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Artikeldetails zu Demian

Autor Hermann Hesse

SpracheDeutsch

  • ISBN-103-86717-095-9
  • EAN9783867170956
  • SprecherUlrich Noethen

  • Veröffentlicht16.10.2009
  • Medium CD

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Kurzbeschreibung zu Demian

Hermann Hesses Erzählung um die Freuden und Nöte des Erwachsenwerdens wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Diesen Ton trifft Ulrich Noethen mit seiner sensiblen
Stimme und lässt der klaren, hinreißend schönen Sprache des Autors genug Freiraum, sich voll zu entfalten.


Autorenportrait zu Demian



Eigentlich sollte Hermann Hesse, wie seine Vorfahren, Indien-Missionare aus dem schwäbischen Pietismus, eine theologische Laufbahn einschlagen. Doch der 1877 im württembergischen Calw geborene Hermann Hesse wehrte sich schon früh gegen jede Fremdbestimmung, entfloh aus dem theologischen Seminar in Maulbronn, um "entweder Dichter oder gar nichts" zu werden. Um seinen Eigensinn zu brechen, internierten seine Eltern den 15-Jährigen in einer Nervenheilanstalt. Nach missglücktem Selbstmordversuch, einer Schlosserlehre und einem Intermezzo als Buchhändler in Tübingen und Basel ließ er die Brotberufe hinter sich und bewies mit seinem ersten Roman "Peter Camenzind" (1904), dass seine Kunst weder gott- noch brotlos war.


In seinen Gedichten, Erzählungen und Romanen aktualisierte Hesse das zivilisationskritische Erbe der deutschen Romantik, ihr Aufbegehren gegen die "naive Fortschrittsgläubigkeit" der Industrialisierung. Unter dem Einfluss indischen, konfuzianischen und taoistischen Denkens wurde er zu einem der eindringlichsten Kritiker jener politischen Kräfte, welche Europa bald darauf zugrunde richten sollten.
Zwölf Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte er den "Steppenwolf", dessen warnende Prognosen zwar damals folgenlos blieben, doch vierzig Jahre später die Vietnamkriegsgegner in den USA bestärkten. Für sein Alterswerk, u.a. "Das Glasperlenspiel" (1943), wurde Hesse mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. In diesem Werk entwarf er eine Alternative zum diktatorischen Totalitarismus der politischen Ideologien und das Modell einer Synthese der Geistes- und Naturwissenschaften mit der Kunst.


Hermann Hesse war ebenso weltoffen wie öffentlichkeitsscheu. Es gibt nur wenige Tondokumente von ihm. Zu ihnen gehören die 1949 entstandene Betrachtung "Über das Glück" sowie einige seiner schönsten Gedichte, die er im Alter von 72 Jahren für Radio Basel gelesen hat. Neben diesen Zeugnissen seiner Altersweisheit kommt auch der junge Hermann Hesse - vorgetragen von Gert Westphal - zu Wort, mit dem berühmten Brief des 15-Jährigen an seinen Vater aus der Nervenheilanstalt Stetten, mit Passagen aus Hesses expressionistischer Malererzählung "Klingsors letzter Sommer" und Gedichten aus der Entstehungszeit des "Steppenwolf", jenes Buches, das die weltweite Renaissance Hermann Hesses ausgelöst hat.




Biographie von Volker Michels:


Hermann Hesse


wurde am 2. Juli 1877 in Calw als Sohn des baltischen Missionars Johannes Hesse und seiner Frau Marie, der Tochter eines württembergischen Indologen, geboren. Für die Theologenlaufbahn bestimmt, flüchtete er im Alter von 14 Jahren aus dem Klosterseminar Maulbronn, weil er 'entweder Dichter oder gar nichts' werden wollte. Nach einem Selbstmordversuch wurde er in eine Nervenheilanstalt verbracht. Eine kurze Gymnasialzeit in Cannstatt schloß er mit der Mittleren Reife ab und absolvierte mehr als ein Jahr ein Praktikum in einer Calwer Turmuhrenfabrik. Nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen und Basel schrieb er u. a. seinen ersten Roman Peter Camenzind (1904), dessen Erfolg es ihm erlaubte zu heiraten und sich als freier Schriftsteller am Bodensee niederzulassen. 1912 verließ Hermann Hesse Deutschland und zog mit seiner Familie nach Bern.
Er wurde 1915 der Deutschen Gesandtschaft in Bern zugeteilt, wo er die Bücherzentrale für Deutsche Kriegsgefangene aufbaute, welche in ausländischen Lagern internierte Soldaten bis 1919 mit Lektüre versorgte. Im Mai 1919 übersiedelte er nach Montagnola/Tessin in die Casa Camuzzi, die er bis 1931 bewohnt und danach ein ihm auf Lebzeiten zur Verfügung gestelltes Haus bezog. Im Tessin schrieb er seine berühmtesten Werke: 1919 Demian, 1922 Siddhartha, 1927 Der Steppenwolf, 1930 Narziß und Goldmund und ab 1931 Das Glasperlenspiel. Für sein literarisches Werk wurde er 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Am 9. August 1962 starb Hermann Hesse in Montagnola.


