Dieses Buch beruht auf der Erkenntnis, dass die Mode von den Laufstegen oder aus Hochglanzmagazinen nur sehr wenig mit unserer Alltagskleidung zu tun hat. Und dass kaum bekleidete Fernsehsternchen unseren Modegeschmack bedauerlicherweise mehr beeinflussen als das vom Fachpublikum verehrte, unnahbare Topmodel.
Außerdem habe ich beobachtet, dass unsere Schränke mit Kleidern überfüllt sind, deren modisches Verfallsdatum so kurz ist wie das von Milchprodukten. Alle diese Sachen wurden nur gekauft, um den neuesten (aber eben auch äußerst vergänglichen) Trend mitmachen zu können. Deshalb sind sie von vornherein dazu verurteilt, vorzeitig zu altern – und zwar ohne die geringste Chance auf ein Lifting.
Kann schon sein, dass der groß geblümte Rock vielleicht mal wieder modern wird – aber dann in einer Variante, die es so garantiert noch nicht gab. Dasselbe gilt für die »Antikensammlung« im hintersten Winkel unseres Kleiderschranks, die wir nur deshalb aufbewahren, weil wir auf eine künftige Rehabilitation hoffen.
Von den finanziellen Auswirkungen ganz zu schweigen: Wer jede Modelaune mitmachen will, muss entweder über eine unlimitierte Kreditkarte verfügen oder über einen Ehemann wie Gabrielle aus der TV-Serie Desperate Housewives (allerdings vor seiner Verhaftung!), dessen Geldbörse dicker ist als ein doppelter Cheeseburger.
Gut, es gibt auch Geschäfte, mit jeder Menge billiger Kopien von hochwertiger Markenkleidung. Doch leider stehen die nur Sechzehnjährigen mit Kleidergröße 36.
Schuld daran sind die Stoffe, die so gut wie gar keine Ähnlichkeit mit dem Original haben (mit ein Grund, warum es sich durchaus lohnen kann wie Madonna zum »Material Girl« zu werden …). Aber auch was den Schnitt und die Verarbeitung anbelangt, sind diese Kleidungsstücke alles andere als Haute Couture.
Coco Chanel hat einmal gesagt: »Mode vergeht, Stil bleibt.« So etwas wie Stilempfinden bekommt man entweder schon in die Wiege gelegt oder man muss es sich mühsam aneignen. Kaufen kann man es jedenfalls nicht, was uns gewisse VIPs mit ihrem Hang zu modischen Fehltritten, die von den Klatschzeitschriften gnadenlos verewigt werden, immer wie der vormachen. Manche Promis tragen derart haarsträubende Sachen, dass man sich fragen muss, ob es in der entsprechenden Boutique überhaupt einen Spiegel gab!
Doch das heißt nicht, dass man sämtliche trendigen Kleidungstücke und Farben aus seiner Garderobe verbannen muss. Um elegant auszusehen reicht es, sie so vernünftig und bewusst zu konsumieren wie Kalorienbomben. Und auch das nur nach eingehender Prüfung, ob sie einem überhaupt stehen. Ein Touch davon ist wichtig, damit wir modisch up to date sind – aber zwei oder mehr solcher Kleidungsstücke oder Accessoires stempeln uns sofort als Fashion Victims ab. Für ein Kleid dagegen, das über eine natürliche Eleganz verfügt, gilt dasselbe wie für eine intelligente, charismatische Persönlichkeit: Beide können mit den Jahren nur gewinnen!
Mit etwas Fantasie (die kann ja ohnehin nie schaden) verleiht uns ein kleines Schwarzes die Illusion, ein bisschen so auszusehen wie Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany. Und ein Twinset aus rosa Kaschmir hat immerhin den Vorteil, dass ihn vor uns schon Grace Kelly in Die oberen Zehntausend getragen hat. Jeans und weiße Bluse wiederum sind typisch Jackie O. usw. Die in diesem Buch vorgestellten zehn modischen Verbündeten sorgen garantiert dafür, dass wir uns auch bei besonderen oder heiklen Anlässen stets gut gekleidet fühlen.
