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Der Untergang
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Der Untergang

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Artikeldetails zu Der Untergang

SchauspielerBruno Ganz, Alexandra Maria Lara, Corinna Harfouch, Ulrich Gesprochen u...., Juliane Köhler, Heino Ferch, Christian Berkel, Matthias Habich, Thomas Kretschmann, Michael Mendl, André Hennicke, Ulrich Noethen, Birgit Minichmayr, Rolf Kanies, Justus Dohnanyi

GenreDrama

SpracheDeutsch (Untertitel: Englisch)

TonformatDeutsch: DTS-HD High Resolution Audio 5.1, Hörfilmfassung in Dolby Digital 2.0

  • Regie Oliver Hirschbiegel
  • FSK12
  • EAN4011976314684
  • StudioConstantin Film
  • Veröffentlicht17.09.2009
  • Medium Blu-ray
  • BildformatHigh Definition (1.85:1) - 1080p
  • OriginaltitelDer Untergang
  • Spieldauer155 Minuten

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Kurzbeschreibung zu Der Untergang

Berlin, April 1945: Ein Volk wartet auf seinen Untergang. In den Strassen der Hauptstadt tobt der Häuserkampf. Hitler (BRUNO GANZ) hat sich mit einigen Generälen und engsten Vertrauten im Führerbunker der Reichskanzlei verschanzt. Zu ihnen gehören auch Traudl Junge (ALEXANDRA MARIA LARA), seine Privatsekretärin, die ihn nicht im Stich lassen will. Während draussen die Lage immer mehr eskaliert, die Rote Armee weiter vorrückt und sich in den von Explosionen erschütterten Vierteln verzweifelte Szenen abspielen, erlebt Hitler den Untergang des Dritten Reiches hinter Bunkermauern. Obwohl Berlin nicht mehr zu halten ist, weigert sich der Führer, die Stadt zu verlassen. Er will, wie Architekt Speer (HEINO FERCH) es ausdrückt, "auf der Bühne stehen, wenn der Vorhang fällt". Doch Hitler steht nicht auf der Bühne. Während sich die Wucht des verloren gegangenen Krieges mit aller Härte über seinem Volk entlädt, inszeniert der Führer im Bunker seinen Abgang. Noch Stunden vor dem gemeinsamen Selbstmord heiratet er Eva Braun (JULIANE KÖHLER). Statt des Endsiegs kommt das Ende, aber auch das ist vorbereitet bis ins letzte Detail. Nachdem er und Eva Braun sich das Leben genommen haben, werden ihre Leichen im Hof der Reichskanzlei verbrannt, damit sie nicht dem Feind in die Hände fallen. Viele seiner Getreuen wählen ebenfalls den Freitod. Goebbels und die verbleibenden Generäle weigern sich auch weiterhin, die von den Russen geforderte bedingungslose Kapitulation anzunehmen. Als die Lage immer aussichtsloser wird, tötet Magda Goebbels ihre sechs Kinder im Bunker mit Gift, bevor auch das Ehepaar Goebbels Selbstmord begeht. Kurz darauf gelingt Traudl Junge und einigen anderen in allerletzter Sekunde die Flucht durch den russischen Besatzungsring...

Beschreibung der Redaktion zu Der Untergang

Berlin, April 1945. Ein Volk wartet auf seinen Untergang.
In den Straßen der Hauptstadt tobt der Häuserkampf. Hitler (BRUNO GANZ) hat sich mit einigen Generälen und engsten Vertrauten im Führerbunker der Reichskanzlei verschanzt. Zu ihnen gehört auch Traudl Junge (ALEXANDRA MARIA LARA), seine Privatsekretärin, die ihn nicht im Stich lassen will.

