SKATE OR DIE (Frankreich, 2008) ist so eine Sache, die man schnell durchschaut. Man wollte einen coolen Film machen, mit cooler Story, coolen Akteuren und cooler Optik, aber: Nichts davon ist gelungen. Dieses von Chris Nahon (KISS OF THE DRAGON, DAS IMPERIUM DER WÖLFE, BLOOD - THE LAST VAMPIRE) geschriebene und produzierte und von Miguel Courtois ? immerhin für den respektablen EL LOBO (Spanien, 2004) verantwortlich - inszenierte Etwas ist ein Reinfall auf ganzer Linie.
Es gibt praktisch keine echte Geschichte, der es zu folgen lohnt. Der ganze Film ist eine einzige Verfolgungsjagd, die schnell ermüdet, denn es gibt nichts anderes und nichts Neues zu entdecken. Es gibt keine Überraschungen, keine Wendungen und somit auch keine Spannung. Die Figuren im Film sind oberflächlich skizziert und bleiben ohne jegliche Entwicklung, ohne Hintergrund, was eine Identifizierung von Anfang an verhindert. Die beiden Protagonisten sind Skater, aber keine Schauspieler, weshalb alles in ihrer Darstellung auch ein wenig steif bleibt. Der Rest ist eine Ansammlung von Klischees und Stereotypen, wie korrupten Bullen, gemütlichen Kiffern und harmlosen Skatern, die gelegentlich mal eine Wand besprühen. Dabei sind die Verfolgungsjagden auf den Skateboards nicht mal spektakulär, sondern, aufgrund ihrer realistischen Schlichtheit, auf Dauer teilweise langweilig geworden.
Statt dessen gibt es endlose stilistische Spielereien á la Tony Scott, d.h. schnelle Schnitte, jede Menge Bildverfremdungen, einen rauhen, körnigen Look, Tempi-Wechsel, verwackelte Einstellungen mit schnellen Schwenks, Farbveränderungen von Farbe zu schwarzweiß und wieder zurück. Aber alles ist ausnahmslos aufgesetzt und ohne Sinn oder Verstand verwendet worden. Das Visuelle ist genauso oberflächlich wie der Inhalt.
Kiffen, skaten, Musik hören, feiern und ein bisschen durch die Stadt hetzen. Das reicht nicht für einen Spielfilm, das füllt nicht einmal ein Musikvideo. SKATE OR DIE bleibt somit belanglos und ist genauso schnell wieder vergessen.