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Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Roman

buch
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Artikeldetails zu Die schärfsten Gerichte der tatarischen...

AutorAlina Bronsky

Untertitel Roman

  • ISBN-103-462-04235-1
  • ISBN-139783462042351
  • Verlag Kiepenheuer & Witsch...
  • Einbandartgebunden
  • Seiten317
  • Auflage1. Auflage
  • Veröffentlicht19.08.2010
  • Gewicht435g
  • SpracheDeutsch

Rezensionen der Redaktion zu Die schärfsten Gerichte der tatarischen...

"Alina Bronsky ist eine starke, atemlose Schreiberin, die Sätze wie ansatzlose Aufwärtshaken austeilen kann. Sie zählt zu einer Reihe heranwachsender junger Schriftstellerinnen, die sehr geradlinig, erdverbunden und grundsympathisch sich einen Namen machen werden." Welt am SonntagBACKCOVER:

Kurzbeschreibung zu Die schärfsten Gerichte der tatarischen...

Die Geschichte der leidenschaftlichsten und durchtriebensten Großmutter aller Zeiten
Am Anfang tut sie alles, um nicht Großmutter zu werden: Im Jahr 1978 ist Rosalinda wild entschlossen, die Schwangerschaft ihrer viel zu jungen und viel zu dummen Tochter zu beenden. Doch das misslingt, und sobald Aminat auf der Welt ist, entbrennt ein rücksichtsloser, grotesk-komischer Kampf um sie.
Jenseits des Urals herrschen klare Verhältnisse: Die Tatarin Rosalinda bestimmt, ihr Gatte Kalganov spurt, und ihre Tochter Sulfia benimmt sich schlecht. Es mangelt an vielem, aber nicht an Ideen, und schon gar nicht an Willenskraft. Es steht also immer etwas Scharfes auf dem Tisch, und alle größeren Malheurs, die Sulfia anrichten könnte, werden verhindert. Nur ihre Schwangerschaft nicht, und auch nicht die Geburt von Aminat, dem genauen Gegenteil ihrer Mutter: schön, schlau, durchsetzungsfähig - ganz die Großmutter eben.
Rosalinda steht zum ersten Mal einem Geschöpf gegenüber, das ihr ebenbürtig ist, und wird die leidenschaftlichste Großmutter aller Zeiten. Im ungleichen Kampf zwischen der glücklosen Sulfia und der rücksichtslosen Rosalinda wird das Mädchen zur Wandertrophäe - und der Leser zum Zeugen haarsträubendster Ereignisse, komischster Szenen, schlagfertigster Dialoge.
Alina Bronsky gelingt eine Glanzleistung: Sie lässt ihre radikale, selbstverliebte und komische Hauptfigur die Geschichte dreier Frauen erzählen, die unfreiwillig und unzertrennlich miteinander verbunden sind - in einem Ton, der unwiderstehlich ist. Durch drei Jahrzehnte und diverse Schicksalsschläge führt sie die ungleichen Frauen, und der Leser folgt ihr atemlos.
Voller Gefühl, Sinnlichkeit, Drastik und Exotik: ein scharfer Frauenroman!

Autorenportrait zu Die schärfsten Gerichte der tatarischen...

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, wuchs auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und in Südhessen auf. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin und Redakteurin. Sie lebt bei Frankfurt. Ihr Debütroman "Scherbenpark" erhielt großes Kritikerlob und wurde zum Bestseller. Der Spiegel erklärte Alina Bronsky zur "aufregendsten Newcomerin der Saison".
"Scherbenpark" wurde in mehrere Sprachen übersetzt und erschien unter anderem in Italien und den USA.

Portrait

Alina Bronsky:
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt in Frankfurt und telefoniert bis heute fast täglich mit ihren Großeltern in Sibirien.

Autorenportrait

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, wuchs auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und in Südhessen auf. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin und Redakteurin. Sie lebt bei Frankfurt. Ihr Debütroman "Scherbenpark" erhielt großes Kritikerlob und wurde zum Bestseller. Der Spiegel erklärte Alina Bronsky zur "aufregendsten Newcomerin der Saison".
"Scherbenpark" wurde in mehrere Sprachen übersetzt und erschien unter anderem in Italien und den USA.

