Mit dem Titel dieses Albums liefert Serj Tankian die perfekte Selbstbeschreibung: Schon bei seiner Hauptband System Of A Down war Tankian der Mann für die schrägen Töne, für alles, was haarscharf neben dem Harmonischen lag. Doch er ist ebenso ein frickelnder Musiknerd und Oberperfektionist, der auch Dissonanzen nie dem Zufall überlässt. Nach der klassischen Interpretation seines meisterhaften Solodebüts "Elect the Dead" geht Tankian mit diesem opulenten Album nun endgültig in die Vollen. "Electro-Orchestral-Jazz-Rock" nennt er selbst seinen Stil, der alle Hörgewohnheiten sprengt und dennoch massentauglich klingt. "Imperfect Harmonies" ist zweifellos eine folgerichtige Weiterentwicklung und fußt auf denselben Grundlagen wie sein Vorgänger - tiefschürfende Texte über Politik, Umwelt, Gesellschaft, dazu Rockelemente, elektronische Parts und Tankians durch Mark und Bein gehender Gesang. Doch nichts findet der Amerikaner mit den armenischen Wurzeln schlimmer, als sich zu wiederholen. Und so birst dieser Silberling geradzu vor seltsamen Sounds und abgefahrenen Ideen. quelle amazon