Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 22.02.10 Martin Suter kocht sich nach ganz oben: Platz 1 der Bestsellerliste. Mit einem Roman wie ein exquisites Menü. Die Ingredienzien sind Wirtschaft, Krieg und Liebe. Das verdient fünf Michelin-Sterne.
Kurzbeschreibung zu „Der Koch”
Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit - ein Roman, der keinen Wunsch offenlässt.
Beschreibung der Redaktion zu „Der Koch”
Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: ‹Love Food› fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit – ein Roman, der keinen Wunsch offenlässt.
Portrait
Martin Suter:
Am 29.Februar 1948 in Zürich geboren, arbeitete Martin Suter bis 1991 noch als Werbetexter und Creative Director. Danach entschied er, sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Als Schriftsteller, Kolumnist und Drehbuchautor feiert Martin Suter international große Erfolge. Der Durchbruch gelang ihm mit seiner "Business-Class" Kolumne und seinem ebenso erfolgreichen Debütroman "Small World", welchen Martin Suter im Alter von 49Jahren veröffentlichte.
Ein spätes Elternglück erfährt er mit seiner Frau Margrith, die sich 1975 kennenlernten und 2006 zusammen einen Jungen und ein Mädchen aus Guatemala adoptierten. Durch einen tragischen Unfall verloren sie ihren Sohn im Alter von drei Jahren. Mit ihrer Tochter leben sie abwechselnd in Guatemala und auch auf ihrem Landsitz auf Ibiza. Martin Suter ist am 29. März 2004 in Zürich mit der Goldenen Diogenes Eule ausgezeichnet worden.
Ich nehme Vorspeise, Hauptgang und Dessert à la Suter, bitte! Ohne Dramatik, im gewohnt nüchternen Erzählstil, erzählt Suter großes Kino: Er erzählt von politischen Machenschaften, wirtschaftlicher Korruption, von den Individuen,die sonst nicht gehört werden. Sein Hauptakteur ist Asylwerber in der Schweiz, ethnisch der Volksgruppe der Tamilen zugehörig. Hilfsjobs halten ihn über Wasser. Die Situation seiner Familie und sein vom Bürgerkrieg zerrissenen Landes erschweren seinen Gemütszustand. Sein Gegenmittel: das Kochen. Sinnlich, aphrodisierend und sehr lecker! Unter gewissen Umständen eröffnet er mit einer Bekannten einen Catering-Service: "Love Food" und so "kocht" er die Kunden "ein". Einzig die intensive Beschäftigung mit der Molekularküche empfand ich, als Laie, anfangs als ungewohnt.
Ich habe den Roman von Martin Suter während einer Bahnfahrt von 8 Stunden verschlungen. Suter schreibt wie immer sehr unterhaltsam, ich musste häufig schmunzeln und hatte eine gute Stimmung beim Lesen. Suter schafft es immer wieder, mit seiner leichten, blumigen Sprache eine Stimmung rüberzubringen, die mich bei der Handlung dabei sein lässt. Der Stoff ist sehr gut recherchiert, man erfährt etwas über die Molekularküche, über die Tamilen in Sri Lanka , die Machenschaften in der Politik und der Wirtschaft in allen Teilen der Welt. Aber der Patriotismus lässt der Handlung letztlich eine unerwartete Pointe geben.
Aber vor allem auch die Erotik und die Sinnlichkeit kommen nicht zu kurz. Die Handlung läuft ,wie schon andere festgestellt haben, wie ein Film ab, d.h. ich könnte mir durchaus vorstellen, das der Stoff auch irgendwann im Kino zu sehen ist. Daher kann ich das Buch sehr empfehlen.
Kann man einer Geschichte über einen tamilischen Koch, dessen Speisen erotische Nebenwirkungen haben, geschickt mit Wirtschaftskrise und Sozialkritik vermengen? Daran scheitert sogar Martin Suter.
Das erste was mir an Der Koch besonders gut gefiel, war das Cover. Diese Aufnahme sieht so fantastisch aus, und macht das Cover sofort zum Besten, das ich im Diogenes Verlag je sehen durfte. Schade nur, dass die Story nicht an die Qualität des Deckblatts heran reicht.