Während draußen die Lage immer mehr eskaliert, die Rote Armee weiter vorrückt und sich in den von Explosionen erschütterten Vierteln verzweifelte Szenen abspielen, erlebt Hitler den Untergang des Dritten Reiches hinter Bunkermauern. Obwohl Berlin nicht mehr zu halten ist, weigert sich der Führer, die Stadt zu verlassen. Er will, wie Architekt Speer (HEINO FERCH) es ausdrückt, "auf der Bühne stehen, wenn der Vorhang fällt". Doch Hitler steht nicht auf der Bühne. Während sich die Wucht des verloren gegangenen Krieges mit aller Härte über seinem Volk entlädt, inszeniert der Führer im Bunker seinen Abgang. Noch Stunden vor dem gemeinsamen Selbstmord heiratet er Eva Braun (JULIANE KÖHLER).

Statt des Endsiegs kommt das Ende, aber auch das ist vorbereitet bis ins letzte Detail. Nachdem er und Eva Braun sich das Leben genommen haben, werden ihre Leichen im Hof der Reichskanzlei verbrannt, damit sie nicht dem Feind in die Hände fallen. Viele seiner Getreuen wählen ebenfalls den Freitod. Goebbels und die verbleibenden Generäle weigern sich auch weiterhin, die von den Russen geforderte bedingungslose Kapitulation anzunehmen. Als die Lage immer aussichtsloser wird, tötet Magda Goebbels ihre sechs Kinder im Bunker mit Gift, bevor auch das Ehepaar Goebbels Selbstmord begeht.

Kurz darauf gelingt Traudl Junge und einigen anderen in allerletzter Sekunde die Flucht durch den russischen Besatzungsring ...

Feature zu Der Untergang

Kapitel- / Szenenanwahl; Animiertes DVD-Menü; DVD-Menü mit Soundeffekten; Making of "Hitlers letzte Tage" (ca. 59 Min.); Melissa Müller über "Traudl Junge" (ca. 8 Min.); Melissa Müller kommentiert Filmszenen (ca. 16 Min.); Melissa Müller liest aus dem Buch "Bis zur letzten Stunde" (ca. 6 Min.); Virtueller Bunker-Rundgang (ca. 13 Min.); Bunkerarchäologe Dietmar Arnold über den Führerbunker (ca. 21 Min.); Dreharbeiten in Russland mit Audiokommentar von Christine Rothe (Herstellungsleiterin) und Bernd Lepel (Szenenbildner) (ca. 18 Min.); Blick hinter die Kulissen mit Kommentar von Oliver Hirschbiegel (ca. 30 Min.); Storyboard mit Oliver Hirschbiegel (ca. 2 Min.); Interviews (ca. 87 Min.); Die historischen Figuren und ihre Darsteller

