Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Name:
SPASSPREDIGER Top 100 Rezensent
Ort:
www.spassprediger.de
Rezensionen:
531 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 332

nicht hilfreich: 331

Rang:
45
Über mich:

Ich lese querbeet - bis hin zu Kartoffeln. Einer der interessantesten Stoffe, an denen ich in der letzten Zeit Geschmack gefunden habe, war übrigens ein Buch über Salz.

SPASSPREDIGERs Rezensionen

50

30.10.2010

„Reif für die Insel?”

In Dennis Lehanes atmosphärisch dichtem, wendungsreichem Roman verschlägt es zwei Justizvollzugsbeamte auf eine fiktive Insel mit dem viel sagenden und wenig einladenden Namen „Shutter Island“. Natürlich soll das Duo dort keinen Erholungsurlaub verbringen, sondern einen reichlich mysteriösen Fall aufklären.

Wie, um alles in der Welt, konnte Rachel Solando aus ihrer Zelle entkommen? Die Ärzte Cawley und Naehring, die der auf Shutter Island gelegenen staatlichen Verwahrungseinrichtung für Schwerkriminelle vorstehen, sind ebenso ratlos wie das Personal der streng gesicherten Klinik. Nun sollen Edward Daniels und sein Kollege Chuck Aule Licht ins Dunkel bringen.
Das freilich wird zunehmend undurchdringlicher, zumal kurz nach der Ankunft der beiden US Marshals auf dem Unheil dräuenden Eiland auch noch ein Hurricane über die Insel hinwegfegt und Shutter Island einstweilen von der Außenwelt abschneidet – eine beängstigende Situation, zumal die Anstaltsleitung nur bedingt zur Kooperation bereit scheint. Einsicht in die Personalakten wird den beiden Ermittlern verwehrt, auch der Kollege Dr. Sheehan, der die Insel quasi zeitgleich mit Solandos Flucht verlassen hat, scheint für eine einschlägige Befragung unerreichbar zu sein. Die Dienstwaffen haben Teddy und Chuck, sehr zu ihrem Missfallen, schon kurz nach ihrer Ankunft am Pier dem Sicherheitspersonal der Anstalt aushändigen müssen.

Als sei die Ausgangslage noch nicht entmutigend genug, hat Daniels auch noch eine eigene Agenda: Teddy weiß, dass auch Brandstifter Andrew Laeddis auf der Insel einsitzt, und ebendieser Laeddies ist verantwortlich für den Tod von Teds Frau Dolores, den dieser offensichtlich noch längst nicht verkraftet hat. Je länger sein Aufenthalt auf "Shutter Island" andauert, desto tiefer scheint Daniels im Dunkel zu versinken, in dem immer wieder neue Fragen aufblitzen: Wie kann eine Patientin unbemerkt aus einer rund um die Uhr streng beachten Anstalt entkommen – und das dazu noch barfuß? Was bedeuten die codierten Botschaften, mit denen eine unbekannte Person Daniels allem Anschein nach auf die richtige Fährte bringen will – und wer ist der mysteriöse Patient 67, von dem in der ersten Nachricht die Rede ist ... ?

Kein simpler "Whodunnit", sondern ein ausgeklügelter psychologischer Thriller: "Shutter Island" ist Krimikost für Leser, die Spaß am Mitdenken haben – und an gruseliger Atmosphäre sowie verblüffenden Wendungen und überraschenden Enden. Ich verkneife mir an dieser Stelle den Vergleich mit ein, zwei Filmen, die ich erzähltechnisch ähnlich gut gelungen fand – allein die einschlägigen Andeutungen wären für den einen oder anderen gewieften Leseinteressierten und Kinogeschulten ggf. schon zu verräterisch. Von mir gibt's fünf Sterne für bemerkenswert kurzweilige, elegante Unterhaltung, die erkennbar in der "Noir"-Tradition steht, an der aber nicht nur eingefleischte Genrefans Gefallen finden müssten. Lehanes origineller Psychothriller fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los – "Shutter Island" ist eines dieser Bücher, die man auf Englisch auch gern mal einen "page turner" nennt.

50

30.10.2010

„Reif für die Insel?”

In Dennis Lehanes atmosphärisch dichtem, wendungsreichem Roman verschlägt es zwei Justizvollzugsbeamte auf eine fiktive Insel mit dem viel sagenden und wenig einladenden Namen „Shutter Island“. Natürlich soll das Duo dort keinen Erholungsurlaub verbringen, sondern einen reichlich mysteriösen Fall aufklären.