Nachdem Maravan seinen Job als Hilfskraft in einer angesehen Restaurantsküche verliert, sieht er sich einem Existenztief gegenüber. Gut, dass seine ehemalige Arbeitskollegin Andrea mit einer Geschäftsidee an ihn heran tritt. Nachdem er sie mittels eines ausgesprochen vorzüglichen Menüs ins Bett gefüttert hat, sieht sie darin eine lukrative Idee für einen Cateringservice. Love Food ist geboren.
Die Geschichte über einen Koch, dessen Essen so geschickt zubereitet ist, dass es sogar das Liebes bzw. Sexualleben der Konsumenten beeinflusst, ist durchaus interessant. Nur, was man macht man aus diesem Grundstock? Suter entschied sich dafür immer wieder Anleihen über die wütenden Finanzkrise einfließen zu lassen, und Querverweise auf jene, die von dieser auch noch profitierten. Außerdem Sozialkritik, vor allem hinsichtlich des Bürgerkriegs in Sri Lanka und dessen Waffenlieferanten. Wie das mit der Story über einen Koch zusammen passt? Nun, nicht wirklich gut, denn recht gezwungen scheinen die Parallelen der Handlungsstränge und auch wenn sie gegen Ende langsam zusammen laufen, ist dies kaum befriedigend.
Hinzu kommt, dass sich Suter diesmal nicht so flüssig liest wie sonst. Flog man bei Allmen und die Libellen noch über die Seiten, so musste ich mich bei Der Koch phasenweise weiter quälen. Auch wenn die Liebe des Schweizers zur peniblen Recherche beeindruckend ist. So überschüttet er gerade zu Beginn den Leser mit Fakten zur Molekularküche, dass man nur staunen kann, auch wenn man wohl des Öfteren mit den Ausführungen nichts anfangen kann, denn wer weiß nennt schon einen Rotationsverdampfer sein Eigen?
Unterm Strich ist Der Koch Suters bisher schwächster Roman, denn die Geschichte ist 100%ig schlüssig, der Stil seltsam trocken und das gesamte Werk nicht sonderlich fesselnd.
Ich denke, Martin Suter ist ein König der Recherche, er kniet sich rein in eine Geschicht und macht wohl echte Knochenarbeit. Diese hier ist ein gelungener Mix aus Politik (Sri Lanka) und einer grossen Leidenschaft (Kochen). Die Lust am Kochen und Ausprobieren wächst mit jeder Seite. Die Prise Amore fehlt übrigens auch nicht und gibt dem Buch die korrekte und gut abgeschmeckte Schärfe. Ein Geniesserbuch.
Maravan ist Hilfskoch und in die Kellnerin Andrea verliebt, mit einem aphrodisirendem Menü gelingt es ihm Andrea zu verführen.Sie erkennt in dieser Art der Menüzubereitung eine Chance und überredet Maravan entgegen seiner inneren Überzeugung ein Catering mit Liebesmenüs mit ihr aufzubauen.
Sehr spannend und sehr sinnlich erzählt.
Maravan arbeitet als einfache Hilfskraft in einem Sternelokal, obwohl er einer der besten Köche ist, er liebt das Kochen über alles, es ist seine große Leidenschaft. Von seiner Großtante lernte er die Geheimnisse der Küche kennen. Als er seine Arbeit verliert macht er gemeinsam mi seiner Kollegin Andrea macht ein Catering für Liebesmenüs, "Love Food", und obwohl das Projekt aus dem Ruder läuft und er es nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann mach Marvan weiter, schließlich braucht er das Geld für seine arme Familie in Sri Lanka.
Sinnliches Essen regt an und verführt einen, Dinge zu tun, die man sonst lieber gelassen hätte. Das und vieles anderes beweist uns Martin Suter in diesem Roman sehr eindrucksvoll.
