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Berufung

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Artikeldetails zu Berufung

AutorJohn Grisham

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-453-00662-3
  • ISBN-139783453006621
  • Verlag Heyne
  • ÜbersetzerImke Walsh-Araya, Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter, Bernhard Liesen, Kristiana Ruhl
  • Einbandartgebunden
  • Seiten463
  • Veröffentlicht28.07.2008
  • GenreRoman
  • Gewicht714g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelThe Appeal

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Leseprobe aus Berufung

Es war vollbracht. Die Jury hatte ein Urteil gefällt. Beratungszeit zweiundvierzig Stunden, Prozessdauer einundsiebzig Tage, Einvernahme der vier Dutzend Zeugen fünfhundertdreißig Stunden. Feilschende Anwälte, ein dozierender Richter, gebannte Zuschauer, mit Argusaugen nach verräterischen Details Ausschau haltend. Nach der endlosen Klausur in einem bewachten Raum setzten zehn Geschworene stolz ihren Namenszug unter das Urteil, während die beiden Jurymitglieder, die anders abgestimmt hatten, unzufrieden in der Ecke saßen. Bei den übrigen gab es erleichterte Gesichter, Schulterklopfen und eine ordentliche Portion Selbstgefälligkeit. Sie waren siegreich aus dem Kleinkrieg hervorgegangen, konnten stolz in den Gerichtssaal einziehen und ein Urteil präsentieren, das sich ihrer Entschlossenheit und dem erbitterten Ringen um einen Kompromiss verdankte. Die schwere Prüfung war überstanden, sie hatten ihre Bürgerpflicht getan. Mehr als das. Es war vollbracht.
Der Obmann der Jury klopfte an die Tür und riss Uncle Joe aus seinem Schlummer, den betagten Gerichtsdiener, der nicht nur den Raum bewacht, sondern auch die Geschworenen mit Nahrung versorgt, sich ihre Klagen angehört und diskret ihre Botschaften an den Richter weitergeleitet hatte. Früher, als sein Gehör besser funktioniert hatte, war das Gerücht im Umlauf gewesen, Uncle Joe belausche die Jurys durch eine dünne Sperrholztür, die er persönlich gekauft und eingesetzt habe. Doch mittlerweile war er schwerhörig und hatte seiner Frau - vorerst nur ihr - anvertraut, er spiele mit dem Gedanken, den Job nach diesem aufreibenden Prozess endgültig an den Nagel zu hängen. Er sei dem Stress, den ordnungsgemäßen Ablauf eines Verfahrens zu garantieren, nicht mehr gewachsen.
»Großartig«, sagte er lächelnd. »Ich hole den Richter.« Als hätte dieser sich irgendwo tief im Inneren des Gebäudes verschanzt und wartete nur darauf, von Uncle Joe zu hören. Er entschied sich aus alter Gewohnheit, einen Laufburschen die wundervolle Neuigkeit überbringen zu lassen. Und sie war wahrhaft wundervoll. Noch nie hatte in dem alten Gerichtsgebäude ein so langer und spektakulärer Prozess stattgefunden. Es wäre eine Schande gewesen, ihn ohne Entscheidung abbrechen zu müssen.
Uncle Joes Laufbursche klopfte diskret an die Tür des Richters und trat einen Schritt in dessen Büro. »Wir haben ein Urteil«, verkündete er stolz, als hätte er persönlich an dem Beratungsmarathon teilgenommen und präsentierte dessen Resultat nun als Geschenk.
Der Richter schloss die Augen und seufzte befriedigt. Sein zugleich nervöses und glückliches Lächeln verriet neben Erleichterung fast Ungläubigkeit. »Treiben Sie die Anwälte zusammen«, sagte er schließlich.
