„,Der Mann am Gartenzaun‘ scheint auf den ersten Blick nichts Besonderes. Viel Polizeialltag, ein bisschen Täterperspektive, ein wenig Opferblick. Aber während man noch murren will, nun könne mal was Prägnantes kommen, zieht das Buch einen in seinen Bann. Weil es nämlich sehr konsequent aus Kleinigkeiten und Mühseligkeiten aufgebaut ist und Graf sich eine interessante Spurenlage und Recherchekette ausgedacht hat. Weil „Der Mann am Gartenzaun“ beim Versuch, eine skelettierte Leiche zu identifizieren, mit einer der Grundfaszinationen des Krimis spielt: Mit dem Bemühen, das Zeichen- und Restechaos des Alltags lesbar zu machen, das banale Einzelleben als herausschälbare Biografie zu retten.“ TAGES-ANZEIGER