Aktion: Kaufen Sie 1 OYO II oder TouchMe eReader und das von Ihnen gekaufte, günstigste eBook erhalten Sie kostenlos! Max. eBook Wert: 35.-

Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche

Garou

Ein Schaf-Thriller

buch
CHF 34.90
auf Merkliste

versandkostenfrei

Versandfertig innert 1-2 Werktagen.

Trailer

Get the Flash Player to see this player.

Artikeldetails zu Garou

AutorLeonie Swann

Untertitel Ein Schaf-Thriller

Abbildungsvermerk zahlreiche schwarzweisse Vignetten

  • ISBN-103-442-31224-8
  • ISBN-139783442312245
  • Verlag Goldmann
  • Einbandartgebunden
  • Seiten414
  • Veröffentlicht15.06.2010
  • Gewicht600g
  • SpracheDeutsch

Mehr Artikel von

Weitere Artikel zum Thema

Verwandte Kategorien

Leseprobe aus Garou

Prolog


Vorbei.
Vorüber.
Danach war es immer schön.
Er stand dann gerne einfach nur da, an einen Baum gelehnt, und hörte zu, wie die Erregung der Jagd im Schnee versickerte. Wie Blut. Über ihm der Himmel und das Rauschen des Waldes, unter ihm der Boden. Und vor ihm — ein Bild.
Alles so friedlich. Ohne Angst. Ohne Eile. Er fühlte sich frei. Neugeboren. Überrascht, Hände zu haben - wie rot sie waren! - und Beine und eine Form.
Während der Jagd war alles formlos, nur ein Vorne und Hinten, Fährte und Beute und Geschwindigkeit. Leben und Tod. Vier Beine oder zwei? Es war nicht wichtig. Und manchmal entkamen sie ihm. Selten. Das war gut so. Alles war gut.
Ein Rotkehlchen landete auf einem Zweig. So hübsch, so nah, so lebendig. Er liebte den Wald. Egal, was passiert war, egal, was passieren würde, der Wald nahm ihn auf, und er wurde ein Tier wie andere Tiere. Wäre es Nacht gewesen, hätte er jetzt vor Freude den Mond angeheult.
Aber es war nicht Nacht, und auch das war gut. Es war heller Tag, und die Farben leuchteten.
Und die Zeit verging.
Er seufzte. Die Zeit danach war immer zu kurz. Bald würde er zu frieren beginnen. Er musste zurück. Seine Hände im
Schnee weiß waschen. Handschuhe anziehen. Andere Stiefel. Haken schlagen. Seine Spuren verwischen. Wieder anfangen zu denken. An Einkaufen und den Steuerprüfer und natürlich an sie. Immer an sie. Woran Menschen eben so dachten.
Ein Anzug musste in die Reinigung. Das Rasierwasser war aus. Eine Pflanze in seinem Schlafzimmer sah traurig aus. Gießen? Vielleicht. Er verstand nicht viel von Pflanzen. Die Arbeit wartete. Und das Mittagessen. Pilze, in Butter gebraten, Sahnesoße und ein Steak. Frites? Warum nicht! Gänseleberpastete? Was für ein Tag war heute? Und frisches Brot! Brot mit knuspriger Rinde wäre gut.
Er warf einen letzten Blick auf das Bild - wieder der Fuchs! Der Fuchs war ein interessanter Akzent - dann ging er los, auf seinen zwei Beinen, und mit jedem Schritt veränderte er sich ein bisschen.
Als er aus dem Wald trat, musste er lächeln. Schafe! Das Schloss sah so viel interessanter aus mit Schnee und Schafen. Wie weiß sie waren - alle bis auf eines. Das schwarze Schaf machte ihn nervös.
Er ging weiter, am Zaun entlang auf das Schloss zu, und schielte verstohlen nach ihrem Fenster. Er konnte nicht anders.
Nichts.
Der Garou rollte sich tief in seinem Inneren zu einem satten, zufriedenen Knäuel zusammen — und schlief.