Nach der beinahe fünftägigen Beratung der Jury hatte Richter Harrison sich schon fast mit seinem schlimmsten Albtraum abgefunden - der Möglichkeit, dass die Geschworenen zu keiner Einigung gelangen würden. Ein erbitterter vierjähriger Rechtsstreit, gekrönt von einem nicht minder erbittert geführten, vier Monate währenden Prozess - die bloße Möglichkeit eines resultatlosen Endes machte ihn krank. Er durfte nicht daran denken, dass eventuell alles von vorn begann.
Nachdem er in seine abgetragenen, billigen Slipper geschlüpft war, sprang er mit einem spitzbübischen Lächeln auf und griff nach seiner Robe. Das langwierigste Verfahren einer abwechslungsreichen Laufbahn war endlich überstanden.
Zuerst rief Uncle Joes Gehilfe in der ortsansässigen Kanzlei Payton & Payton an, die von dem gleichnamigen Ehepaar geführt wurde und mittlerweile in einem ehemaligen Ramschladen in einem heruntergekommenen Viertel der Stadt residierte. Ein Mitarbeiter nahm ab, lauschte ein paar Sekunden, legte auf und rief: »Die Jury hat ihr Urteil gefällt!« Seine Stimme hallte durch die kleinen, provisorisch eingerichteten Büros, und seine Kollegen sprangen auf.
Er verkündete die Neuigkeit ein weiteres Mal, während er zu dem Raum rannte, den alle das »Loch« nannten. Die anderen Mitarbeiter versammelten sich hektisch, Wes Payton war schon da. Als seine Frau Mary Grace herbeigeeilt kam, trafen sich ihre Blicke, in denen Angst und Verwirrung lagen, für einen Sekundenbruchteil. An dem langen, mit Unterlagen übersäten Tisch saßen zwei juristische Hilfskräfte, zwei Sekretärinnen und eine Buchhalterin, die erstarrten und sich gegenseitig anblickten. Alle warteten darauf, dass jemand etwas sagte.
Konnte es wirklich vorbei sein? So plötzlich, nachdem sie eine Ewigkeit gewartet hatten? So abrupt? Nur durch einen Anruf?
»Wie wär's mit einem stillen Stoßgebet?«, fragte Wes, und sie fassten sich an den Händen und beteten wie nie zuvor in ihrem Leben. Alle möglichen Bitten wurden zum Himmel hinaufgeschickt, doch in erster Linie wurde der Allmächtige angefleht, ihnen den Sieg zu gewähren. Bitte, bitte, lieber Gott, gewähre uns den Sieg von deinen Gnaden nach all diesen Mühen, der Angst und den Zweifeln, den Kosten und dem Zeitaufwand. Erspare uns die Demütigung, den Untergang, die Insolvenz und all die anderen Übel, die ein ungünstiges Urteil mit sich bringen würde ...
Der zweite Anruf von Uncle Joes Gehilfen ging an Jared Kurtin, seines Zeichens Architekt der Verteidigungsstrategie. Mr Kurtin hatte es sich auf einem Ledersofa bequem gemacht, in einem vorübergehend angemieteten Büro an der Front Street im Zentrum von Hattiesburg, drei Straßenecken vom Gerichtsgebäude entfernt. In eine Biografie vertieft, ließ er die Zeit verstreichen - bei einem Stundenhonorar von siebenhundertfünfzig Dollar. Er lauschte gelassen, klappte sein Mobiltelefon zu und sagte: »Auf geht's. Die Jury ist so weit.« Seine Fußsoldaten, sämtlich in dunklen Anzügen, standen stramm und bereiteten sich darauf vor, ihrem Boss auf seinem Weg zu einem weiteren triumphalen Sieg Geleitschutz zu geben.
Niemand sprach ein Wort, sandte ein stilles Stoßgebet gen Himmel.
Anschließend wurden andere Anwälte angerufen, dann die Journalisten, und innerhalb von Minuten hatte sich die Neuigkeit wie ein Lauffeuer auf den Straßen verbreitet.