Jedes dieser Basics hat seine eigene bewegte Geschichte. Und so kommt es, dass ich mir, während ich über sie schrieb, alle zehn neu gekauft habe. Mit dem fatalen Ergebnis, dass ich nun so elegant und pleite bin wie noch nie!
Bei meinen faszinierenden Recherchen zu diesem Buch konnte ich auch feststellen, dass sich kleiden so ähnlich ist wie küssen: Beides ist äußerst angenehm, aber für ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis braucht man etwas Übung. Doch wenn man dann erst einmal weiß, wie’s geht, wird man es nie mehr verlernen!
»Es war ein warmer Abend, fast schon Sommer,
und sie trug ein schmales schlichtes schwarzes Kleid,
schwarze Sandalen und eine eng anliegende Perlenkette.«
TRUMAN CAPOTE
Frühstück bei Tiffany (1958)
Das Kleine Schwarze
Es ist achtzig Jahre alt, was man ihm allerdings kein bisschen ansieht. Als absolutes Muss, gewissermaßen als Quintessenz von Chic, hat es das von flüchtigen Modetrends vollkommen unberührte Kleine Schwarze geschafft, sich besser als Woody Allens Zelig an den Glamour der Dreißiger, den Bon Ton der Fünfziger, an das Tanzfieber der Siebziger, die glamourösen Achtziger, ja sogar an die schizophrenen Retrolooks der Neunziger anzupassen. Mal elegant und bodenlang, mal kurz bis knapp übers Knie und unwiderstehlich sexy erblickt es 1926 in Paris das Licht der Welt, und zwar mit einem Saum, der genau zwischen diesen beiden Extremen liegt. Das hochwohlgeborene Kind von Gabrielle »Coco« Chanel (1883–1971) wird wegen seiner eleganten, schmalen Linienführung sofort »der Ford der Mode« getauft.
In Wahrheit ist für Miss Chanel die früheste Erinnerung an ein dunkles Kleidungsstück jene an die Uniform des Waisenhauses, in das sie mit zwölf Jahren gesteckt wurde – etwas, worauf man normalerweise erst nach einer langjährigen Psychoanalyse kommt. Trotzdem wäre es viel zu kurz gegriffen, in ihrem legendären »Ford-Dress« nur einen Ausdruck später Rache zu sehen. Fest steht, dass Coco von Anfang an den Wunsch hat, exklusiv, unerschwinglich und elitär zu sein. Und zwar solcherart, dass es sie nicht im Geringsten stört, als die Billigkopien ihrer Kleider immer mehr werden. In einem Interview mit Harper’s Bazaar verkündet sie 1923: »Wenn meine inoffiziellen Assistentinnen, mesdames les copistes, nicht wären – an wen sollten sich dann all die Damen wenden, die meine Modelle möchten, aber deren Nachfrage ich nicht befriedigen kann?«
Fest steht auch, dass das kleine Schwarze in seiner einfarbigen Schlichtheit und Multifunktionalität etwas durchaus Revolutionäres hat. Man muss sich nur einmal vorstellen, dass Schwarz in der westlichen Welt seit jeher die Farbe der Witwenkleidung ist, die bis Ende des 19. Jahrhunderts noch strikt zweieinhalb Jahre lang getragen wurde. Gleichzeitig verkündete es wie ein scharlachroter Buchstabe die erzwungene Keuschheit, mit der der verstorbene Gatte zu ehren war.
So gesehen ist die Szene in Vom Winde verweht (1939) höchst skandalös, in der Vivien Leigh alias Scarlett O’Hara der erzwungenen Trauerkleidung trotzt und alle empört, indem sie überglücklich mit Clark Gable/Rhett Butler durch den Ballsaal wirbelt – auch wenn sie aussieht, wie ein dem Käfig entflohener Rabe. Ein Geniestreich, der im wahren Leben einen regelrechten Run auf eng geschnürte Samt-und Taftkleider mit Krinolinenrock ausgelöst hat.
