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In Wahrheit wird viel mehr gelogen

In Wahrheit wird viel mehr gelogen

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Artikeldetails zu In Wahrheit wird viel mehr gelogen

  • ISBN-103-8387-0118-6
  • EAN9783838701189
  • Veröffentlicht09.2009
  • Lübbe
  • EinbandartEPUB
  • OriginaltitelErben bringen Glück (AT)

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Leseprobe aus In Wahrheit wird viel mehr gelogen

"(S. 179-180)
»Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte genießt schon hier seine Hölle.«
Heinrich Heine  
Willkommen in meiner Hölle.

Ich hatte mir durchaus ab und an – in Momenten mit masochistischen Anwandlungen – Leos und meine Wiederbegegnung ausgemalt. Mir war schon klar, dass wir noch eine Rechnung miteinander offen hatten. Er mit mir, weil ich in derselben Nacht, in der er unserer Beziehung eine Auszeit verordnet hatte, mit seinem Vater ins Bett gegangen war, und ich mit ihm, weil ... – na ja, insgesamt war er nicht besonders nett zu mir gewesen, oder? Ich meine, er hatte mir das Gefühl gegeben, nicht gut genug für ihn zu sein, und er hatte mich »seltsam« und »labil« und eine notorische Lügnerin genannt.
Und ganz offensichtlich waren seine Schwestern und seine Mutter ihm viel wichtiger gewesen als ich, und dann hatte er noch ... – okay, ich geb's zu, verglichen mit dem, was ich getan hatte, waren das alles Peanuts. Ich hatte nicht nur mit seinem Vater geschlafen, ich hatte ihn auch noch geheiratet und anschließend beerbt. Die wenigsten Männer würden da großzügig drüber wegschauen, denke ich. Ich hatte in den vergangenen fünf Jahren öfter darüber nachgedacht, mich bei Leo zu entschuldigen. Ich hatte auch mehrfach einen Brief an ihn angefangen. Aber es gibt wohl Dinge, für die man sich nicht wirklich entschuldigen kann. Und bei allem, was ich hätte schreiben können, wäre es von Leo wahrscheinlich nur als weitere Verhöhnung wahrgenommen worden.
Es tut mir leid, dass ich mich Hals über Kopf in deinen Vater verliebt habe. Es tut mir leid, dass ich jetzt mitreden kann, wenn jemand von der großen Liebe spricht. Es tut mir leid, dass ich glücklich bin. Es tut mir leid, dass ich endlich jemanden gefunden habe, der mich so liebt, wie ich bin. In meiner Idealvorstellung war eine Wiederbegegnung immer ungefähr so abgelaufen: Variante 1: Leo ist in Schwierigkeiten (in einem Rechtsstreit ist er in den Fokus der Russenmafia geraten und muss fliehen), und während alle anderen sich ängstlich aus der Sache heraushalten, helfen Karl und ich ihm selbstlos (mit Hilfe von Karls Kontakten und meiner Genialität) aus der Patsche.
Anschließend fällt Leo uns dankbar in die Arme und sagt, dass nun alles vergeben und vergessen sei. Variante 2: Leo ist sterbenskrank und braucht eine Niere, Karl will ihm sofort eine von seinen spenden, aber leider ist er als Spender nicht kompatibel. Und deshalb spende ich Leo eine von meinen Nieren und rette ihm damit das Leben. Im Aufwachraum werden wir beide nebeneinandergeschoben, und Leo sieht mich an und sagt: »Bitte verzeih mir, dass ich dich für eine unmoralische Schlampe gehalten habe.« Es gab noch ein paar weitere Varianten, aber in keiner klebte mir das Haar unvorteilhaft an der Kopfhaut fest, in keiner Variante war ich total verheult, und selbstverständlich waren meine Schuhe auch nicht voller Hundekacke. Tja, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, wie mein Vater immer zu sagen pflegte."

Kurzbeschreibung zu In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Carolin spielt virtuos Mandoline, spricht sechs Fremdsprachen und kann im Kopf die Wurzel aus siebenhundertvierundachtzig ausrechnen. Aber als sie sich mit ihrem Exfreund um ein riesiges Erbe streiten muss, ist sie komplett überfordert. Verständlicherweise. Denn sie ist noch keine dreißig und gerade Witwe geworden. Und das wirft wohl jedes noch so große Wunderkind aus der Bahn. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und eine illustre Gesellschaft steht ihr bei, unter anderem die schlechteste Therapeutin der Welt, ein Apotheker und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen Nummer zweihundertdreiundvierzig Ein wunderbar vergnüglicher Roman über das Leben, die Liebe und das liebe Geld.

