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Winter in Maine

Winter in Maine

Roman

Hörbuch
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Artikeldetails zu Winter in Maine

Autor Gerard Donovan

SpracheDeutsch

  • ISBN-103-86974-007-8
  • EAN9783869740072
  • SprecherMarkus Hoffmann

  • Veröffentlicht26.03.2010
  • Medium CD
  • OriginaltitelJulius Winsome

Kurzbeschreibung zu Winter in Maine

Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss ...

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, ein treuer und verspielter Pitbullterrier. Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in seiner Nähe gefallen ist, zu nahe. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde- offenbar mit Absicht.
Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben: die Mutter, die er gar nicht kannte, weil sie bei seiner Geburt starb, den Vater, der nie wieder heiratete, der ihn allein großzog und ihm die Sprache Shakespeares beibrachte und jetzt auch schon zwanzig Jahre nicht mehr da ist, an Claire, die einzige Frau in seinem Leben, die ihn einen Sommer lang liebte und dann wieder verschwand. Und jetzt Hobbes, sein letzter wahrer Freund. Am nächsten Tag holt er das Gewehr seines Großvaters aus der Scheune und zieht los, um seinen Hund zu rächen. Er macht Jagd auf die Jäger. Und obwohl diese Rache ebenso sinnlos ist wie die Tat, die ihr zugrundeliegt, verstehen wir diesen einsamen, verzweifelten Mörder, werden seine Komplizen in Eis und Schnee.

Portrait

Markus Hoffmann:
Markus Hoffmann ist einer der bekanntesten Rundfunk- und Hörbuchsprecher. Zwei seiner Lesungen wurden mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
Gerard Donovan:
Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie und Germanistik in Irland, arbeitete in einer bayerischen Käsefabrik, studierte klassische Gitarre in Dublin und trat als Musiker mit Schwerpunkt J. S. Bach auf. Er veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane und wurde mit dem "Kerry Group Irish Fiction Award" ausgezeichnet.

Bewertung unserer Kunden zu Winter in Maine

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40

03.08.2011

„"Die Kälte des Winters"”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Blockhütte in den tiefen Wäldern Maines, einige Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Er ist jedoch kein schrulliger Eremit, sondern ein kultivierter, belesener Mann, der am liebsten Shakespeare liest und seine Zeit mit seinem treuen Hund Hobbes verbringt. Doch eines Tages gellt ein Schuss durch die Eiswüste, und Hobbes liegt tot in einer Blutlache, niedergestreckt durch die Kugel eines Jägers. Winsome, seines besten und einzigen Freundes beraubt, gibt seinen Rachegefühlen nach und macht sich auf die Pirsch nach den Märdern seines Hundes.
Ein eiskaltes Buch, mit schwer zugänglichem, aber faszinierendem Protagonisten, dessen Handlungsweise oft nicht leicht nachzuvollziehen ist. Das sprachlich brillante Werk voll von einer bitteren, distanzierten Rache-Atmosphäre, doch stets auf literarisch hochwertigem Niveau.

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50

20.04.2011

„EIN FREUND SIEHT ROT!”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Ich glaube, ich habe den Schuß gehört."
So beginnt Donovans erschütternder Roman "Winter in Maine."

Die Jagdsaison ist eröffnet. Im finsteren Grün des Waldes verhallen Schüsse. Nichts Ungewöhnliches in den tiefen, dunklen Wäldern Maines, in die sich Julius Winsome zurückgezogen hat. Er führt ein Leben in Einsamkeit, in Verbundenheit mit der Natur, der Schönheit des nordamerikanischen Sommers und der klirrenden Verlorenheit des eisigen Winters.
Die Tragik nimmt einen bitteren Verlauf, denn der Schuß galt seinem treuen Freund, einem verspielten Pitbullterrier.
Der Verlust seines Gefährten läßt Julius Winsomes schließlich ausrasten.

Die Klarheit und Nüchternheit in Donovans Sprache hat mich zutiefst bewegt. Er beschreibt Dinge nicht, er fabuliert nicht darum herum, er sieht Dinge, Begebenheiten, Gefühle und blutet sie aufs Papier. Worte werden zutiefst lebendig, Sätze suchen in kräftigen, dann wieder hochsensiblen Schlingen ihren Weg zum Leser.