Der 33-jährige Maravan, tamilischer Asylant aus Sri Lanka, arbeitet als Hilfskoch in einem langsam aus der Mode gekommenen Restaurant, in dem seine wahren Fähigkeiten nicht zu Tage kommen können. In der Küche gibt es eine Hackordnung und somit darf er Teller spülen und den eingebildeten Köchen ihre Hilfsmittel hinterher tragen. Durch eine unüberlegte Handlung mit einer Kellnerin wird er vor die Tür gesetzt. Mit besagter Frau, Andrea, gründet er einen kleinen Cateringservice, die nur Liebesmenüs herstellt. Doch das geht nur solange gut, wie er seine anzüglichen Gerichte für Ehepaare kocht. Als auch Männer aus Wirtschaft und Politik bedient werden, beginnen Intrigen, Skandalfotos und Vertuschungen, mitten in der Finanzkrise, die sogar den Manager des Jahres zu Fall bringen.
Wie kann ein kleiner Koch das aushalten? Schluss machen? Aber er braucht doch das Geld für seine Familie in Sri Lanka!
Martin Suter zeigt uns, das Essen mehr sein kann. Es geht ihm auch um wahre Liebe, Wahrheit und unsere Gesellschaft. Durch das ganze Buch zieht sich ein Vergleich zwischen unserer Wohlstandsgesellschaft und einem Land in dem Krieg und Hunger herrschen.
Ein spannendes, sehr zu empfehlendes Buch, gerade durch seine Aktualität und Vielschichtigkeit!
Ein Catering-Service zur Steigerung der Libido - eine brillante Idee, die aber auch gewisse Schattenseiten hat. Doch vor allem in den "höheren Kreisen" findet dieses Angebot großen Anklang, obwohl da die Männer weniger an ihre "rechtmäßigen" Partnerinnen denken. Es läuft jedoch nicht immer alles so, wie die Beteiligten es erwartet haben.
Es war gewissermaßen erfrischend, die Wirtschaftskrise mal aus einem anderen Blickwinkel zu erlesen. Die Darstellung dieser Verkommenheit bei den Drahtziehern der Wirtschaft und Politik war meiner Ansicht nach recht gut beschrieben, wenn ich auch davon ausgehe, dass es in der Realität weitaus schlimmer sein dürfte ...
Dass Martin Suter in all seinen Büchern akribisch recherchiert ist bekannt, dass Suter aussieht, - aber das nur am Rande-, wie Mickey Rourke aussehen könnte, hätte er nicht blind der plastischen Chirurgie und ihren Möglichkeiten vertraut-, sei, wie gesagt, nur am Rande erwähnt. Und doch lässt sich ein Bezug zum Buch herstellen: Ich behaupte mutwillig: Wer so aussieht wie Martin Suter kann umso glaubwürdiger ein Buch sexuelle Verführung schreiben, das zuerst über die Sinnlichkeit des Essens läuft ...
Ein Aslybewerber aus Sri Lanka arbeitet in einem Schweizer Sternelokal - als Hilfskraft, was sonst? Als gut ausgebildeter, leidenschaftlicher Koch beherrscht er wie kein anderer die Kunst der aphroidisischen Küche. Diese Leidenschaft kostet ihn seinen Job und eröffnet ihm zugleich neue, lukrative Möglichkeiten mit der Catering-Firma Love-Foods. Spannend ist seine Auseinandersetzung zwischen der moralischen Verantwortung für seine Herkunftsfamilie einerseits und der bisweilen fragwürdigen Kundschaft andererseits...
Unbedingt lesen!
Leben und leben lassen, dieser Vorstellung gehen Maravan, der tamilische Asylbewerber und Andrea, die Servicekraft mit ihrem Cateringservice nach.
Erotische Menüs zaubern sie fortan und erleben menschliche Schwächen, gehen selbst an die Grenzen mit den eigenen Moralvorstellungen.
Suter packt in seinen Roman die Weltwirtschaftskrise, politische Probleme, die Liebe und das Leben.
Ein Menü mit vielen Zutaten.
Suter verschlingt man, aber man sollte ihn besser geniessen. (Annette Ordnung)
Die Leser können sich auf Martin Suter, Der Koch, freuen, denn es ist eine originelle und besondere Geschichte in der es um Liebe, Kochen und der weltweiten Finanzkrise geht.