In einem der obersten Stockwerke eines Hochhauses in Lower Manhattan platzte ein von Panik gepackter junger Mann in eine wichtige Besprechung und flüsterte Mr Carl Trudeau die Neuigkeit ins Ohr. Der verlor umgehend jedes Interesse an dem gerade erörterten Thema, stand abrupt auf und sagte: »Sieht so aus, als hätte die Jury ihr Urteil gefällt.« Damit verließ er den Raum. Er marschierte durch den Flur zu einem geräumigen Eckbüro mit mehreren angrenzenden Räumen, legte sein Sakko ab, lockerte die Krawatte, trat ans Fenster und starrte in die Dämmerung, die sich in der Ferne über den Hudson senkte. Während er wartete, fragte er sich nicht zum ersten Mal, wie es sein konnte, dass das Schicksal eines Großteils seines Geschäftsimperiums vom Urteil von zwölf Durchschnittsexistenzen aus dem hintersten Winkel von Mississippi abhing.
Bei einem Mann, der so viel wusste, war es erstaunlich, dass er auf diese Frage noch keine Antwort gefunden hatte.


Als die Paytons in der Straße hinter dem Gerichtsgebäude parkten, wurde dieses bereits von allen Seiten gestürmt. Für einen Augenblick blieben sie noch im Auto sitzen, Hand in Hand. Vier Monate lang hatten sie sich bemüht, in der Nähe des Gerichts jede Berührung zu vermeiden. Irgendjemand sah einen immer. Etwa ein Richter oder Journalist. Es war wichtig, so professionell wie möglich zu agieren. Die Leute fanden es überraschend, dass ein Ehepaar gemeinsam eine Kanzlei führte, und die Paytons gaben sich alle Mühe, sich wie Anwaltskollegen und nicht wie Ehepartner zu verhalten.
Während des Prozesses hatten sich auch außerhalb des Gerichts kaum Gelegenheiten für Berührungen gefunden.

Rezensionen der Redaktion zu Berufung

Eine neue Perspektive
John Grisham, der Erfinder eines der mittlerweile weltweit erfolgreichsten Genres überhaupt, dem Justizthriller, ist auch mit seinem aktuellen Roman für eine Überraschung gut: Anders als seine bisherigen Gerichtsromane, wie etwa "Die Jury" oder "Das Urteil", beginnt "Berufung" nicht mit der Schilderung eines Prozesses und seiner Vorgeschichte, um sich dann zum üblichen spannungsgeladenen Höhepunkt, der Urteilsverkündung, zu entwickeln.

Nein, dieses Mal geht Grisham einen anderen, nicht minder spannungsträchtigen Weg. Er schildert zu Beginn der "Berufung" lapidar nur das Ergebnis der nicht näher beschriebenen erstinstanzlichen Verhandlung: Die Jury eines Kleinstadtgerichts in Mississippi spricht nach viermonatiger Prozessdauer und fünftägiger Urteilsberatung der Klägerin, der kranken Jeanette Baker, fünfhunderttausend Dollar für den Tod ihres Kindes und zweieinhalb Millionen Dollar für den Tod ihres Mannes zu. Darüber hinaus wird das Unternehmen Krane Chemical zur Zahlung von sage und schreibe achtunddreißig Millionen Dollar Strafschadenersatz verurteilt, zu überweisen ebenfalls an Jeanette Baker. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Krane Chemical für die Verseuchung des Trinkwassers der beiden Opfer und damit für deren beide Krebskrankheiten verantwortlich ist.

Ein grandioser und dem Leser trotz der spektakulären, in Deutschland völlig undenkbaren Summen eher beiläufig mitgeteilter Prozessausgang. Dieser Erfolg aber nützt nicht nur der Klägerin, sondern auch deren Anwälten, dem Ehepaar Wes und Mary Grace Payton von der Hinterhofkanzlei Payton&Payton, die den langen Prozess und seine teuren Sachverständigen, wie das in USA so üblich ist, auf eigene Kosten vorfinanziert haben und jetzt, kurz vor der Privatinsolvenz stehend, Anspruch auf einen hohen prozentualen Anteil an der Urteilssumme haben. Außerdem können sie sich auf eine Vielzahl von weiteren Klägern freuen, die ebenfalls durch Kranes Grundwasserverunreinigung Schäden davongetragen haben, und die nun mit Hilfe der schlagartig bekannten Kanzlei oder anderen auf solche Massenklagen spezialisierten Anwälten ebenfalls gegen Krane klagen oder zumindest einen lukrativen außergerichtlichen Vergleich suchen wollen.

Ein skrupelloser Plan
Das einzige Problem daran: Das Urteil ist noch gar nicht rechtskräftig. Zuvor muss noch das Berufungsverfahren durchgeführt werden, am bislang eher klägerfreundlichen lokalen Supreme Court. Angesichts dieser Situation will sich Krane nicht mehr nur auf rechtliche Argumente verlassen, sondern hat einen perfiden Plan ausgeheckt. Der ist wie stets bei Grisham, einem zunehmend zynischeren Kritiker der amerikanischen Gesellschaft im Allgemeinen und des Justizsystems im Besonderen, für Europäer oft kaum glaubhaft, gleichwohl in jedem Aspekt der Realität entlehnt: Krane Chemical beauftragt ein dubioses politisches Beratungsunternehmen, einen Richter des Berufungsgerichts zu "kaufen", der dann für eine dem Unternehmen günstige Berufungsentscheidung sorgen soll. In den USA nämlich werden Richter nicht vom Ministerium nach Eignung ausgesucht und auf Lebenszeit ernannt, sondern regelmäßig von der Bevölkerung, in deren Bezirk sie urteilen, gewählt.

