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Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig. rororo Taschenbücher, Band 24624

Historischer Roman

buch
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Artikeldetails zu Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig....

AutorBernard Cornwell

Untertitel Historischer Roman

Abbildungsvermerk Mit 2 schwarzweiss-Karten

  • bol.ch-Verkaufsrang18.868
  • ISBN-103-499-24624-4
  • ISBN-139783499246241
  • Verlag Rowohlt Taschenbuch
  • Reiherororo Taschenbücher
  • ÜbersetzerGisela Stege
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten682
  • Veröffentlicht01.09.2008
  • GenreHistorischer Roman
  • Gewicht541g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelThe Winter King

Rezensionen der Redaktion zu Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig....

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: "Der Winterkönig" ist der Beginn einer ganz außerordentlich guten Artus-Trilogie. Bereits 1995 erschienen, erfährt sie nun nochmals frischen Wind bei Rowohlt. Cornwell ist ein Historienkönig!

Kurzbeschreibung zu Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig....

Winter über Avalon
Britannien zum Ende des fünften Jahrhunderts: Die Tage der großen Dunkelheit sind angebrochen. Längst ist die Erinnerung an das römische Imperium verblasst, und die heidnischen Götter weichen vor dem erstarkenden Christentum zurück. Über das Meer dringen die Heere der Sachsen auf die Insel. Eine tödliche Gefahr, denn die Bündnisse zwischen den keltischen Königreichen sind zu zerbrechlich, um dem Ansturm der Feinde auf Dauer standzuhalten. Als der Großkönig Uther Pendragon stirbt und sein Nachfolger noch ein hilfloses Kind ist, gibt es nur einen Mann, der den Thron halten kann: Uthers Bastardsohn, sein Name ist Arthur ...

Portrait

Bernard Cornwell:
Bernard Cornwell wurde 1944 in London geboren. Er arbeitete lange für die BBC, unter anderem in Nordirland, wo er seine Frau kennenlernte. Heute lebt er die meiste Zeit in den USA. Er ist der Autor zahlreicher international erfolgreicher historischer Romane und Thriller. Die Sharpe-Serie, die er in den 80er Jahren zu schreiben begann, hat Kultstatus erreicht und wurde von der BBC mit Sean Bean in der Hauptrolle verfilmt.

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50

28.02.2012

„Der Winter wird kommen ...”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Arthur ist hier kein strahlender Held und schon gar nicht König, sondern lediglich ein willensstarker, fähiger Krieger mit politischem Weitblick, dem es jedoch nicht an charakterlichen Schwächen und Feinden mangelt. Sein Mentor Merlin kann keine Zauberkräfte aufbieten und ist vielmehr der führende Kopf des vom Aussterben bedrohten Druidenkults. Und selbst Lancelot, der strahlende, blondgelockte Vorzeigeritter aus der Sage, hat keinerlei Ähnlichkeit mit der von z.B. Richard Gere verkörperten Figur. In diesem Buch ist er ein Feigling und Blender, und ein besonders hassenswertes Geschöpf dazu, an dem Cornwell seinen Spaß gehabt zu haben scheint. Selbiges gilt natürlich auch für Merlin, der mit seiner zynischen Art und dem staubtrockenen Humor nicht nur für ordentlich Spaß in der Geschichte sorgt, sondern der auch trotz seiner anfangs undurchsichtigen Handlungen die zusammenhängenden und -führenden Faden der Ereignisse in den Händen zu halten scheint.

Wo sonst besonders die Ausarbeitung der Charaktere zu den größten Schwächen des Autors zählt (u.a. bei „Das Zeichen des Sieges“ oder den ersten Bänden der Uthred-Reihe), so ist sie gerade hier das Bemerkenswerte des Romans. Alle, wirklich alle Personen innerhalb der Handlung überzeugen mit einer beeindruckenden Tiefe und einem Facettenreichtum, den man sonst innerhalb dieses Genres vergeblich sucht. Gute und Böse gibt es hier nicht. Vielmehr verkörpert fast jede Figur vor allem das Menschliche, das Zerrissene. Geleitet von den verschiedensten Motivationen und Wünschen sind sie weit entfernt von den strahlenden Rittergestalten der Sage, wodurch der Plot nicht nur an Authentizität gewinnt, sondern auch der Leser einen viel engeren Zugang zu den Charakteren bekommt. Und obwohl sich Cornwell liebevoll um diese, SEINE Figuren kümmert, verliert er doch nie den größeren Kontext aus den Augen. Dies hat zur Folge, dass „Der Winterkönig“ weit mehr ist, als nur eine weitere Version einer Legende. Der Autor erweckt eine ganze Epochen mit ihren Kriegen, Religionsstreitigkeiten und politischen Auseinandersetzungen zum Leben, und tut dies derart bildreich und berührend, das man nicht anders kann, als mitgerissen zu werden. So blutig und brutal auch hier die Schlachten wieder sind, sind es doch diesmal die ruhigen Szenen, die im Gedächtnis haften bleiben und das Leseerlebnis damit zu einem äußerst nachhaltigen machen.