Portrait

Corinna Harfouch:
Corinna Harfouch, geboren 1954 in Thüringen, war einer der ganz großen Film- und Theater-Stars in der DDR. Nach der Wende galt ihr Ruhm im Westen zunächst: nichts. Innerhalb weniger Jahre machte sie jedoch Furore am Theater unter der Regie von Frank Castorf und in mehreren preisgekrönten Fernsehfilmen. Ihren Durchbruch als Kinodarstellerin hatte sie in dem Psychothriller "Solo für Klarinette", zuletzt sorgte ihre Darstellung von Magda Goebbels in "Der Untergang" für großes Aufsehen. Heute zählt Corinna Harfouch zu den ganz großen Film- und Theater-Stars in Deutschland.
Ulrich Gesprochen u. a. Matthes:
Ulrich Matthes, geboren 1959, wurde als 27-Jähriger mit dem Düsseldorfer Förderpreis als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Er arbeitete an den wichtigsten Schauspiehäusern und war bereits in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen zu sehen, darunter Winterschläfer, Der Untergang und Der neunte Tag. Für seine Rolle in Feuerreiter erhielt er 1998 den Bayerischen Filmpreis als bester Schauspieler.
Juliane Köhler:
Die preisgekrönte Schauspielerin Juliane Köhler (Deutscher und Bayerischer Filmpreis) hat bereits u.a. die Klassiker „Das große Schnüpperle Osterbuch“ von Barbara Bartos-Höppner und „Das Eselchen Grisella“ von Heinrich Maria Denneborg gelesen.
Christian Berkel:
Christian Berkel, bekannt aus „Der Untergang“ und „Die Affäre Semmeling“, spielt den Gefühlsmenschen ebenso überzeugend wie zwielichtige Charaktere. Als Hörbuchsprecher („Imperium“, „Der Afghane“ u.a.) setzt er jede Textvorlage virtuos um.
Matthias Habich:
Matthias Habich, Jahrgang 1940, begann 1967 seine Theaterlaufbahn mit Engagements an verschiedenen Bühnen, darunter die Münchner Kammerspiele, das Schauspielhaus Zürich und das Renaissancetheater Berlin. Neben wichtigen Titelrollen am Theater spielte Matthias Habich in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen wie in der ARD-Serie Klemperer Ein Leben in Deutschland, in der Verfilmung des Grass-Romans Die Rättin oder in Margarethe von Trottas Verfilmung von Uwe Johnsons Jahrestage. Für seine Darstellung des Heinrich Cresspahl wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Im Kino war er außerdem in Caroline Links Jenseits der Stille und in ihrem Oscar-prämierten Film Nirgendwo in Afrika zu sehen, für den er 2002 den Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller erhielt. Für seine Rolle in dem Thriller Das Urteil erhielt er 1998 den Adolf-Grimme-Preis. 2005 spielte er in der deutsch-polnischen Verfilmung der Unkenrufe von Günter Grass und 2008 in der internationalen Kinoproduktion Der Vorleser. Lebt seit 25 Jahren in Paris
Michael Mendl:
Michael Mendl, 1944 in Lünen geboren, arbeitete Anfang der 80er-Jahre am Württembergischen Staatstheater und an den Münchner Kammerspielen. Von 1988 bis 1993 gehörte er zum Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels München. Nach 25 Bühnenjahren gab er sein Filmdebüt in Sherry Hormanns „Leise Schatten“ (1992 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet). 1997 wurde Michael Mendl mit dem Deutschen Filmpreis, 1998 dem Bayerischen Filmpreis und 2004 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
Ulrich Noethen:
Ulrich Noethen, 1959 in München geboren, Absolvent der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, begann seine Schauspielkarriere 1985 am Freiburger Theater. Nach zwei Jahren im dortigen Ensemble arbeitete er unter anderem am Schauspiel Köln, an der Staatlichen Schauspielbühne Berlin und am Staatstheater Stuttgart. Anfang der 90er Jahre wechselte er zum Fernsehen und spielte u. a. in "Tatort". Seitdem war er in Kinofilmen sowie in unzähligen TV-Produktionen zu sehen. Er wurde mit dem Goldenen Löwen, der Goldenen Kamera, dem Bayerischen Filmpreis, dem Bundesfilmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet.
Dieter Mann:
Jg. 1941, wird von der Süddeutschen Zeitung und Literaturen als bester "Vorleser" gefeiert. Für das Ehrenmitglied des Deutschen Theaters Berlin stehen "denken, mitfühlen, mitteilen" im Mittelpunkt seiner Interpretation
Christian Redl:
Christian Redl, geboren 1948 in Schleswig, gehörte - nach der Schauspielausbildung in Bochum und Engagements in Wuppertal, Bremen und Frankfurt - von 1980 bis 1993 dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an, arbeitete mit Peter Zadek und Luc Bondy zusammen. §Nach seiner ersten Kino-Hauptrolle in Uwe Schraders 'Sierra Leone' (1987) war Christian Redl auch verstärkt in Kino und TV zu sehen.§Seine Stimme lieh der Schauspieler bereits für verschiedene Hörspiele.
Thomas Thieme:
Thomas Thieme, Jahrgang 1949, ist Absolvent der Staatlichen Schauspielschule Berlin und wurde für seine Rolle in Schlachten! zum Schauspieler des Jahres 2000 ernannt. Im Kino war er zuletzt in den Filmen Das Leben der Anderen und Der Untergang als Martin Bormann zu sehen.
Devid Striesow:
Devid Striesow, gebürtiger Rügener, wurde auf den Bühnen von Hamburg und Düsseldorf zum umjubelten Theaterschauspieler. Auf der Leinwand glänzte der Grimme-Preisträger in Filmen wie "Yella" oder "So glücklich war ich noch nie". Als Tatort-Kommissar ist er ab 2013 regelmäßiger Gast in vielen deutschen Wohnzimmern.
Oliver Stritzel:
Oliver Stritzels Karriere begann an der Freien Volksbühne Berlin. Er spielte in über 100 Film- und TV-Produktionen ("Das Boot", "Der Untergang", "Hotte im Paradies", "Suchkind 312", "Tatort"). Für die Rolle des Kalle Küppers in "Polizeiruf 110" erhielt er den Grimme-Preis. Als Synchronsprecher verlieh er seine Stimme u.a. Philip Seymour Hoffmann, Josh Brolin und Idris Elba.
Anna Thalbach:
Anna Thalbach, geboren 1973 in Ostberlin, Tochter der Schauspielerin Katharina Thalbach, stand bereits als Sechsjährige gemeinsam mit ihrer Mutter vor der Kamera. Sie wurde zunächst durch verschiedene Kino- und Fernsehrollen bekannt, bevor sie sich dem Theater zuwandte. Begründung: Sie sei es leid, nur als "Gesichtsverleiherin" gefragt zu sein. Anna Thalbach arbeitet neben der Schauspielerei erfolgreich als bildende Künstlerin und Audiosprecherin. Sie hat u.a. "Nijura" von Jenny-Mai Nuyen sowie "Die Nebel von Avalon" und "Die Wälder von Albion" von Marion Zimmer Bradley vorgelesen. Anna Thalbach liest so eindrucksvoll, dass die Geschichten beim Hören geradezu bildlich werden.

