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20.11.2011
„Die Welt, wie wir sie kannten”
von Katzke
Der Tag, an dem ein Asteroid auf dem Mond einschlägt, war der letzte Tag, an dem Mirandas Welt noch in Ordnung war. Danach ist alles anderes. Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche zerstören ganze Städte, Staaten und töten Millionen von Menschen. Nahrungsmittel werden knapp, die Stromversorgung bricht zusammen, genau wie eigentlich die gesamte Zivilisation. Ab sofort muss Miranda um ihr Leben und das ihrer Familie kämpfen. Doch wird sie stark genug sein, der neuen Welt die Stirn zu bieten?
Meine Meinung:
Mich hat dieses Buch in jeder Hinsicht positiv überrascht. Denn eigentlich hatte ich eine Geschichte erwartet, die vom Aufbruch handelt, bei der man von Anfang an weiß, was die genaue, große Aufgabe, der Quest ist. Doch tatsächlich gibt es in diesem Buch nur ein einziges Ziel: Zu Überleben. Miranda ist keine Heldin, die die Dinge verändert, die die Welt verändert, die sich zur Aufgabe gemacht hat die Gesellschaft zu retten, allen zu helfen, sondern nur sich selbst und ihrer Familie das Überleben sichern will. Für sie schrumpft nach der Katastrophe ihre Welt jeden Tag ein wenig mehr, sodass sie mit ihrer Mutter, ihren beiden Brüdern und dem Kater, letztendlich alleine ist. Zweifel, Angst und Hunger sind ihre tagtäglicher Wegbegleiter, doch als Familie müssen sie dies alles ausstehen und zusammen agieren und können nur hoffen, dass es eines Tages wieder besser wird.
Es ist schön zu sehen, wie dick das Band in dieser Familie ist, das alles aushält und wohl das einzige ist, was sie alle retten könnte. Man selbst hat Angst um diese Leute, die Dinge erleben, die sich kein Mensch wirklich vorstellen kann. Und doch erscheint das Szenario so erschreckend real, dass es beängstigend ist und man unwiederbringlich darüber nachdenken muss, was man selbst in solch einer Situation getan hätte. So wird man aufgesogen von dieser Geschichte, kann sich nicht mehr von ihr losreißen, weil jeder Tag, den Miranda erlebt anders ist, neue Gefahren, Probleme aber auch Lichtblicke mit sich bringt. Das Ganze ist dann auch noch in einer wunderbar angenehm jugendlichen Sprache verpackt, die jedem gefallen dürfte, egal ob man jugendlich ist oder nicht.
Mein Fazit:
Spannung, unerwartete Wendungen und ein aufsaugender Schreibstil, lassen einen dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Welt wie wir sie kannten kann ich an alle empfehlen, die einen realistisch wirkenden Zusammenbruch der Zivilisation, durch Naturkatastrophen, erleben wollen und die nicht erwarten, dass die Welt von einer Heldin gerettet wird.
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