Wie, um alles in der Welt, konnte Rachel Solando aus ihrer Zelle entkommen? Die Ärzte Cawley und Naehring, die der auf Shutter Island gelegenen staatlichen Verwahrungseinrichtung für Schwerkriminelle vorstehen, sind ebenso ratlos wie das Personal der streng gesicherten Klinik. Nun sollen Edward Daniels und sein Kollege Chuck Aule Licht ins Dunkel bringen.
Das freilich wird zunehmend undurchdringlicher, zumal kurz nach der Ankunft der beiden US Marshals auf dem Unheil dräuenden Eiland auch noch ein Hurricane über die Insel hinwegfegt und Shutter Island einstweilen von der Außenwelt abschneidet – eine beängstigende Situation, zumal die Anstaltsleitung nur bedingt zur Kooperation bereit scheint. Einsicht in die Personalakten wird den beiden Ermittlern verwehrt, auch der Kollege Dr. Sheehan, der die Insel quasi zeitgleich mit Solandos Flucht verlassen hat, scheint für eine einschlägige Befragung unerreichbar zu sein. Die Dienstwaffen haben Teddy und Chuck, sehr zu ihrem Missfallen, schon kurz nach ihrer Ankunft am Pier dem Sicherheitspersonal der Anstalt aushändigen müssen.

Als sei die Ausgangslage noch nicht entmutigend genug, hat Daniels auch noch eine eigene Agenda: Teddy weiß, dass auch Brandstifter Andrew Laeddis auf der Insel einsitzt, und ebendieser Laeddies ist verantwortlich für den Tod von Teds Frau Dolores, den dieser offensichtlich noch längst nicht verkraftet hat. Je länger sein Aufenthalt auf "Shutter Island" andauert, desto tiefer scheint Daniels im Dunkel zu versinken, in dem immer wieder neue Fragen aufblitzen: Wie kann eine Patientin unbemerkt aus einer rund um die Uhr streng beachten Anstalt entkommen – und das dazu noch barfuß? Was bedeuten die codierten Botschaften, mit denen eine unbekannte Person Daniels allem Anschein nach auf die richtige Fährte bringen will – und wer ist der mysteriöse Patient 67, von dem in der ersten Nachricht die Rede ist ... ?

Kein simpler "Whodunnit", sondern ein ausgeklügelter psychologischer Thriller: "Shutter Island" ist Krimikost für Leser, die Spaß am Mitdenken haben – und an gruseliger Atmosphäre sowie verblüffenden Wendungen und überraschenden Enden. Ich verkneife mir an dieser Stelle den Vergleich mit ein, zwei Filmen, die ich erzähltechnisch ähnlich gut gelungen fand – allein die einschlägigen Andeutungen wären für den einen oder anderen gewieften Leseinteressierten und Kinogeschulten ggf. schon zu verräterisch. Von mir gibt's fünf Sterne für bemerkenswert kurzweilige, elegante Unterhaltung, die erkennbar in der "Noir"-Tradition steht, an der aber nicht nur eingefleischte Genrefans Gefallen finden müssten. Lehanes origineller Psychothriller fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los – "Shutter Island" ist eines dieser Bücher, die man auf Englisch auch gern mal einen "page turner" nennt.

50

30.10.2010

„Reif für die Insel?”

In Dennis Lehanes atmosphärisch dichtem, wendungsreichem Roman verschlägt es zwei Justizvollzugsbeamte auf eine fiktive Insel mit dem viel sagenden und wenig einladenden Namen „Shutter Island“. Natürlich soll das Duo dort keinen Erholungsurlaub verbringen, sondern einen reichlich mysteriösen Fall aufklären.

Wie, um alles in der Welt, konnte Rachel Solando aus ihrer Zelle entkommen? Die Ärzte Cawley und Naehring, die der auf Shutter Island gelegenen staatlichen Verwahrungseinrichtung für Schwerkriminelle vorstehen, sind ebenso ratlos wie das Personal der streng gesicherten Klinik. Nun sollen Edward Daniels und sein Kollege Chuck Aule Licht ins Dunkel bringen.
Das freilich wird zunehmend undurchdringlicher, zumal kurz nach der Ankunft der beiden US Marshals auf dem Unheil dräuenden Eiland auch noch ein Hurricane über die Insel hinwegfegt und Shutter Island einstweilen von der Außenwelt abschneidet – eine beängstigende Situation, zumal die Anstaltsleitung nur bedingt zur Kooperation bereit scheint. Einsicht in die Personalakten wird den beiden Ermittlern verwehrt, auch der Kollege Dr. Sheehan, der die Insel quasi zeitgleich mit Solandos Flucht verlassen hat, scheint für eine einschlägige Befragung unerreichbar zu sein. Die Dienstwaffen haben Teddy und Chuck, sehr zu ihrem Missfallen, schon kurz nach ihrer Ankunft am Pier dem Sicherheitspersonal der Anstalt aushändigen müssen.