RezensionTon

Verfügbare Tonspuren:

Deutsch: DTS-HD Audio 5.1 / 48 kHz / 2046 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Hörfilmfassung: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 224 kbps
Kommentar: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 224 kbps

Die deutsche Tonspur liegt in DTS-HD High Resolution 5.1 vor. Der Mix kann wie auch schon auf DVD voll überzeugen. Besonders die fantastische Kanaltrennung mit den feinen Effekten erfreut das Herz des Heimcineasten. Aber nicht nur in den Actionszenen wird man mit direktionalen Effekten beglückt. Auch in den dialoglastigen Sequenzen lassen sich dezente Geräusche gut orten und die Stimmen der Darsteller wandern toll über die Front auf die jeweilige Hörposition. Der Tiefenbass wird wirklich brachial in Szene gesetzt, wenn man einen russischen Artillerieangriff miterleben darf. Die Dialoge wurden extrem satt und realistisch abgemischt. Hitlers Brüllen durch die Flure des Führerbunkers lässt den Zuschauer erschauern. Die Klangqualität bietet in den Außensequenzen einen sehr dynamischen und breiten Sound, während die Szenen im Bunker einen etwas begrenzten Dynamikumfang sowie einen stumpfen Klang aufweisen, was dem akustischen Eindruck eines so beengten Raumes entspricht.

RezensionBild

Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video High Profile 4.1
Bitrate: 19640 kbps
Auflösung: 1080p / 24 fps / 16:9

