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Die Fotoschule in Bildern. Porträtfotografie. Das Praxisbuch für gute Porträts

Die Fotoschule in Bildern. Porträtfotografie. Das Praxisbuch für gute Porträts

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Artikeldetails zu Die Fotoschule in Bildern. Porträtfotografie....

Lars IhringMichael PapendieckKathy Hennig

  • ISBN-103-8362-1457-1
  • EAN9783836214575
  • Veröffentlicht01.01.2010
  • Galileo Press
  • EinbandartPDF

Leseprobe aus Die Fotoschule in Bildern. Porträtfotografie....

»Lach doch mal!« (S. 12-13)
Einfach nur so in die Kamera zu schauen, ist für Ihr Modell unter Umständen schwierig. Bringen Sie es lieber zum Lachen, denn fröhliche Bilder punkten immer.
Klassischerweise galt ein Mona-Lisa-Lächeln als die fotografische Standard-Mimik. Und in der Regel haben alle Porträts, bis auf ein modernes Passfoto, den Auftrag, dem Betrachter etwas über einen Menschen zu erzählen. Über allem steht der Satz: »Das bin ich!« Was man sein will und sein kann, darauf geben andere Formen des Porträts auch Auskunft (siehe auch die Kapitel »Charakterporträts«, »Beauty- Porträts«, »Emotionen«).
Wenn Sie also einen Menschen vor sich haben, der ein sonniges Gemüt und ein sympathisches Lachen hat, dann sollten Sie Ihrem Modell keine untypische Ernsthaftigkeit aufzwingen. Ein wenig abweichend von den sogenannten »Richtlinien der Porträtfotografie« wurde hier oben der Kopf angeschnitten und Luc etwas aus der Mitte versetzt (ƒ× Porträts gestalten). Auch die Lichtsetzung ist ein wenig modifiziert: Das Hauptlicht (mit Wabenaufsatz) kommt zentral von oben vorn statt gerade von etwas links oder rechts. Die daraus resultierenden Schatten formen die Konturen des Gesichts wunderbar nach. Um dabei etwas zu dunkel geratene Augen wieder mit Licht ins Bild zu holen, reicht ein einfacher Reflektor, den man von unten auf Brusthöhe unter das Kinn hält. Es wurde kein Kopf- oder Haarlicht verwendet, sondern ein Spot scheint genau hinter dem Modell auf den Hintergrund und erzeugt so mehr Bildtiefe.
Eine Besonderheit hier ist die dunkle Haut. Zwar gibt es keine Grundregel, dass Sie bei dunkelhäutigen Menschen einen Wert XYZ einstellen müssen, aber Sie werden feststellen, dass Sie einfach nur eine Blendestufe runter gehen müssen beziehungsweise den Blitz ein paar Nuancen höher drehen brauchen, und schon passt es. Immerhin soll man ja sehen, welche Hautfarbe jemand hat. Und dunkel sollte auch dunkel bleiben. Denn dann strahlt Sie auch genauso so ein Lachen an, dass die Sonne Afrikas und Berufsoptimismus vermittelt.
Das gestellte Porträt
Gestellte Fotos haben einen schlechten Ruf. Zu Unrecht, denn »gestellt« heißt nicht »strammstehen«!
Das klassische, gestellte Porträt wird im Alltag oft gebraucht – und nicht nur für den Führerschein oder die Bewerbung. Ein gestelltes Porträt kann aber ebenso spannend und berührend sein, wie das spontane, scheinbar aus dem Leben gegriffene. Dennoch haften dem gestellten Bild Vorurteile an – gestellt im Sinne von ge- oder verfälscht. Dabei verlangt das gestellte Porträt von Fotograf und Modell Höchstleistungen. Hier geht es um eine saubere und korrekte Vorplanung, wie das Bild später aussehen soll. Ihr (in diesem Genre vielleicht unerfahrene) Modell darf nicht verunsichert werden. Beim Fotografen sollte daher jeder Handgriff sitzen!
Das Licht sollte schon gesetzt und ein paar Testshots gemacht sein, bevor man das Modell vor die Kamera bittet. Bei vielbeschäftigten Personen, zum Beispiel beim Porträtieren von Menschen in ihrem beruflichen Umfeld wie dem Vorstand einer großen Privatbank, gäbe es auch wenig Verständnis für die Nöte des Fotografen, erst einmal eine Lichtsituation zu entwickeln. Bei einem gestellten Porträt sitzt dem Fotograf und dem Modell auch immer die Zeit im Nacken. Kommunikation mit dem Modell ist hier enorm wichtig. Eine kleine Geschichte lockert die angespannten Gesichtsmuskeln des Herrn aus dem Vorstand auf, der in Gedanken vielleicht bei der nächsten Bilanzpressekonferenz ist. Ein kleiner Scherz auf Kosten der Konkurrenz kann, wenn er stilsicher und passend vorgebracht wird, die Spannung lösen. (Aufpassen, manchmal ist die scheinbare Konkurrenz eine 100%ige Tochter des Unternehmens – dies wäre dann der letzte Fotoauftrag!)