Aber selbst das war damals nicht neu. Schon 1870 zerriss sich die bessere New Yorker Gesellschaft, die Edith Wharton in ihrem Roman Zeit der Unschuld unsterblich machte, das Maul über den Entschluss der Gräfin Ellen Olenska (im gleichnamigen Film von Martin Scorsese von 1993 dargestellt von Michelle Pfeiffer), sich scheiden zu lassen: »Was soll man von einem Mädchen auch anderes erwarten, dem man erlaubt hat, beim Debütantinnenball ein Kleid aus schwarzem Satin zu tragen?«
Da ist es nur konsequent, dass Anna Karenina auf dem Ball, auf dem sich Wronski in sie verliebt, ein kohlschwarzes Kleid trägt. Die Schwester ihrer Schwägerin, ebenfalls hoffnungslos in Wronski verliebt, setzt dagegen auf helles Rosa und scheitert kläglich.
Auch in den Pinakotheken stößt man immer wieder auf schwarze Kleider. Im Jahr 1884 zerstört ein solches Kleid sogar den guten Ruf von Virginie Avegno Gautreau, die auf dem Bild Madame X von John Singer Sargent dargestellt ist. Darauf sieht man die fragliche Dame, die wegen ihrer Neigung zum Ehebruch in ganz Paris Gesprächsstoff war, in einem skandalösen nachtschwarzen Kleid mit überaus großzügigem Dekolletee und brillantenbesetzten Trägern.
Während der Prohibition (1919–1933) ergeht es dem Kleinen Schwarzen deutlich besser. Da wird es zum Inbegriff dessen, was wir heute »Happy Hour« nennen, also zum idealen Kleid, um einen Aperitif zu nehmen. Die alkoholischen Getränke, die man damals nur auf dem Schwarzmarkt bekam, sind extrem hochprozentig und so in kleinen Mengen unauffälliger zu transportieren. Daher rührt auch die Gewohnheit, sie zu verdünnen, um sie überhaupt trinkbar zu machen.
Das ist die Geburtsstunde des Cocktails, der sich zu einem regelrechten Lebensstil auswächst und selbstverständlich auch die passende Kleidung erfordert. Das perfekte Cocktailkleid sieht folgendermaßen aus: aus fließender Seide oder Crêpe de Chine und gern ohne Ärmel, dafür mit umso großzügigerem Rückendekolletee. Außerdem ist es ein begeisterter Fan von auffälligen Accessoires wie beinahe echten, dreireihigen Perlenketten, Smaragdarmbändern und jeder Menge »Brillanten«, die im Widerschein der Martinigläser aufblitzen.
Gegen Ende der zwanziger Jahre erkämpfen die Frauen das Wahlrecht und sind nicht mehr nur auf das Haus beschränkt, wo sie über ihren Stickereien sitzen. Unsere schräg geschnittenen Kleider, die gerade mal bis zur Wade reichen, zieren Schleifchen oder Schals.
Im Jahr 1927 erobert das schwarze Kleid sogar den Tanz – mit einem Mal sind die vielen geradezu geologischen Schichten aus Tüll und Rüschen wie weggefegt. In Gang gesetzt hat diese Revolution die Tänzerin Martha Graham. Mit ihren asymmetrischen Tuniken aus Seidenjersey, die oft nur von Sicherheitsnadeln zusammengehalten werden, weil sie so schlecht mit Nadel und Faden umgehen kann, will sie die Schönheit des weiblichen Körpers unterstreichen.
Die dreißiger Jahre beginnen mit einer Rezession, die 1929 im Zusammenbruch der New Yorker Börse gipfelt und geradewegs in den Zweiten Weltkrieg führt. Die dunklen Farben passen zur tristen Stimmung jener Zeit, und die Säume fallen genauso tief wie die Aktienkurse: Tagsüber schweben sie zwanzig Zentimeter über dem Boden, abends umspielen sie die Knöchel. Die Länge der Kleider, die beinahe der einer Ordenstracht entspricht, wird durch die Sanduhr-Silhouette wieder ausgeglichen, die breite Schultern, eine schmale Taille und einen weich fließenden Rock vorsieht.
