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Effi Briest
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Effi Briest

Für Hörgeschädigte geeignet. Deutschland

dvd
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Artikeldetails zu Effi Briest

UntertitelFür Hörgeschädigte geeignet. Deutschland

SchauspielerJulia Jentsch, Sebastian Koch, Thomas Thieme

GenreDrama

SpracheDeutsch (Untertitel: Türkisch, Englisch, Deutsch)

TonformatDeutsch: Dolby Digital 5.1

  • Regie Hermine Huntgeburth
  • Altersempfehlung12 - 99
  • FSK12
  • EAN4011976857686
  • StudioConstantin Film
  • Veröffentlicht23.07.2009
  • Medium DVD
  • Bildformat16:9 anamorph
  • KopierschutzJa
  • Spieldauer117 Minuten

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Kurzbeschreibung zu Effi Briest

Auf Wunsch ihrer Eltern heiratet die temperamentvolle, siebzehnjährige Effi Briest den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten - einen früheren Verehrer ihrer Mutter. Mit dieser aus Vernunft geschlossenen Ehe beginnt für Effi ein eintöniges Leben fernab der Heimat: Innstetten widmet sich voll und ganz seiner politischen Karriere und das verschlafene Ostsee-Küstenstädten Kessin bietet wenig Abwechslung. Bis Major Crampas auftaucht, ein Regimentskamerad Innstettens und charmanter Frauenheld. Effi beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihm und erfährt endlich, was Liebe bedeutet. Doch der Preis ist hoch: Für Crampas endet die Affäre tödlich. Effi hingegen wird - anders als bei Fontane - ihre Konsequenzen ziehen und den Schritt in ein neues Leben wagen...

Feature zu Effi Briest

Effi Briest soll mit siebzehn Jahren den wesentlich älteren, doch gut situierten Baron Instetten, einen früheren Verehrer von Effis Mutter heiraten. Das Mädchen hat keine andere Wahl als der Vernunftehe zuzustimmen. Das frisch vermählte Paar zieht in den kleinen Ort Kessin an der Ostseeküste, wo der Baron seinen Geschäften nachgeht und Effi Briest sich langweilt. Bis sie eines Tages Major Crampas, einen Kollegen von Instetten und bekannten Frauenheld, kennen lernt. Mit ihm beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre, die schließlich im Unglück endet.

Portrait

Julia Jentsch:
Julia Jentsch wurde am 20. Feburar 1978 in Berlin-Charlottenburg geboren. Nach ihrem Abitur besuchte sie die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Neben Auftritten auf der Theaterbühne, für die sie unter anderem den Max-Reinhardt-Preis (2000) und den Preis der Zeitschrift "Theater heute" als beste Nachwuchsschauspielerin erhielt (2002), überzeugte sie seit 1999 auch im Fernsehen und Kino - unter andedem 2002 im Psychodrama "Bloch: Tausendschönchen", 2004 in "Der Untergang" und "Die fetten Jahre sind vorbei" sowie 2005 als Sophie Scholl in "Sophie Scholl - Die letzten Tage". Für diese Rolle erhielt sie den silbernen Bären der Berlinale und den deutschen und europäischen Preis als beste Schauspielerin.
Theodor Fontane:
Theodor Fontane (1819-98) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts.
Günter Rohrbach:
Günter Rohrbach, geboren 1928, war Leiter der WDR-Programmbereiche Fernsehspiel, Unterhaltung, Familie und ab 1979 Chef der Produktionsgesellschaft Bavaria Film. Seit 1994 ist er als freier Produzent tätig.
Martin Langer:
PD Dr. Martin Langer, Oberarzt Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Universitätsklinik Münster.
Sebastian Koch:
Sebastian Koch, geb. 1962 in Karlsruhe, ist einer der herausragendsten Charakterdarsteller Deutschlands. Er spielte u.a. in den preisgekrönten Filmen 'Der Mann mit der Maske' und 'Der Tunnel' und wurde in 'Der Tanz mit dem Teufel', 'Die Entführung des Richard Oetker'und 'Die Manns' mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Für seine Rolle in Speer und ich hat er den Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler erhalten.
Thomas Thieme:
Thomas Thieme, Jahrgang 1949, ist Absolvent der Staatlichen Schauspielschule Berlin und wurde für seine Rolle in Schlachten! zum Schauspieler des Jahres 2000 ernannt. Im Kino war er zuletzt in den Filmen Das Leben der Anderen und Der Untergang als Martin Bormann zu sehen.

RezensionBonus

Die Beigaben beinhalten ein informatives Making of (ca. 29 min), vier Deleted Scenes (ges. ca. 7 min), Interviews (ges. ca. 13 min), die aber schon im Making of zu sehen sind, zwei Featurettes, die aber zu kurz sind, um wirklich Einblick zu geben: Die Etikette - Arbeiten mit den Schauspielern (ca. 2 min), Der Geräuschemacher bei der Arbeit (ca. 2 min) sowie Darstellerinformationen .