Krane nutzt diesen Umstand, sucht sich über Mittelsmänner einen gutaussehenden, sympathischen Anwalt und perfekten Familienvater und macht ihm das Angebot, ihn zum Richter am Berufungsgericht wählen zu lassen. Ron Fisk, der Auserwählte, glaubt seinem Glück kaum trauen zu können, sagt aber trotzdem zu. Den sich anschließenden Wahlkampf gegen die bisherige Amtsinhaberin Sheila Mc Carthy gewinnt er haushoch, auch wegen schmutziger Wahlkampftricks und illegaler Millionenspenden von Krane Chemical und verschiedener Lobbyistengruppen, die sich für eine Beschränkung der juristischen Haftung von Unternehmen einsetzen und deren Ziele Fisk als Richter zu unterstützen verspricht.

Kaum gewählt, enttäuscht Fisk seine Finanziers zunächst einmal nicht: Kaum eine Klage, die in erster Instanz noch erfolgreich war, passiert dank seiner Voten innerhalb des Achterkollegiums der Berufungsrichter das Berufungsgericht. Ob Schadenersatzklagen wegen Industrieunfällen oder Ärztehaftpflichtfälle - immer wenn David gegen Goliath geklagt und in erster Instanz gewonnen hat, gehen die Kläger nun dank Fisk in der Berufung leer aus.

Als der Krane-Fall zur Entscheidung ansteht, zweifelt niemand, wie Fisks Urteilsempfehlung auch hier ausfallen wird: Im Zweifel für das beklagte Unternehmen und gegen die seiner Meinung nach exorbitanten Haftungssummen.

Kein Grund zum Umdenken
Dann aber verletzt sich Fisks Sohn beim Baseballspiel mit einem fehlerhaften Schläger und wird auch noch von einem Arzt grob fahrlässig falsch behandelt. Er schwebt in Lebensgefahr und behält bleibende Schäden zurück. Juristisch ein klarer Fall: Fisk könnte den Schlägerhersteller und den behandelnden Arzt verklagen und Behandlungskosten sowie Schmerzensgeld in Millionenhöhe einfordern. Wie aber sähe das aus, wenn er, ein stets klageabweisender, beklagtenfreundlicher Richter nun in eigener Sache anders agieren würde, als er sonst entscheidet? Fisk klagt also nicht, er will sich nicht zum Gespött der Kollegen machen.

Nach reiflicher Überlegung spricht er sich trotz Läuterung zugunsten eines für Krane positiven Urteils, also für eine Klageabweisung, aus. Die Klägerin und ihre Anwälte sind ruiniert. Der Börsenkurs des Unternehmens Krane geht durch die Decke und macht den fiesen Firmenchef zum Milliardär. Denn dieser hatte direkt nach dem für ihn negativen erstinstanzlichen Urteil Aktien des eigenen Unternehmens zum Niedrigstpreis gekauft, die er jetzt zum Höchststand verkaufen kann.

Von all den Hintergründen weiß Fisk nichts, als er etwas lahm und sehr inkonsequent auf dem Urteil anmerkt, dass sich das Gericht zunehmend blindlings für die Interessen derjenigen einsetzt, die Haftung für Schäden Dritter drastisch einschränken wollen. Seine einzige Reaktion ist, dass er einen Monat Urlaub nimmt, denn "zuhause werde ich gebraucht".

Eine klare Botschaft und viel Realitätsnähe
Ein spannender und für den deutschen Leser sehr informativer Thriller über die Schattenseiten des US-Justizsystems geht hier etwas undramatisch und "unhappy" zu Ende. Aber Grisham will sein Anliegen wohl nicht durch ein glücklicheres Ende verwässern. Vielmehr will er darauf hinweisen, dass das missbrauchsanfällige amerikanische Richterwahlrecht revidiert werden sollte, zugunsten einer Ernennung durch unabhängige Behörden. Ein Modell, das in Europa übrigens schon seit vielen Jahrzehnten bewährt ist, wie der europafreundliche Grisham sicher weiß.