Beschreibung der Redaktion zu Die Fotoschule in Bildern. Porträtfotografie....

Die Porträtfotografie ist sehr facettenreich und eines der spannendsten Fotogenres überhaupt. Damit Sie einen leichten Einstieg finden und lernen, sich Ihr ganz eigenes Bild vom Menschen zu machen, haben die Autoren ihre Archive geöffnet, und zeigen Ihnen ihre gelungensten Bilder. Dieses Buch ist aber viel mehr als ein Bildband, es ist pure Fotopraxis: Denn hier sehen Sie nicht nur viele inspirierende Bilder, sondern Sie erfahren auch gleich, wie die Fotografen zu dem gezeigten Ergebnis gekommen sind, und wie Sie selbst die Bilder nachfotografieren können. Seite für Seite finden Sie dazu alle Aufnahmedaten, die Aufnahme- und Lichtsituation oder auch die Beschreibung der besonderen Bildidee. So lernen Sie nach und nach alle Aspekte der vielseitigen Porträtfotografie kennen, der ideale Einstieg ins Genre - Bild für Bild. Aber auch, wenn Sie bereits über Erfahrung verfügen, können Sie sich von den hervorragenden Bildern inspirieren lassen und einmal anderen Fotografen bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Inhaltsverzeichnis zu Die Fotoschule in Bildern. Porträtfotografie....

Liebe Leserin, Lieber Leser,
Inhalt
Klassische Porträts
Spontane Porträts
Charakterporträts
Beauty-Porträts
Accessoires
Paare & Co.
Kinderporträts
Porträts in Serie
Bewegung & Action
Emotionen
Schwarzweiß
Ältere Menschen
Erotische Porträts
Danke ...
Die DVD zum Buch
Index

Portrait

Lars Ihring:
Seine fotografischen Wurzeln hat der 1975 in Gera geborene und in Leipzig lebende Fotokünstler Lars Ihring in der Astrofotografie. Doch von den Sternen, Planeten und Kometen fand er schnell den Weg zu irdischen Schönheiten. Seit 1997 arbeitet er vorrangig in den Bereichen der Porträt- und Aktfotografie.
Michael Papendieck:
Michael Papendieck arbeitet seit 2005 als freier Fotograf. Er setzt seine kreativen Bildideen vor allem in den Genres Porträt, Beauty/Fashion und Akt um. Seit 2007 gibt er sein Wissen auch in Workshops weiter.
Kathy Hennig:
Kathy Hennig arbeitete viele Jahre freiberuflich als Fotografin und Coach für Porträt- und Modefotografie und eröffnete bereits mit 25 Jahren ihr eigenes Fotostudio in Leipzig. Fotografie bedeutet für sie weitaus mehr als nur das optische Übersetzen in eine passende technische Ausführung. Wichtig für sie ist es, eine persönliche Haltung zu finden und diese auf den Punkt zu bringen.

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