Eine Ausnahme von dieser spartanischen Mode macht Elsa Schiaparelli (1890–1973), die ihre Stoffkreationen in einer Art Joint Venture mit Salvador Dalì und Jean Cocteau um surrealistische Gags bereichert. Das Ergebnis sind Jacken im Trompe-l’œil-Stil mit aufgestickten Händen, Handschuhe mit aufgemalten Nägeln und Hüte in Form eines Schuhs.
Das Kino erlaubt die Flucht aus der Realität. Dort wartet eine Welt fernab der Wirtschaftskrise, in der man nichts weiter hört als das Rauschen der Seide, die von Adrian, dem Schneider der Leinwandgöttinnen, gezähmt wurde. Seine schrägen Satinröcke, die er Jean Harlow auf den Leib geschneidert hat, sind der Inbegriff des Glamours der Filmstars der dreißiger Jahre. Während seiner mehr als elfjährigen Tätigkeit für MGM entwirft Adrian in Hollywood prachtvolle schwarze Roben für Greta Garbo (Va savoir, 1932), Joan Crawford (Mannequin, 1938) und Katharine Hepburn (Die Frau, von der man spricht, 1942).
Eine andere Ikone aus dieser Zeit, wenn auch nur eine Zeichentrickfigur, ist Betty Boop. Sie stammt aus der Feder von Max Fleisher, hat Kulleraugen wie Vergrößerungsgläser, einen herzförmigen Mund und gefährliche Kurven, die von einer Kollektion verschiedener tintenfarbener Kleiner Schwarzer zusammengehalten werden. Nicht einmal der Krieg kann den Siegeszug des Kleinen Schwarzen aufhalten. Im Jahr 1944 schreibt die Vogue: »Zehn von zehn Frauen haben eines, aber zehn von zehn Frauen wünschen sich etwas anderes.« Das Satinmodell des Designers Jean Louis für Rita Hayworth alias Gilda (1946) mit dem trägerlosen Bustier, das allen Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen scheint, ist von Anfang an dazu bestimmt, in die Geschichte einzugehen. Es ist ganz schlicht geschnitten, ein einfacher Seidenschlauch nichts weiter, allerdings mit einer halbkreisförmigen Naht, um die Schwangerschaft des Stars zu verbergen.
Am 12. Februar 1947 revolutioniert Christian Dior erneut die Modewelt, die die Couture seines »New Look« weich abfedert. Mit einem Mal können sämtliche rechteckigen Schnitte sowie jede Heimarbeit einpacken, denn mit seinen der Schwerkraft trotzenden Bustiers, Wespentaillen und runden Hüften läutet er die Rückkehr extrem weiblicher Formen ein.
Die Nachkriegszeit ist vom Optimismus des Wirtschaftswunders geprägt und bringt Statussymbole wie das Häuschen mit Garten hervor, dessen Rasen so perfekt wie mit der Nagelschere geschnitten zu sein hatte. Das Kleine Schwarze gönnt sich so manch eleganten Ausflug mit Perlenkette, Pelzstola (der ganze Neid der Nachbarin) und einem schönen Dekolletee.
Das maßgeschneiderte Kleid wird zum seltenen Privileg, während sich die Konfektionskleidung durchsetzt, die dank des im Krieg bei der Herstellung von Uniformen gewonnenen Know-hows qualitativ immer besser wird.