I.Teil
Felle
Und dann?«, fragte das Winterlamm.
»Dann brachten die Mutterschafe die Lämmer weg von dem Mann mit dem kleinen Hund, in Sicherheit. Und sie fanden einen einen Cloud, das wolligste Schaf der Herde, wusste nicht weiter.
»Einen Heuhaufen!«, schlug Cordelia vor. Cordelia war ein sehr idealistisches Schaf.
»Genau, einen Heuhaufen!«, sagte Cloud. »Und die Mutterschafe fraßen, und die Lämmer rollten sich im Heu zusammen - und schwiegen!«
Die Schafe blökten begeistert. Die Geschichte vom »Schweigen der Lämmer« hatte beim wiederholten Erzählen nach und nach einige Änderungen erfahren, und jedes Mal hatte sie dabei ein wenig gewonnen.
Rebecca die Schäferin hatte ihnen das Buch diesen Herbst vorgelesen, als die Blätter schon gelb waren, die Sonne aber noch rund und reif und gesund. Mittlerweile konnten sich die Schafe nicht mehr erklären, warum sie sich damals, in den ersten kalten silbrigen Herbstnächten, so vor dem Buch gegruselt hatten. Nur Mopple the Whale, das dicke Gedächtnisschaf, erinnerte sich noch daran, dass in dem Buch, das Rebecca ihnen damals auf den sonnenwarmen Schäferwagenstufen vorgelesen hatte, kaum Lämmer vorgekommen waren — und herzlich wenig Heu.
Der Wind trieb Fäden von Schnee zwischen ihren Beinen hindurch, die kahlen Sträucher unten am Weidezaun zitterten, und die Geschichte war vorbei.
»War es ein großer Heuhaufen?«, fragte Heide, die noch jung war und nicht wollte, dass Geschichten so einfach aufhörten.
»Sehr groß!«, sagte Cloud mit Überzeugung. »So groß wie ^ so groß wie
Sie sah sich nach großen Dingen um. Heide? Nein. Heide war nicht besonders groß für ein Schaf. Mopple the Whale war schon größer. Und dicker. Größer als alle Schafe war der Schäferwagen, der mitten auf ihrer Weide stand, noch größer der Heuschuppen und am größten die alte Eiche, die nahe am Waldrand wuchs und im Herbst unzählige knirschende bittere braune Blätter abgeworfen hatte. Es war eine Heidenarbeit gewesen, um diese ganzen Blätter herumzugrasen.
An den Flanken der Weide waren links der Obstgarten und rechts die Ziegenweide. Auf der Ziegenweide gab es gar nichts Großes. Nur Ziegen. Hinter den beiden Weiden war der Wald, fremd und flüsternd und viel zu nah, vor ihnen der Hof mit Stallungen und Wohnhäusern, Kaminen, die rauchten, und Menschen, die Krach machten, und direkt daneben, nah und grau und massiv wie ein Kürbis, das Schloss. Weil ihre Weide zum Wald hin etwas anstieg, konnte man es hervorragend sehen.
»So groß wie das Schloss!«, sagte Cloud triumphierend.
Die Schafe staunten. Das Schloss war wirklich ausgesprochen groß. Es hatte einen spitzen Turm und viele Fenster und schnitt ihnen jeden Abend viel zu früh die Sonne ab. Ein Heuhaufen wäre da eine willkommene Abwechslung gewesen.
Etwas knallte. Die Schafe erschraken.
Dann streckten sie neugierig die Hälse.
Etwas war aus dem Schäferwagenfenster geflogen. Schon wieder!
Die Herde setzte sich in Bewegung. Neuerdings flogen öfters Dinge aus dem Schäferwagen, und manchmal war etwas Interessantes dabei. Ein Topf mit nur leicht angebranntem Haferbrei zum Beispiel, eine Zimmerpflanze, eine Zeitung. Die Zimmerpflanze hatte Blähungen verursacht. Die Zeitung hatte nur Mopple geschmeckt.
Heute war kein schlechter Tag: vor ihnen, im Schnee, lag ein Wollpullover. Rebeccas Wollpullover. Der Wollpullover. Die Schafe mochten diesen Pullover mehr als alle anderen. Er war das einzige Kleidungsstück, das sie verstanden. Schön und schafsfarben, dick und fellig - und er roch. Nicht nur einfach vage nach Schaf wie viele Wollpullis, sondern nach bestimmten Schafen. Einer Herde, die am Meer gelebt hatte, salzige Kräuter gegrast, sandigen Boden betrabt, weit gereisten Wind geatmet. Wer ganz genau hinroch, konnte sogar einzelne Schafspersönlichkeiten herauswittern. Da war ein erfahrenes, milchiges Mutterschaf, ein harziger Widder und das hagere, zottige Schaf vom Rande der Herde. Da waren Löwenzahn und Sonne und Möwenschreie im Wind.
Die Schafe sogen das wollige Aroma des Pullovers ein und seufzten. Sie sehnten sich nach ihrer alten Weide in Irland, nach der Weite und dem grauen Murmeln des Meeres, nach Klippen und Strand und Möwen und sogar nach dem Wind. Mittlerweile war die Sache klar: der Wind sollte reisen - Schafe sollten daheimbleiben.
Die Schäferwagentür ging auf, und Rebecca die Schäferin stapfte die Stufen herunter, mit schmalen Lippen und kurzen, wütenden Schritten. Sie hob den Pullover aus dem Schnee und machte dem Geruchsvergnügen ein jähes Ende.
»Es reicht!«, murmelte sie mit gefährlich gerunzelten Brauen und klopfte Schneekristalle aus dem Wollstrick. »Es reicht! Sie fliegt raus! Diesmal fliegt sie raus!«
Die Schafe wussten es besser. Alles Mögliche flog aus dem Schäferwagen, aber nicht sie. Sie bewegte sich überhaupt selten, dann aber überraschend schnell. Die Schafe bezweifelten sogar, ob sie durch das Schäferwagenfenster passen würde.
Rebecca schien es auch zu bezweifeln. Sie blickte auf ihren Pulli hinunter und seufzte tief.
Ein Gesicht erschien, seltsam weich und breit im milchigen Glas des Schäferwagenfensters, und starrte missbilligend auf Rebecca und die Schafe herunter. Rebecca sah nicht hin. Die Schafe starrten fasziniert zurück. Dann war das Gesicht auch schon wieder verschwunden, dafür ging die Schäferwagentür auf. Aber niemand trat heraus.
»Das stinkende Ding kommt mir nicht mehr ins Haus!«, zeterte es aus dem Schäferwagen.
Rebecca holte tief Luft.
»Es ist kein Haus«, sagte sie gefährlich leise. »Und es ist schon gar nicht dein Haus. Das ist ein Schäferwagen. Mein Schäferwagen. Und der Pulli stinkt nicht. Er riecht nach Schaf! Das ist normal, wenn er feucht wird. Schafe riechen auch nach Schaf, wenn sie feucht sind! Schafe riechen immer nach Schaf!«
»Genau!«, blökte Maude.
»Genau!«, blökten die anderen Schafe. Maude war das Schaf mit der besten Nase der Herde. Sie kannte sich mit Gerüchen aus.
Eisiges Schweigen wehte aus dem Schäferwagen.
»Und sie stinken nicht!«, fauchte Rebecca. »Das Einzige, was hier stinkt, sind deine
Sie brach ab und seufzte wieder.
»Fläschchen!«, blökte Heide.
»Puder!«, blökte Cordelia.
»Und die Ziegen!«, ergänzte Maude der Vollständigkeit halber.
Die Schafe konnten spüren, wie sich das Schweigen im Schäferwagen zu einer kleinen dunklen Wolke verdichtete. Und die Wolke dachte.
»Na und?«, kreischte sie dann. »Von mir aus können sie nach Schaf riechen! Sie können den ganzen lieben langen Tag herumstehen und nach Schaf riechen! Da draußen! Aber nicht hier drinnen. Schafe haben hier drinnen nichts zu suchen!«
»Genau!«, blökte Sir Ritchfield, der alte Leitwidder. Sir Ritchfield war sehr für Ordnung zu haben. Die anderen schwiegen. Das Innenleben des Schäferwagens mit all seinen Futtergerüchen und Zimmerpflanzen hätte sie schon interessiert.
»Wirklich, Reba, ein bisschen Hygiene!«, sagte die Stimme, sanft diesmal und mütterlich.
Hygiene klang nicht schlecht. Ein bisschen wie frisches, grünes, glänzendes Gras.
»Hygiene!«, blökten die Schafe anerkennend. Alle bis auf Othello, den neuen, rabenschwarzen Leitwidder. Othello hatte seine Jugend im Zoo verbracht und dort von ferne einige Hygiänen gesehen - und vor allem gerochen - und wusste, dass sie kein Grund zur Begeisterung waren. Ganz und gar nicht.
