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Gold - Pirate Latitudes

Roman

buch
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Artikeldetails zu Gold - Pirate Latitudes

AutorMichael Crichton

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-89667-402-1
  • ISBN-139783896674029
  • Verlag Karl Blessing Verlag
  • ÜbersetzerKlaus Timmermann Ulrike..., Klaus Timmermann
  • Einbandartgebunden
  • Seiten364
  • Veröffentlicht16.11.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht533g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelPirate Latitudes

Leseprobe aus Gold - Pirate Latitudes

Sir James Almont, dank der Gnade seiner Majestät Charles II. Gouverneur von Jamaika, war Frühaufsteher. Diese Gewohnheit entsprach einerseits der Neigung eines in die Jahre kommenden Witwers, andererseits war sie die Folge seines unruhigen, von schmerzhafter Gicht gestörten Schlafes und schließlich trug sie dem Klima in der Kolonie Jamaika Rechnung, wo es kurz nach Sonnenaufgang tropisch heiß wurde.
Am Morgen des 7. September 1665 stand er wie üblich in seinen Gemächern im dritten Stock der Gouverneursresidenz auf und trat sogleich ans Fenster, um das Wetter zu begutachten. Die Gouverneursresidenz war ein imposantes Backsteingebäude mit einem roten Ziegeldach. Es war außerdem das einzige dreigeschossige Gebäude in Port Royal, und er hatte eine vorzügliche Aussicht auf die Stadt. Unten in den Straßen konnte er die Laternenanzünder auf ihrer Runde sehen, wie sie die Straßenlaternen der vergangenen Nacht löschten. Auf der Ridge Street war die Morgenpatrouille der Garnisonssoldaten unterwegs und sammelte die im Dreck liegenden Betrunkenen und Toten auf. Direkt unter seinem Fenster rumpelte der erste der flachen Fuhrkarren vorbei, die vom einige Meilen entfernten Rio Cobra Fässer mit Trinkwasser brachten. Ansonsten war Port Royal still und friedlich, wie immer in der kurzen angenehmen Zeitspanne, wenn die letzten Zecher vom Vorabend im Vollrausch zusammengesunken waren und in den Docks noch nicht das allmorgendliche hektische Treiben eingesetzt hatte.
Er wandte den Blick von den engen, verwinkelten Straßen der Stadt zum Hafen hin und sah den schwankenden Wald von Masten, die zahllosen Schiffe aller Größen und Formen, die dort vertäut oder im Trockendock lagen. Draußen auf dem Meer, hinter der kleinen Insel nicht weit von Rackhams Riff, bemerkte er einen zweimastigen englischen Handelsschoner, der dort vor Anker lag. Das Schiff musste irgendwann in der Nacht angekommen sein, und der Kapitän hatte wohl klugerweise beschlossen, erst bei Tagesanbruch in den Hafen von Port Royal einzulaufen. Und tatsächlich, gerade als er hinschaute, wurden die halb eingeholten Toppsegel im Dämmerlicht entrollt, während am Ufer bei Fort Charles zwei Beiboote ablegten, um das Handelsschiff ins Schlepptau zu nehmen.
Gouverneur Almont, von den Einheimischen "James der Zehnte" genannt, weil er von allen Freibeuterraubzügen ein Zehntel des Gewinns für seinen eigenen Geldbeutel abzweigte, drehte sich vom Fenster weg und humpelte auf seinem schmerzenden linken Bein durch den Raum, um seine Morgentoilette zu verrichten. Das Handelsschiff war augenblicklich vergessen, denn an diesem Morgen erwartete Sir James die unangenehme Pflicht, einer Hinrichtung beizuwohnen.
In der Woche zuvor hatten Soldaten einen französischen Halunken namens LeClerc gefasst, der wegen eines Überfalls auf die Siedlung Ocho Rios an der Nordküste der Insel gesucht worden war.
