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Leopard. Harry Hole,  Band 8
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Leopard. Harry Hole, Band 8

Kriminalroman

buch
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Artikeldetails zu Leopard. Harry Hole, Band 8

Autor

Untertitel Kriminalroman

Abbildungsvermerk 2010. 22 cm

  • ISBN-103-550-08774-8
  • ISBN-139783550087745
  • Verlag Ullstein Verlag
  • ReiheHarry Hole
  • ÜbersetzerMaike Dörries, Günther Frauenlob
  • Einbandartgebunden
  • Seiten698
  • Veröffentlicht26.01.2010
  • GenreKrimi
  • Gewicht910g
  • SpracheDeutsch

Rezensionen der Redaktion zu Leopard. Harry Hole, Band 8

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 15.02.10
Der Norweger Jo Nesbo lässt nach seinem überragenden siebten Fall mit Harry Hole Schneemann, nun Leopard folgen. Der achte Fall für Harry Hole ist einfach nur GENIAL! Ganz, ganz grosse Krimikunst! Diese beiden letzten Fälle beweisen eindeutig: Jo Nesbo gehört zu den Top Ten der europäischen Krimiautoren. Längst lässt er einen skandinavischen Autor namens Henning Mankell und seinen Helden Kurt Wallander vergessen. Jo Nesbo ist ihm und eben auch vielen anderen in Europa mit seinem melancholischen Helden Harry Holt meilenweit voraus. Es ist ja kaum möglich, dass Jo Nesbo sich noch steigert, dachte ich nach dem Schneemann. Aber er hat es getan. Leopard ist Jo Nesbos bestes Buch. Die Story ist so vielseitig und mörderisch spannend, wendungsreich und reich an allem was das Leben hergibt. Nesbos Schauplätze sind so einprägend, dass man sie auch lange nach der Lektüre noch vor sich sieht. 700 Seiten Meisterkrimi in Perfektion. Wenn Alfred Hitchcock heute noch leben würde, würde er alles dafür geben, dieses Buch verfilmen zu können.

Kurzbeschreibung zu Leopard. Harry Hole, Band 8

Hongkong: Im Dunst der Garküchen und Drogenhöhlen dämmert einsam ein Mann vor sich hin. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde.

Beschreibung der Redaktion zu Leopard. Harry Hole, Band 8

Hongkong: Im Dunst der Garküchen und Drogenhöhlen dämmert einsam ein Mann vor sich hin. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde.
Die junge Kommissarin Kaja schafft es schließlich, Harry zurückzuholen. Schon bald wird er immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter erweist sich als äußerst unberechenbar und intelligent. Er arbeitet mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry von einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge bis nach Ruanda. Als er dem Killer gegenübersteht, muss er eine übermenschliche Entscheidung treffen.

Portrait

:
Vor seiner Karriere als Autor, war Jo Nesbo schon als Musiker in seinem Heimatland Norwegen bekannt. Mit seiner Pop-Band "Di Derre" liefert er schwungvolle volkstümliche Songs, jedoch wird er mit seiner Musik kaum die Möglichkeit haben den Erfolg den er als Autor und Erschaffer seines Anti Helden Harry Hole hat, zu übertreffen. Als Jo Nesbo an einem Mittwoch, dem 23.März 1960 in Oslo als Sohn einer Bibliothekarin zur Welt kam, ahnte noch niemand die vielen Talente die er in sich trägt. In seiner Jugend träumte er von einer Karriere als Profi-Fußballer, die er jedoch auf Grund eines Kreutzbandrisses aufgeben musste. Stattdessen begann er später als Finanzanalytiker und Ökonom an der norwegischen Handelshochschule in Bergen. Nebenbei fokussierte Jo Nesbo immer seine Musik, arbeitete aber auch als Journalist bis er sich als Schriftsteller selbstständig machte. In der Branche konnte sich Jo Nesbo schon mit seinem Debütroman "Der Fledermausmann" etablieren. 1997 erhielt Jo Nesbo den Preis des Besten Krimis des Jahres mit seinem ersten Kriminalroman um Harry Hole. Seitdem folgten viele weitere Bände der Reihe und mit der Veröffentlichung seines dritten Bandes "Rotkehlchen" im Jahr 2000 startete auch der Zuwachs seiner Fangemeinde weltweit. Jo Nesbo ist Norwegens erfolgreichster Autor und schon in mehr als 17 Ländern mit seinen Büchern vertreten. Kommissar Harry Hole wird in über 40 Sprachen übersetzt und nicht nur allein deswegen wird Jo Nesbo als einer der wichtigsten Krimiautoren Europas gehandelt. Seine verliehenen Auszeichnungen sprechen für die Qualität an Spannung, die dem Leser geliefert wird. Vom "Riverton-Preis" und "The Glass Key" allein für sein Debüt mit "Der Fledermausmann", über den finnischen Krimipreis bis hin zum Corine-Preis für seinen 8.Band "Der Leopard" der Harry Hole Reihe. Überraschenderweise hat Jo Nesbo neben der Musik, dem Verfassen von Kriminalgeschichten auch noch Zeit zum Schreiben von Kinderbüchern und weiteren Werken. Die Vorliebe zum Schreiben hat er von seiner Familie, denn neben seiner Mutter als Bibliothekarin, war es vor allem sein Vater der immer und gern Geschichten erzählte. So kam es, dass Jo Nesbo schon im Kindesalter seine Freunde mit ausgedachten Gruselgeschichten verschreckte. Auch heute noch lebt Jo Nesbo in seiner Geburtsstadt Oslo.