Rebecca ließ die Hände sinken, und ein Pulloverärmel, den sie gerade noch sorgfaltig sauber geklopft hatte, landete wieder im Schnee. Sie sah verloren aus, ein bisschen wie ein junger Widder, der nicht genau weiß, ob er weglaufen oder angreifen soll.
»Angriff!«, blökte Ramses. Ramses war selbst ein junger Widder, und meistens entschied er sich fürs Weglaufen.
Rebecca senkte die Stirn, knautschte den Wollpullover gegen ihre Brust und machte sich groß. Sie war nicht besonders groß. Aber sie konnte sich sehr groß machen, wenn sie wollte.
»Das ist mein Schäferwagen. Und meine Schafe. Und mein Pulli. Und niemand braucht hier deine Erlaubnis, um nach Schaf zu riechen. Und ich brauche deine Ratschläge nicht. Ich habe das alles von Papa geerbt, weil er mir getraut hat, und weißt du was: Ich mache es gar nicht so schlecht!«
Die Schafe konnten spüren, wie sich etwas im Schäferwagen veränderte. Die Wolke dehnte sich aus, wurde heller und feuchter. Dann begann sie zu regnen.
»Dein Vaaater!«, flüsterte Heide Lane ins Ohr.
»Dein Vaaaaater!«, stöhnte es aus dem Schäferwagen.
»Na toll. Gut gemacht, Rebecca!«, murmelte Rebecca.
Der Schäferwagen seufzte tief, dann erschien eine Frau in der Tür. Es sah nicht so aus, als würde sie einfach dort stehen. Es sah aus, als hätte sie sich im Türrahmen festgesaugt wie eine elegante Nacktschnecke, adrett und braun und glänzend. Wasser rann ihr aus den Augen und ließ ihr Gesicht verschwimmen.
Die Schafe sahen sie beunruhigt an.
Das erste Mal hatten sie dieses Gesicht in strömendem Regen gesehen, genauso seltsam und nass.
Mittlerweile waren die Schafe überzeugt davon, dass sie den Regen gebracht hatte, vielleicht in ihrer ozeanblauen Handtasche, vielleicht in ihrem glänzenden kleinen Metallkoffer, möglicherweise auch in den Taschen ihres makellosen Mantels. Der Regen war ihr Verbündeter gewesen, als sie an die Schäferwagentür geklopft hatte - der Regen und selbst gemachter Sahnelikör.
Rebecca hatte die Tür geöffnet, und die Worte der Regenbringerin hatten zu prasseln begonnen: Sehnsucht, Tochter, was für ein Nest, ab jetzt fliege ich nur noch erster Klasse, Tochter, Sorgen, nur über die Feiertage, dünn siehst du aus, und den guten Sahnelikör habe ich auch mitgebracht.
Rebecca hatte die Arme hängen lassen.
»Mama!«
Es hatte nicht gerade einladend geklungen, trotzdem waren die Frau und der Regen geblieben. Vorher hatte es nie Regen gegeben, den ganzen Herbst nicht - höchstens mal einen Gewitterschauer, der die Frösche im Schlossgraben beglückt quaken ließ. Sonst nichts.
Von da an gab es nur noch Regen. Im Heuschuppen tropfte es. Der Boden war matschig und glitschig, vor allem unten am Futtertrog. Das Kraftfutter schmeckte feucht. Der kleine Bach auf ihrer Weide war braun und reißend geworden, und Mopple the Whale war auf der Jagd nach einem Böschungskraut hineingefallen.
»Panta rhei«, sagten die Ziegen am Zaun.
Zuerst fiel Regen. Dann Schnee. Dann flog der Sahnelikör aus dem Fenster. Dann andere Dinge. Manche der verbannten Dinge holte Rebecca wieder in den Schäferwagen, manche Mama, manche niemand, und Mopple hatte die Zeitung gefressen und nachts von einem Menschen mit Fuchskopf geträumt.
Es hing alles irgendwie zusammen - aber die Schafe verstanden nicht, wie.
»Mit Papa hat das gar nichts zu tun«, sagte Rebecca, sanft jetzt, und zog sich den Wollpullover über. »Nur mit dir und mir. Du bist hier Gast, und ich will, dass du dich verhältst wie ein Gast. Das ist alles. Okay?«
»Okay«, schniefte Mama aus der Tür und tupfte sich mit einem weißen Tuch die Augen.
»Okay!«, blökten die Schafe. Sie wussten, was als Nächstes kommen würde: Zigaretten. Mama auf den Stufen des Schäferwagens, Rebecca etwas weiter oben am Hang, an den Schrank gelehnt, der unerklärt und unerklärbar unter der alten Eiche stand.
Rauch und Schweigen.
Auch die Schafe schwiegen, scharrten im Schnee, grasten feuchtes Wintergras oder taten wenigstens so. Alle warteten auf etwas, das gleich passieren würde. Etwas, das man kaum sehen, dafür aber sehr gut riechen konnte.
Auf ihrer Weide gab es ein fremdes Schaf. Es war vor ihnen hier gewesen, nicht auf der Schafweide, aber im Apfelgarten und auf dem schmalen Wiesenstück zwischen Weide und Waldrand. Jetzt war es bei ihnen und drückte sich Tag für Tag am Weidezaun herum.
Immer wenn Rebecca sich rauchend an den Schrank lehnte, erstarrte der Fremde. Er bewegte nichts, kein Ohr, keine Wimper, nicht einmal die Schwanzspitze. Aber er roch. Roch wie reinste, blindeste Panik. Wie ein Lamm, das vor wilden Hunden über das Moor flieht. Nicht dass die Schafe je vor wilden Hunden über das Moor geflohen waren, zum Glück nicht, aber sie konnten es sich sehr gut vorstellen.
Die Sache machte die Schafe nervös.
Der Fremde war im Allgemeinen kein furchtsames Schaf. Er fürchtete sich nicht vor Tess, der alten Schäferhündin, die meistens auf den Stufen des Schäferwagens schlief, und vor Othellos vier schwarzen Hörnern fürchtete er sich auch nicht. Aber er fürchtete sich vor Rebecca, wenn sie rauchend am Schrank lehnte und über die Weide blickte. Er fürchtete sich wie verrückt.
Endlich drückte Rebecca ihre Zigarette aus, steckte sie sorgfaltig in die Tasche und ging wieder hinunter zum Schäferwagen. Der Fremde entspannte sich und begann zu murmeln. Die anderen Schafe schlackerten mit Ohren und Schwänzen und versuchten, das Schweigen wieder abzuschütteln.
Der Fremde ging ihnen auf die Nerven. Er roch nicht wirklich wie ein Schaf, er verhielt sich nicht wie ein Schaf, und vor
allem sah er nicht aus wie ein Schaf. Eher wie ein großer, unförmiger, bemooster Stein.
Miss Maple, das klügste Schaf der Herde und vielleicht der Welt, behauptete, dass er trotzdem ein Schaf war. Ein einsames Schaf, das seit Jahren niemand mehr geschoren hatte, mit einer großen Masse filziger, steifer grauer Wolle auf dem Rücken - und einer Geschichte, die niemand kannte.
»Sie werden sich aneinander gewöhnen!«, hatte Rebecca gesagt, als sie zusammen mit dem Ziegenhirten das Fremdlingsschaf aus dem Apfelgarten auf ihre Weide hinüber getrieben hatte.
Der Ziegenhirt hatte die Augen zusammengekniffen und gehustet. Vielleicht war es auch ein staubiges Lachen gewesen.
Sie hatten sich nicht gewöhnt, kein bisschen. Im Gegenteil: mit jedem Tag kam ihnen der ungeschorene Widder ein wenig fremder vor. Und ein bisschen ferner.
Er war unter ihnen, aber nicht bei ihnen, er bewegte sich in einer Herde, aber nicht in ihrer Herde. Manchmal hatten sie das Gefühl, dass der Fremde sie gar nicht sah. Er sah andere Schafe, Schafe, die sonst niemand sehen konnte.
Geisterschafe.
Gespenster.
Jetzt gab der Ungeschorene seinen Spähposten oben am Waldrand auf und trabte quer über die Weide, vorbei an Heuschuppen und Schäferwagen, mit einem Hops über den kleinen Bach bis hinunter zu der Ecke am Apfelgarten, murmelnd und mahnend, eine Schar unsichtbarer Schafe im Schlepptau.
Die Schafe sahen nicht hin. Alle bis auf Sir Ritchfield.
»Ich glaube das ist ein Schaf!«, blökte Ritchfield aufgeregt. Der alte Leitwidder interessierte sich momentan sehr für die Frage, wer ein Schaf war - und wer nicht.
Die anderen seufzten.