Als sei die Ausgangslage noch nicht entmutigend genug, hat Daniels auch noch eine eigene Agenda: Teddy weiß, dass auch Brandstifter Andrew Laeddis auf der Insel einsitzt, und ebendieser Laeddies ist verantwortlich für den Tod von Teds Frau Dolores, den dieser offensichtlich noch längst nicht verkraftet hat. Je länger sein Aufenthalt auf "Shutter Island" andauert, desto tiefer scheint Daniels im Dunkel zu versinken, in dem immer wieder neue Fragen aufblitzen: Wie kann eine Patientin unbemerkt aus einer rund um die Uhr streng beachten Anstalt entkommen – und das dazu noch barfuß? Was bedeuten die codierten Botschaften, mit denen eine unbekannte Person Daniels allem Anschein nach auf die richtige Fährte bringen will – und wer ist der mysteriöse Patient 67, von dem in der ersten Nachricht die Rede ist ... ?

Kein simpler "Whodunnit", sondern ein ausgeklügelter psychologischer Thriller: "Shutter Island" ist Krimikost für Leser, die Spaß am Mitdenken haben – und an gruseliger Atmosphäre sowie verblüffenden Wendungen und überraschenden Enden. Ich verkneife mir an dieser Stelle den Vergleich mit ein, zwei Filmen, die ich erzähltechnisch ähnlich gut gelungen fand – allein die einschlägigen Andeutungen wären für den einen oder anderen gewieften Leseinteressierten und Kinogeschulten ggf. schon zu verräterisch. Von mir gibt's fünf Sterne für bemerkenswert kurzweilige, elegante Unterhaltung, die erkennbar in der "Noir"-Tradition steht, an der aber nicht nur eingefleischte Genrefans Gefallen finden müssten. Lehanes origineller Psychothriller fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los – "Shutter Island" ist eines dieser Bücher, die man auf Englisch auch gern mal einen "page turner" nennt.

50

30.10.2010

„Reif für die Insel?”

In Dennis Lehanes atmosphärisch dichtem, wendungsreichem Roman verschlägt es zwei Justizvollzugsbeamte auf eine fiktive Insel mit dem viel sagenden und wenig einladenden Namen „Shutter Island“. Natürlich soll das Duo dort keinen Erholungsurlaub verbringen, sondern einen reichlich mysteriösen Fall aufklären.

Wie, um alles in der Welt, konnte Rachel Solando aus ihrer Zelle entkommen? Die Ärzte Cawley und Naehring, die der auf Shutter Island gelegenen staatlichen Verwahrungseinrichtung für Schwerkriminelle vorstehen, sind ebenso ratlos wie das Personal der streng gesicherten Klinik. Nun sollen Edward Daniels und sein Kollege Chuck Aule Licht ins Dunkel bringen.
Das freilich wird zunehmend undurchdringlicher, zumal kurz nach der Ankunft der beiden US Marshals auf dem Unheil dräuenden Eiland auch noch ein Hurricane über die Insel hinwegfegt und Shutter Island einstweilen von der Außenwelt abschneidet – eine beängstigende Situation, zumal die Anstaltsleitung nur bedingt zur Kooperation bereit scheint. Einsicht in die Personalakten wird den beiden Ermittlern verwehrt, auch der Kollege Dr. Sheehan, der die Insel quasi zeitgleich mit Solandos Flucht verlassen hat, scheint für eine einschlägige Befragung unerreichbar zu sein. Die Dienstwaffen haben Teddy und Chuck, sehr zu ihrem Missfallen, schon kurz nach ihrer Ankunft am Pier dem Sicherheitspersonal der Anstalt aushändigen müssen.

