. Zum Roman erschien ein Marginalienband mit Beiträgen des Autors und von Jürg Altwegg, Judith N. Klein, Claude Lanzmann, Florence Mercier-Leca und Pierre Nora. Außerdem erschien neu im Berlin Verlag Georgisches Reisetagebuch (2008) sowie Das Trockene und das Feuchte (2009), ein Essay über die Struktur der faschistischen Sprache, den Jonathan Littell während der Vorarbeiten zu Die Wohlgesinnten verfasste.

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50

28.12.2011

„Roman über ein Monstrum”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Die Wohlgesinnten" spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine und in Russland, im Kaukasus und auf der Krim, in Auschwitz und Antibes, in Pommern und immer wieder in Berlin. Durch das Kriegsinferno wandelt ein Romanheld, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr. Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet wie gewalttätig. Bis kurz vor Kriegsende tut Max Aue, was ihm aufgetragen wird, stur, pedantisch, seinen Herren auf merkwürdig banale Weise treu.
"Die Wohlgesinnten" hat mich stark an Kafkas Romane und an Bret Easton Ellis' "American Psycho" erinnert. Littells Buch fürt über die Grenze des Vorstellbaren hinaus, ist erschütternd und lesenswert zugleich. Sehr speziell, aber sehr gut !

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50

15.10.2011

„unbeschreiblich, ein Meisterwerk”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Die Wohlgesinnten" sind die fiktiven Erinnerungen des SS-Offiziers Maximilian Aue.
Das Buch ist aus der Sicht des Täters geschrieben und geht in seiner entsetzlich detailgetreuen Beschreibung über eine Grenze.
In seiner konsequenten Genauigkeit erlaubt das Buch nicht, die entstehenden Bilder im Kopf auszublenden.
Das Buch wird Sie fordern, es ist schonungslos, man kommt an seine Grenzen.

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50

03.08.2011

„Die Wohlgesinnten”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dem Franzosen Jonathan Littell ist ein unglaubliches Meisterwerk gelungen. Unglaublich weil diese Geschichte fiktiv und dennoch so realistisch geschrieben ist, dass man kaum glauben mag, dass der erst 1967 geborene Littell nicht von sich selbst schreibt.

Dieser Roman beschreibt die Erinnerungen des fiktiven SS-Offiziers von Aue, der genauso gelebt haben könnte.
Noch nie habe ich einen so detaillierten Bericht über das Töten gelesen wie aus der Sicht dieses Täters. Kalt, mathematisch und mit kranker Logik erzählt von Aue in einem Atemzug vom Völkermord und von seinen Verdauungsstörungen.

Dieses Buch umfasst weit mehr als 1000 Seiten. Es an einem Stück zu lesen ist wegen der schonungslosen Brutalität schwierig. Ich brauche jedenfalls Unterbrechungen.

Es ist trotzdem ein absolut lesenswertes Psychogramm über einen Täter und die Maschinerie des Massenmordes.

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40

11.06.2011

„Great, but ...”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Freiburg im Breisgau
Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt.
Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus.
Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde das schmale Bändchen mit den Memoiren des Rudolf Hoess noch weitaus erschreckender als dieses Opus magnum, aber biografische Aufzeichnungen vergleicht man besser nicht mit Literatur. Das eine ist der Schuh, das andere der Fuß.
Ich hätte den Roman noch lieber gelesen, wäre die Erzählsprache nicht so nervtötend monoton. Aber auch das gehört zweifellos dazu.

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40

28.04.2011

„beeindruckend und absolut niederschmetternd”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dies sind die fiktiven Memoaren des SS-Offiziers Dr. Maximilian Aue.
Mit erschreckendem Realismus wird der Leser mit den schrecklichsten Verbrechen des NS-Regimes und dem Wahnsin des 2. Weltkriegs konfrontiert, welcher sich besonders in der labilen Psyche der Hauptfigur niederschlägt.
Hier wird die Perspektive der Täter aufgezeigt ohne die der Opfer zu relativieren.

Jonathan Littell ist hier ein literarisches Meisterstück gelungen.

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50

01.11.2010

„Faszination des Grauens”

von einer Kundin oder einem Kunden
Obwohl fiktiv, ein unglaublich unter die Haut gehendes Standardwerk für alle Leser von Büchern zum Zweiten Weltkrieg.

Grauenhaft und fulminant detaillistisch kurz: Ein hervorragender Schreibstil. Für die Literaten unter uns ein Traum. Aber kein Buch zum weglesen und geniessen.