Meinung der Redaktion
Einmal mehr beweist Jo Nesbo, dass er längst zu den großen Thrillerautoren des Nordens gehört, der mit jedem Buch tiefer und noch tiefer in die Abgründe der menschlichen Seele vordringt.

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50

09.03.2011

„Wieder besser als der Vorgänger”

von Manuela2205
Jo Nesbø schafft es mal wieder sich eindeutig zu steigern. Sowohl was die schier unglaublichen Mordmethoden betrifft, die ich mir lieber nicht zu bildlich vorstelle, als auch die absolute Glaubwürdigkeit seiner Figuren. Harry Hole mit seinen ganzen Abgründen ist es allein schon wert, dass man das Buch in die Hand nimmt. Seine „kontrollierte“ Abhängigkeit von Alkohol und nun auch Kokain, sein ewiger Kampf, die Hunde für die Zeit, die er funktionieren muss, im Zwinger zu halten, das ist etwas, das diese Figur ganz besonders macht. Denn auch sein Tanz am Abgrund wird immer extremer. Einzig seine brillante Kombinationsgabe ist noch unbeeinträchtigt. Seltsamerweise auch seine Anziehungskraft auf Frauen. Auch diesmal ist es eine Kollegin, die denkt, sie könne genug sein, um Harry vom Alkohol fern zu halten.

Die Spannung in diesem Roman ist nicht immer gleich hoch – mal plätschert es ein wenig dahin, mal überschlagen sich die Ereignisse so, dass man kaum mit Gucken mitkommt und fast ein wenig Probleme hat, die Ereignisse nachzuvollziehen. Bei der Suche nach dem Mörder ist man genauso schlau wie die Polizei, die Tatsachen werden häppchenweise serviert und die Puzzlestückchen fügen sich nur nach und nach zusammen, so dass man bis zum Ende miträtseln kann.

Natürlich gibt es auch ein paar Schattenseiten: Die norwegischen Namen sind für mich nicht sehr eingängig, ich habe durchaus mal kurz Personen verwechselt, weshalb für mich ein Personenregister wünschenswert gewesen wäre. Das Ende hat mich stark an den Vorgängerband erinnert und hier muss ich noch stärker als damals bemängeln, dass Hole fast als Übermensch und mehr als knallhart rüberkommt. Die einzige Stelle, an der für mich die Glaubwürdigkeit ein wenig leidet.

Das Ende lässt aber auch eine Fortsetzung hoffen, die ich mit Sicherheit wieder lesen will. Von mir 4,5 Sterne.

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40

10.12.2010

„Dunkel”

von POR
Da liegt er, der achte Roman in dem Harry Hole die Hauptrolle spielt. Schwer wiegt er, denn es ist der längste Roman den Jo Nesbo jemals geschrieben hat und spannend ist er auch.
Harry Hole ist in Bangkok verschwunden. Seine Kollegin Kaja Solness findet einen zerbrochenen Mann, der den Triaden Geld schuldet und Opium nimmt, um zu vergessen. Kaja zahlt die Spielschulden. Mit Überredungskunst (ihrer Sturheit, ihrer Analyse seiner Situation) und dem Hinweis darauf, dass sein Vater schwer krank ist, schafft sie es, dass er zurückkommt und bei den Ermittlungen zu einer Serie von seltsamen Morden mitarbeitet. Die unorthodoxen Recherchen führen Harry von Norwegen in das Herzen Afrikas, den Kongo, wo er letztendlich auch den Schuldigen stellt.
Jo Nesbo zieht hier wieder alle Register lässt den Leser für lange Zeit teilhaben an einer Verschwörung, die in ihrer ganzen Tragweite erst auf den letzten Seite deutlich wird. Wie bei Romanen mit Harry Hole sind bestialische Morde und Verstümmelungen fixer Bestandteil der Handlung. Die Spur führt mehrmals in die falsche Richtung und mehrere Unschuldige sterben grausame Tode.
Jo Nesbo versteckt diesmal auch Kritik am Umgang mit endlichen Ressourcen und zeigt sein Unbehagen mit der Gewalt, die in Afrika vorherrscht. Für ihn haben die Europäer es nicht geschafft ihre Kolonien geordnet an die rechtmäßigen Besitzer zu übergeben. Völkermord und Ausbeutung der Bodenschätze sind an der Tagesordnung. Recht hat nur der Stärkere. Obwohl er keine Lösung anbieten kann, scheint es ihm ein Anliegen, dass der Leser sich eigene Gedanken zum Thema macht.
In dieser Geschichte verliert Harry seinen Vater und ein Großteil der Geschichte wird für die Aufarbeitung dieser Beziehung benötigt. Sie zeigt wie er sich zu dem eigensinnigen Ermittler entwickelt hat, als der er seit einigen Jahren auftritt. Als letzte Bindung bleibt nur mehr seine Schwester und auch sie kann nicht verhindern, dass er den Dienst endgültig quittiert und das Land verlässt.
Möglichweise hat Jo Nesbo nunmehr seinen letzen Roman mit Harry Hole geschrieben, eine letzte Verbindung zur Exfreudin Rakel lässt er noch offen. Gelungen ist ihm wieder ein dramatischer Spannungsroman. Der Handlungsaufbau ist dem letzen Roman „Schneemann“ sehr ähnlich und fast schon Routine geworden. Vielleicht ist es gut, dass diese Serie am Höhepunkt ihrer Popularität eingestellt wird.

