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Der Himmel ist kein Ort

Der Himmel ist kein Ort

Roman

buch
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Artikeldetails zu Der Himmel ist kein Ort

AutorDieter Wellershoff

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-462-04134-7
  • ISBN-139783462041347
  • Verlag Kiepenheuer & Witsch...
  • Einbandartgebunden
  • Seiten299
  • Auflage1. Auflage
  • Veröffentlicht24.08.2009
  • Gewicht440g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Der Himmel ist kein Ort

Die hohe Kunst von Dieter Wellershoff ist es, die Macht der Gefühle der Kraft der Vernunft zu unterziehen. Ijoma Mangold, WDR, über Das normale Leben

Beschreibung der Redaktion zu Der Himmel ist kein Ort

Die Summe seines Erzählens: der neue Roman von Dieter Wellershoff.

Nach seinem hochgelobten Bestseller Der Liebeswunsch und dem berührenden Erzählungsband Das normale Leben erweist sich der 83-jährige Dieter Wellershoff erneut als Meister der subtilen Einfühlung und der insistierenden Infragestellung von Üblichkeiten und Gewissheiten.
Der Roman beginnt wie ein Krimi und entwickelt sich zu einem figurenreichen Gesellschaftsdrama. Hauptfigur ist ein junger Landpfarrer, der eines Nachts zu einem Unfallort gerufen wird. Ein Auto ist von der Straße abgekommen und in einen See gestürzt. Der Fahrer hat sich gerettet, seine Frau und sein Sohn werden leblos geborgen. Wie das geschehen konnte, ist unklar. Schon bald nimmt das angebliche Unglück unheimliche Züge an. Der Pfarrer hält trotzdem an der Unschuldsvermutung fest und bringt fast alle Gemeindemitglieder gegen sich auf.
Das ist der Ausgangspunkt einer sich ausweitenden Sinnkrise. Die Erfahrung einer abgründigen Vieldeutigkeit greift auf immer neue Lebensbereiche über. Sie erfasst die religiösen Glaubensvorstellungen ebenso wie die Freundschaftsverhältnisse und die sich über unerwartete suggestive Briefe anbahnende Beziehung zu einer Frau, die dem Pfarrer in diesen Tagen wachsender Bedürftigkeit als unklare Verheißung erscheint.
Dieter Wellershoff erzählt mit ausgeprägtem Gespür für Stimmungen und Gefühle, wie ein Mann, der in der Gewissheit einer sinnstiftenden Ordnung gelebt hat, an Grenzen gerät - seine eigenen und die einer Institution, deren Anspruch es ist, Orientierung zu bieten und Halt zu gewähren. Die szenische Spannung eines sich verselbständigenden Prozesses, die Stimmenvielfalt der darin verstrickten Figuren und die subtile Einfühlung in einen Menschen, der allmählich erkennen muss, dass er auf brüchigem Boden steht und damit zurechtkommen muss, machen diesen Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis.

Autorenportrait zu Der Himmel ist kein Ort

Dieter Wellershoff, geboren am 3. November 1925 in Neuss, lebt in Köln. Er schrieb Romane, Novellen, Erzählungen, Essays und autobiographische Bücher, z.B. Der Ernstfall, 1995, über seine Erfahrungen im 2. Weltkrieg. Wellershoff hielt poetologische Vorlesungen an in- und ausländischen Universitäten, zuletzt in Frankfurt a.M. Er erhielt u.a. den Hörspielpreis der Kriegsblinden, den Heinrich-Böll-Preis, den Hölderlin-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis und den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Übersetzungen erschienen in bisher 15 Sprachen.
Dieter Wellershoffs literarisches, essayistisches und autobiographisches Werk erscheint bei Kiepenheuer & Witsch, auch gesammelt in einer sechsbändigen Werkausgabe, hg. v.
K. Bullivant und M. Durzak, die weitergeführt wird. In den letzten Jahren erschienen der Roman Der Liebeswunsch, 2000, der Essayband Der verstörte Eros. Zur Literatur des Begehrens, 2001, der Erzählungsband Das normale Leben, 2005 und zuletzt die Essaysammlung Der lange Weg zum Anfang, 2007.
Das Hörbuch erscheint im Herbst 2009 bei Lübbe Audio.

Portrait

Dieter Wellershoff:
Dieter Wellershoff, 1925 in Neuss geboren, schreibt Romane, Erzählungen und Essays, Filmdrehbücher und Hörspiele. Heinrich-Böll-Preis 1988. Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 2001, Joseph-Breitbach-Preis der Akademie der Wissenschaften und Literatur 2001. 2007 erhielt Dieter Wellershoff den Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung.

Autorenportrait

Dieter Wellershoff, geboren am 3. November 1925 in Neuss, lebt in Köln. Er schrieb Romane, Novellen, Erzählungen, Essays und autobiographische Bücher, z.B. Der Ernstfall, 1995, über seine Erfahrungen im 2. Weltkrieg. Wellershoff hielt poetologische Vorlesungen an in- und ausländischen Universitäten, zuletzt in Frankfurt a.M. Er erhielt u.a. den Hörspielpreis der Kriegsblinden, den Heinrich-Böll-Preis, den Hölderlin-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis und den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Übersetzungen erschienen in bisher 15 Sprachen.
Dieter Wellershoffs literarisches, essayistisches und autobiographisches Werk erscheint bei Kiepenheuer & Witsch, auch gesammelt in einer sechsbändigen Werkausgabe, hg. v.
K. Bullivant und M. Durzak, die weitergeführt wird. In den letzten Jahren erschienen der Roman Der Liebeswunsch, 2000, der Essayband Der verstörte Eros. Zur Literatur des Begehrens, 2001, der Erzählungsband Das normale Leben, 2005 und zuletzt die Essaysammlung Der lange Weg zum Anfang, 2007.
Das Hörbuch erscheint im Herbst 2009 bei Lübbe Audio.

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50

26.01.2010

„Ein kleines großes Buch”

von einer Kundin oder einem Kunden
Bei einem ominösen Unfall kommt die Frau des Fahrers ums Leben, der Sohn überlebt nur schwerverletzt. Der Pfarrer tritt für den 'Täter' ein, doch stürzt er darüber selbst in eine Krise.
Ein kleines großes Buch vom Scheitern und den Banalitäten des (Un-)Glaubens. Von einem Moment, in dem das ganze Leben wankt, und in dem alle Mitmenschen nur noch größere Haltlosigkeit erzeugen. Das Ganze erzählt in dichter und knapper Sprache, umso persönlicher erlebt der Leser die Hauptfigur. Am Ende ist der Himmel kein Ort, aber…

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50

29.11.2009

„Der Himmel ist kein Ort”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dieser Roman, in dessen Mittelpunkt ein junger Pfarrer steht, läßt zunächst an einen Krimi glauben, als er in der Nacht zu einer Unfallstelle gerufen wird. Die von ihm erwartete seelsorgerische Arbeit mit den Hinterbliebenen stürzt ihn in eine tiefe persönliche Krise, stellt Lebensentwürfe in Frage und führt ihn an seine individuellen Grenzen. In einer absolut brillianten Sprache erzählt.

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