Probieren Sie es einfach für sich selbst, es lohnt sich, den Versuchsballon zu starten!

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50

17.10.2009

„erschütternd realistisch”

von einer Kundin oder einem Kunden
Noch nie wurde ein fiktiver Roman über den zweiten Weltkrieg so detailliert aus der Sicht eines Täters geschrieben. Der Protagonist, ein SS-Obersturmführer Maximilian Aue, hat die Aufgabe, die Vernichtung der Juden voranzutreiben. Der Leser muss starke Nerven haben, denn er geht durch ein Wechselbad der Gefühle. Beim Lesen habe ich mir oft die Frage gestellt, wie konnte der Autor (selber erst Anfang 40)sich in die Rolle des Protagonisten hineinversetzen. Denn dann das musste er zwangsläufig tun, um diesen Roman zu schreiben. Für mich ist es eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe.

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40

03.10.2009

„grauenhaft niederschmetternd”

von Sophie Bergmann aus St.Johann
Endlich ist dieses einschlägige Werk auch als Taschenbuch erschienen und mit einem leichter erschwinglichen Preis gesegnet. Der fransösische Autor Littell ließ hier eine sehr eindrucksvolle und äusserst authentische fiktive Geschichte über den Nationalsozialismus entstehen. Im Mittelpunkt steht ein SS-Offizier, der seine Sicht dieser Gräueltaten in Bezug auf Judenverfolgung erläutert. Emotionslos und in vollem Bewusstsein wird gemordet und geächtet, ohne Skrupel, denn so wird es verlangt. Das Geschehen wird sehr ausdrucksstark vorangetrieben und dem Rezipienten läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Doch wie traurig einen dieses Buch auch macht.... die Realität ist immer unerträglicher...

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50

23.09.2009

„Die Wohlgesinnten”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Buch für solche, die das Lesen zur Leidenschaft erheben wollen: Monumental im Umfang, wird man von Seite zu Seite mehr in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl, selbst am Zweiten Weltkrieg als stummer und erschrockener Beobachter teilzunehmen. Geschrieben aus der Sicht eines erfundenen SS-Offiziers, der aber so gelebt haben könnte. Beeindruckend auf Grund der umfassenden Recherche, die einen hohen Grad von Authentizität vermittelt. Das „Nie wieder Krieg“ wird einem nach dieser Lektüre ein Mal mehr zur Lebensmaxime.

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40

16.09.2009

„Höllenfahrt”

von einer Kundin oder einem Kunden
So hat es noch keiner beschrieben, das Unfassbare. SS- Offizier Aue erlebt das Grauen des 2. Weltkrieges, beschreibt Massenexekutionen, Verfolgung und Ermordung der Juden, kalt und detailliert. Der fiktive Erzähler ist zugegen an fast allen markanten Schauplätzen des Krieges (natürlich nur möglich in einem Roman), in Babi Jar, Stalingrad, Auschwitz...., begegnet Himmler, Heydrich, Höß...... . Die historischen Fakten betreffend hat der Autor Jonathan Littell so genau recherchiert, dass zur gebundenen Ausgabe ein Marginalienband mit ausführlichen Erläuterungen zum Text erschienen ist. Der Roman ist mit fast 1400 Seiten recht lang, wer sich durch diese Hölle lesen will, braucht gute Nerven und einen langen Atem!

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50

27.08.2009

„Ein Monumentalwerk”

von Dr. Christian Rößner aus Göttingen Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dieses Buch war schon vor seinem Erscheinen im Jahre 2008 das literarische Debattenbuch des Jahres. Die fiktive Geschichte des intellektuellen SS-Schergen Max Aub polarisierte Leser und Kritik gleichermaßen. Wurden dem Autor auf der einen Seite vorgeworfen, seinen Roman aus pornografischen, gewaltverherrlichenden oder die Geschichte banalisierenden Versatzstücken zusammengekleistert zu haben, waren viele Leser voll des Lobes für diesen intimen Einblick in das Seelenleben eines Nazi-Verbrechers. Jetzt liegt das Monumentalwerk als Taschenbuch vor. Mit Sicherheit sind „Die Wohlgesinnten“ eine lohnenswerte Lektüre, auch wenn man Littells Umgang mit der deutschen Geschichte immer mit einem kritischen und wachsamen Auge vornehmen sollte. Trotz allem: Große Literatur!

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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