DER UNTERGANG liegt auf dieser Blu-ray Disc im Bildformat 2,35:1 vor. Constantin wirbt auf der Verpackung mit dem neuen Verfahren ARRI Relativity zur Rauschunterdrückung. Der Film wurde nämlich auf sehr grobkörnigem Material gedreht, wobei man sich schon die Frage stellt, warum man nicht gleich auf feineres Material zurückgegriffen hat, anstatt im Nachhinein digital am Bild herumzupfuschen. Denn was das Tool bei diesem Film anrichtet, ist nicht unbedingt ein Augenschmaus für Filmfreunde. In hellen Szenen wurde das Grundrauschen stark reduziert, während es in dunkleren noch nahezu intakt scheint. Das ergibt teilweise kuriose Bilder: Wenn zum Beispiel ein Gesicht ungleichmäßig ausgeleuchtet ist (was im schummerigen Führerbunker nicht selten der Fall ist), erscheint der dunkle Teil sehr rauschig, während der helle teilweise wächsern-glatt daherkommt. Auf Hintergründen erscheint die Körnung sehr unregelmäßig und artefaktiert. Man kann das Arbeiten des Denoisers praktisch onscreen mit verfolgen, wenn das Korn recht rigoros abgewürgt wird. Ebenfalls darunter zu leiden hat die Konturendarstellung, welche in dunkleren Szenen manchmal ziemlich schwammig daherkommt, da der Denoiser zum Verwischen von klaren Linien tendiert. Man muss bei aller Kritik aber auch sagen, dass trotz Rauschfilterung die Schärfe immer noch ziemlich ordentlich ist. Vor allem in hellen Szenen nimmt der Filter kaum Details weg und man kann Feinheiten wie Hautporen immer noch gut erkennen. Die Kompression arbeitet einigermaßen sauber, wenngleich ab und zu Artefakte auf Hintergründen zu sehen sind.

Die Farben erscheinen realistisch, aber durch die zerbombten Betonwüsten von Berlin eher trist und grau. Die Kontrastbalance wurde ebenfalls nahezu optimal gewählt, so dass nichts überstrahlt und auch in dunklen Sequenzen eine ordentliche Durchzeichnung gelingt.

Zitat

DER UNTERGANG ist schon jetzt ein wichtiges Stück deutscher Filmgeschichte und mit Sicherheit der Film, der sich (neben SCHINDLER?S LISTE vielleicht) weltweit am realistischsten mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzt. Auf einer Buchvorlage von Joachim Fest und den Aufzeichnungen von Hitler-Sekretärin Traudl Junge beruhend, stellen Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Oliver Hirschbiegel (INVASION) mit unheimlicher Intensität und historischer Korrektheit die letzten zwölf Tage des NS-Regimes nach. Den Kritikern, die ihnen vorwarfen, die Person Hitlers zu verharmlosen, setzen sie im Film folgendes Argument entgegen: Ist die Entmenschlichung Hitlers und seine Darstellung als ?Monster? ? wie oft passiert - nicht eine schlimmere Verharmlosung als die Darstellung dieser Person als ein menschliches Extrem? Ein Extrem, das uns immer daran erinnert, wie schlecht Menschen sein können und zu welch Bösem sie fähig sind. Vielleicht führt der ?Mensch Hitler? dazu, dass wir in Zukunft etwas wachsamer auf unsere Umgebung blicken, damit so etwas Schreckliches nicht noch einmal die Weltgeschichte besudelt, anstatt von Hitler distanziert als einem einmaligen ?Unfall?, etwas ?Unmenschlichem? zu sprechen.

Die handwerkliche Umsetzung von DER UNTERGANG entspricht internationalen Standards und muss sich vor Hollywood-Produktionen keinesfalls verstecken. Opulente Sets bieten eine großartige Kulisse für ebenso agierende Darsteller, allen voran Bruno Ganz (NOSFERATU), der Adolf Hitler mit beängstigender Intensität mimt. Nicht minder beeindruckend ist die Leistung von Corinna Harfouch (BIBI BLOCKSBERG) als fanatisierte Magda Goebbels. Als sie eiskalt ihre sechs Kinder vergiftet, möchte man am liebsten den Fernseher anschreien und diese Frau zum Teufel wünschen. Insgesamt ist DER UNTERGANG deutsches Pflichtkino, das in puncto Dramatik, aber auch historischer Action durchaus Akzente setzen kann - Unterhaltung sowie Aufklärung in einem Paket.