Insgesamt ist „Der Winterkönig“ weit mehr als ein guter Auftakt einer Trilogie. Cornwell stellt hier vielleicht erstmals sein sprachliches Können und seine Befähigung als Romancier unter Beweis. Ein historischer Roman mit Anleihen des Fantasy-Genres, der einen Mythos auf die allerbeste Weise neu erzählt und gleichzeitig in Punkto Spannungsaufbau neue Grenzen auslotet. Für mich das (bisher) beste Werk dieses Autors, der sich langsam aber sicher zum Olymp des Genres schreibt.

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50

18.03.2011

„Die Ritter der Tafelrunde mal anders”

von Hendrik M. aus Hannover
Die Artus-Sage handelt von ehrenhaften Rittern, schönen Prinzessinnen, mächtigen Magiern und überhaupt ist alles märchenhaft bunt und perfekt ästhetisch - nur nicht bei Bernard Cornwell.

Die Geschichte Arthurs und seiner Tafelrunde wird aus der von Bernard Cornwell bekannten Ich-Perspektive erzählt. Dieser Ich-Charakter heißt Derfel und ist seines Zeichens ein Findlingssohn Merlins, der sich zu Arthurs Freund und verschworenem Krieger entwickelt. Derfel erzählt die Geschichte Arthurs, "wie sie wirklich war".

Das bedeutet, dass die Geschichte von allen bekannten Charakteren der Artus-Sage handelt, die aber teilweise deutlich anders beschrieben sind als in anderen Auslegungen. Hier wird weit mehr versucht, die Erzählungen realistisch zu halten. Wer Fan der bekannten Fassungen (bspw. von Marion Zimmer Bradley) ist und sich diese magische Welt nicht entzaubern lassen möchte, sollte von Bernard Cornwells Variante die Finger lassen.

Alle anderen erwartet hier eine Beschreibung des frühen Mittelalters in England, die es so darstellt, wie es war: Krieg und Tod waren an der Tagesordnung, Körperpflege und Tischmanieren dafür überhaupt nicht, Aberglaube hielt die Menschen gefangen - und zu allem Überfluss kamen zu dem Zwist untereinander auch noch die sächsischen Eroberer ins Land!

Bernard Cornwell erzählt hier sehr spannend und handlungsreich von Arthurs Kämpfen und bringt dabei immer neue, fantastische Wendungen ein, die das althergebrachte Bild von Lancelot und co. in seinen grundfesten erschüttern und teilweise um 180° drehen. Die Erzählung ist jedem zu empfehlen, der Abenteuer und "Action" möchte und nicht davor zurückschreckt, eine völlig neue Sicht auf die berühmten Charaktere aus Arthurs Tafelrunde zu bekommen.

Für mich ist dieses Machwerk fünf der möglichen fünf Sterne wert!

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50

02.01.2010

„Es lebe der König”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine Arthus Saga total anderer Art. Als Bastardsohn versucht er das zerstrittene Keltenreich zu einen um den Sachsen die Stirn zu bieten. Doch auch seine Verbündeten unterstützen ihn nur so lange sie einen Vorteil davon haben bzw. ihn manipulieren können. Doch beides ist bei Arthur nicht möglich weil er streng bei seinen Treueid bleibt und Verbündet und Feinde sich die Türklinke in die Hand geben. Ohne Schnörkeln erzählt Cornwell eine Geschichte rund um Arthur die stark in Welt von damals eintauche lässt. Bilder entstehen im Kopf, Geräusche vom Schwertstahl in den Ohren. Toll fand ich das Cornwell Lancelot als eitlen intriganten Feigling darstellt.