Als sei die Ausgangslage noch nicht entmutigend genug, hat Daniels auch noch eine eigene Agenda: Teddy weiß, dass auch Brandstifter Andrew Laeddis auf der Insel einsitzt, und ebendieser Laeddies ist verantwortlich für den Tod von Teds Frau Dolores, den dieser offensichtlich noch längst nicht verkraftet hat. Je länger sein Aufenthalt auf "Shutter Island" andauert, desto tiefer scheint Daniels im Dunkel zu versinken, in dem immer wieder neue Fragen aufblitzen: Wie kann eine Patientin unbemerkt aus einer rund um die Uhr streng beachten Anstalt entkommen – und das dazu noch barfuß? Was bedeuten die codierten Botschaften, mit denen eine unbekannte Person Daniels allem Anschein nach auf die richtige Fährte bringen will – und wer ist der mysteriöse Patient 67, von dem in der ersten Nachricht die Rede ist ... ?

Kein simpler "Whodunnit", sondern ein ausgeklügelter psychologischer Thriller: "Shutter Island" ist Krimikost für Leser, die Spaß am Mitdenken haben – und an gruseliger Atmosphäre sowie verblüffenden Wendungen und überraschenden Enden. Ich verkneife mir an dieser Stelle den Vergleich mit ein, zwei Filmen, die ich erzähltechnisch ähnlich gut gelungen fand – allein die einschlägigen Andeutungen wären für den einen oder anderen gewieften Leseinteressierten und Kinogeschulten ggf. schon zu verräterisch. Von mir gibt's fünf Sterne für bemerkenswert kurzweilige, elegante Unterhaltung, die erkennbar in der "Noir"-Tradition steht, an der aber nicht nur eingefleischte Genrefans Gefallen finden müssten. Lehanes origineller Psychothriller fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los – "Shutter Island" ist eines dieser Bücher, die man auf Englisch auch gern mal einen "page turner" nennt.

50

30.10.2010

„Reif für die Insel?”

In Dennis Lehanes atmosphärisch dichtem, wendungsreichem Roman verschlägt es zwei Justizvollzugsbeamte auf eine fiktive Insel mit dem viel sagenden und wenig einladenden Namen „Shutter Island“. Natürlich soll das Duo dort keinen Erholungsurlaub verbringen, sondern einen reichlich mysteriösen Fall aufklären.

Wie, um alles in der Welt, konnte Rachel Solando aus ihrer Zelle entkommen? Die Ärzte Cawley und Naehring, die der auf Shutter Island gelegenen staatlichen Verwahrungseinrichtung für Schwerkriminelle vorstehen, sind ebenso ratlos wie das Personal der streng gesicherten Klinik. Nun sollen Edward Daniels und sein Kollege Chuck Aule Licht ins Dunkel bringen.
Das freilich wird zunehmend undurchdringlicher, zumal kurz nach der Ankunft der beiden US Marshals auf dem Unheil dräuenden Eiland auch noch ein Hurricane über die Insel hinwegfegt und Shutter Island einstweilen von der Außenwelt abschneidet – eine beängstigende Situation, zumal die Anstaltsleitung nur bedingt zur Kooperation bereit scheint. Einsicht in die Personalakten wird den beiden Ermittlern verwehrt, auch der Kollege Dr. Sheehan, der die Insel quasi zeitgleich mit Solandos Flucht verlassen hat, scheint für eine einschlägige Befragung unerreichbar zu sein. Die Dienstwaffen haben Teddy und Chuck, sehr zu ihrem Missfallen, schon kurz nach ihrer Ankunft am Pier dem Sicherheitspersonal der Anstalt aushändigen müssen.

Als sei die Ausgangslage noch nicht entmutigend genug, hat Daniels auch noch eine eigene Agenda: Teddy weiß, dass auch Brandstifter Andrew Laeddis auf der Insel einsitzt, und ebendieser Laeddies ist verantwortlich für den Tod von Teds Frau Dolores, den dieser offensichtlich noch längst nicht verkraftet hat. Je länger sein Aufenthalt auf "Shutter Island" andauert, desto tiefer scheint Daniels im Dunkel zu versinken, in dem immer wieder neue Fragen aufblitzen: Wie kann eine Patientin unbemerkt aus einer rund um die Uhr streng beachten Anstalt entkommen – und das dazu noch barfuß? Was bedeuten die codierten Botschaften, mit denen eine unbekannte Person Daniels allem Anschein nach auf die richtige Fährte bringen will – und wer ist der mysteriöse Patient 67, von dem in der ersten Nachricht die Rede ist ... ?