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10

18.12.2011

„Das beste am Buch war die Leseprobe”

von Alexia Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Rosalinda, die Ich-Erzählerin der Geschichte, ist eine Schönheit. Aber Rosalinda ist nicht nur schön. Sie ist intelligent, sie ist ein großartiger Mensch und sie will natürlich nur das Beste. Und zwar für ihre arme Tochter Sulfia. Sulfia, die so gar nichts von ihrer Mutter hat. Sulfia, die hässlich und dumm ist und die schwanger wird, ohne dass sie Sex mit einem Mann hatte. Aber egal, mit diesem Problem wird Rosalinda auch noch fertig. So wie sie mit allem, was in ihrem Leben und dem Leben ihrer Tochter passiert, fertig wird. Oder auch nicht???

„Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ hat sich vielversprechend zu Anfang gelesen. Genauer gesagt: Die ersten 17 Seiten haben mich auf einen Roman hoffen lassen, bei dem ich viel zu lachen habe. Der witzig und skurril ist. Einfach etwas anders. Anders war er dann auch, aber leider nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Denn die restlichen 300 Seiten habe ich mich durch das Buch „gequält“. Rosalinda hier, Rosalinda da, Rosalinda die über Leichen geht, die das Leben ihrer Tochter, ihres Mannes, ihrer Enkelin verhunzt, halt Rosalinda, die Reglerin. Eine extrem unsympathische und anstrengende Frau, die sich nur um sich selbst dreht. Und ein logischer Aufbau der Geschichte war irgendwann auch nicht mehr zu erkennen. Und das Ende? Ohne Sinn und Verstand. Aber Gott sei Dank ein verhältnismäßig frühes Ende. Es gibt Bücher, bei denen sind 1000 Seiten noch zu kurz und bei anderen wäre man froh, sie wären nach 20 Seiten zu Ende. So auch bei diesem Buch.

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20

22.10.2011

„ICH, ICH, und nochmals ICH”

von Otto-Ernst Martin aus Luzern
Alle anderen, hier aufgeführten Rezensionen stimmen! Aber gerade weil die Grossmutter (und Erzählerin) nur einen Wert kennt, nämlich ihren eigenen Machtanspruch, halte ich das Buch doch eher für bedenklich. Ja, es liesst sich gut, schnell und ist auch oft spannend, aber traurig, wenn die Welt wirklich so wäre, wenn es nur reine Egoisten und Besserwisser gäbe.

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50

02.03.2011

„Die schäfsten Gerichte der tatarischen Küche”

von einer Kundin oder einem Kunden
Böse, böse, böse. Die Großmutter der Erzählerin lässt sich nicht anders charakterisieren. Eine atemberaubend flotte Geschichte der Familie unter dem strengen Regiment einer selbstverliebten und durch eine harte Schule gegangenen Tatarin. Aus ihrer Sicht stellt sich manches ganz anders dar, als wir im Laufe des Lesens nach und nach lernen für uns zu übersetzen. Sprachlich brillant und eine interessante Geschichte aus der Sicht einer zur Russin assimilierten Tatarin im Russland des ausgehenden 20. Jahrhundert.

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50

02.01.2011

„Beste eseunterhaltung”

von Anelba aus Borken
Es ist unglaublich gut beschrieben, wie eine Familie mit "Oma" ihren Weh erlebt und alle Probleme meistern muß.
Familie heisst Arbeit und Konflikte und viel,viel Flexibilität,immer neue Lösungen, ohne nachtragend sein zu dürfen.
Weise,macht Hoffnung, unbedingt lesen.

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40

11.12.2010

„Die schärfste Großmutter auf ihrem obskuren Weg der Zerstörung”

von Katharina Walsdorf
Ich bekam dieses Buch geschenkt. Ich hätte es mir nie gekauft. Der bescheuerte Titel "Die schärfsten Gerichte....." ließ erst einmal auf einen mit Kochrezepten gespickten Roman schließen (sind nicht mein Ding..) und auch die Umschlaggestaltung und Illustration sprechen mich überhaupt nicht an. Da haben Frau Schmidt und Frau Fürst-Fastré Alina Bronsky keinen Gefallen getan, meiner Meinung nach. Und dann die Überraschung,- ein tolles Buch. Es hat mir supergut gefallen, rasant geschrieben, stilsicher, witzig, traurig, ja oft tragisch, aus der Perspektive einer egozentrischen unfreiwilligen Großmutter, der schönsten von allen, die man meistens einfach nur aufhalten möchte in ihren vernichtenden Aktionen. Richtig gut. Ich werde mir jetzt auch "Scherbenpark" von Alia Bronsky besorgen und freue mich schon aufs Lesen.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: ganz und garnicht ähnlich aber davor gelesen und für verstörend gut gefunden: "Unsichtbar" von Paul Auster