Nachdem einige Überlebende des Ortes vor Gericht gegen ihn ausgesagt hatten, war LeClerc zum Tode verurteilt worden und sollte nun auf der High Street öffentlich gehängt werden. Gouverneur Almont hatte weder ein besonderes Interesse an dem Franzosen noch an dessen Exekution, aber als Gouverneur war seine Anwesenheit erforderlich. Ihm standen also ein paar öde zeremonielle Stunden bevor.
Richards, der Diener des Gouverneurs, betrat den Raum. "Guten Morgen, Euer Exzellenz. Hier ist Euer Rotwein." Er reichte dem Gouverneur das Glas, das der sogleich in einem Zug austrank. Richards stellte alles Notwendige für die Morgentoilette zurecht: eine frische Schüssel mit Rosenwasser, eine weitere mit zerstoßenen Myrtenbeeren, und als Drittes eine kleine Schale mit Zahnpulver sowie das dazugehörige Zahntuch. Gouverneur Almont begann seine Toilette, begleitet von dem Zischen des parfümierten Blasebalgs, mit dem Richards jeden Morgen den Raum erfrischte.
"Warmer Tag für eine Hinrichtung", bemerkte Richards, und Sir James brummte beipflichtend. Er bestrich sich das schüttere Haar mit der Myrtenbeerenpaste. Gouverneur Almont war einundfünfzig Jahre alt, und seit einem Jahrzehnt litt er an Haarausfall. Er war kein besonders eitler Mann - und er trug sowieso normalerweise einen Hut -, weshalb er die Aussicht auf eine Glatze nicht ganz so fürchterlich fand. Dennoch benutzte er Präparate, um dem Haarverlust Einhalt zu gebieten. Seit mehreren Jahren bevorzugte er nun Myrtenbeeren, ein traditionelles Mittel, das bereits von Plinius empfohlen wurde. Er nahm auch eine Paste aus Olivenöl, Asche und zerstoßenen Regenwürmern, um das Ergrauen der Haare zu verhindern. Doch weil die Mischung so erbärmlich stank, verwendete er sie weniger häufig, als er eigentlich sollte.
Gouverneur Almont spülte sich die Haare mit dem Rosenwasser aus, trocknete sie und musterte sein Antlitz im Spiegel.
Einer der Vorzüge seines Ranges als höchster Beamter der Kolonie Jamaika war der Besitz des besten Spiegels auf der Insel. Er war fast einen Quadratfuß groß und von vorzüglicher Qualität, ohne Wellen oder Sprünge. Ein Händler im Ort hatte ihn sich im Jahr zuvor aus London kommen lassen, und Almont hatte das Prachtexemplar unter irgendeinem Vorwand konfisziert. Derlei war keineswegs unter seiner Würde und ja, er war sogar der Ansicht, dass er sich mit solchen Willkürhandlungen in der Gemeinde zusätzlichen Respekt verschaffte. Wie sein Vorgänger, Sir William Lytton, ihn in London gewarnt hatte, war Jamaika "keine Region, die von einer übermäßig rigiden Moral niedergedrückt wird". Sir James hatte sich in den Jahren danach häufig dieser Worte erinnert. Die Untertreibung war wunderbar treffend. Sir James selbst mangelte es an dieser Art der Wortgewandtheit; er war zu schroff und besaß ein ausgesprochen cholerisches Temperament, ein Umstand, den er auf seine Gicht zurückführte.
Als er sich im Spiegel betrachtete, fiel ihm auf, dass es höchste Zeit war, sich vom Barbier und Bader Enders den Bart stutzen zu lassen. Sir James war kein gut aussehender Mann, und er trug einen Vollbart, um von seinem "wieselschnäuzigen" Gesicht abzulenken.
Er knurrte sein Spiegelbild an und widmete sich dann seinen Zähnen, indem er einen angefeuchteten Finger in die Paste aus zerriebenem Kaninchenkopf, Granatapfelkernen und Pfirsichblüten tunkte. Er rieb sich mit dem Finger flink über die Zähne und summte dabei leise vor sich hin.
Richards trat ans Fenster und blickte hinaus auf das einlaufende Schiff. "Das Handelsschiff soll die Godspeed sein, Sir."
"Ach ja?" Sir James spülte den Mund mit etwas Rosenwasser, spie aus und trocknete sich die Zähne mit einem Zahntuch. Es war ein elegantes Zahntuch aus Holland, rote Seide mit einer Spitzenborte. Er besaß vier davon, eine weitere Annehmlichkeit seines Ranges in der Kolonie.