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50

14.11.2010

„Wie eine Lawine”

von Hardy Knoll aus Sonthofen
rollt die Spannung auf einen zu. Ein brutaler Mord als Opener, konkurriende Ermittler, eine schöne Polizistin und jede Menge persönlicher Dämonen, wie Alkohol und Spielsucht, machen es dem Held des Buches schwer. Harry Hole, das klingt nach einem der Serienhelden aus den 50-60er des vorigen Jahrhunderts. Und genau so kauzig und ungeschliffen gibt er sich auch. Ein unbeugsamer Polizist mit unverheilten Wunden. Es bedarf der Überzeugungskraft einer hübschen Kollegin, um in aus dem Drogensumpf Hongkongs zurück nah Europa zu bringen, um einen Serienmörder zu jagen, der sich recht perfide Mordmethoden ausgedacht hat. Dann beginnt eine Jagd, die auf verschiedene Kontinente führt, verschieden Nebenschauplätze abdeckt und nebenbei noch die Rivalität verschiedener Behörden aufdeckt. Viel Stoff, ein langes Buch. Trotzdem gelingt es Nesbo, keine großen Längen entstehen zu lassen. Der Leser wird gefesselt, stellenweise etwas verwirrt. Aber das ist nun mal so, da nur der Autor weiß, vorauf das alles hinauslaufen soll. Das einzige Manko ist, das es mal wieder ein Serienroman ist. Sprich, der genannte Hole hat schon einen anderen Fall gelöst. Und auf diesen Fall wird meiner Meinung zu oft Bezug genommen. Erstleser von Nesbo haben es dann schwer, wenn sie den Vorgänger auch lesen wollen. Es wird ein wenig zu viel vom Schneemann-Fall verraten. Aber mit Serien verdient man eben gutes Geld.

Das ändert aber nichts an der durchweg gelungenen Spannungsfahrt, die einen mitreißt und bis zum Ende durchhalten läßt. Guter Thriller, und wir werden noch viel von Harry Hole zu lesen bekommen...

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50

17.10.2010

„Grausam spannende 700 Seiten”

von Xirxe aus Hannover Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
So tief unten war Harry Hole noch nie. Gestrandet in Hongkong, die Nächte in einer Massenunterkunft für Gastarbeiter verbringend, den Geistern der Vergangenheit diesmal mit Opium statt Alkohol entfliehend und auf der Flucht vor den Triaden denen er Geld schuldet. Doch seiner neuen Kollegin Kaja Solness gelingt es, ihn zurück nach Norwegen zu bringen: doch nicht, weil das Morddezernat seine Hilfe braucht, sondern weil sein Vater im Sterben liegt. Und weil er dann schon mal da ist... Die zwei ungeklärten Mordfälle, wegen deren man ihn um Hilfe gebeten hat, erregen seine Neugier und als während seines Aufenthaltes eine dritte Person stirbt, ist sein Interesse geweckt. Als ob diese Todesfälle nicht anspruchsvoll genug wären, findet er sich zudem inmitten des Polizeiapparates in einer weiteren Kampfzone bzw. einem Intrigenspiel wieder: Morddezernat und Kriminalamt ringen jeweils um die alleinige Kompetenz für die Aufklärung von Mordermittlungen - und er spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Wie auch in seinen bisherigen Büchern (zumindest in den zweien, die ich bisher (leider erst) gelesen habe), ist nichts so wie es scheint, was insbesondere auf die handelnden Personen zutrifft. Immer wieder führt Nesbø vor, wie schnell man sich von Äußerlichkeiten blenden lässt, selbst Harry ist nicht immer dagegen gefeiht. Man fällt von einer Überraschung in die nächste und sogar als man sicher zu sein scheint, die Lösung zu kennen, gelingt es dem Autor noch weitere 150 Seiten Leserinnen und Leser an das Buch zu fesseln. Es sind häufig sehr extreme Wendungen, aber dennoch ist der Verlauf im Nachhinein durchweg in sich schlüssig.
Nesbø schreibt detailliert und anschaulich, wie beispielsweise die Aufenthalte Holes im Kongo oder das Lawinenunglück. Für nicht so blutrünstige Lesende vielleicht etwas zu anschaulich, denn die Darstellungen der unterschiedlichen Todesarten sind teilweise schon heftige Kost. Kein Buch für schwache Gemüter.
Alles in allem beste Thrillerunterhaltung für mehrere Stunden - am besten am Wochenende! Denn man wird sich schwer damit tun, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen.
Eine Anmerkung noch zum Schluss: Wie der deutsche Verlag auf diesen Titel kam, ist mir (fast) ein Rätsel. Es gibt lediglich einen Absatz im Buch zu diesem Tier (S. 206) und er passt weder auf Harry noch den Täter. Der norwegische Titel Panzerherz wäre deutlich stimmiger gewesen.