Zitat

Regisseurin Hermine Huntgeburth (BIBI BLOCKSBERG, DIE WEISSE MASSAI) legt mit EFFI BRIEST (D; 2009) ein ambitioniertes und ehrgeiziges Werk vor, das sich als moderne Adaption des Theodor Fontane Klassikers versteht. Es gibt aber bereits vier Verfilmungen, an denen man sich messen lassen muss. So kommt man zwangsläufig zum Urteil, dass die Neuauflage nicht wirklich gut da steht. Zwar wurde der Film namhaft bis in kleinste Rollen besetzt, mit z.B. Julia Jentsch (selbst über 30, soll aber eine 17-jährige spielen!), Sebastian Koch, Misel Maticevic, Barbara Auer, Juliane Köhler oder Andrè Hennicke, und auch die Ausstattung ist prächtig, ebenso wie der Film selbst schön fotografiert wurde, aber all das mag nicht überzeugen. Das gesellschaftliche Umfeld, im Roman von hoher Wichtigkeit, wird hier vernachlässigt. Die Figuren wurden gegenüber dem Roman simplifiziert, die Konflikte bleiben oberflächlich. Die Charaktere sondern Dialoge ab, die sich bedeutungsschwer geben. Die kühle Vorlage wurde eingetauscht gegen große Emotionen am Rande des Kitsches. Teile des Romans wurden sogar verändert, besonders das eigentlich traurige Ende wurde hier emanzipatorisch verklärt und mit einem Quasi-Happy-End ruiniert. Die moderne Moral kommt mit dem Holzhammer, während das Buch stets subtil blieb. Nein, EFFI BRIEST ist statt intensivem Gesellschaftsdrama und Sittengemälde nur noch ein banaler Kostümschinken in schöner Landschaft. Der Stoff ist zu einer Schmonzette verkommen, die sich gut im pilcherisierten Fernsehen machen würde, aber nichts im Kino verloren hat. Auf diese Neuverfilmung hat niemand gewartet. Sie ist überflüssig in jeder Hinsicht. Die notorisch schwindsüchtige deutsche Filmlandschaft, die man nur mit Magenschmerzen als funktionierende Filmindustrie bezeichnen kann, wird nur durch Millionen an Steuergelder am (künstlichen) Leben gehalten. Auch dieses Werk erblickte nur mit der Hilfe der Förderanstalten das Licht der Leinwand. Das Budget stieg so auf die beträchtliche Summe von 6,5 Millionen Euro. Da haben sich also einige wenige wieder mal wunderbar gesund gestoßen. Auf der Leinwand ist es jedenfalls nicht gelandet.

RezensionBild

Die Bewertung des Breitwandbildes (2,35:1, anamorph) gestaltet sich nicht ganz einfach, da man nicht weiß wo die Grenze zwischen stilistischen Mitteln bzw. gewollter Bildersprache und Fehlerquellen liegt. Die Schärfe des Bildes könnte besser sein, da es immer mal wieder recht weich und detailarm aussieht. Der Kontrast ist recht niedrig, so dass schon mal Details in dunklen Szenen verschluckt werden. Die Farben wurden bearbeitet und sind eher entsättigt und kühl gehalten. Dazu gibt es ein deutliches Hintergrundrauschen.

RezensionTon

Die deutsche DD 5.1-Tonspur ist zwar sauber und fehlerfrei, d.h. ohne Rauschen oder störende Unsauberkeiten, weist aber zuweilen ein wenig zu leise Dialoge auf, die in der Abmischung unterzugehen drohen. Die Musik und einige Umgebungsgeräusche sind dagegen lauter und dominieren so den Ton. Es gibt optionale deutsche Untertitel.

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50

05.06.2011

„Liebesgeschichte mit Drama von Theodor Fontane”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Sie 17 Jahre alt. Er 37 Jahre alt und auch noch ein früherer Verehrer ihrer Mutter. Das kann einfach nicht gut ausgehen. Hinzu kommt auch noch, daß er nie Zeit für sie hat. Folge: sie beginnt eine Affäre, die er interessanterweise auch schon hat (mit der Hausangestellten. Damals ein Skandal).

Ich bin eigentlich kein Drama-/ Liebesfilmfan. Den Film finde ich trotzdem richtig gut. Ich habe Mitleid mit Effie. Ihre Ehe war nicht einfach. Zumal es auch eine Vernunftehe war und keine Heirat aus Liebe. Die Geschichte wird in tollen Bildern erzählt mit tollen Bildern vor der Kulisse Hoppenrade in Brandenburg.

Ein toller Film!

P.S. Anders wie im Buch hat dieser Film allerdings ein schönes Ende...

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

11.10.2009

„Überragend gespielt”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die neueste Effi Briest Verfilmung von Hermine Huntgeburth mit Julia Jentsch und Sebastian Koch in den Hauptrollen ist meiner Meinung nach eine absolut gelungene Umsetzung.
Die Regisseurin interpretiert das klassische Werk von Theodor Fontane teilweise neu und moderner, bleibt im Stil diesem großartigen Roman allerdings treu.
Julia Jentsch in der Rolle der Effi ist einfach wunderbar.
Sehenswert!

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