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Drei starke Frauen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2009

buch
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Artikeldetails zu Drei starke Frauen

AutorMarie NDiaye

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2009

  • ISBN-103-518-42165-4
  • ISBN-139783518421659
  • Verlag Suhrkamp Verlag
  • ÜbersetzerClaudia Kalscheuer
  • Einbandartgebunden
  • Seiten341
  • Auflage4. Auflage
  • Veröffentlicht31.01.2011
  • GenreRoman
  • Gewicht465g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelTrois femmes puissantes

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Rezensionen der Redaktion zu Drei starke Frauen

"Die Geschichten leben von ihren starken Protagonistinnen, noch mehr allerdings davon, dass das Unheimliche in den Text einsickert wie Feuchtigkeit in ein Stück Stoff. NDiayes Sprache ist leicht und elegant, man kann sich verlieben in die Schönheit ihrer Sätze, doch darunter lauert die Finsternis. Ihre Romane, vor allem Drei starke Frauen haben Kritiker an den Nobelpreisträger William Faulkner erinnert. Sie wurde auch mit dem Regisseur David Lynch verglichen (...)" (Der Spiegel)

Kurzbeschreibung zu Drei starke Frauen

Den neuen Roman der »ungewöhnlichsten Schriftstellerin Frankreichs« beschrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in den knappen und präzisen Worten: Er handle »von drei vollkommen unterschiedlichen Frauen, die sich von den Schwierigkeiten des Lebens nicht unterkriegen und von ihren Mitmenschen nicht demütigen lassen«.
Die vierzigjährige Norah gibt dem Drängen ihres Vaters nach und besucht ihn in Dakar: Die Juristin soll ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Das schwierige Treffen mit dem Vater führt die Frau an den Rand des Wahnsinns.
Fanta hat im Unterschied zu Norah Dakar verlassen, um ihrem Ehemann Rudy in die französische Provinz zu folgen. Sie gibt sich dort vor Langeweile auf, so meint Rudy, durch dessen Perspektive wir von Fanta erfahren - doch ihm entgeht Entscheidendes.
Von Afrika aus betrachtet erscheint ihre Existenz geradezu luxuriös und begehrenswert, weshalb Khady, die junge Afrikanerin, illegal nach Frankreich einzuwandern sich bemüht - doch sie endet, tot, an Grenzen.
Drei Lebensläufe, drei starke Frauen, die ihre Würde verteidigen, indem sie sich im entscheidenden Moment weigern, so zu handeln, wie es die Umgebung verlangt: drei Frauen, die selbst in extremster Situation ihre Würde verteidigen.

Portrait

Marie NDiaye:
Marie NDiaye, geboren 1967 in Naissance à Pithiviers/Loiret; nach dem Abitur Veröffentlichung des ersten Romans. Sie schrieb weitere Romane und erhielt zahlreiche literarischen Auszeichnungen. Die deutschsprachige Erstaufführung: ihres ersten Theaterstückes wurde im Januar 2003 im Theater Drachengasse in Wien aufgeführt.

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10

13.08.2010

„NDiaye, Drei starke Frauen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Herznach
Seltsamer Roman. Konnte nichts damit anfangen... Noch nie hat mich ein Buch so genervt, irritiert! Für mich würde der Titel: "Zuletzt nicht total schwache Frauen" besser passen. Hätte gerne einen besseren/stärkeren(!) Kommentar abgegeben...

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

31.07.2010

„NDiaye, Drei starke Frauen”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
In diesem Roman(?) werden drei Erzählungen miteinander verknüpft. Es sind drei Geschichten von Frauen, die Jede auf eine besondere (oder auch selbstverständliche ) Art "stark" ist. Jeder Abschnitt endet mit einem "Kontrapunkt", der wirklich "eine völlig selbständige Stimme" in diesem Klanggewebe ist! 1.) Eine Rechtsanwältin wird von ihrem (egozentrischen, despotischen) Vater nach Hause zitiert, um den Bruder aus dem Gefängnis zu holen. 2.) Eine Ehefrau wird unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und mit Versprechen, die nicht gehalten werden, von ihrem Mann in die französische Provinz (= die totale Sackgasse für ihre Existenz) gelockt. 3.) Eine Frau versucht illegal nach Europa zu kommen. In diesem brutalen und zugleich strahlend schönem Buch bereitet die Autorin ein Gewebe aus Sprache, aus Wörtern, das die LeserIn jederzeit sicher trägt und auffängt. NDiaye weiß in jedem Moment, mit jedem Satz, was sie tut! Ich finde dieses Buch: verstörend, aufwühlend, beklemmend, bitter,trostlos, von rasiermesserscharfer Gedankentiefe und gleichzeitig von so erbarmungsloser Schönheit (sprachlich, gedanklich), daß es mich fast blendet! Die Autorin hat für dieses Buch 2009 den "Prix Goncourt", die höchste literarische Auszeichnung in Frankreich bekommen.

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