Für den Leser ebenfalls sehr informativ ist die deutliche Kritik des Autors an den US-Anwälten und deren zunehmend skrupellosem Bestreben, auch im eigenen Gebühreninteresse hohe Schadenersatzzahlungen zu erstreiten. Hier war Grisham einmal mehr schneller als die Realität, wurden doch erst dieser Tage Strafurteile gegen renommierte US-Anwälte bekannt, die Richter bestachen und Kläger mit Geldzahlungen erst zur Klageeinreichung veranlassten, um dadurch höhere Urteilssummen zu erreichen, an denen sich ihre Erfolgsbeteiligung orientiert. Rekordhalter ist hier in vielen Belangen ein Anwalt, laut FAS übrigens ein guter Freund Grishams, der vor Jahren ein sensationelles Urteil in Höhe von 246 Mrd. Dollar gegen die Tabakindustrie erstritt, davon mehr als eine Mrd. an Erfolgsbeteiligung behalten durfte, aber nun wegen Richterbestechung in Höhe von 40.000 Dollar fünf Jahre ins Gefängnis muss.

Rainer Dresen
München, Juli 2008

Kurzbeschreibung zu Berufung

Wenn Recht zu Unrecht wird


Sie verlor ihre ganze Familie. Um ihren Tod zu sühnen, zieht Jeannette Baker gegen einen der größten Chemiekonzerne der USA vor Gericht. Als ihrer Klage stattgegeben und das Unternehmen zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, ist die Sensation perfekt. Doch dann geht Krane Chemical Inc. in Berufung, und eine Intrige unglaublichen Ausmaßes nimmt ihren Lauf. Mit »Berufung« knüpft John Grisham an seine großen Erfolge »Die Jury« und »Die Firma« an - ein Thriller um Recht und Gerechtigkeit, der unter die Haut geht.


In wenigen Minuten wird das Urteil der Jury erwartet. Nach einem monatelangen, nervenaufreibenden Prozess ist der Moment gekommen, auf den Jeannette Baker so lange gewartet hat. Die junge Frau hat alles verloren. Ihr kleiner Sohn und ihr Ehemann sind qualvoll an Krebs gestorben. Verantwortlich für ihren Tod ist Krane Chemical, davon ist Jeannette Baker überzeugt. Jahrelang hatte der Chemiekonzern hochgiftige Abfälle illegal entsorgt und damit das Trinkwasser der Region verseucht. Niemand hat die Kraft noch den Mut aufgebracht, den Kampf gegen den Chemieriesen mit seiner Armada von hoch bezahlten Anwälten aufzunehmen. Nur Jeannette Baker hat sich getraut. Als ihrer Klage stattgegeben und Krane Chemical zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, ist die Sensation perfekt. Die Freude währt jedoch nur kurz. Angeführt von Firmenboss Carl Trudeau, geht der Chemiekonzern in Berufung. Um sein Unternehmen zu retten, ist Trudeau jedes Mittel recht.


Autorenportrait zu Berufung

John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und zwei Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.

Portrait

John Grisham:
Damals dachte noch niemand daran, dass John Grisham einmal Amerikas Bestsellerautor wird mit seinen Justizthrillern und damit Millionen verdient. Am 8.Februar 1955 in Jonesboro, Arkansas geboren, wuchs er zusammen mit seinen vier Geschwistern in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater war Konstrukteur und seine Mutter Hausfrau, deswegen mussten sie für die Aufträge des Vaters oft umziehen. Sein eigentlicher Traum war Baseballspieler zu werden, doch früh erkannte John Grisham sein fehlendes Talent hierfür und begann stattdessen mit dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität von Mississippi. Nachdem sein Jurastudium erfolgreich abgeschlossen war, praktizierte er lange Zeit als Anwalt für Strafverteidigung und Körperverletzung. Als Kandidat der Demokratischen Partei wurde John Grisham 1983 in das Parlament des Staates Mississippi gewählt. "Die Jury", die er 1988 fertig stellte, ist einer seiner Romane, die ihn zum Durchbruch führten, auch wenn damals zahlreiche Verlage seine Manuskripte ablehnten. Basierend für die Geschichte ist die Vorlage einer seiner Fälle. Schnell kam John Grisham mit seinen weiteren Romanen auf die Plätze der Bestsellerlisten und hat sie seitdem auch nicht mehr verlassen. Das ist ein Grund weswegen er 1991 seinen Beruf und seine politischen Ämter niederlegte, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Bisher nahm die Erfolgskette auch kein Ende, so veröffentlicht John Grisham jährlich einen neuen Roman. Neben Justizthrillern versuchte John Grisham sich auch an Sachbüchern, Jugendromanen und weiteren Geschichten. Seiner Leidenschaft dem Baseballspielen frönt er heute in Form von Unterstützung der Baseballnachwuchsliga nach. Seine Anwesen in Oxford und Charlottesville sind mit Trainingsgeländen ausgestattet, auf denen Kinder und Nachwuchsteams spielen dürfen. Als strenggläubiger Baptist lebt John Grisham mit seiner Frau Renee und den Kindern Ty und Shea zurückgezogen abwechselnd auf der Farm in Oxford oder der Plantage in Charlottesville. Von Medienrummel hält er nicht viel und genießt viel lieber ein Baseballspiel seines Sohnes. John Grisham Bücher feiern die Erfolge durch ihre Qualität der Erzählform wie Stephen King Bücher.