Donovan meint in einem Kapitel: "Ausrufezeichen sind Satzzeichen, über die sich sein Vater oft beschwert hatte, weil es kraftlosen Worten als Krücke diente."

Diese Satzzeichen braucht dieser Roman auf keiner Seite.

Krücken hingegen brauchte mein Verstand, meine Gedanken, als ich die letzte Seite dieses Buches zuschlug und erkennen mußte, daß ich in keiner Lage meines Lebens, sei es das Verschmerzen eines Verlustes, das Einstecken einer Niederlage, ein ruhmreicher Sieg oder nur das einfache, stille Ausharren und Warten auf Nichts, weiß, zu welchen Taten ich in Extremsituationen fähig wäre.

Ein starkes, eindrucksvolles Leseerlebnis.

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50

20.06.2010

„Jäger oder Opfer?”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ist ein Hundeleben weniger wert als ein Menschenleben? Was passiert, wenn man einem einsamen Menschen den einzig treuen Gefährten nimmt? Gerard Donovan erzählt die Geschichte eines Eigenbrödlers in den Wäldern von Maine in leisen Tönen. Und bis zum Schluss gilt die Sympathie dem Mann, der durch den Verlust seines Hundes völlig den Boden unter den Füßen verliert und zur Waffe greift, um Rache zu üben. Und auch der Sprecher Markus Hoffmann schafft es, uns durch seine Stimme tief in den Winter von Maine eintauchen zu lassen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

01.04.2010

„still düster unheimlich”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Der anfängliche Eindruck, es könnte sich hier ein "normaler" Roman unter die Krimis geschlichen haben, trügt. Ruhig, nüchtern, furchtlos, aber bis ins Innerste getroffen erzählt Julius Winsome die Geschichte um sein Leben, seine Verluste und seine zwanghafte Suche nach "Gerechtigkeit". Bei seiner durch den Mord seines Pitbulls Hobbes ausgelösten Mörderjagd wird jeder Jäger zum Gejagten. Literarisch untermalt werden die Szenen von Julius´Shakespearezitaten- er findet immer das passende. Wahnsinnig spannend!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

17.01.2010

„(K)ein Wintermärchen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der eigenbrötlerische Julius Winsome lebt seit Jahrzehnten zurückgezogen in einer Hütte in den Wäldern von Maine. Gesellschaft leisten ihm nur seine 3000 Bücher und sein Hund Hobbes. Als Hobbes eines Tages erschossen wird, gerät Julius’ in Gleichgültigkeit verbrachtes Leben aus den Fugen und er greift nach seiner Schrotflinte.
Diese Buch ist ein Phänomen, denn man begleitet einen Mann durch verschneite Wälder, der so selbstverständlich Selbstjustiz verübt, wie er diese mit Shakespearezitaten kommentiert; und doch empfindet man nicht eine Sekunde der Antipathie für diesen Mörder, der noch eine Daunendecke über das Grab seines Hundes legt, damit dieser mit gewohnten Gerüchen schlafen kann. Und das ist das wirklich Bemerkenswerte an diesem Buch, dass man sich als Leser einfach nicht in die Position bringen kann, verächtlich den Kopf zu schütteln, auch wenn Julius ohne mit der Wimper zu zucken, erst schießt und dann fragt „Hast du meinen Hund getötet?“ Donovan seziert nicht seinen Protagonisten sondern den Leser. Und ab Seite 100 merkt man, dass „Winter in Maine“ eigentlich nichts anderes ist, als ein Spiegel. Julius handelt und wir dürfen dieses Handeln bewerten und nicht zuletzt mit Emotionen füllen. Welcher Art diese Emotionen sind, wird jeder selbst entscheiden müssen, aber nach der Lektüre des Romans weiß man ein bisschen mehr über sich selbst, als vorher.
Ein zutiefst verstörendes Buch darüber, wie schnell der Verlust eines geliebten Lebewesens den völligen Verlust von Moral mit sich führen kann.
(diese Rezension bezieht sich auf das Buch!)

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