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50

17.09.2010

„8 als 1”

von Christian Engelhardt aus Ettlingen
Mein Fehler lag darin dieses Buch als erstes zu lesen. Normalerweise hätte ich mich an die Reihenfolge halten sollen. Leopard ist für mich bis jetzt eindeutig sein Meisterstück.

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50

13.09.2010

„Ohne Schlaf”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Magdeburg
Es geht eben doch nicht: Man kann keinen Band vom Kultautor Nesboe weglegen und einfach ins Bett gehen. Man kann sich zwar hinlegen, aber die Gedanken kehren doch zurück zum Buch. Man muss aufstehen und weiterlesen.

Mit seinem aktuellen Fall hat Nesboe wieder etwas spannendes, fesselndes und auf vielen Seiten auch mitnehmendes geschrieben. Gerade dann, wenn sich Spannung und sozialle Kritik mischen, zeigt der Autor seine Klasse.

Der 8. Fall des markanten Kommisars Harry Hole ist wieder spannend und absolut zu empfehlen.

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50

12.09.2010

„Leopard”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die junge Kommissarin Kaja bekommt den Auftrag, Harry Hole aus Hongkong zurück nach Oslo zu holen, da ein Serienmörder unbarmherzig zuschlägt. Harry, untergetaucht im Dschungel Honkongs, hat Schulden bei der chinesischen Mafia und will sich nicht öffentlich zeigen, vor allem ist ihm sein Reisepass abhanden gekommen.

Kaja schafft es, dass Harry sie begleitet und wieder in Oslo angekommen, fängt er an, den Killer zu jagen. Seine Morde sind schrecklich, begangen durch ein ausgeklügeltes Werkzeug, welches in Afrika zum Töten hergestellt wurde.

Packend und spannend wie bisher jeder Krimi von Jo Nesbo.

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50

19.08.2010

„Leopard”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Greifswald, Hansestadt




Zwei Frauen sind auf bestialische Weise ums Leben gekommen. Ertrunken in ihrem eigenen Blut, ausgelöst durch 24 seltsame Einstiche, ausgehend von der Mundhöhle. Da Hagen einen Serientäter vermutet und Harry der Beste auf diesem Gebiet ist, setzt er ihn darauf an. Zum Team gehören neben ihm auch Kaja und der Kriminaltechniker Holm.
Die drei nehmen das Leben der beiden Ermordeten unter die Lupe und finden keine Gemeinsamkeiten. Als eine dritte Frau geköpft im Schwimmbad aufgefunden wird, vermutet Hole als Erster einen Zusammenhang und kommt damit dem neuen Chef der Mordermittlung Bellmann in die Quere.

Nazistisch, brutal ehrgeizig und durchtrieben fängt dieser an Hole zu bekämpfen, mit allen legalen und illegalen Mitteln. Der Verdacht eines Verräters im Team macht sich breit und lässt Harry wieder öfter zur Flasche greifen, und weit und breit keine Spur die Licht ins Dunkel bringt, bis ein Hinweis über eine vermisste Frau eingeht. Die Verschwundene befand sich vor nicht allzu langer Zeit im norwegischen Hochgebirge, in einer Übernachtshütte zusammen mit mehreren Leuten u. a. der Ermordeten. Die Hinweise über deren Verbleib lässt Harry nach Ruanda fliegen, findet die Frau zwar nicht, aber dafür entdeckt er die perfide Mordwaffe. Zurück in Norwegen nimmt er die Ermittlungen wieder auf und arbeitet sogar zeitweise mit seinem Widersacher Bellmann zusammen.