Rezensionen der Redaktion zu Garou

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 28.06.10
2005 ließ eine bis dahin unbekannte deutsche Autorin die Welt aufhorchen. Sie ließ in Glennkill Schafe ermitteln. Daraus wurde ein Megabestseller bei uns und die Rechte dazu wurden in 25 Länder verkauft. Nun findet Glennkill eine Fortsetzung in Garou. Die Schafe sind zurück ? und jeder Meisterdetektiv muss sich fürchten vor diesen schlauen Tieren. Wenn Miss Maple & Co. erstmal die Spur aufgenommen haben, hat das Verbrechen keine Chance mehr. Garou ist gewitzte Krimikunst mit vielen Lachern. Da macht das Lesen doppelt so viel Spaß. Der schafste Thriller des Jahres!

Kurzbeschreibung zu Garou

Das Blöken geht weiter: Ein neuer Fall für Miss Maple und Co.
Es ist soweit: für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten! In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein - wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfspelz! - wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist schnell nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Und schon bald folgen sie mit bewährter Schafslogik einer ersten Spur, die sie durch die Gänge des Schlosses und das Schneegestöber der Wälder führt ...

Beschreibung der Redaktion zu Garou

Das Wachsen des Grases ist kein Geräusch, es ist ein Geruch
Leonie Swann im Interview über ihren Schaf-Thriller "Garou"


Ihr Debütroman "Glennkill", ein Kriminalroman mit einer Herde Schafe als Ermittler, wurde auf Anhieb ein überwältigender Erfolg. Wie hat dieser Erfolg Ihr Leben verändert?
Nicht so sehr, wie man vielleicht denken könnte. Soweit ich sehen kann, sind mir noch immer dieselben Dinge wichtig. Ich trinke weiter gerne Tee, lese, beobachte Spinnen und sitze im Grünen.
Aber es ist ein schönes Gefühl, etwas geschrieben zu haben, das vielen Menschen Freude macht. Und es hilft einem, an die Geschichten zu glauben, die noch so in einem schlummern. Natürlich hat sich auch einiges geändert: ich mache Lesereisen, werde auf Festivals eingeladen, gebe Interviews. Aber es fühlt sich nicht so an, als hätte der Erfolg mein Leben von Grund auf verändert - eher eine neue Tapete an der Wand als ein Umzug in den Wolkenkratzer, bildlich gesprochen.

"Glennkill" haben Sie in Paris, Irland und Berlin geschrieben. Wo haben Sie sich bei der Arbeit an Ihrem neuen Roman "Garou" aufgehalten?
In Berlin und England.

"Glennkill" entstand eher zufällig: Während eines längeren Aufenthaltes in Paris packte Sie die Sehnsucht nach dem Landleben, und Sie begannen eines Abends, eine Geschichte über Schafe zu schreiben. Einen Roman hatten Sie dabei gar nicht im Sinn. Ganz anders verhielt es sich bei Ihrem neuen Roman "Garou", der als Fortsetzung von "Glennkill" angelegt war. Das zweite Buch, heißt es sicher nicht umsonst, sei für einen Schriftsteller das schwerste. Wie ist es Ihnen gelungen, konzentriert an "Garou" zu arbeiten und sich vom Druck zu befreien, der nach dem Erfolg von "Glennkill" auf Ihnen lasten musste?
Ich glaube, letztlich hat mir die Geschichte selbst geholfen, und meine Zuneigung zu den Schafen: Figuren, Szenen, kleine Ideen, die auf einmal einfach da waren. Man kann sie nicht herbeizwingen, aber man kann sich freuen, wenn es sie gibt. Und man kann dieser Freude ein Stück weit vertrauen, Spaß haben an der Geschichte, experimentieren und loslassen.
Das war nicht immer einfach, ganz und gar nicht, aber irgendwie, wunderbarerweise, ging es dann manchmal doch. Ich bekam auch viel Unterstützung von Freunden, meiner Agentin und nicht zuletzt auch sehr vom Goldmann Verlag, der alles getan hat, damit ich möglichst entspannt arbeiten konnte.