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50

03.09.2009

„Bernard Cornwell: Der Winterköniig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Auftakt einer anspruchsvollen und spannenden Neuinterpretation der Artus-Legende mit insgesamt drei Bänden (Bde. 2 und 3: "Der Schattenfürst" und "Arthurs letzter Schwur"). Derfel, ein alter Mönch und ehemaliger Kriegsgefährte Arthurs (wie er im Roman heißt), erzählt höchst anschaulich von blutigen Schlachten, mystischen Ritualen und von Arthurs Liebe zu Guinevere, die ihn dazu brachte, den Frieden unter den Briten aufs Spiel zu setzen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

07.08.2009

„Der Winterkönig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Artus-Sage im typischen fesselnden und nüchternen Stil Cornwells neu erzählt. Hier taucht man ein in die alte britische Welt nach der römischen Herrschaft. Faszinierend verbindet Cornwell historische Fakten mit alter Sagenwelt, von der ersten Seite an ein Hochgenuß und ein neuer Blickwinkel auf die Erzählungen um König Artus.
Die Fortsetzung „Der Schattenfürst“, 3499246258, habe ich mit gleicher Begeisterung gelesen. Und zum Glück folgt der letzte und dritte Teil „Arthurs letzter Schwur“, 3499246265 schon im Dezember!
Mein Tipp: Genauso brillant sind die Erzählungen um Uthred, beginnend mit „Das letzte Königreich“, in denen im England Königs Alfreds des Großen eine realistische und packende Lebensgeschichte aufgeblättert wird, die einen sofort in den Bann zieht.

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40

08.01.2009

„Vergessen Sie die Tafelrunde”

von einer Kundin oder einem Kunden
denn von all den Dingen, die man im allgemeinen mit der Artus-Saga verbindet, findet sich erstaunlich wenig in diesem ersten Teil der Artus-Chroniken.

Kein runder Tisch für eine demokratische Ritterschaft, keine Suche nach einem heiligen Gral, kein strahlender Ritter Lanzelot, der zur tragischen Figur der Saga wird.

Cornwell geht mit dem Stoff der Artus-Saga auf eine sehr eigenwillige und sehr erfrischrnede Art um. Losgelöst von romantischer Mittelalter-Dichtung und stilisiertem Mythos schildert er eine bodenständige Welt um den jungen Streiter Derfel: Brittanien ist zerstritten, die Sachsen dringen auf die Insel und Erbe und Herrscher des südenglischen Königreiches Dumnonias ist ein verkrüppeltes Kleinkind, das beschützt werden muss.

Die historisch und nicht fantastisch aufgebaute Geschichte schildert Derfels Werdegang inmitten der verzweifelten Verteidigungsbemühungen Dumnonias, angeführt von Artur, gegen andere ansässige Landesfürsten und die eindringenden Sachsen.

In spannender und fesselnder Weise führt das Buch durch Intrigen und Verstrickungen um wechselnde Bündnisse zu einem erfrischend real und menschlich geschilderten Artur. Artur, der illegitime und umstrittene Sohn Uthers versucht, sich dem Sturm entgegen zu stellen und beschwört durch seinen Lebenswandel, durch seine Liebe und seine Fehler viele Gefahren erst herauf...

Klassische Gestalten der Artus-Saga hat Cornwell natürlich integriert, allerdings als sehr reale und unmystische Characktere. Galahad beispielsweise ist ein Prinz eines befreundeten Reiches, Lancelot sein arroganter, nichtsnutziger und geckenhafter Bruder, Merlin der eigenwillige und wunderliche Oberste der Druiden...

Für jemanden, der die klassische Artus-Saga sucht, ist dieses Buch definitiv eine Enttäuschung. Für jemanden, der bereit ist, eine realere und bodenständigere Verarbeitung des Stoffes anzunehmen, ist es eine erfrischende Abwechslung, die Lust auf die Fortsetzungen macht.

Wer andere Bücher von Bernard Conrwell kennt wird einige Parallelen finden, die in anderen Werken wie der Alfred-Saga ähnlich beschrieben wurden (beispielsweise der Fokus auf dem "Schildwall"). Diese Ähnlichkeiten reduzieren den Lesespaß etwas, weil man als Leser natürlich immer auf etwas Neues hofft. Daher nur vier Sterne.

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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