Jo Nesbo , diesmal lässt er Harry Hole zerrütteter, alkoholabhängiger und zeitweise völlig desorientiert erscheinen.Neben Whiskey hat er noch eine weitere „Leidenschaft“ – das Schnüffeln von Heroin, vielleicht erklärt das die vielen Wendungen und Irrwege die der so Gebeutelte im Laufe dieses Buches durchschreitet. Neben dem schwerkranken Vater, der Sehnsucht nach Rakel und Oleg, der großen und kleinen Kriege zwischen den Dezernaten hat er es mit einem brillanten und brutalen Täter zu tun. Keine leichte Aufgabe.

Der Autor schafft das Kunststück, den „Schneemann“ noch zu Toppen. Er stürzt uns Leser in das Gefühlschaos des Hauptakteurs, zeigt uns die schwärzesten Seiten der Menschen das abgrundtief Böse und lässt bei uns ein flaues Gefühl im Magen zurück. Das Buch ist brillant, genial und durchweg fesselnd geschrieben.



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50

16.08.2010

„DER norwegische Held: Harry Hole”

von einer Kundin oder einem Kunden
Nach seinem letzten Fall (Schneemann) ist Harry Hole am Ende und gibt sich in Hongkong ganz seiner Sucht -dem Alkohol- hin.
Nur mit sehr viel Mühe gelingt es einer jungen Kollegin ihn wieder zurückzuholen, denn eine grausame Mordserie erschüttert Oslo und läßt alle anderen Kollegen an ihre Grenzen stoßen. Ein extrem außergewöhnliches Mordwerkzeug, das quälend langsam tötet, und ein äußerst intelligenter Mörder führen Hole an so gegensätzliche Plätze, wie eine einsame norwegische Berghütte und einen Kratersee in Ruanda.
Nesboes Krimis erfahren eine regelmäßige Steigerung durch ausgefallene Recherche und tiefsinniges Hinterfragen menschlicher Beweggründe.
Sensationell!

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40

14.08.2010

„Knallhart!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich empfehle, vor dem "Leopard" den "Schneemann" zu lesen, denn erst dann können Sie wirklich verstehen , warum Harry Hole so ist, wie er ist. An vielen Stellen wird Bezug auf den vorhergehenden Roman genommen. Harry Hole ist ein Superermittler, was sowohl seine körperliche Konstitution, als auch seinen treffsicheren Instinkt und die Kombinationsgabe betrifft. Er hat den fast tödlichen Angriff des Schneemanns auf seine Freundin Rahel nicht wirklich verarbeiten können. Sie hat mit Sohn Oleg Norwegen verlassen. Hole versucht sich mit eher mäßigem Erfolg in Hongkong in Pferdewetten, und die chinesische Mafia sitzt ihm im Nacken.
Als auf rätselhafte Weise mehrere Frauen ermordet werden, holt Kaja Solness Hole nach Olso zurück, damit dieser im Morddezernat die Ermittlungen übernimmt. Doch auch das Kriminalamt will bei den Ermittlungen mitmischen und Erfolge auf seine Fahnen schreiben. Harry ist hin- und her gerissen zwischen den aktuellen Ereignissen, der Bewältigung des Schneemannfalles und dem langsamen Abschied von seinem kranken Vater, der im Hospital liegt und dessen Tage gezählt sind. Immer wieder denkt er über sein eigenes Leben nach, seine Gefühlswelt gerät durcheinander, die Alkoholprobleme brechen immer wieder durch.
Der Leser wird knallhart mit grausamen Fragen und Wahrheiten konfrontiert:sind Kollegen vertrauenswürdig, geht wirtschaftliche Macht vor Menschlichkeit, Brutalität in der Familie, Ausbeutung des "Schwarzen Kontinents"...
Der "seidene Faden", an dem Holes Leben hängt, ist zeitweise recht dünn, und er sollte auf keinen Fall daran ziehen! Doch lesen Sie selbst, was es mit dem Leopardenapfel auf sich hat.

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50

05.08.2010

„Harry Hole ist ein Muß!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Buch, das einen von der ersten Seite an gefangen nimmt und vor
Spannung bis zum Schluß nicht mehr loslässt. Jo Nesbo schafft es, ohne
viel Action und Blutrünstigkeit, sondern einfach nur mit Raffinesse und
einem gut durchdachten Plot ein Meisterwerk abzuliefern.
Es war mein erstes Buch von ihm, was ich sehr bedauere. Dadurch ist mir
viel Spannung und Gänsehaut durch die Lappen gegangen. Was ich aber
jetzt auf jeden Fall nachholen werde. Lassen Sie es sich gesagt sein,
das Lesen dieses Buches lohnt sich uneingeschränkt!

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Schneemann (9783548281230)

50

24.07.2010

„Der beste Nesbö”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich hätte nicht gedacht, dass Nesbö sich mit Harry Hole noch steigern könnte. Er konnte!
Diesmal finde ich auch den Schluss sehr gut, was bei Nessbö meiner Meinung nach nicht immer der Fall ist.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Ich lese gerade "Headhunter" von Nesbö und empfehle es, obwohl ich erst fünfzig Seiten gelesen habe.