"Garou" erscheint später als geplant. Zur Begründung hieß es, Schafe hätten ein "ausgeprägtes Eigenleben". Gaben die Schafe der Geschichte eine andere Richtung, als Sie ursprünglich vorgesehen hatten?
Hierzu vielleicht ein Gedanke aus der bildenden Kunst: Eine Möglichkeit, das Entstehen einer Statue zu beschreiben, ist, zu sagen, dass die Figur bereits im Marmor steckt und vom Bildhauer nur herausgeholt werden muss. Ähnlich fühlt sich das Schreiben manchmal für mich an - die Geschichte ist schon da, ich muss sie nur verstehen, entdecken.
Nun, als der Abgabetermin für "Garou" näher rückte, hatte ich das Gefühl, die Geschichte noch nicht gut genug aus dem Stein befreit zu haben - das Gefühl, dass es hier noch mehr zu erzählen gab. Die Fristverlängerung hat mir erlaubt, noch einmal auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich habe neue Figuren gefunden, neue Szenen und Zusammenhänge.
Hat sich die Geschichte dadurch verändert? Natürlich. Man könnte aber auch sagen, dass ich die Schafe und ihre Abenteuer jetzt nur besser verstanden habe als zuvor.

In "Glennkill" hatte der Schäfer George seiner Herde eine Reise nach Europa versprochen. Seine Tochter Rebecca, die neue Schäferin, löst dieses Versprechen in "Garou" ein. Doch den Kontinent hatten sich die Schafe anders vorgestellt. Mitten im eisigen Winter verschlägt es sie in Frankreich in einen entlegenen Obstgarten am Fuß eines düsteren Schlosses. Gibt es für diesen Ort ein Vorbild?
Es gibt ein Vorbild - ein kleines bretonisches Schloss mitten im Wald von Brocéliande, komplett mit Schlossturm und Schafsweide und flackernden Lichtern, die sich im Burggraben spiegelten. Nur den Namen habe ich vergessen.

Was hat es mit dem Titel "Garou" auf sich?
"Loup garou" ist das französische Wort für Werwolf.
"Loup" repräsentiert natürlich die Wolfsseite, während das altfranzösische "garou" zwar auch "Werwolf" bedeuten kann, hier aber eher für den menschlichen Aspekt der Kreatur steht. Der Titel ist für mich eine Anspielung darauf, dass das Unheimlichste an der Figur des Werwolfs vielleicht doch seine Menschennatur ist. Außerdem ist der Werwolf eine Figur, in der die Ängste von Menschen und Schafen zusammenfließen.

In "Garou" haben wir es mit einem Kriminalfall zu tun, der überlagert wird von mystischen Ereignissen. Natürlich geht es auch in "Garou" um die Aufklärung des Falls, doch die meiste Zeit über fühlen sich die Schafe wie auch Rebecca, ihre Mutter und einige der Dorfbewohner Gefahren ausgesetzt, die sie rational nicht einordnen und ergründen können. Können Sie uns etwas mehr über das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Ebenen erzählen?
Während "Glennkill" ein Schafkrimi ist, der klassische Whodunits in der Tradition Agatha Christies zum Vorbild hat, orientiert sich "Garou" mehr am modernen Thriller. Daraus ergibt sich eine andere Plotstruktur. Das Verbrechen liegt diesmal nicht in der Vergangenheit. Der Täter (Werwolf oder nicht) ist weiter aktiv, auf der Suche nach neuen Opfern, und weder Menschen noch Schafe noch Ziegen sind vor ihm sicher. Es geht nicht nur darum, ein Verbrechen aufzuklären, sondern vor allem auch darum, neue Morde zu verhindern. Menschen und Schafe sehen sich mit der Irrationalität eines Psychopathen konfrontiert, die sie dazu zwingt ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. In gewissem Sinne denken die Schafe hier sogar rationaler als die Menschen. Sie können nicht auf tradierten Aberglauben zurückgreifen ? die Wölfe in ihrer Welt sind vierbeinig, pragmatisch und sehr real.

In Ihrem neuen Roman begegnet der Leser allen Schafen wieder: Mopple the Whale beispielsweise mit seinem elefantösen Gedächtnis, der mutigen, eigensinnigen Zora, dem alten Leitwidder Sir Ritchfield, dem schwarzen Othello mit der zwielichtigen Vergangenheit, der scharfsinnigen Miss Maple und nicht zuletzt dem Winterlamm. Welche Schafe spielen diesmal die Hauptrolle, und wie hat sich die Auswahl für Sie ergeben?
Mopple the Whale, Miss Maple und Othello sind weiterhin zentrale Figuren, die mit ihren Ideen und ihrer Persönlichkeit die Handlung entscheidend beeinflussen. Neu ist, dass diesmal das Winterlamm mehr im Vordergrund steht und um seinen Platz in der Herde kämpft. Aus Sicht des Winterlamms ist "Garou" ein Entwicklungsroman. Umgekehrt geht es mit Sir Ritchfield bergab. Der alte Leitwidder wird zunehmend seniler, dabei aber kein bisschen weniger würdevoll. Vielleicht taucht ein Teil seines Charakters wieder auf, der während seiner Leitwidderjahre ein wenig versteckt war, freundlich und sehnsüchtig und sehr liebenswert.
Und natürlich gibt es zwei Neuzugänge: den ungeschorenen Fremden und Madouc, die streng genommen gar kein Schaf ist, aber trotzdem für Aufregung sorgt.
Wie sich die Auswahl ergeben hat?
Über Sir Ritchfield und das Winterlamm erfährt man in "Glennkill" nicht wirklich viel - trotzdem hatte ich das Gefühl, dass in ihnen noch viel Persönlichkeit steckt. Es war sehr schön, die beiden bei der Arbeit an "Garou" ein wenig besser kennenzulernen.

Für Ihren ersten Roman hatten sie Feldforschung betrieben, um sich besser in die Schafe hineinversetzen zu können. Diese Erfahrungen wollten Sie nach "Glennkill" bei einem Schäferpraktikum in Frankreich vertiefen.
Haben Sie dieses Praktikum tatsächlich absolviert? Und falls ja, können Sie uns etwas über Ihre wichtigsten Erlebnisse erzählen?

Das Praktikum hat tatsächlich stattgefunden, und ich hoffe, dass ich mich auf dem Schafhof auch ein wenig nützlich gemacht habe. Jedenfalls habe ich eine Menge gelernt, nicht so sehr die großen Zusammenhänge, sondern sinnliche kleine Dinge. Heugerüche, helles Lämmerblöken, das beruhigende Murmeln eines Mutterschafs, den Rhythmus eines Lebens mit Schafen, das fettige, warme Gefühl von Wolle, die Lebendigkeit und den unglaublichen Lebenswillen der Lämmer, Scheu und Misstrauen und Schafsmut. Und natürlich gab es Geschichten! Bernie beispielsweise geht auf diese wahren Schafsgeschichten zurück.

