WARUM MÄNNER NICHT ZUHÖREN UND FRAUEN SCHLECHT EINPARKEN (BRD, 2007) basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch von Allan und Barbara Pease, die mit ihren ?Ratgebern? zu den Unterschieden von Mann und Frau internationale Beststeller ablieferten. So amüsant die Bücher auch teilweise sein mögen, so vorsichtig muss man ihre Inhalte und Aussagen betrachten und bewerten. Eine entsprechende Übertragung in einen Film musste also gewisse Probleme mit sich bringen. Regisseur Leander Haußmann (SONNENALLEE, HERR LEHMANN, NVA) wagte sich an diese Adaption und scheiterte kläglich. Mehr als die übliche, biedere deutsche ?Haußmannskost? bekommt man nämlich nie geboten. Zwar konnte der Film knapp eine Million Zuschauer in die deutschen Kinos locken, aber die Kritik blieb eher negativ und auch die erhofften Preise blieben aus, worüber Haußmann erbost war und sogar davon sprach, aus der Deutschen Filmakademie auszutreten. Aber man muss den Tatsachen ins Auge blicken: Dieser gequälte Versuch einer etwas anderen ?Romantic Comedy? ist wohl kaum auszeichnungswürdig. Wenn überhaupt überzeugen hier die verspielte Inszenierung und die vielen visuellen Ideen. Aber das allein reicht eben nicht, um knapp 100 Minuten mindestens unterhalten zu können. Weder Benno Fürmann noch Jessica Schwarz, denen eine Hauptrolle zugemutet wurde, können das Werk tragen und füllen. Besonders Schwarz merkt man deutlich an, nur über beschränkte schauspielerische Fähigkeiten zu verfügen. Es gibt einige namhafte Nebenrollen (Tom Schilling, Uwe Ochsenknecht, Katja Flint), die ihr Bestes versuchen, doch zu retten ist da nicht mehr viel.
Mann und Frau, allein dieser Ausgangspunkt birgt Stoff für Tausende von Filmen und irgendwie hat man auch das Gefühl mittlerweile alles schon mal gesehen zu haben. Und das ist ebenfalls ein Dilemma dieses Werkes. Es gibt nichts Neues, nichts Mutiges. Entsprechend der Buchvorlage wimmelt es nur so von simplen Figuren, aber Menschen sind eben doch mehr als die Summe ihrer Teile. Hier hangelt man sich lediglich von Klischee zu Klischee, von Vorurteil zu Vorurteil. Sich daran zu reiben und sie zu brechen, könnte amüsant sein, sie aber nur ständig zu bedienen und nie in Frage zu stellen, ist kaum spannungsfördernd. Was bleibt, ist ein viel zu konventioneller, regelrecht langweiliger und überaus oberflächlicher sowie bescheidener Spaß für die entsprechende Zielgruppe der Schenkelklopfer. Muss man nicht sehen.