50

23.07.2010

„Ein harter Hund”

von subechto
Nach dem 1. Kapitel hätte ich das Buch beinahe abgebrochen. So einen brutalen Aufreißer hat Nesbø doch eigentlich gar nicht nötig! Kommissar Harry Hole ist - wieder mal - am Ende. Diesmal ist es nicht der Alkohol, sondern Drogen und Pferdewetten.

Jo Nesbø scheint eine Vorliebe für Fernost zu haben: Nach Kakerlaken in Thailand, ist Leopard der 2. Harry Hole-Roman der in Südostasien spielt bzw. dort beginnt und auch endet. Diesmal ist es Hongkong, statt Bangkok.

Wie schon in Schneemann wird wieder eine neue Kollegin vorgestellt. Diesmal ist es Kommissarin Kaja Solness, die nichts unversucht lässt, Harry nach Oslo zurückzuholen. Aber auch Katrine hat in Leopard ihren Auftritt, ebenso der Schneemann!

Ich bin an sich kein fanatischer Reihenleser, aber in dem Fall schadet es nichts, wenn man zumindest Schneemann vorher gelesen hat. Es gibt viele Bezüge, auch versteht man sonst nicht, warum Katrine in der Psychatrie ist und der Schneemann im Krankenhaus liegt...

Mit seiner genialen Beobachtungsgabe schildert der Autor die Atmosphäre - wie immer - bis ins letzte Detail. Auch seine Figuren sind stets meisterhaft beschrieben. Die nicht unkomplizierte Beziehung zwischen Harry und seinem im Sterben liegenden Vater Olav, Harrys Kampf um Kompetenzen mit dem Leiter des Kriminalamtes Bellmann und last but not least Harrys schwierige Beziehung zu Frauen.

Ein bisschen Afrikapolitik bzw. Gesellschaftskritik à la Mankell ist auch dabei. Der Showdown im Kongo ist einer der Härtesten, die mir bisher untergekommen sind. Ich gestehe, da ein wenig quer gelesen zu haben. So genau wollte ich es gar nicht mehr wissen. Hauptsache, Harry hat überlebt, so dass eine Fortsetzung der Reihe möglich wäre...

Nur, warum das Buch auf deutsch den Titel "Leopard" trägt, hat sich mir nicht erschlossen. Wegen der sprachlichen Affinität zu jenem afrikanischen Mordwerkzeug, dem "Leopoldsapfel"? Wörtlich übersetzt heißt der Titel "Panzerherz", das ist eigentlich eine (Herz-)Krankheit. Vielleicht aber hat das Wort im Norwegischen eine andere Bedeutung? Denn auch Harry wünscht sich zum Schluss ein Panzerherz!?

Ein sehr spannender, komplexer Thriller. Und auf jeden Fall die passende Lektüre für diese Jahreszeit. Mein erstes Krimi-Highlight des neuen Jahres: Mindestens 5* und eine unbedingte Leseempfehlung!

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40

23.07.2010

„Der Kavalier”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Köln
"Leopard" ist der achte Fall aus der Reihe rund um den Ermittler Harry Hole.
Wieder einmal konnte mich Autor Jo Nesbø überzeugen. "Leopard" ist genauso spannend wie es auch schon der Vorgänger "Schneemann" war und Harry Hole noch immer der gleiche alte Stinkstiefel. Ein Ermittler mit menschlichen Schwächen, der in wachen Momenten mit seinem Geist glänzt und in dessen schwächeren Augenblicken man kaum glauben kann, dass so jemand bei der Polizei arbeitet.
Besonders ist in diesem Fall die Mordmethode mit den Leopoldsäpfeln. Die Beschreibungen dazu fand ich sehr interessant und für Harry Hole hatte dies den angenehmen Nebeneffekt einer Reise nach Afrika. Überhaupt ist Hole in "Leopard" außergewöhnlich viel unterwegs. Sicherlich entspricht dies nicht im Entferntesten der Realität eines Polizisten, doch dies schreibe ich der künstlerischen Freiheit des Autors zu. Faszinierend finde ich es, wie sich nach und nach alle Fäden zusammensetzen und so ein Netz an Verknüpfungen erkennbar wird.
Wieder einmal hat Jo Nesbø es geschafft, den Leser längst möglich an der Nase herumzuführen und zu überraschen. Lediglich der Titel des Buchs konnte mich diesmal nicht überzeugen. Passender wäre es gewesen, wie beim "Schneemann" den Namen zu wählen, mit dem der Mörder von der Polizei versehen wird. Das wäre in diesem Fall "Kavalier" gewesen.
Aber auch das nächste Buch wird sicherlich in meinen Händen landen und angenehme Lesestunden bereiten.