Eislutscher aus Lakritze-Honig-Ghee, Ladies'-Fingers-Curry und viele andere Leckerein zu einem Menü kreiert, welches nach dem Verzehr in erotische Stimmung versetzt, spielt eine zentrale Rolle in diesem Roman. Der Tamile Maravan hat durch seine Großtante leidenschaftliches Kochen gelernt und gründet mit seiner Kollegin Andrea in der Schweiz die Agentur Love-Food welche aphrodisische Mehrgängemenüs anbietet. Der Genuss des Liebesmenüs bleibt nicht ohne Folgen. Zu seinen Gästen gehören nicht nur Paare einer Sexualtherapie sondern auch Männer aus Politik und Wirtschaft, die illegalen Waffenhandel betreiben...
Liebe geht durch den Magen, jedoch nicht im Restaurant "Chez Huwyler", einem Spitzenlokal, wo der tamilische Asylbewerber Maravan als Küchenjunge arbeitet. Maravan ist ein Einzelgänger und schafft es trotz seines grossen Wissens, welches er von seiner Grossmutter hat, nicht an den Chefplatz. Im Gegenteil: Maravan wird nach einer unglücklichen Entwendung von Küchengeräten entlassen. Die einzige, welche zu ihm hält ist Andrea, eine sehr attraktive Dame, die wie Maravan, ebenfalls ein Geheimnis in sich trägt. Was sie verbindet ist das sich fremd fühlen an einem Ort, an dem sie nun gestrandet sind. Maravan vermisst seine Familie in Sri Lanka unterstütz sie aber finanziell. Das bringt ihn erst in finanzielle Misslage, aus welcher ihn Andrea mit einer Idee befreit. Fortan sind sie ein Team, doch die Welt ist kleiner als beide gedacht haben und die Welten treffen wieder aufeinander. Martin Suter schafft es auch in diesem Roman, detailgetreu und sprachlich sehr direkt zu schreiben: die Küche wird zum Bio- und später Molekularlabor, die Speisen entwickeln und entfalten sich vor dem Auge des Lesers. Er siedelt ausserdem die Handlung inmitten der Finanzkrise an, welche auch am Ort des Geschehens nicht spurlos vorüber zieht. Raffiniert und mit vielen pikanten Details sind nicht nur die Rezepte, sondern auch die gesamte Handlung, welche Suter mit besonderen Ingredienzen würzt, dadurch Spannung erzeugt und - wie bei einem guten Essen - einem Schluss versieht, welcher in Erinnerung bleibt.
Der tamilische Asylant Marawan lebt unscheinbar am Rande der Gesellschaft in der Warteschleife der schweizerischen Asylpolitik. Mit der Entdeckung seiner Fähigkeit durch seine Freundin Andrea, steht der Verwirklichung seiner Träume nichts mehr im Wege. Seine Gabe: durch kulinarisches, aphrotisierendes Essen einsame Herzen, aber auch Paare wieder zusammen zuführen.
Wieder ein toller Roman von Martin Suter, ich finde auch die Rezepte am Ende des Romans eine super Idee!!
Obwohl der tamilische Asylant Maravan ein Genie in der ayurvedischen Küche ist, der man aphrodisierende Wirkung nachsagt, arbeitet er nur als Hilfskoch in einem angesagten Restaurant in Zürich. Als er und seine Kollegin Andrea zeitgleich gefeuert werden, kommen sie auf die Idee einen Catering Service mit dem Namen Love Food zu gründen.
Es war das erste Mal, dass ich etwas von Martin Suter gelesen habe und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein. Ich bin von der wunderbaren Sprache des Buches sehr begeistert.
Sehnsüchtig erwartet man einen neuen Roman von Martin Suter.
In seinem neusten Werk entführt uns Herr Suter in die Welt der Gewürze, Gerüche und exotischen Gerichte, gespickt mit einer zarten Liebesgeschichte und einer Prise Politik.
