Nein, ich habe Skyrim noch nicht durchgespielt. Würde ich bis dahin mit dieser Rezension warten, dann würde ich sie wahrscheinlich erst nächstes Jahr spielen, denn es gibt so viel zu tun. Ich muss noch jede Menge Waffen und Rüstungen schmieden. Drachen erschlagen. Zauber erlernen. Das Kaiserreich auf Seiten der Rebellen untergraben. Einen Kumpanen davor bewahren ein Werwolf zu werden. Ein Pferd kaufen. Jeden Winkel der riesigen Karte erforschen. Magische Amulette finden und reparieren. Unzählige Höhlen durchwandern. Einen dunklen Magierorden zerschlagen. Alte Tagebücher finden. Und das ist nur ein Bruchteil dessen, was auf meiner to-do-Liste steht. Skyrim ist gewaltig, in jeglicher Hinsicht. Dabei hatte ich noch Bedenken als ich das Spiel installierte, denn ich bin kein Freund des Vorgängers Morrowind und Oblivion habe ich erst gar nicht gespielt. Die Eder Scrolls Reihe zeichnet sich seit jeher durch die unbegrenzte Freiheit aus, die sie dem Spieler bietet. Wer erst im Spiel ist, kann sofort überall hin und beinahe alles machen, die entsprechenden Fähigkeiten voraus gesetzt. Das behält sich auch Skyrim bei, doch hat man dennoch immer ein Ziel vor Augen, etwas, das mir bei Morrowind stehts abging. Das Spiel startet mit der eigenen Hinrichtung, diese wird im letzten Moment von einem angreifenden Drachen, dem ersten seit vielen Jahren, unterbrochen und man kann fliehen. Von nun an steht es dem Spieler offen wohin er geht. Gleich nach Windhelm, um der Rebellion beizutreten? Oder nach Einsamkeit um ein Barde zu werden? Oder vielleicht erst mal durch die Wildnis streifen, und sehen auf was man so trifft? Die Entscheidung trifft man selbst, das Spiel nimmt einen nicht an der Hand. Aber egal zu was man sich entschließt, es gibt überall Aufgaben und Gegner. Und richtig viel davon. Das Questlog ist schnell voll und man muss sich beinahe ein System überlegen, wie man der Aufgabenflut Herr werden soll. Aber das ist gut so, wer eine so riesige Welt wie die von Skryim bastelt, der tut auch gut darin sie prall mit Quests zu füllen, und das hat Bethesda getan. Ach die Welt, seit Risen war ich nicht mehr so gefesselt von einer Rollenspielwelt. Allein das Panorama bietet so viel. Zu Beginn läuft man an einem Berg entlang, auf dessen Spitze man eine Ruine erspähen kann. Wenig später kann man diese erkunden, und gleichzeitig die Aussicht genießen, und alles, was man sieht, kann man auch besuchen, unsichtbare Barrieren sind für Skyrim, fast, ein Fremdwort, denn natürlich endet auch diese Welt irgendwo, diesen Ort habe ich nur noch nicht gefunden.
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