Kurzbeschreibung zu Gold - Pirate Latitudes

Das Ziel vor Augen, die Verfolger im Nacken. Captain Charles Hunter wagt den spektakulärsten Raubzug, den die Karibik je gesehen hat.


Er wollte das Unmögliche anpacken. Und dabei reich werden. Doch eines steigt in der Karibik schneller als die Flut: der Preis der Loyalität. - Port Royal, Jamaika, 17. Jahrhundert. Captain Charles Hunter, Freibeuter in inoffiziellen Diensten des britischen Gouverneurs von Jamaika, heuert eine verwegene Crew von Spezialisten an, um den gewagtesten Raubzug anzutreten, den die Karibik je gesehen hat. Das Ziel: ein spanisches Handelsschiff, das tonnenweise Edelmetall an Bord haben soll. Der Hafen, in dem das Gold vor Anker liegt, gilt allerdings als uneinnehmbar. Und er wird vom ruchlosen Konquistador Cazalla schwer bewacht. Just mit Cazalla hat Captain Hunter noch eine Rechnung offen; der Spanier ließ Hunters Bruder grausam ermorden. Doch nicht nur er könnte den englischen Piraten am Erfolg hindern. Denn unter Hunters Vertrauten lauert ein Verräter ...


Autorenportrait zu Gold - Pirate Latitudes

Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen "Next", "Welt in Angst", "Timeline", "Jurassic Park" und "Andromeda". Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller "Micro" geschrieben.

Portrait

Michael Crichton:
Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin. Alle seine Romane "Andromeda", "Der große Eisenbahnraub", "Jurassic Park", "Enthüllung", "Die Wiege der Sonne", "Sphere", "Timeline" und viele mehr wurden auch als Filme weltweite Erfolge. Crichton ist der Schöpfer der weltweit erfolgreichen Fernsehserie "ER Emergency Room". Michael Crichton erlag am 4. November 2008 einem Krebsleiden.
Klaus Timmermann:
Klaus Timmermann, geboren 1955, arbeitet als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf.

Autorenportrait

Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen "Next", "Welt in Angst", "Timeline", "Jurassic Park" und "Andromeda". Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller "Micro" geschrieben.

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50

15.07.2010

„Ein fesselndes Abenteuer”

von einer Kundin oder einem Kunden
Michael Crichton: dieser Autor ist bekannt für spannende Lesestunden und wenn Sie Abenteuer lieben, dann ist dieses Buch ein Muss.
In „GOLD“ wird nichts romantisch verschönt, weder die Figuren noch die Handlung.
Es geht um die brutale Realität des 17. Jahrhunderts. Dieses Buch hat alles was dieses
Genre zu bieten hat, angefangen von der Idee eines spektakulären Raubzuges, einer Seeschlacht, bis hin zu einem Meeresungeheuer, Kannibalen und Verrat.
Ein unglaublich bildgewaltiges und nervenaufreibendes Werk, was dem Leser kaum
Luft zum Atmen lässt.