Im Jahr 1952 präsentiert Hubert de Givenchy seine erste Kollektion, zwei Jahre später hat er sein Leinwanddebüt, als er Audrey Hepburn gemeinsam mit Edith Head, der Kostümbildnerin von Paramount, für den Film Sabrina einkleidet. Und es ist Head, nicht de Givenchy, die dafür einen Oscar erhält. Genau zehn Jahre später gesteht die Hepburn in einem Interview mit der Zeitschrift Ciné-Revue: »Die Kleider, die mir Monsieur de Givenchy vorlegte, waren göttlich. Ich hatte das Gefühl, ich sei auf die Welt gekommen, um sie zu tragen.«
Inzwischen macht auch Christian Dior wieder von sich reden, indem er die Säume kürzt, sodass sie knapp übers Knie reichen, und sich den Spaß macht, die Buchstaben des Alphabets modisch durchzudeklinieren. Die A-Linie wird geboren (Kleider, die oben eng anliegen und nach unten hin immer weiter werden), die H-Linie (schmal und gerade) sowie die Y-Linie (auf Schulterhöhe weit und nach unten hin immer enger).
In Paris treffen zwei unterschiedliche Couture-Konzepte aufeinander. Auf der einen Seite versucht Coco Chanel, modischen Chic mit Bequemlichkeit zu vereinen, und stellt das Kleid in den Dienst des Körpers. Auf der anderen Seite stehen Modeschöpfer, die sich ausschließlich auf die Optik ihrer Kreationen zu konzentrieren scheinen. Selten musste man so sehr leiden, um schön zu sein. Was bedeutet, sich von der Last eines pyramidenförmigen Mantels zu Boden drücken zu lassen oder wie eine Geisha in einem Rock, der so eng und schmal ist wie ein Räucherstäbchen, zu trippeln. Die gestärkten Stehkrägen scheinen ausschließlich dafür geschaffen zu sein, sich wie Schaschlikspieße in den Hals ihrer Trägerin zu bohren. Die Fischbeinkorsetts sorgen dafür, dass jedes Bücken zu einem eleganten Martyrium wird.
In dieser Zeit macht sich auch Balenciaga mit seinem unvergleichlichen Talent, Stoffe zu drapieren, einen Namen. Seine an Skulpturen erinnernden Kreationen aus steifem Rips und knisterndem Taft ermöglichen es dem Kleinen Schwarzen, auch mit ungewöhnlichen Formen zu experimentieren.
Der Tod Diors im Jahre 1957 lässt die Modewelt genauso erschreckt verstummen wie die Ankündigung seines Nachfolgers, des einundzwanzigjährigen Yves Saint Laurent, der mutig die Trapez-Form lanciert.
In den existenzialistischen Kellerbars von St.-Germaindes-Prés in Paris trifft sich das Umfeld einer Künstler- und Literatenszene, die im Idealfall Jack Kerouac, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Allen Ginsberg auf einmal erleben kann. Ihre Fans revoltieren mit einem Dresscode gegen althergebrachte Konventionen, der vorsieht, dass man sich von Kopf bis Fuß in Schwarz kleidet. Die Modeikone jener Zeit ist die Sängerin, Schauspielerin und Bohemienne Juliette Gréco. Die fünfziger und frühen sechziger Jahre sind das reinste Feuerwerk an Ideen. Das Kino muss es mit der Konkurrenz des Fernsehens aufnehmen, und seine Heldinnen strotzen scheinbar nur so vor Gesundheit.
Was passt da besser als ein Kleines Schwarzes, um die sinnlichen Kurven von Marilyn Monroe (Asphaltdschungel, 1950), Jayne Mansfield (Schlagerpiraten, 1956), Jeanne Moreau (Die Liebenden von Louis Malle, 1958), Anita Ekberg (Das süße Leben von Federico Fellini, 1960), Monica Vitti (Die Nacht von Michelangelo Antonioni, 1960) und Shirley MacLaine (Immer mit einem anderen, 1964) zu betonen? Ganz zu schweigen von Elizabeth Taylor, der Verkörperung des gewagtesten Sexappeal überhaupt in dem Film Telefon Butterfield 8 (1960 nach einem Roman von John O’Hara), ein Film, in dem Liz mit ihren amethystfarbenen Augen auf einem Klavier sitzend verewigt wird und ein schwarzes Kleid, so eng wie ein Kondom, trägt, das noch dazu einen abgrundtiefen Ausschnitt hat.