Stammt aus dieser Zeit auch Ihre Idee, die Schafe auf eine kleine Herde Ziegen treffen zu lassen?
Es ist nicht immer einfach, genau zurückzuverfolgen, wo und wie eine Idee entstanden ist. Vielleicht hatte ich schon vorher an Ziegen gedacht, aber die Geschichten der Schäferin (die früher auch Ziegen hielt und Ziegenkäse hergestellte) haben mich sicher darin bestärkt, Schafe und Ziegen kann man häufig gemeinsam und scheinbar einträchtig auf einer Weide sehen.

In Ihrem Roman herrscht zwischen Schafen und Ziegen jedoch alles andere als Harmonie. Wie würden Sie die Ziegen im Vergleich zu den Schafen charakterisieren?
Die Ziegen in meiner Geschichte sind irrational, chaotisch, dionysisch, schamlos und verrückt. Sie klettern auf Bäume, leihen sich gegenseitig Namen aus, stellen sich nach Farben auf, praktizieren Demokratie und stinken. Sie sind sehr lebendig und manchmal ein wenig zerstörerisch.
Während die Schafe um jedes bisschen Rationalität kämpfen, haben die Ziegen den Kampf längst aufgegeben und wollen einfach nur ihren Spaß. Sie sind ein vergnügungssüchtiges Publikum, vor dessen kritischen Kommentaren die Schafe bei ihren Ermittlungen keinen Augenblick sicher sind.

Ihre Schilderungen der Welt aus der Schafsperspektive bieten eine Fülle überraschender Wahrnehmungen und skurriler Vergleiche: Eine Kommode beispielsweise wird von den Schafen als Lamm eines Schrankes betrachtet, ein Kaschmirmantel erregt den Unmut der Schafe, weil er aus Ziegenhaar und dennoch ihrer Schäferin Rebecca lieb und teuer ist. Entstehen diese Einfälle spontan beim Schreiben oder sammeln Sie Ideen, auf die Sie zurückgreifen können?
Der Schrank, die Kommode und viele andere Ideen entstanden direkt beim Schreiben, ganz natürlich und beiläufig, und erst später, wenn mich Leute auf diese Szenen ansprechen, beginne ich, sie überhaupt als Ideen wahrzunehmen. Vorher waren sie einfach nur Teil der Geschichte.
Eine gute Idee ist nicht so sehr die Nadel im Heuhaufen - eher eine Ziege im Heuhaufen. Zuerst ist man einen Moment lang überrascht, aber dann versteht man, warum sie ganz natürlich genau da hingehört, wo sie aufgetaucht ist. Sie frisst Heu und guckt unschuldig. Und nach dem ersten Schreck beginnt man, sich vorsichtig über sie zu freuen.

Haben Sie im Sinn, Ihre Geschichten über die Schafherde aus Irland fortzusetzen, oder stehen für Sie nun erst einmal andere Projekte im Vordergrund?
Momentan gibt es keine konkreten Pläne für neue Schafsabenteuer.
Das Erzählen aus Schafsperspektive ist sehr reizvoll, gleichzeitig ist man aber durch die Naivität der Schafe vielen Beschränkungen unterworfen. Ich freue mich sehr darauf, neue Geschichten zu erkunden und auf die Freiheit, erzählerisch Neues auszuprobieren zu können.

© Elke Kreil, Goldmann Verlag

Autorenportrait zu Garou

Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Die Idee zu ihrem ersten Roman "Glennkill" entstand in Paris, wo sie sich manchmal nach dem Landleben sehnte - und nach Schafen, mit denen sie auf einer Irlandreise Bekanntschaft geschlossen hatte. Mit "Glennkill" gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Das Buch stand monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten, wurde in 25 Länder verkauft und mit dem renommierten "Friedrich-Glauser-Preis" für das beste Krimi-Debüt ausgezeichnet. Leonie Swann lebt heute in Berlin.

Portrait

Leonie Swann:
Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Die Idee zu ihrem Buch entstand während eines Aufenthaltes in Paris, als sie plötzlich eine große Sehnsucht nach dem Landleben überkam - und nach Schafen, mit denen sie auf einer Irlandreise Bekanntschaft geschlossen hatte. Ihr Debüt-Roman sorgte auf Anhieb auch international für Furore.

Autorenportrait

Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Die Idee zu ihrem ersten Roman "Glennkill" entstand in Paris, wo sie sich manchmal nach dem Landleben sehnte - und nach Schafen, mit denen sie auf einer Irlandreise Bekanntschaft geschlossen hatte. Mit "Glennkill" gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Das Buch stand monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten, wurde in 25 Länder verkauft und mit dem renommierten "Friedrich-Glauser-Preis" für das beste Krimi-Debüt ausgezeichnet. Leonie Swann lebt heute in Berlin.

Autorenportrait

Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Die Idee zu ihrem ersten Roman "Glennkill" entstand in Paris, wo sie sich manchmal nach dem Landleben sehnte - und nach Schafen, mit denen sie auf einer Irlandreise Bekanntschaft geschlossen hatte. Mit "Glennkill" gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Das Buch stand monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten, wurde in 25 Länder verkauft und mit dem renommierten "Friedrich-Glauser-Preis" für das beste Krimi-Debüt ausgezeichnet. Leonie Swann lebt heute in Berlin.

Bewertung unserer Kunden zu Garou

Wie ist Ihre Meinung zu „Garou”?

Geben Sie Ihre Bewertung ab. Jetzt rezensieren und 2 CHF kassieren.

50

09.02.2012

„Garou”

von einer Kundin oder einem Kunden
Europa haben sich die Schafe aus Glennkill ganz anders vorgestellt:
Statt saftigen, grünen Weiden erwartet sie ein kalter, französischer Winter.
Die Herde ist unzufrieden. Und nun geht auch noch der Garou um! Der hat es nicht nur auf die Schafe, sondern auch auf die junge Schäferin abgesehen, sodass Miss Marple und Co all ihre Wollensstärke aufbringen müssen, um die Gefahr abzuwenden.