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40

15.06.2010

„Kurzweiliges Piraten-Abenteuer”

von einer Kundin oder einem Kunden
Michael Crichtons Vermächtnis an die Nachwelt ist eine wunderbar unkomplexe Abenteuergeschichte mit bösen Schurken, zynischen Helden und einer vergleichsweise simplen Pointe, die aufzeigt, dass der Meister des wissenschaftlichen Thrillers auch in anderen Genres wunderbar heimisch war.
„Gold“ ist das literarische Pendant zu Disneys „Fluch der Karibik“-Trilogie, inklusive Hochsee- und Säbelkämpfen, Kraken und zwielichtigen Figuren die sich in karibischem Flair tummeln.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

19.04.2010

„Fluch der Karibik light”

von Bellexr aus Mainz
Charles Hunter ist ein Freibeuter und steht in den inoffiziellen Diensten des Gouverneurs von Port Royal auf Jamaika. Eines Tages erhält Hunter von ihm den Auftrag, ein spanisches Handelschiff zu überfallen. Das einzige Problem: Das Schiff liegt vor einer streng bewachten spanischen Insel, die als uneinnehmbar gilt. Doch Hunter wagt den Coup und stellt seine Crew zusammen, um den riskantesten Raubzug der Karibik durchzuführen.

Michael Crichton erzählt die Kaperfahrt von Charles Hunter und seiner Crew, die im 17. Jahrhundert angesiedelt ist, wobei die Klassiker wie Hurrikan, Überfall auf offener See etc. nicht fehlen und die ganze Geschichte recht realistisch wirkt und man auch so ganz nebenbei etwas über das Navigieren der damaligen Zeit erfährt. Allerdings musste ich dann bei der Szene mit dem Kraken doch sehr an Jack Sparrow und die Black Pearl denken. Auch durch die Begriffe wie Port Royal, Realis-Münzen oder Tortuga fühlt man sich das ein oder andere Mal an "Fluch der Karibik" erinnert.

Die Geschichte an sich wirkte auf mich jedoch etwas unausgereift, so als wenn hier noch der letzte Schliff ausstehen würde. Sie ist zwar rund und schlüssig, allerdings fehlt es ihr eindeutig an Tiefe und sie liest sich mehr oder weniger wie jeder x-beliebiger Roman, der schnell wieder vergessen ist. So habe ich nicht einmal einen richtigen Bezug zu dem Roman bekommen, obwohl die Story an sich wirklich spannend ist und durch den flüssigen, stellenweise auch recht bildhaften Schreibstil des Autors der Roman recht flott erzählt wird.

Möglicherweise lag dies auch daran, dass einfach die Charaktere zu oberflächlich bleiben. Normalerweise baut sich einem während des Lesens so langsam ein Bild des Protagonisten auf, dies fehlt hier völlig. Auch die anderen Figuren, angefangen von der Crew, über den Gouverneur bis hin zum Konquistador Cazalla bleiben alle Figuren blass und eindimensional, obwohl die Ansätze wirklich gut sind und man mit etwas Feinarbeit hier wirklich sehr interessante Charaktere hätte schaffen können.

Alles in allem ein nett zu lesenden Abenteuerroman, mit einer tollen Story, aus der man bei weitem hätte mehr machen können.

