Die einflussreichsten Metal Alben aller Zeiten. Eine gerne strapazierte Auflistung der wenig abwechslungsreichen Art, da sich stets die üblichen Verdächtigen unter ihnen tümmeln. Neben Werken wie "Master of Puppets" von Metallica oder "Reign of Blood" von Slayer ist auch stets dieses klassische Meisterwerk der Briten von Iron Maiden vertreten. Ein Sängerwechsel ist für eine Band nie einfach, so stellen diese doch meist das Aushängeschild einer Formation dar. Bei Iron Maiden war dieser aber ein wahrer Glücksgriff, denn mit Bruce Dickinson holte man sich einen der meist geachteten Stimmbandakrobaten der Szene. Sein stimmliche Reichweite ist enorm und umfasst von tiefen Tonlagen, bis zu sirenenartig hohen Tönen alles was es da gibt. Gleich beim Opener "Invaders" darf er sich beweisen und rattert in den Strophen im Stakkatontempo dahin und im Refrain wird es hymnisch. Dennoch gehört der Titel nicht zu des Albums Höhepunkten, anders als "Children of the Damned", ein knackiger Mid Tempo Stampfer, der im Refrain die große Melodie auspackt. "The Prisoner" beginnt mit einem Zitat aus der gleichnamigen Serie und fasst dann auch das Thema dieser auf. "22 Acacia Avenue" fasst das Thema des Songs vom Debüt um die Prostituierte Charlotte wieder auf und packt es in eine schmissige Nummer. Nun startet der Reigen der Hymnen und dieser beginnt mit dem Titeltrack. Düster gibt sich der Song, bis zum ohrwurmigen Refrain, der sich ohne weiteres in die Synapsen brennt. Ganz ähnlich beim Überhit "Run to the Hills", das die Thematik des Angriffs der Soldaten auf die Indianer des Cree. Ein Lied, das bei keimem Auftritt der Band fehlt. "Gangland" fällt etwas ab, wurde es doch auch erst im letzten Moment auf die CD gepackt und war bis dahin eigentlich als Ausschussware angesehen. Witzigerweise war das wesentlich stärkere "Total Eclipse" zunächst gar nicht auf dem Album anzutreffen, befindet sich aber nun darauf und macht eine eindeutig bessere Figur als "Gangland". Mit "Hallowed Be Thy Name", einer der bekanntesten, lyrisch interessantesten und insgesamt stärksten Maiden Nummern aller Zeiten, liefern die Briten noch einen Rausschmeisser vor dem Herrn, der sich auf eine mächtige Laufzeit von über 7 Minuten beläuft und in jedem Moment fasziniert. Mit "Number of the Beast" gelang Iron Maiden der große Durchbruch und bis heute gilt die Platte als ihre beste und einflussreichste.
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