40

24.11.2010

„echt scharfe Kost”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rosalinde, tatarischer Herkunft, resolut, herrisch und überzeugt, dass all ihre Entscheidungen die richtigen sind.Dies gilt für ihre Tochter Sulfia, ihre Enkelin Aminat und auch ihren Mann Kalganow, der sie jedoch verlässt. Sie ist auf der Suche nach dem richtigen Mann für Sulfia, die bereits zwei Ehen hinter sich hat. Sie findet das geeignete Opfer in einem Deutschen.So organisiert sie nicht nur für ihre Tochter sondern auch für sich und ihre Enkelin die Übersiedlung nach Deutschland- in ein viel besseres Land.
Ja und wenn immer alle auf Rosalinde gehört hätten, könnten allle glücklich und zufrieden sein - aber dem ist nicht so - nur die von sich so überzeugte Tatarin will das nicht wahr haben.

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50

28.10.2010

„Ein literarischer Hochgenuss!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Alina Bronsky nimmt uns mit auf eine tragisch-komische Reise durch das Leben der ebenso stolzen und schönen wie selbstverliebten Tatarin Rosalinda, die im Sowjetrussland der 70er Jahre beginnt und im Deutschland des neuen Jahrtausends endet.
Gestraft mit einer Tochter, die ihr nicht mal ansatzweise das Wasser reichen kann, setzt Rosalinda all ihre Hoffnungen in ihre Enkelin. Rücksichtslos, aber immer mit Witz und Würde, kämpft sie für eine bessere Zukunft.
Bronskys zweiter Roman ist ebenso unterhaltsam, wie emotional und nimmt sich auf ironische aber auch sensible Weise den Themen Mutterliebe, Familie, Fremdsein und Integration an.
Mein persönliches Lieblingsbuch des Jahres 2010!

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50

17.10.2010

„Das nenn ich emanzipiert!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rosalinda ist Tatarin und trotzdem sie alles getan hat, um es zu verhindern, bringt ihre Tochter Sulfia ein Kind zur Welt. Kaum ist Aminat geboren, entpuppt sie sich als leidenschaftliche Großmutter. Sie ist eine selbstherrliche und zeitweise sehr unangenehme Frau, sie tyranisiert ihr Tochter und findet, nur sie ist in der Lage die Enkeltochter "richtig" zu erziehen. Sie tut aber alles um ihrer Familie das Überleben zu sichern. Männer spielen in ihrem Leben nur eine untergeordnete Rolle. Auf der Suche nach Reichtum und Glück schafft sie es, nach Deutschland auszuwandern. Ihre Vorstellungen und Wünsche gehen allerdings auch im gelobten Land nicht so ganz in Erfüllung. Alina Bronsky erzählt uns von drei verschiedenen Frauen, von einem Leben zwischen drei Kulturen und von drei Jahrezehnten voller Schicksalschläge und überraschender Wendungen.

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50

04.10.2010

„Sehr empfehlenswert”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rosalinda macht ihren Lesern richtig Spaß. Mit List führt sie ihre Familie durch den sozialistischen Alltag der Sowjetunion, immer darauf bedacht, für alle das Beste rauszuschlagen und die Lebenssituation zu verbessern. Ärgerlich nur, dass die Familie das nicht zu schätzen weiß und Rosa immer wieder in die Bredouille bringt.
Mit viel Witz erzählt Alina Bronsky diese Familiengeschichte und doch vergisst sie nicht die Schattenseiten des Lebens in der Sowjetunion zu schildern. Rosa sucht nach einem Ausweg, um ihrer Enkelin das bestmögliche Leben bieten zu können. Da sie dabei weit über das Ziel hinaus schießt, bleibt dem Leser das Lachen oft im Hals stecken.