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50

09.02.2010

„Genug von Schnee und Kälte? Willkommen in der Karibik mit ihrem türkisblauen Wasser, dem warmen Sand, den Palmen – und dem GOLD!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Port Royal, Jamaika, 17. Jahrhundert. Der englische Gouverneur Sir James Almont hat sich mit den zwielichtigen Gestalten, die „seine“ Stadt bevölkern und der damit einhergehenden lockeren Moral, ganz gut arrangiert. Bestechung, Betrug, Unterschlagung und der ein oder andere gehenkte Pirat bestimmen den Tagesablauf in Port Royal. Störend sind nur die Spanier, die einen Großteil der Karibik für sich beanspruchen. Und so fällt es Sir James auch nicht schwer, den unmöglichen, ja nahezu selbstmörderischen Plan, den der berühmt-berüchtigte Freibeuter Captain Charles Hunter ihm unterbreitet, nach Kräften zu unterstützen: Mit einer handverlesenen Mannschaft skrupelloser, findiger Piraten, will Hunter die in von Spaniern besetzten Gewässern gelegene Insel Matanceros mit ihrer Festung angreifen und die dort vor Anker liegende Galeone um ihre Fracht erleichtern: Gold und Edelmetalle von unschätzbarem Wert!
Dank minutiöser Vorbereitung und dem absolut loyalen Einsatz seiner Crew scheint der Schatz in Hunters Reichweite, doch Verrat, Stürme, Seeschlachten, Kannibalen und die Unberechenbarkeit der karibischen See, lassen die Kaperfahrt zur lebensgefährlichen Härteprobe für ihn und die Mannschaft werden.
Der leider schon verstorbene Autor Michael Crichton entführt in diesem Abenteuer-Roman in die Welt der Piraten der karibischen Meere zwischen Jamaika und Hispaniola. Wem das bekannt vorkommt: Ja, der Vergleich zu Filmen wie „Fluch der Karibik“ liegt nahe. Nichts desto trotz sollte man sich die extrem temporeiche, spannende Handlung, die detailgenauen und atmosphärisch dichten Beschreibungen und die verblüffenden Einfälle Crichtons nicht entgehen lassen!
Knapp 360 Seiten rasante Action, die man nicht mehr aus der Hand legen will.

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40

07.01.2010

„Fesselnd und atmosphärisch!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieser Roman wurde von Michael Crichtons Assistent in dessen Nachlass entdeckt und ich hatte so manchen Zweifel, da sich Herr Crichton vermutlich etwas dabei gedacht hat, diesen Titel nicht zu veröffentlichen.
Und eines muss man vorweg sagen, „Gold“ ist ganz anders als der typische „Michael Crichton-Roman“, aber er ist deswegen nicht schlecht.
Die Geschichte hat nicht die übliche Tiefe und Charakterentwicklung seiner anderen Romane, aber sie ist actiongeladen, schnell und absolut fesselnd. Es macht großen Spaß mit Captain Hunter durch die Karibik zu jagen und es fällt einem nicht leicht das Buch aus der Hand zu legen. Zudem fällt schnell ins Auge, dass auch für diesen Titel wieder umfangreich recherchiert wurde, was den Leser schnell in eine sehr atmosphärisch dichte Welt führt.
Besonders für Leser mit Mantel und Degen-Interessen eine klare Leseempfehlung, aber auch für jeden, der in die karibische Welt des ausgehenden 17. Jahrhunderts eintauchen möchte.

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50

28.12.2009

„Ein rasantes Abenteuer”

von Alexia Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Jamaika, 17. Jahrhundert. Engländer gegen Spanier. Als der Gouverneur von Jamaika, Sir James Almont, erfährt, dass ein spanisches Schiff, vollbeladen mit Gold, vor einer spanischen Festung liegt, schickt er seinen fähigsten Freibeuter, Captain Charles Hunter los, das Schiff zu kapern. Offiziell mit dem Auftrag unterwegs Blutholzbäume zu schlagen, versucht Hunter das Unvorstellbare: die Festung Matanceros einzunehmen und das Schiff zu kapern. Es ist der Anfang einer aufregenden Geschichte, bei der sich so mancher Freund als Feind erweist.

Michael Crichtons letzter Roman lässt einem keine Gelegenheit, Luft zu holen. Ein Abenteuer jagt das nächste und lässt einen atemlos mitverfolgen, wie es Hunter und seinen Leuten gelingt, den Kopf immer wieder aus der Schlinge zu ziehen. Es ist eine herrlich übertriebene Geschichte, die einen in die Piratenfilme der Kindheit zurückversetzt. Das Lesen hat viel Freude gemacht.