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50

18.07.2010

„Opium für "Dirty" Harry”

von Jost Weiss aus Dinslaken (jost.weiss@freenet.de)
Hart kommt er daher und schnell, der neue Jo Nesbo. Und dick: Auf 704 Seiten lässt der norwegische Thriller-Autor zum achten Mal seinen ausgebrannten Helden Harry Hole auftreten (vom Ermitteln ist Harry zunächst noch ein Stück entfernt). Grausam, fast bizarr, gleich der Auftakt: Oslo. Einen Frau erleidet einen qualvollen und langsamen Tod; sie "ertrinkt" förmlich an ihrem eigenen Blut. Ihr Mörder hat an dem wehrlosen Opfer mit Hilfe eines perfiden Tötungswerkzeugs ein Exempel statuiert. Cut und übernächste Szene! Wir befinden uns jetzt in Hongkong. Hier, im Schmelztiegel der übervölkerten Millionenstadt, hält sich der abgewrackte Harry Hole versteckt wie ein weidwundes Tier. In einer Absteige, die den Namen "Pension" nicht verdient. Noch nicht runter vom Alkohol, dafür immer öfter auf Opium. Verschuldet bis über beide Ohren. In seinem Kopf das Mantra: No Future. Ihm dicht auf den Fersen ist Mordermittlerin Kaja Solness - unterwegs im Auftrag ihres Chefs, des Osloer Dezernatleiters für Gewaltverbrechen, Gunnar Hagen. Ihr Job ist es, den einstigen Spitzen-Ermittler zurück nach Oslo zu holen, wo zwei Tötungsdelikte an Frauen dem Morddezernat Kopfzerbrechen bereiten. Doch so ohne weiteres lässt sich Harry nicht ködern, zunächst auch dann nicht, als Kaja nach und nach ihre Trümpfe auf den Tisch legt...

Schnell und hart kommt er daher, der neue Nesbo. Und rasant, hart und schnell geht es weiter bis zum grandiosen Finale. Wieder einmal beweist Nesbo, der sich von Buch zu Buch zu steigern scheint, dass er zu den besten norwegischen Thriller-Autoren zählt. Auch wenn der "Schöpfer" Harry Holes einmal zuviel in seine Trickkiste greift, hie und da fast hochstapelnd übertreibt und die Logik zuweilen auf der Strecke zu bleiben scheint - ein Autor vom Kaliber Nesbos darf das. Denn wie sollte sonst so ein Epos wie der "Leopard" entstehen? Holy macaroni. Ich habe gesprochen!

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Gut,ein schwedischer Krimi.Leider hatte ich vorher noch nicht wirklich etwas von Harry Hole gehört und stieg völlig unbedarft ein.Und dann geht es los. Eine Fahrt mit verbundenen Augen in einer Super-Achterbahn muss sich ähnlich anfühlen.Atemlos wird man in diese Geschichte hineingezogen.Zwischendurch meint man,sich sicher zu sein,den Täter natürlich zu kennen,dann nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf und es gibt kein Entkommen mehr.Mir persönlich ist etwas passiert,was schon lange nicht passiert ist. Ich mußte dieses Buch zuende lesen.Die Nacht lag vor mir,ich brauchte keinen Kaffee,um mich wachzuhalten.Dieses Buch fesselte mich.Am Ende tauchte ich blinzelnd wieder auf,das Herz klopfte wie wild,die Nacht war zu Ende und ich muß jetzt alle anderen Fälle des Harry Hole lesen.Bei diesem Buch vergisst man schnell seine Umgebung und das ist auch gut so.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

17.06.2010

„"Panserhjerte"”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Kein anderer Ermittler leidet so stilvoll wie er: Harry Hole ist wieder da. In seinem achten Fall „Leopard“ ist er ganz unten angekommen: er fristet sein Dasein in Hongkong, wo er von Glasnudeln und Opium lebt. Da taucht unerwartet eine neue Kollegin aus dem alten Ermittlerteam auf: Kaja Sollness hat den Auftrag, Harry wieder zurück nach Oslo zu bringen, wo er Jagd auf einen Serienmörder machen soll. Allein die Tatsache, das sein Vater schwer erkrankt im Hospital liegt vermag ihn zu überzeugen, wieder nach Hause zu fliegen. Dort angekommen muß er sich nicht nur mit den neuesten Mordfällen auseinandersetzen, sondern sich auch noch um die Zuständigkeit mit dem Kriminalamt schlagen. Bis dahin sind drei Frauen auf grauenvolle Weise ums Leben gekommen: zwei wurden mit einem sogenannten „Leopoldsapfel“ getötet, eine dritte wurde in einem alten Schwimmbad erhängt aufgefunden. Nach und nach gelingt es Harry, die Opfer miteinander in Zusammenhang zu bringen. Doch um dem Täter wirklich auf die Spur zu kommen, muss er sich seinem schlimmsten Alptraum stellen: dem Schneemann …...