Kein simpler "Whodunnit", sondern ein ausgeklügelter psychologischer Thriller: "Shutter Island" ist Krimikost für Leser, die Spaß am Mitdenken haben – und an gruseliger Atmosphäre sowie verblüffenden Wendungen und überraschenden Enden. Ich verkneife mir an dieser Stelle den Vergleich mit ein, zwei Filmen, die ich erzähltechnisch ähnlich gut gelungen fand – allein die einschlägigen Andeutungen wären für den einen oder anderen gewieften Leseinteressierten und Kinogeschulten ggf. schon zu verräterisch. Von mir gibt's fünf Sterne für bemerkenswert kurzweilige, elegante Unterhaltung, die erkennbar in der "Noir"-Tradition steht, an der aber nicht nur eingefleischte Genrefans Gefallen finden müssten. Lehanes origineller Psychothriller fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los – "Shutter Island" ist eines dieser Bücher, die man auf Englisch auch gern mal einen "page turner" nennt.

50

30.10.2010

„Reif für die Insel?”

In Dennis Lehanes atmosphärisch dichtem, wendungsreichem Roman verschlägt es zwei Justizvollzugsbeamte auf eine fiktive Insel mit dem viel sagenden und wenig einladenden Namen „Shutter Island“. Natürlich soll das Duo dort keinen Erholungsurlaub verbringen, sondern einen reichlich mysteriösen Fall aufklären.

Wie, um alles in der Welt, konnte Rachel Solando aus ihrer Zelle entkommen? Die Ärzte Cawley und Naehring, die der auf Shutter Island gelegenen staatlichen Verwahrungseinrichtung für Schwerkriminelle vorstehen, sind ebenso ratlos wie das Personal der streng gesicherten Klinik. Nun sollen Edward Daniels und sein Kollege Chuck Aule Licht ins Dunkel bringen.
Das freilich wird zunehmend undurchdringlicher, zumal kurz nach der Ankunft der beiden US Marshals auf dem Unheil dräuenden Eiland auch noch ein Hurricane über die Insel hinwegfegt und Shutter Island einstweilen von der Außenwelt abschneidet – eine beängstigende Situation, zumal die Anstaltsleitung nur bedingt zur Kooperation bereit scheint. Einsicht in die Personalakten wird den beiden Ermittlern verwehrt, auch der Kollege Dr. Sheehan, der die Insel quasi zeitgleich mit Solandos Flucht verlassen hat, scheint für eine einschlägige Befragung unerreichbar zu sein. Die Dienstwaffen haben Teddy und Chuck, sehr zu ihrem Missfallen, schon kurz nach ihrer Ankunft am Pier dem Sicherheitspersonal der Anstalt aushändigen müssen.

Als sei die Ausgangslage noch nicht entmutigend genug, hat Daniels auch noch eine eigene Agenda: Teddy weiß, dass auch Brandstifter Andrew Laeddis auf der Insel einsitzt, und ebendieser Laeddies ist verantwortlich für den Tod von Teds Frau Dolores, den dieser offensichtlich noch längst nicht verkraftet hat. Je länger sein Aufenthalt auf "Shutter Island" andauert, desto tiefer scheint Daniels im Dunkel zu versinken, in dem immer wieder neue Fragen aufblitzen: Wie kann eine Patientin unbemerkt aus einer rund um die Uhr streng beachten Anstalt entkommen – und das dazu noch barfuß? Was bedeuten die codierten Botschaften, mit denen eine unbekannte Person Daniels allem Anschein nach auf die richtige Fährte bringen will – und wer ist der mysteriöse Patient 67, von dem in der ersten Nachricht die Rede ist ... ?

Kein simpler "Whodunnit", sondern ein ausgeklügelter psychologischer Thriller: "Shutter Island" ist Krimikost für Leser, die Spaß am Mitdenken haben – und an gruseliger Atmosphäre sowie verblüffenden Wendungen und überraschenden Enden. Ich verkneife mir an dieser Stelle den Vergleich mit ein, zwei Filmen, die ich erzähltechnisch ähnlich gut gelungen fand – allein die einschlägigen Andeutungen wären für den einen oder anderen gewieften Leseinteressierten und Kinogeschulten ggf. schon zu verräterisch. Von mir gibt's fünf Sterne für bemerkenswert kurzweilige, elegante Unterhaltung, die erkennbar in der "Noir"-Tradition steht, an der aber nicht nur eingefleischte Genrefans Gefallen finden müssten. Lehanes origineller Psychothriller fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los – "Shutter Island" ist eines dieser Bücher, die man auf Englisch auch gern mal einen "page turner" nennt.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