3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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30

17.12.2009

„Übertrieben, aber gute Unterhaltung”

von Stefan Flomm aus Rellingen
Jamaika im 17. Jahrhundert: Eine britische Kolonie, umgeben von spanischen Besitzungen. Captain Hunter versucht ein Schiff der spanischen Kriegsflotte aufzubringen, das die Schätze Südamerikas auf die Iberische Halbinsel bringen soll. Allerdings wollen Hunter und seine Freunde zu Fuß zum Ziel kommen. So beginnt „Gold – Pirate Latitudes“ aus der Feder von Michael Crichton. Gut, aus der Feder stimmt nur halb, denn die „geografische Breite der Piraten“ (so die Übersetzung des Untertitels) ist erst nach dem Krebstod der Erfolgsautors, der für Megaseller wir „Jurassic Park“ und „Time-line“ gesorgt hatte, im Jahr 2008 erschienen.
In dem Seeräuber-Roman, dem die Nähe zur Kino-Erfolgs-Trilogie um Captain Jack Sparrow und den „Fluch der Karibik“ deutlich anzumerken ist, wird reichlich dick aufgetragen. Das geht schon bei den Hauptfiguren los: Es gibt den edelmütigen Anführer (selbstverständlich ein Frauenheld), den lautlosen Killer (der sich als Bösewicht unter Bösewichtern entpuppt), die Frau, die ihren Mann in der harten Welt der Seeräuber steht, und noch so einige mehr.
Eine Seeschlacht folgt der nächsten, Auseinandersetzungen mit karibischen Menschenfressern gibt es natürlich auch. Die Besatzung von Captain Hunter gerät erst in einen subtropischen Hurrikan, um anschließend mit einem Riesenkraken zu kämpfen. Stillstand ist in dem Nachlass-Werk unerwünscht, die Protagonisten hetzen von einer Action-Szene in die nächste.
Wahrlich etwas übertrieben, aber gute Unterhaltung bleibt „Gold“ in jedem Fall. Die Freunde abenteuerlicher Romane machen beim Kauf nichts verkehrt. Und die Lektüre ist auch lehrhaft: So unterscheidet der Gouverneur von Jamaika beispielsweise zwischen den guten Freibeutern, die mit einem Kaperbrief ausgestattet Schiffe entern und einen Teil der Beute auch an die englische Krone (oder wahlweise an die Privatschatulle des Gouverneurs) abliefern, und den bösen Piraten. Ihr Verhalten entspricht im Wesentlichen jenem der „ehrbaren“ Freibeuter. Nur fehlt in diesem Fall der Kaperbrief (und die Ablieferung eines Beuteanteils), weshalb Piraten bösartige Verbrecher sind, die selbstverständlich am nächstbesten Galgen aufgeknüpft werden müssen. Zweierlei Maß für eine dem Grunde nach gleiche Sache ist auch in der heutigen Zeit nicht fremd. Es kommt eben auf den Blickwinkel an.
(Erschienen in den Harburger Anzeigen und Nachrichten)

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

07.12.2009

„Endlich mal wieder ein richtig guter Piratenroman! ”

von einer Kundin oder einem Kunden
Port Royal im Jahre 1665
Captain Charles Hunter verfolgt einen riskanten Plan. Zusammen mit seiner zugegebenermaßen außergewöhnichen Mannschaft, macht er sich auf, das Unmögliche zu vollbringen: den Angriff auf die spanische Festung Matanceros. Sein Ziel: die reich beladene Galeone die im Hafen vor Anker liegt. Doch nicht nur der gefürchtete Festungskommandant Cazalla bereitet den Freibeutern Kopfzerbrechen - auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr...!
Dieser letzte Roman des leider viel zu früh verstorbenen Michael Crichton lässt dem Leser keine Zeit zum Atemholen. Wir erleben eine rasante Kaperfahrt, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und mit einigen Überraschungen aufwartet. Ich habe das Buch verschlungen und bin sicher es wird Ihnen nicht anders gehen. Unbedingt lesen!

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