Meinung der Redaktion
Grisham ist die oberste Instanz des Thrillers.

Autorenportrait

John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und zwei Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.

Bewertung unserer Kunden zu Berufung

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40

28.07.2011

„Zwar wieder kein Thriller...”

von Diana
... aber eine Gute Geschichte!
Hier in Deutschland ist das von John Grisham beschriebene Szenario schwer zu verstehen, aber interessant geschrieben. Es macht einem Angst wenn man darüber nachdenkt, daß einiges aus der Story real ist und wird!
Insgesamt finde ich das Werk zu langatmig, dadurch verliert es etwas an Spannung, aber John Grisham hat schon schlechtere Bücher herausgebracht!

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50

12.04.2010

„Spannend und kurzweilig”

von Toby
Die Berufung von John Grisham ist eines meiner lieblings- Bücher von ihm! Spannend und flüssig zu lesen. Wie immer viel Namen und Persönlichkeiten die das Buch begleiten.

Die ganze Geschichte spielt sich im Ort Bowmore im Bundesstaat Mississippi. Das Chemieunternehmen Krane Chemicals hatte über Jahre hoch giftige Abfälle im Boden vergraben. Das Grundwasser dass vergiftet und durch die Bewohner als Trinkwasser verwendet wurde erkrankten an Krebs.
Jeannette Baker verlor ihre Familie, ihren Mann und Sohn, durch Krebs und zieht nun gegen Krance Chemicals vor Gericht.

Grisham durchleuchtet die Möglichkeiten des amerikanischen Rechtssystems (Richterwahl) und stellt dieses kritisch in Frage.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

23.01.2009

„Ein Blick hinter die Kulissen...”

von Thomas aus Klagenfurt
Nach "Touchdown" wieder ein Grisham mit Gerichtssaal - samt einem Blick hinter die Kulissen von Machtspielen der Wirtschaft sowie der Politbühne. Die Spannung ist z.T. schwer aufrecht zu erhalten, weil Grisham sehr weit ausholt... trotzdem finde ich ein gelungenes Werk!

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40

01.12.2008

„Testbewertung”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Hamburg - Einbüttel
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40

18.09.2008

„Keine Überraschung aber gut zu lesen!”

von claudia aus mönchengladbach aus mönchengladbach
Ein echter Grisham eben... besser als die letzten Bücher! 100 Seiten weniger hätten dem Buch nicht geschadet.Trotzdem 4 Sterne für die Storry

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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30

15.09.2008

„Fast ein Grisham”

von Manfred2112 aus Asten
Wieder einmal fast ein John Grisham Roman. Die Coverstory verspricht viel Spannung, jedoch kann man in kurzen Sätzen nur sagen, - das es einmal hoch spannend Beginnt. Die Verhandlung ist richtiger John Grisham. Aber dann als die Verstrickungen beginnen wird es leicht langatmig und zu verstrickt. Die Politische Seite und die wirtschaftlichen Interessen sind zwar interessant zu lesen. Meiner Meinung schweift dann John Grisham zu sehr ab. Alles in allem trotzdem wieder ein Roman der für die letzten beiden entschädigt.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

14.09.2008

„Die Berufung”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Polling
ein super lesenswerter Roman von Grisham......

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