Mit viel Witz und Charme erzählt Leonie Swann die Fortsetzung ihres Bestsellers "Glennkill".
Ich konnte "Garou" gar nicht mehr aus der Hand legen und wäre gerne noch länger inmitten der gutmütig-naiven Schafsherde geblieben!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

28.09.2011

„Würdiger Nachfolger”

von einer Kundin oder einem Kunden
Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern hat der zweite Teil hier nicht an Qualität verloren, sondern ist genauso gut wie "Glennkill", in manchen Aspekten vielleicht sogar besser. Die Krimi-Handlung fand ich hier besser ausgearbeitet, und die philosophisch veranlagten Ziegen auf der Nachbarweide bringen noch mehr Humor in die Geschichte. Auf jeden Fall beweisen die Schafe bei der Lösung des Falles wieder genauso viel Schlauheit, Mut und Wollensstärke wie im ersten Band.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

05.09.2011

„Der zweite Band ist noch besser geworden”

von Geza aus Wien
Nach Glennkill hat sich die Autorin deutlich gesteigert - die Längen sind weg, der Thriller wurde einfach dichter. Ich bin schon auf die "schafischen" Abenteuer auf dem Pferde-Gnadenhof gespannt.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

04.04.2011

„Määh!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Lange haben wir drauf gewartet, endlich ist er da: der zweite Teil von "Glennkill".

Wieder einmal sind die findigen Schafe einer großen Sache auf der Spur und begleiten uns voller Wortwitz und Spannung durch das Buch. Dieses mal ermitteln sie in Frankreich und sind dem berüchtigten Garou auf der Spur und haben nebenbei auch noch mit ihren neuen Nachbarn, den Ziegen, zu kämpfen. Da muss man eine gehörige Portion „Wollensstärke“ beweisen.

Sehr schön sind auch wieder die Gestaltung des Umschlages und das kleine Daumenkino im Buch.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

30.03.2011

„Total abgefahren........”

von einer Kundin oder einem Kunden

Leonie Swann, Garou

Wie kommt man nur auf die Idee, Schafe als Ermittler in einem Kriminalfall einzusetzen? Der Gedanke hat mich nicht losgelassen und meine Neugier auf den Schafskrimi "Garou" wurde immer größer.Von der ersten Seite an ging ein vergnügliches Lesen los und die Schafe hielten den Spannungsbogen bis zum Schluß. Bisher hatte ich keine Ahnung, welche Charaktere in den harmlos dreinschauenden Gesellen stecken. Seit der Lektüre dieses amüsanten Buches, voller "Schaf-Sinn", sehe ich jetzt Schafe mit ganz anderen Augen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

27.01.2011

„Schafslogik vom Feinsten!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Die kleine Schafsherde ermittelt wieder auf eigene Faust - diesmal in Frankreich, direkt neben einem Schloss und einem dunklen Wald, in dem der berüchtigte Garou wieder umgehen soll. Tote Rehe, Tiere und andere Grausamkeiten häufen sich.

Was sich die Schafe dabei über die Menschen und das Leben an sich zusammenreimen ist so amüsant, dass man schweren Herzens das Buch am Ende zuklappt.Ein gelungener Nachfolger von Glennkill und hoffentlich nicht der letzte Band, in dem die Schafe zu Wort kommen dürfen!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

23.01.2011

„Die Schafe von Glenkill ermitteln wieder!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Auch dieser Nachfolgeroman zeigt einen vergnüglichen Einblick in die Menschenwelt aus Schafssicht. Er bezaubert nicht nur durch das Daumenkino rechts unten, sondern auch durch die bizarren Ideen und schafosophischen Gedanken, die sich durch den ganzen Krimi ziehen. Auf der französischen Weide, wohin es die Schafe verschlagen hat, quaken die Menschen, sterben die Rehe des angrenzenden Waldes und die Nachbarziegen berichten von einem Werwolf, der hier sein Unwesen treibt. Zur eigenen Sicherheit machen sich die Schafe daran, dieses Rätsel aufzuklären. Dieser Krimi, dessen Spannung den Leser an das Buch heftet, ist reinstes Lesevergnügen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

16.11.2010

„Von dummen Ziegen und klugen Schafen.”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Schafe ermitteln wieder. Diesmal hat es Mopple the Whale, Othello, Miss Maple und Co ins kalte, nasse und schneereiche Frankreich verschlagen. Es gilt, gemeinsam mit den Ziegen, den gefährlichen Garou zu fassen. Wer Glennkill geliebt hat, wird auch an Garou seine Freude haben. Amüsant und kurzweilig.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

06.10.2010

„Logik der Schafe”

von einer Kundin oder einem Kunden
Mit Garou beginnt für die Schafe von Glennkill ein neues,wollsträubendes Abenteuer. Auf ihrer Europareise lassen sie sich bei einem einsamen Schloß nieder. Ein Toter am Waldrand,die Schafe müssen Licht ins Dunkel bringen,auch weil das Gerücht von einem Werwolf umgeht. Schon bald folgen sie mit Schafslogik der ersten Spur....
Sehr amüsant

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

21.09.2010

„Von Schafen und Ziegen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Tote Rehe im Wald, blutrot auf weißem Schnee. Die Schafe Irlands sind beunruhigt. In dem fremden Land, in das es sie verschlagen hat, läuft einiges schief. Die Leute können nicht reden, nur quaken und mit ihren neuen Nachbarn, den Ziegen können sie sich nicht wirklich anfreunden. Und dann treibt auch noch ein geheimnisvoller Garou herum, auf dessen Kappe die toten Rehe gehen.

Hilfe kommt von den Ziegen, doch diejenige die am meisten weiß, ist unglücklicherweise die Verrückteste von allen: Madouc, die schwarze Ziege.

Den Schafen gelingt es mit unbestechlicher Wollensstärke schlussendlich hinter das Geheimnis des Garous zu kommen und Rebecca vor seinen Fängen zu schützen.

Un libre de grande rafinesse :)

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

05.09.2010

„Der Charme von Schafen und Ziegen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ziegen sind dumm und Schafe wollen immer. Das hat was mit der Wollenskraft zu tun. Und nur damit kann man die ungewöhnlichen Dinge, die in Frankreich um einen (als Schaf) herum geschehen, aufklären. Zwar ist der zweite Band der Schafe von Glennkill nicht ganz so gut wie der erste, dennoch enthält er viele Schmankerl. Man erfährt alles NUR aus der Sicht der Schafe, d.h. wenn sich Türen schließen und die Schafe draußen bleiben, dann ist Schluß mit Infos. Trotzdem versteht man den Handlungsstrang ganz gut und so steht die Sicht der Schafe und das Voranschreiten der Geschichte in sehr guten Einklang miteinander. Wollig, lustig und verfressen gut! Mopple ist mein Lieblingsschaf!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

