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Die Suche nach der vollkommenen Sprache. dtv-Taschenbücher,  Band 30829

Die Suche nach der vollkommenen Sprache. dtv-Taschenbücher, Band 30829

(Literatur)

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Artikeldetails zu Die Suche nach der vollkommenen Sprache....

AutorUmberto Eco

Untertitel (Literatur)

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-423-30829-X
  • ISBN-139783423308298
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • ÜbersetzerBurkhart Kroeber
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten388
  • Veröffentlicht01.01.2002
  • Gewicht330g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelLa ricerca della lingua perfetta nella cultura europea

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Kurzbeschreibung zu Die Suche nach der vollkommenen Sprache....

Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf Geniales folgt.
Der Semiotiker Eco greift hier die Thematik der Sprache aus dem >Foucaultschen PendelSüddeutschen Zeitung

Beschreibung der Redaktion zu Die Suche nach der vollkommenen Sprache....

Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf Geniales folgt.

Der Semiotiker Eco greift hier die Thematik der Sprache aus dem ?Foucaultschen Pendel? auf und behandelt unter den Aspekten »vollkommene Sprache/universelle Sprache« ein umfangreiches Kapitel europäischer Kulturgeschichte. Daß alle Versuche, eine vollkommene Sprache a posteriori zu konstruieren, fehlschlagen müssen, versteht sich von selbst, müßte sie doch die Allheit aller existierender Sprachen sein. Doch für Eco liegt die Aufgabe der zukünftigen europäischen Kultur auch nicht im Triumph der totalen Vielsprachigkeit, sondern »in der Herausbildung einer Gemeinschaft von Menschen, die in der Lage sind, den Geist, das Aroma, die Atmosphäre einer anderen Sprache zu erfahren«. »Hier schreibt ein gelernter Babyloniker die Geschichte einer antibabylonischen Idee.« (Ludger Lütkehaus in der ?Süddeutschen Zeitung?)

Portrait

Umberto Eco:
Umberto Eco wurde 1932 in Alessandria geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den Premio Strega (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfaßte zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane 'Der Name der Rose' und 'Das Foucaultsche Pendel' sind Welterfolge geworden.

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50

26.02.2010

„Sehr gute Einführung in das Thema!”

von Zitronenblau Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Wir denken und fühlen - und um das zu kommunizieren, gebrauchen wir der Mimik, der Gestik, der Sprache und allgemeinen Zeichen. Unsere Sprache ist wohl das größte Geschenk! Mithilfe eines Alphabets konnte sich das Denken selst evolutionieren und ein holistisches System ausbilden, anhand dessen Strukturen, z.B. der Syntax, sich die Semantik der Welt losgebunden vom hic et nunc manifestieren kann. Eco führt in diesem Buch - wie der Titel schon antezipiert - in die Suche nach der vollkommenen Sprache ein. Obgleich wir von einer ersten adamitischen Ursprache, verschiedenen Protosprachen oder den Mythos der confusio liguarum des gefallenen Turmes zu Babel glauben, wir leben in einer polyphonen und polyglotten Welt. Die vollkommene Sprache ist eine Frage der Definition - soll die "schön" sein? oder einfach in der Grammatik? oder auf notwendige Lexik zur Kommunikation reduziert? logisch oder bunt? Es ist so wie es ist: wir Menschen verfügen über die Bedingungen der Möglichkeit aposteriorischer Sprachsysteme, die ein "Zusammenfinden" aller in Eins evozieren kann. Doch in der Mannigfaltigkeit der Sprachen spiegelt sich zugleich auch der Kosmos selbst wieder - es hat seinen Grund, warum heute so viele unterschiedliche Sprachen existieren, im Zuge der Globalisierung aber auch eine Art "Konvergenz" zu beobachten ist. Eco instruiert eindrucksvoll die Anfänge (Genesis, Kabbala) der Sprache, ihre mystischen Beginne, die magsich-geheimen Sprachen der Gnosis und Hermetik, natürlich auch die kombinatorischen Systeme wie die Ars Magna von Lullus. Wir begeben uns auf eine Reise in die Hebräik, in das Latein und Alt-Griechisch, die Nationalismen, die Hieroglyphen Ägyptens und chinesischen Zeichen, zu den Polygraphien und apriorisch-philosophischen Sprachen eines Dalgarno, Wilkins oder Leipniz, zu den Enzyklopädien und heutigen Welthilfssprachen. Das Buch ist so spannend und einfach geschrieben, dass es für jeden interessierten Leser eine Freude sein wird, es zu entdecken, zumal Eco unter den Top Intellektuellen dieser Welt gezählt wird. Fazit des Buches: die vollkommene Sprache ist wohl nicht mehr rekonstruierbar, doch ist deren babylonische Verwirrung kein Fluch, sondern ein Segen, der sich wie folgt verstehen lässt: "Die Ursprache war nicht eine einzige, sondern die Gesamtheit aller Sprachen."

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