12.10.2010

„Die einzige Ausgabe, deren Kauf sich wirklich lohnt”

Als vor Jahr und Tag Episoden der Zeichentrickserie „Die Peanuts“ erstmals in einer deutschen Ausgabe auf den Markt kamen, habe ich sehr schnell zugegriffen. Fast genauso schnell habe ich den Kauf des Digipacks mit 3 DVDs allerdings bereut: Die Erstausgabe aus dem Verlag Alive/Baumhaus gehört zu den qualitativ schlechtesten DVDs, die ich je zu kaufen das Missvergnügen hatte.

Die DVDs der 2008 bei Warner erschienenen Neuauflage spielen zum Glück in einer gänzlich anderen Liga: So scharf und farbenfroh sind mir Charlie Brown, Beagle Snoopy und ihre Freunde noch nie begegnet.

Spätestens an dem Punkt des 14-minütigen Specials, an dem der Sohn des im Jahr 2000 verstorbenen geistigen Vaters der Peanuts Charles Schulz bekennt, das „Halloween“-Special sei seine persönliche Lieblingsepisode, habe ich kräftig schlucken müssen. Beim gestrigen erneuten Wiedersehen habe ich nämlich auch schnell festgestellt, dass ich einen guten Kauf getan habe.

Das Special, das man neben zwei „Peanuts“-Episoden auf die DVD gepackt hat und für das man unter anderem Zeichner Bill Melendes, Produzent Lee Mendelson sowie Charles Schulz’ Witwe Jeanine und Sohn Monte vor die Kamera gebeten hat, bietet bei aller Kürze einige interessante Hintergrundinformationen über die 1966 entstandene „Halloween“-Episode – „Peanuts“-Fans, die des Englischen einigermaßen mächtig sind, werden den Kurzbeitrag „We need a blockbuster, Charlie Brown“ sicher aufschlussreich finden und dürfen darüber staunen, unter welch immens hohem Erwartungsdruck Schulz und Co. standen, als sie die längst zum Klassiker avancierten Erlebnisse der „Panuts“ am Halloween-Abend ersonnen und fürs Fernsehen umsetzten.
Linus im Kürbisfeld und Beagle Snoopy als Flieger-As erstrahlen dank Remastering in neuem, ungeahntem Glanz – ich hatte zwar erwartet, einen bildtechnisch verbesserten Film geboten zu bekommen, aber mit der Brillanz des vorliegenden Materials hatte ich nicht gerechnet: So kantenscharf und farbsatt habe ich die „Peanuts“ wirklich noch nie erlebt – der Unterschied zwischen der deutschen Erstausgabe und der Neuauflage aus dem Jahr 2008 ist nichts weniger als frappierend. Auch die Hintergründe enthüllen jetzt Details, die bisher nicht zu erkennen waren. Am Ton, der dem Alter des Films aus dem Jahre 1966 gemäß nur in Mono vorliegt, habe ich ebenfalls nichts auszusetzen, und so bleibt unterm Strich allenfalls ein einziges Manko, das aber mit der technischen Umsetzung rein gar nichts zu tun hat: Nach 47 Minuten ist der Spaß bereits vorbei – längern dauern „Der große Kürbis“, die Bonus-Episode „Alles fauler Zauber“ und das bereits erwähnte Special zusammengenommen nämlich nicht.

Davon abgesehen, kann ich die DVD allen „Peanuts“-Fans aber nur wärmstens zum Kauf empfehlen – die neuen Veröffentlichungen der „Peanuts“-Abenteuer sind offenkundig die einzigen, die den Kauf wirklich lohnen; ich selbst habe beschlossen, demnächst weitere Episoden zu kaufen.

Der Spassprediger meint:

Uneingeschränkte Kaufempfehlung für die bildtechnisch verbesserte Neuausgabe der „Peanuts”-Episoden aus dem Jahre 2008: „Der große Kürbis“ ist selbst dann noch ein ungetrübtes Vergnügen, wenn man das Bild der DVD über einen Beamer auf eine Leinwand projiziert – mit anderen Worten: Von der Bildqualität dieser DVD dürften viele andere Veröffentlichungen sich gern eine Scheibe abschneiden.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.