26.08.2010

„Die Schafe ermitteln wieder”

von einer Kundin oder einem Kunden
Rebecca ist mit ihren Schafen nach Frankreich gezogen. Ihr neues Zuhause haben sie neben einem Schloss gefunden, das früher einmal eine Nervenheilanstalt war.
Doch die Idylle hält nicht lange an. Es werden tote Rehe im Wald gefunden, ein wölfisches Heulen zieht nachts über die Weide und eine schwarze Ziege, die es eigentlich gar nicht geben soll (laut der restlichen Ziegenherde), erzählt Miss Maple und Co. von einem Garou. Ein Werwolf! Oder doch ein Mehrwolf?
Die Herde von Sir Richfield ermittelt wieder. Und an ihrer Seite haben sie diesmal nicht nur die Ziegen, sondern auch ein neues Schaf.
Wer schon "Glenkill" geliebt hat, kommt an "Garou" definitiv nicht vorbei. Ich würde mich sehr auf einen dritten Fall mit den Schafen freuen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

20

24.08.2010

„Krimi??”

von evchen1414 aus Korneuburg
Für mich war das kein toller Krimi. Keine Spannung, nur ein ewiges Hin- und Hergerenne, hinein in den Wald, raus aus dem Wald. Sehr komisch, wenn Rebecca die Schafe im Wald sucht, die doch im Schnee eine Menge Spuren hinterlassen haben, und sie findet sie nicht. Die Schafssprache mag ja noch amüsant sein, daß aber auch die Menschen seltsam reden, finde ich anstrengend. Und das über 400 Seiten! Und dann noch zum Schluß der Epilog mit dem Lamm. Ich mußte das Kapitel zweimal lesen, um überhaupt zu verstehen, worum es geht. Leider - Der Roman hat mir nicht gefallen.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

19.08.2010

„Schafe in Frankreich”

von einer Kundin oder einem Kunden
Schön, daß die Fortsetzung von Glennkill jetzt erschienen ist. Am meisten hat mich an diesem Buch amüsiert, wie Leonie Swann mit der "Schafs"sprache spielt. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: 978-3-442-46415-9 978-3-8371-0365-6

50

18.08.2010

„Werwolfsjagd in Frankreich mit Schafen und Ziegen”

von Wolfram Schneider aus Berlin
Nachdem Rebecca von ihrem Vater George eine Herde Schafe geerbt hat, zieht sie nun mit dieser lustigen Schafschaft, wie im Testament verfügt, durch Europa. Es ist mittlerweile Winter und Schäferin und Herde haben Quartier in Frankreich im Schatten eines Schlosses bezogen. Doch Europa ist nicht so schön, wie vom alten Schäfer George behauptet: ein Werwolf, ein Garou treibt in jener Gegend sein Unwesen. Also sehen sich Miss Maple, das klügste Schaf der Herde und vermutlich der ganzen Welt, und ihre Artgenossen gezwungen sich und ihre Schäferin vor dem Garou in Sicherheit zu bringen. Mit viel (Wort-)Witz und Blick für menschliche und schäfliche Schwächen und Verhaltensweisen erzählt Leonie Swann eine spannende Geschichte von Mensch und Tier und Irrsinn und quakenden Europäern. Eine Lesevergnügen par excellence und auch diesmal wieder mit einem netten Daumenkino.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: Glennkill natürlich

50

20.07.2010

„Die Schafe ermitteln jetzt in Frankreich”

von Nicole Hildebrandt aus Ibbenbüren
Eine neue Schäferin, ein neues Land und ein neuer Fall. Klingt nach einem tollen Krimi. Und das ist er auch. Die Schafe von Glennkill überzeugen wieder einmal nicht nur mit ihrem Ermittlergeschick, sondern auch mit dem besonderen Humor, denn jedes Schaf ist eine besondere Persönlichkeit. Dies führt zu urkomichen und teils absurden Situationen. Eins steht jedenfalls fest: man muss diese Schafe lieben!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

19.07.2010

„Das zweite Abenteuer der Schafe”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Schafe aus "Glennkill" sind zurück. Mit ihrer Schäferin Rebecca treten die Schafe ihre lang ersehnte Europareise an. Doch es bleibt nicht lange beim friedlichen Grasen, denn in der Gegend treibt ein Loup Garou (Werwolf) sein Unwesen. Die Schafe fürchten, dass der Garou auch ihnen das Fell über die Ohren ziehen wird.
Mit viel Schafslogik und Wollenskraft begeben sich sie sich auf die Suche nach dem Werwolf.
Das zweite Buch um die Schafe ist unterhaltsam zu lesen und besticht durch viele heitere Schafsdialoge und amüsante Szenen. Eine fesselnde Lektüre und eine wunderbare Fortsetzung von "Glennkill"

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

25.06.2010

„Die Schafe ermittelt wieder! Heu! Heu! Heureka!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der zweite Teil von Leonie Swanns Schafskrimis ist wieder urkomisch aber auch super spannend.

Mann muss diese Schafe einfach lieben!
Unbedingt lesen!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

24.06.2010

„Miss Maple is back!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Und zusammen mit Moppel the Whale, Othello, dem Winterlamm und allen anderen der Herde - nicht zu vergessen ganz viel Wollenstärke versuchen sie das Geheimnis um den Garou zu lösen.
Der sorgt nämlich nicht nur dafür, dass Rehe mit viel Rot im Schnee liegen, sondern auch für Unruhe in der Herde.

Wieder eine wunderbar wollige Geschichte, diesmal mit leichtem Ziegenaroma.

Ach ja und hätten Sie gewusst, dass wenn man nur genug wollt, Kälte kein Thema ist?

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

22.06.2010

„Die Schafe sind zurück!!!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Dieses Mal ermitteln sie in Frankreich! Dort treibt ein Garou (französisch = Werwolf) sein Unwesen und versetzt Mensch und Tier in Schrecken. Miss Maple, Mopple, Othello und Co versuchen dies zu verhindern und den Garou zu stellen. Ein Krimi mit viel Humor! Auf jeden Fall ein Lesevergnügen!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: Glennkill

Zuletzt angesehene Artikel

  1. Zubehör

    Game Party

    Midway

    CHF 29.90
    "Game Party" unbekannt
  2. PC Games

    Fußball Manager 10

    Electronic Arts

    CHF 30.90
    "Fußball Manager 10" unbekannt
  3. CD

    Funhouse

    Pink

    CHF 36.90
    "Funhouse" unbekannt

BonusprogrammHilfe

Miles & More

34 Meilen sammeln

8551 Meilen einlösen

--> --> -->