Dieser Roman ist ein echtes Highlight und wurde für den Deutschen Buchpreis 2010 nominiert.

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50

27.09.2010

„Großartig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Tragisch und komisch kommt der neue Roman von Alina Bronsky "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" daher. Auch schon ihr erster Roman "Scherbenpark" hat mich begeistert, doch mit diesem Roman setzt sie noch einen drauf.
Rosalinda ist keine Großmutter, wie man sie sich vorstellt. Natürlich nur auf das Wohl aller bedacht, schießt sie oft über das Ziel hinaus. Nie ist sie mit ihre viel zu kleinen, leider nicht nach ihr geratenen Tochter zufrieden und so entschließt sie sich, das Enkelkind für geraume Zeit zu "entführen". Ob ihre Tochter das möchte? Die wird nicht gefragt, Rosalinda will doch nur das beste...
Durch viele Schicksalsschläge folgen wir Rosalinda und ihrer Familie bis nach Deutschland und ob sie dort glücklich werden, lesen sie am besten selber...
Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß gemacht und ich habe nicht nur einmal ungläubig den Kopf geschüttelt.

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50

05.09.2010

„"Wie kann Sie nur..."”

von Vera Politynski aus Augsburg
... denkt man sich auf jeder Seite aufs neue. Und liest einfach weiter. Man kann sich nicht mehr von diesem Buch losreissen. Eine so von sich überzeugte Frau ist mir schon lange nicht mehr unter die Lesebrille gekommen. Durch die unmöglichsten Taten bekommt die Buchheldin Rosalinda (fast) alles was Sie will.

Frau Bronsky: Ihr zweiter Roman hat soviel Spaß gemacht! Viel Glück beim Deutschen Buchpreis 2010.

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50

31.08.2010

„das gelobte Land - Deutschland ?”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Rosalinda, Sulfia und Aminat,- Großmutter, Tochter und Enkelin...man könnte sie auch das Bermudadreieck nennen, so viel Brisanz , Zündstoff und Emotionen kommen hier zusammen. Rosalinda versucht alle Fäden in der Hand zu halten, - mit Haßliebe, Zynismus und maßloser Selbstüberschätzung sucht sie einen Weg aus kargen Verhältnissen hinein ins vermeintliche Glück...und dieser Weg führt auch nach Deutschland, ins scheinbar gelobte Land. Sexueller Mißbrauch und Prostitution sind die Antworten auf die Hoffnung nach Wohlstand...eine wüste Reise durch drei Jahrzente..die einem beim Lesen den Schlaf raubt !

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50

27.08.2010

„Was für eine Großmutter”

von einer Kundin oder einem Kunden
Man weiß ja nicht, ob man die Tatarin Rosalinda bewundern oder verachten soll. Mit einem gnadenlosen Selbstbewußtsein gesegnet -das gnadenlos ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen - hat sie das Leben ihrer Familie voll im Griff. Niemand ist so schön, so klug, so unbezwingbar, so tatkräftig und entschlossen wie sie - am allerwenigsten ihre bedauernswerte Tochter Sulfia. Als nach einer mißlungenen Abtreibung Sulfias Tochter Aminat auf die Welt kommt, stürzt sich Rosalinda mit all ihrem Ehrgeiz auf die wehrlose Enkelin. Denn Rosalinda hat sofort erkannt: Aminat ist so toll wie sie selbst.
Alina Bronsky erzählt in atemberaubendem Tempo, mal amüsant, mal schockierend die Geschichte dieses Mädchens, die 3 Jahrzehnte später in Deutschland endet.
Absolut lesenswert!