Wer Harry Hole auf seinem steinigen Weg begleitet, muß wirklich hart im Nehmen sein: nicht nur seine Fälle sind außergewöhnlich, auch sein Privatleben und seine Sucht nach einem Rausch sind alles andere als einfach. Und obwohl Harry Hole eigentlich die Sorte Ermittler ist, die ich so gar nicht leiden kann, habe ich ihn trotzdem lieb gewonnen: wo seine Kollegen ihren Kummer schnöde in ihren eigenen vier Wänden im Alkohol ertränken, steht Hole zu seinem Versagen, zelebriert es geradezu. Auch die anderen Figuren entsprechen nicht den gängigen Klischees: wie auch im richtigen Leben schaut man ihnen nur vor den Kopf und ist auch hier vor Überraschungen und Enttäuschungen nicht gefeit, was aber gut zum Schreibstil und zur Handlung passt und sich nahtlos einfügt.

Wie auch schon in den Vorgänger-Romanen entwickelt Nesbo eine originelle Grundidee zu einer irrwitzigen Ereigniskette, die die Ermittler in verschiedene Teile der Welt schickt und den Leser atemlos vor Spannung zurück lässt. Hier geht es nicht um einen 08-15- who-done-it: der Autor verlangt von seinen Lesern Aufmerksamkeit und Köpfchen, ein schnelles Überfliegen geht nicht. Dafür wird man aber auch mit einem besonderen Krimi belohnt, der trotz seiner knapp 700 Seiten keine Längen kennt. Dabei legt er so viele Fährten und für uns auf so viel verschiedene Spuren, und doch ist am Ende alles anders als gedacht. Die Handlung ist spannend, der Erzählstil außergewöhnlich und der Kriminalroman (der diese Bezeichnung als einer der wenigen wirklich verdient hat) flüssig zu lesen.

Das einzige, was ich an dem Buch zu bemängeln habe, ist der Titel: der Originaltitel „Panserhjerte“ ist auf jeden Fall passender und stimmiger als der deutsche „Leopard“. Das stört das Lesevergnügen aber nicht wirklich.

Fazit: „Leopard“ ist kein Krimi für Zwischdurch, aber wer gut ausgefeilte Handlungen und keine Komplettlösungen mag, der sollte sich das Buch keinesfalls entgehen lassen.

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50

11.06.2010

„Sein 8. Fall, mein 1. Fall und bestimmt nicht mein Letzter!”

von Kathrin Schulz aus Ibbenbüren
Harry Hole ist Kult! Das habe ich leider erst jetzt bemerkt und muss die anderen Fälle auch noch lesen!
Uneingeschränkt empfehlenswert, unbedingt lesen!

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50

04.06.2010

„Harry Hole ist zurück.....”

von einer Kundin oder einem Kunden
Für seinen 8. Fall muss die junge Kommissarin Kaja erst nach Hongkong reisen und Harry Hole aus seiner Alkohol- und Opiumhölle, in die er nach seinem letzten Fall geflüchtet ist, herausholen. Zurück in Oslo nimmt er dann die Jagd nach dem Mörder auf. Eine Kostprobe der brutalen Morde bekommt der Leser direkt auf den ersten Seiten zu lesen. Der Krimi ist nichts für schwache Nerven, aber erliegt man einmal der gnadenlosen Spannung mit allen überraschenden Wendungen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Sogar der „Schneemann“ ( Täter im gleichnamigen, vorherigen Krimi von Nesbö ) hilft Hole bei der Suche nach dem Mörder. Daher empfiehlt es sich, den „Schneemann“ vorher gelesen zu haben. Auch ein Krimi, den man gelesen haben muss!

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40

22.05.2010

„Hary Holes 8. Fall”

von Corinna aus der Nähe von Bremen Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
„Leopard“ ist der 8. Fall rund um den Ermittler Harry Hole. Ich muss sagen, dass dieses Buch wirklich grausam beginnt. Der Leser befindet sich mit einer Person in einer ausweglosen Situation, die einem beim Lesen regelrecht die Gänsehaut über die Arme jagt.
Aber damit nicht genug mit seinen beinahe 700 Seiten hat „Leopard“ kaum ruhige Momente. Die ganze Zeit überlegt der Leser, was als nächstes passieren könnte. Das fesselt selbstverständlich und lässt immer neue (vermeintliche) Täter hervorkommen.
Ich selber sah mich schon auf dem richtigen Pfad, dann kamen allerdings die letzten 100 Seiten, die mich regelrecht fesselten und meine Theorien zugrunde richteten.
Einen kleinen Punkt der mit etwas aufgestoßen ist, sollte ich aber dennoch erwähnen. In diesem Buch werden sehr viele Anspielungen auf den Vorgänger „Schneemann“ gemacht. Ich selber habe das Buch noch nicht gelesen und fand es teilweise etwas verwirrend.

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