RezensionBonus

Bei einem so ?wichtigen? und erfolgreichen Film wie DER UNTERGANG darf natürlich eine entsprechende Ausstattung mit Bonusmaterial nicht fehlen. Wahrscheinlich um die Blu-ray auch im Ausland zu verkaufen, hat Highlight dem Hauptfilm neben deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte auch englische spendiert. Holländer, Polen, Finnen und Franzosen, bei denen der Film sehr erfolgreich war, wird?s freuen! Auch für Sehbehinderte ist diese DVD ein Segen. Denn auf der Filmdisc schlummert noch eine dritte Tonspur, die für letztere Gruppe eine Hörfilmfassung bereithält, in der ein Erzähler die aktuellen Geschehnisse auf dem Bildschirm zwischen den Dialogen beschreibt. Der Film selbst wird von einem Audiokommentar von Produzent Bernd Eichinger begleitet, welcher relativ interessant anzuhören ist, aber mit der Intensivität sowie Detailverliebtheit eines Regie-Kommentars nicht mithalten kann.

Danach erwartet den Zuschauer die Dokumentation \"Hitlers letzte Tage ? Making Of\", welche wie der Gro8teil der Extras nur in SD-Auflösung vorliegt. Jedoch ist dieses Feature weniger ein typisches Making Of, als vielmehr eine vom Hessischen Rundfunk produzierte, objektive Dokumentation über die Dreharbeiten. Interviews, Blicke hinter die Kulissen sowie Filmausschnitte machen das einstündige Making Of zu einem der besten seiner Art. Hier wird Nichts und Niemand hochgejubelt, statt dessen sachlich und informativ erzählt, auch über die Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus in der eigenen Familie der am Film Beteiligten.

Der nächste Punkt im Menü heißt \"Melissa Müller spricht über Traudl Junge\". Die Autorin, die die Erlebnisse von Traudl Junge veröffentlicht hat, erzählt acht Minuten über die Person und die Motive, die sie letztendlich dazu bewogen haben, ihre Aufzeichnungen doch Preis zu geben. Natürlich ist auch etwas Promotion für ihr Buch im Beitrag \"Melissa Müller liest aus dem Buch \'Bis zur letzten Stunde\'\" enthalten, und einige Filmsequenzen werden in \"Melissa Müller kommentiert Filmszenen\" aus ihrer Sicht ebenfalls durchleuchtet. \"Der Bunker ? Ein virtueller Rundgang\" ist ein interaktives Feature, in dem man die einzelnen Räume des Führerbunkers entweder in Form einer Filmszene oder als Setfotos besuchen darf. Hinter dem Menüpunkt \"Interviews\" verbergen sich satte 34 an der Zahl von den wichtigsten Darstellern, dem Produzenten, dem Autor, Historikern und dem Regisseur. Während die Darsteller über ihre Rollen und Figuren sprechen, berichten die drei anderen eher über allgemeine Dinge zum Film. Leider sind alle Interviews eher kurz und haben oft nur einen Statement-Charakter, immerhin ergibt sich auf Grund der Masse eine stattliche Gesamtlaufzeit von 84 Minuten. Die historischen Figuren und ihre Darsteller sind Gegenstand des nächsten Extras. Wahlweise als Lesetext oder gesprochen gibt es Biografien zu den historischen Personen und den Schauspielern. Bei Letzteren werden noch Auszüge aus deren jeweiliger Filmografie ergänzt. Der nächste Menüpunkt beinhaltet Ähnliches, denn dort finden sich die Biografien zu Bernd Eichinger, Oliver Hirschbiegel und Autor Joachim Fest.

Hinter \"Dreharbeiten zu DER UNTERGANG\" verbergen sich zwei Blicke hinter die Kulissen. Der Erste zeigt 18 Minuten lang die Dreharbeiten in der abgesperrten Hauptstraße von St. Petersburg und wird ergänzt von einem hochinteressanten Audio-Kommentar der Herstellungsleiterin Christine Rothe, die von Szenenbildner Bernd Lepel unterstützt wird. Den Zweiten (etwa 30 Min.) moderiert Regisseur Hirschbiegel höchstpersönlich und kommentiert auch während der gezeigten Aufnahmen entsprechend das Geschehen. Zudem gibt es noch etwas mehr als zwei Minuten an Storyboards zu sehen. Abseits des Disk-Inhalts findet man noch ein Booklet in der Blu-ray-Hülle, welches mit den bereits erwähnten Biografien sowie technischen Angaben zur Disk bedruckt ist.

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