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50

25.08.2010

„so scharf, dass es einem die Tränen in die Augen treibt”

von einer Kundin oder einem Kunden
Oh wie böse beginnt diese tatarische Geschichte. Kein gutes Haar lässt Rosalinda an ihrer Tochter Sulfia. Sie findet sie hässlich und dumm, sie verachtet sie geradezu. Als Sulfia die Anzeichen einer Schwangerschaft bemerkt, gibt es nach Meinung von Rosalinda nur einen Ausweg:
Die Geburt muss verhindert werden!
Sie lässt sich so einiges einfallen, doch es hilft alles nichts, dieses zähe Würmchen überlebt die zahlreichen Anschläge und wenige Monate später wird Enkelin Aminat geboren.
Aminat, die so ganz anders ist, wie Rosalindas missratene Tochter Sulfia: hübsch, selbstbewusst, intelligent und mit einer starken Persönlichkeit ausgestattet. So wie sie selbst – Aminat ist ihr ein und alles und sie nimmt sofort Besitz von ihr.
Rosalinda bestimmt von nun an auch ihr Leben. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion organisiert Rosalinda sogar die Auswanderung nach Deutschland im Glauben daran es warte ein besseres Leben auf die drei Frauen. Wendet sich nun im Sinne von Rosalinde alles zum Guten?
Doch was will eigentlich Aminat vom Leben?

Dies ist eine Tragikomödie, die mich echt rührte, vor allem das Ende der Geschichte.
Eine garstige und selbstsüchtige Großmutter, durchtriebenen und zynisch in ihrer Art , die am Ende erkennen muss, dass das Leben nur bedingt planbar ist (sowie das Leben der Mitmenschen) und sich auch rächen kann.

Leser, die eine gewisse Ironie und schwarzen Humor an einer Geschichte schätzen, kommen an diesem Roman nicht vorbei. Er gehört zu meinen Lieblingsbüchern in dieser Saison!
Umso mehr freue ich mich über die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2010.

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40

23.08.2010

„Bitterböse”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rosalinda Kalganowa ist die Schönste, Talentierteste, Tüchtigste und Klügste überhaupt. Zumindest in ihren eigenen Augen. Der Leser, dem sie ihre Lebensgeschichte erzählt, durchschaut ihre Selbsttäuschungen allerdings auf Anhieb. Er erkennt in Rosalinda die selbstgerechte, berechnende, herrische und skrupellose Intrigantin, der Selbstzweifel weitgehend unbekannt sind und die an anderen kein gutes Haar lässt.
Diese Spannung und die teils ulkig naive, teils erschreckend abgeklärte Perspektive der Russin in widrigen Umständen machen den besonderen Reiz dieses Romans aus. Ein großes Lesevergnügen für Liebhaber von bissiger Ironie und schwarzem Humor.

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50

19.08.2010

„witzig, schräg, wunderbar”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
"....Als meine Tochter Sulfia mir sagte, sie sei schwanger, wisse aber nicht, von wem, habe ich verstärkt auf meine Haltung geachtet. Ich hielt meinen Rücken gerade und die Hände würdevoll im Schoß gefaltet............"
So beginnt dieser wunderbare Roman und läßt sie eintreten in die Welt von Rosalinda.
Rosalinda ist Großmutter von Aminat ( in erster Linie) und Mutter von Sulfia (der unbegabten) aber eigentlich ist sie zu schön und zu jung um Großmutter zu sein.
Unbeugsam dirigiert sie ihren Frauenhaushalt in Richtung Reichtum, Glück, Deutschland.
Jedes Mittel scheint ihr gelegen und ihr Blickwinkel ist ziemlich unausgewogen.....
Alina Bronsky hat uns mit" Die Schärfsten Gerichte Der Tatarischen Küche" ein wunderbares Leseabenteuer geschenkt.

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50

11.08.2010

„Starke Großmutter mit Ecken und Kanten”

von einer Kundin oder einem Kunden
Diese junge Tartaren-Großmutter hat den Durchblick, der den anderen Familienmitgliedern fehlt: dem farblose (später Ex-) Ehemann, der kränklichen, mickrigen Tochter Sulfia und der Enkelin Aminat. Alle müssen stets auf den richtigen Weg gebracht werden, ob sie wollen oder nicht, was bedeutet, möglichst gut die russischen Verhältnisse zu überleben. Schließlich gelangt man sogar ins gelobte Deutschland zu einem vermeintlich pädophilen Schwiegersohn.
Die ganze Geschichte nimmt kein gutes Ende und liest sich dennoch so gut und leicht. Man bewundert diese verblendete und doch so starke Frau; der ironische Ton macht einfach Spaß. Empfehlenswert!

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