Beschreibung der Redaktion zu In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Carolin spielt virtuos Mandoline, spricht sechs Fremdsprachen und kann im Kopf die Wurzel aus siebenhundertvierundachtzig ausrechnen. Aber als sie sich mit ihrem Exfreund um ein riesiges Erbe streiten muss, ist sie komplett überfordert. Verständlicherweise. Denn sie ist noch keine dreißig und gerade Witwe geworden. Und das wirft wohl jedes noch so große Wunderkind aus der Bahn. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und eine illustre Gesellschaft steht ihr bei, unter anderem die schlechteste Therapeutin der Welt, ein Apotheker und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen Nummer zweihundertdreiundvierzig Ein wunderbar vergnüglicher Roman über das Leben, die Liebe und das liebe Geld.

Portrait

Kerstin Gier:
Kerstin Gier wurde 1966 in der Nähe von Bergisch Gladbach geboren, wo sie auch heute mit ihrem Mann, ihrem Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern wohnt. Bereits als Kind wollte sie Schriftstellerin werden und schrieb für Bücher, die sie gelesen hatte, eine Fortsetzung. Zuerst begann Kerstin Gier damit, Germanistik, Musikwissenschaft und Anglistik zu studieren, wechselte aber dann und schloss als Diplompädagogin ihr Studium ab. Nachdem Kerstin Gier keinen festen Arbeitsplatz fand, entschied sie sich 1995 dazu, Frauenromane zu schreiben. Ihr erstes Buch "Männer und andere Katastrophen" wurde 1996 mit Heike Makatsch verfilmt und auch die nachfolgenden Romane waren und sind noch heiß begehrt. Mit ihrem Roman "Das unmoralische Sonderangebot" wurde Kerstin Gier 2005 mit dem "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet. Seit 2007 ist sie zudem Jurymitglied bei "DeLiA", der Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autoren und -Autorinnen. Mit den Bänden rund um Gwendolyn und Gideon in London ("Rubinrot", "Saphirblau", "Smaragdgrün") schrieb Kerstin Gier zum ersten Mal eine Jugend- und Fantasyroman-Reihe. Kerstin Gier veröffentlicht auch unter den Pseudonymen Sophie Berard und Jule Brand.

Meinung der Redaktion
Die Romane sind gut zu lesen, manchmal mit spitzer Feder geschrieben und dadurch sehr komisch. Mit Witz und Humor und einer guten Prise Ironie zeigt sie, wie die Gesellschaft wirklich tickt.

Bewertung unserer Kunden zu In Wahrheit wird viel mehr gelogen

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50

16.10.2011

„.......”

von Asti Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Carolin ist gerade mal 26 und seit wenigen Wochen Witwe. Ihre große Liebe Karl, mit dem sie in London lebte (und der auch noch der Vater ihres Ex-Freundes Leo ist), verstarb plötzlich.
Auf sich allein gestellt, muss sie nun ganz alleine klarkommen. Zum Glück hat sie ihre Schwester Mimi samt Mann und Freundinnen. Und auch ihre Therapeutin - auch wenn Carolin von der anfangs wenig begeistert ist.

Ein wirklich witziger Roman, den man schnell durchhat, weil er wirklich Freude beim Lesen bereitet. Für alle Fans von nicht ganz so schnulzigen Frauenromanen!

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

25.05.2011

„In Wahrheit wird viel mehr gelogen”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Es war ein junger Mann, der sich über mich beugte. Im Licht der Straßenlaterne sah er ganz gut aus. Und er guckte besorgt und freundlich. Schade, dass er ein Idiot ist."

So beginnt ein neues, hinreißendes Buch von Kerstin Gier. Carolin, hochintelligent und mit 26 schon frisch verwitwet, muss sich nun mit der Familie ihres verstorbenen Mannes um das Erbe streiten und die skurrilen Behandlungsmethoden ihrer eher unfähigen Therapeutin über sich ergehen lassen. Was nach einem traurigen Thema klingt, ist in den Händen von Gier zum Schreien komisch, liebevoll und einfach klasse geschrieben. Die perfekte Urlaubslektüre!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

09.04.2011

„Typisch Kerstin Gier!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dieses Buch ist wieder einmal typisch Kerstin Gier.
Denn man weiß genau, dass bei ihren Büchern kein Auge trocken bleibt.
Spritzig und witzig geschrieben begeistern ihre Bücher immer wieder aufs Neue!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

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