Von Kindesbeinen an gilt Maravans große Liebe der Kochkunst. Als ihm gekündigt wird, tut er sich mit Andrea, einer Servicekraft, zu einem Catering-Service namens Love Food zusammen, dass sich darauf spezialisiert, die Geschlechter über das sinnliche Band raffinierter Speisen zusammenzuschweißen.
Martin Suter hat mal wieder ein grandioses Buch verfasst. Es geht um Liebe, Sex, Macht, Geld und vor allem um die Frage, wie weit man seine eigenen Moralvorstellungen aufgeben soll, kann oder muss. Dieser Roman hat mir richtig Spaß gemacht, er ist spannend und gibt zu denken. Aber Vorsicht, das Buch regt auch den Appetit an. Sorgen Sie also dafür, dass Sie genug zu essen im Haus haben, am besten Exotisches!
Einmal Suter-immer Suter!
Auch mit seinem neuen Werk hat mich Martin Suter begeistert und in die geheime Küche Asiens verführt, eingepackt in eine politische Geschichte.
Klasse!
Maravan ist ein 33-jähriger tamilischer Asylant, der in der Schweiz als Küchenhilfe arbeiten muss. In seiner Heimat Sri Lanka war er ein wahrer Meister in der Kochkunst. Als er gefeuert wird, macht ihm seine Kollegin Andrea ein verführerisches Angebot. Da sie Maravan`s Kochkünste bereits kennenlernen durfte, ermutigt sie ihn zu einem erotischen Geschäft. Zusammen gründen sie ein Catering mit sexuell anregenden Speisen für verheiratete Paare. Das Geschäft boomt, bis die beiden mit zwielichtigen Geschäftsleuten zusammenkommen und sich alles ändert.
Martin Suter bedient sich einer sehr einfachen und verständlichen Sprache. Was mich sehr fasziniert hat, war die detaillierte Beschreibung der Speisen. Für diejenigen unter den Lesern, die gerne Kochen gibt es in diesem Buch zahlreiche Rezepte zum Nachkochen.
Hinter dem eher nichtssagenden Titel 'Der Koch' verbirgt sich eine vielschichtige Geschichte, reich an Überraschungen und Unglaublichkeiten, die sich aber genau so im Hier und Jetzt zugetragen haben könnte.
Maravan, tamilischer Asylant in der Schweiz und ein begnadeter Koch, eröffnet nach dem Verlust seiner Arbeit als Küchenhilfe gemeinsam mit seiner Kollegin Andrea einen ganz speziellen Cateringservice: Erotische Menüs, die selbst eingefleischte Lesben ihre Neigungen vergessen lassen. Schnell avancieren sie zu einem Geheimtipp in der Wirtschaftselite, doch Maravan hadert mit seiner Tätigkeit die seiner Lebens- und Moralauffassung fundamental widerspricht. Zudem plagen ihn die Sorgen um seine Familie in Sri Lanka, die vom dort herrschenden Bürgerkrieg direkt betroffen ist. Parallel dazu erhält man einen Einblick in die Welt der Schweizer 'Hochfinanz', die sich mit allem abgibt, was einen stattlichen Gewinn verspricht und auch vor kriminellen Machenschaften nicht zurückschreckt. Es ist kein schönes Bild das Suter entwirft, schnell ist klar wo seine Sympathien liegen.
Ein zwiespältiges Buch: Es macht Spass es zu lesen, es regt den Appetit an, aber zuguterletzt bleibt man doch mit fast leerem Magen zurück. Vielleicht ist es die überdeutliche Schwarz-Weiß-Darstellung seiner Figuren, hier die Guten, dort die Schlechten, die ein Gefühl der Belanglosigkeit hinterlässt. Obwohl Suter sicherlich gut recherchiert hat, seine Bezugnahme zum realen Weltgeschehen kaum aktueller sein könnte, bleibt nach dem Lesen ein schales Gefühl zurück. Ein gut geschriebener Unterhaltungsroman mit ernstem Hintergrund - schnell gelesen, aber auch schnell wieder vergessen.
PS: Falls jemand weiß wo man diese herrlich beschriebenen Sachen essen kann: Bitte mitteilen! Danke :-)