Portrait

Ulrich Noethen:
Ulrich Noethen, 1959 in München geboren, Absolvent der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, begann seine Schauspielkarriere 1985 am Freiburger Theater. Nach zwei Jahren im dortigen Ensemble arbeitete er unter anderem am Schauspiel Köln, an der Staatlichen Schauspielbühne Berlin und am Staatstheater Stuttgart. Anfang der 90er Jahre wechselte er zum Fernsehen und spielte u. a. in "Tatort". Seitdem war er in Kinofilmen sowie in unzähligen TV-Produktionen zu sehen. Er wurde mit dem Goldenen Löwen, der Goldenen Kamera, dem Bayerischen Filmpreis, dem Bundesfilmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet.
Hermann Hesse:
Hermann Hesse, am 2. Juli 1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen geboren, starb am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Autorenportrait



Eigentlich sollte Hermann Hesse, wie seine Vorfahren, Indien-Missionare aus dem schwäbischen Pietismus, eine theologische Laufbahn einschlagen. Doch der 1877 im württembergischen Calw geborene Hermann Hesse wehrte sich schon früh gegen jede Fremdbestimmung, entfloh aus dem theologischen Seminar in Maulbronn, um "entweder Dichter oder gar nichts" zu werden. Um seinen Eigensinn zu brechen, internierten seine Eltern den 15-Jährigen in einer Nervenheilanstalt. Nach missglücktem Selbstmordversuch, einer Schlosserlehre und einem Intermezzo als Buchhändler in Tübingen und Basel ließ er die Brotberufe hinter sich und bewies mit seinem ersten Roman "Peter Camenzind" (1904), dass seine Kunst weder gott- noch brotlos war.


In seinen Gedichten, Erzählungen und Romanen aktualisierte Hesse das zivilisationskritische Erbe der deutschen Romantik, ihr Aufbegehren gegen die "naive Fortschrittsgläubigkeit" der Industrialisierung. Unter dem Einfluss indischen, konfuzianischen und taoistischen Denkens wurde er zu einem der eindringlichsten Kritiker jener politischen Kräfte, welche Europa bald darauf zugrunde richten sollten.
Zwölf Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte er den "Steppenwolf", dessen warnende Prognosen zwar damals folgenlos blieben, doch vierzig Jahre später die Vietnamkriegsgegner in den USA bestärkten. Für sein Alterswerk, u.a. "Das Glasperlenspiel" (1943), wurde Hesse mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. In diesem Werk entwarf er eine Alternative zum diktatorischen Totalitarismus der politischen Ideologien und das Modell einer Synthese der Geistes- und Naturwissenschaften mit der Kunst.


Hermann Hesse war ebenso weltoffen wie öffentlichkeitsscheu. Es gibt nur wenige Tondokumente von ihm. Zu ihnen gehören die 1949 entstandene Betrachtung "Über das Glück" sowie einige seiner schönsten Gedichte, die er im Alter von 72 Jahren für Radio Basel gelesen hat. Neben diesen Zeugnissen seiner Altersweisheit kommt auch der junge Hermann Hesse - vorgetragen von Gert Westphal - zu Wort, mit dem berühmten Brief des 15-Jährigen an seinen Vater aus der Nervenheilanstalt Stetten, mit Passagen aus Hesses expressionistischer Malererzählung "Klingsors letzter Sommer" und Gedichten aus der Entstehungszeit des "Steppenwolf", jenes Buches, das die weltweite Renaissance Hermann Hesses ausgelöst hat.




Biographie von Volker Michels:


Hermann Hesse


wurde am 2. Juli 1877 in Calw als Sohn des baltischen Missionars Johannes Hesse und seiner Frau Marie, der Tochter eines württembergischen Indologen, geboren. Für die Theologenlaufbahn bestimmt, flüchtete er im Alter von 14 Jahren aus dem Klosterseminar Maulbronn, weil er 'entweder Dichter oder gar nichts' werden wollte. Nach einem Selbstmordversuch wurde er in eine Nervenheilanstalt verbracht. Eine kurze Gymnasialzeit in Cannstatt schloß er mit der Mittleren Reife ab und absolvierte mehr als ein Jahr ein Praktikum in einer Calwer Turmuhrenfabrik. Nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen und Basel schrieb er u. a. seinen ersten Roman Peter Camenzind (1904), dessen Erfolg es ihm erlaubte zu heiraten und sich als freier Schriftsteller am Bodensee niederzulassen. 1912 verließ Hermann Hesse Deutschland und zog mit seiner Familie nach Bern.
Er wurde 1915 der Deutschen Gesandtschaft in Bern zugeteilt, wo er die Bücherzentrale für Deutsche Kriegsgefangene aufbaute, welche in ausländischen Lagern internierte Soldaten bis 1919 mit Lektüre versorgte. Im Mai 1919 übersiedelte er nach Montagnola/Tessin in die Casa Camuzzi, die er bis 1931 bewohnt und danach ein ihm auf Lebzeiten zur Verfügung gestelltes Haus bezog. Im Tessin schrieb er seine berühmtesten Werke: 1919 Demian, 1922 Siddhartha, 1927 Der Steppenwolf, 1930 Narziß und Goldmund und ab 1931 Das Glasperlenspiel. Für sein literarisches Werk wurde er 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Am 9. August 1962 starb Hermann Hesse in Montagnola.


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